EWE Athletics “Weltklasse hinterm Deich” in Cuxhaven am 22. Juli 2009
(Kugelstoßen bereits am Dienstag, 21. Juli 2009)

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NIEDERELBE ZEITUNG vom 16. Dezember 2008  

"Weltklasse" wieder als Abendsportfest
Einige Neuerungen beim Leichtathletik-Sportfest "EWE-Athletics" am 22. Juli in Cuxhaven geplant

(flü).
Sportfest-Veranstalter Heinz Hüsselmann hatte es bereits im Sommer angedeutet, was nun im kommenden Jahr auch wirk-
lich beim Leichtathletik-Meeting “EWE Athletics - Weltklasse hinterm Deich" in Cuxhaven geändert wird. Eine der wesentlichsten
Veränderungen: Die Sportler werden an einem Mittwochabend ihr Können zeigen. Hüsselmann lud gestern in die Stadtsparkasse
Cuxhaven ein, weil 2009 der neue Presenting-Sponsor die Sparkassen-Finanzgruppe in Niedersachsen ist. So repräsentierte denn
neben den beiden Cuxhavener Sparkassen-Vorständen Ralf-Rüdiger Schwerz und Helmut Weermann auch Dr. Götz Pätzold, Vor-
stand der Kreissparkasse Wesermünde-Hadeln, und Dirk Wurzer von der VGH-Versicherung den neuen Presenter.
Im Beisein von Cuxhavens Bürgermeister Albrecht Harten und Thomas Windgassen vom Energieversorger und Titelsponsor EWE
hob Hüsselmann die Bedeutung des Sportfestes im Jahr 2009 hervor, denn schließlich findet im August die Leichtathletik-Welt-
meisterschaft in Berlin statt. Bis Ende Juli sollte es für deutsche Athleten möglich sein, noch die WM-Norm zu erfüllen. Dement-
sprechend glaubt der Meeting-Direktor, im kommenden Jahr eine große Zahl von nationalen, aber auch internationalen Top-Leuten
an der Elbmündung begrüßen zu können. “Wir verhandeln gerade mit dem Deutschen Leichtathletik-Verband, dass Cuxhaven offi-
zieller Qualifikations-Wettkampf wird." Ziemlich sicher ist sich der Veranstalter, dass die Hürdensprinterin Carolin Nytra erneut auf
dem Strichweg-Sportplatz antreten wird.
Hüsselmanns Kritik aus dem vergangenen Sommer, weil einige deutsche Athleten dem Ruf nach Cuxhaven nicht gefolgt sind oder
nicht folgen konnten - sie befanden sich im Trainingslager, obwohl sie gar nicht für Olympia qualifiziert waren - habe Wirkung ge-
zeigt. Es hätten sogar Trainer gehen müssen. Dementsprechend ist Hüsselmann zuversichtlich, viele deutsche Spitzen- und Nach-
wuchssportler verpflichten zu können. Auch die Verlegung auf den Mittwochabend - Mitte der 90er-Jahre begann das Cuxhavener
Meeting als Abendsportfest - sieht der Bochumer als Vorteil. Hüsselmann hat auch vor, wieder einmal einen internationalen Star
nach Cuxhaven zu locken, wie vor zehn Jahren Merlene Ottey. “Die Veranstaltung hat einen Weltstar verdient." Weil viele Top-
Athleten an den Wochenenden im Juli bei den großen Sportfesten beispielsweise in Nizza oder Rom an den Start gehen, seien die
Chancen einer Verpflichtung für einen Mittwoch durchaus gegeben. Auf Diskuswurf müssen die Zuschauer 2009 sicherlich ver-
zichen, weil das Gitter nicht mehr den Vorgaben des nationalen und internationalen Leichtathletik-Verbandes genügt. Ob Weit-
sprung stattfindet, ist auch noch nicht klar, weil es 2008 seitens einiger Athleten Kritik an der sanierten Anlage gab. Das Kugel-
stoßen könnte nach den Vorstellungen von Hüsselmann in Cuxhaven eine ganz neue Form erhalten.
Nacht der Emotionen
Am Vorabend - also am Dienstag, 21. Juli, ist auch wieder eine Nacht der Emotionen als Eröffnungsparty geplant. Voraussichtliche
Disziplinen bei den Frauen: 100 m, 200 m, 800 m, 100 m Hürden und 400 m Hürden. Bei den Männern: 100 m, 200 m, 400 m,
800 m, 1500 m, 110 m Hürden, Stabhochsprung, Hochsprung und Speerwurf. 

NIEDERELBE ZEITUNG vom 14. Mai 2009
Carolin Nytra plant Start bei EWE Athletics

(cn).
Live und hautnah: Am Mittwoch, 22. Juli, 18 Uhr, erwartet die Zuschauer Leichtathletik der Spitzenklasse bei den EWE
Athletics auf dem Strichweg-Sportplatz in Cuxhaven. Welche Athleten werden bei der Leichtathletik-WM vom 15. bis 23. August in
Berlin dabei sein? Präsentiert sich in Cuxhaven einer der kommenden Weltmeister? Wer muss noch sein Ticket für die Leichtath-
letik-WM lösen? Ende Juli geht es in die entscheidende Phase. Eines der letzten Sportfeste vor der WM verspricht packende Ent-
scheidungen.
Eine der deutschen Hoffnungen ist Carolin Nytra, Hürdensprinterin vom Bremer LT, die bereits im vergangenen Jahr einer der um-
jubelten Stars bei den EWE Athletics war. Veranstalter Heinz Hüsselmann möchte sie auch in diesem Jahr gerne für Cuxhaven
verpflichten: “Carolin steht auf unserer Wunschliste ganz oben und sie plant einen Start bei den EWE Athletics." Nytras persön-
liche Bestzeit über die 100 m Hürden liegt bei 12,82 sec. Für die WM in Berlin muss sie zweimal unter der Qualifikationsnorm von
12,96 sec. bleiben.
“Nacht der Emotionen" am Dienstagabend, 21. Juli
Aber nicht nur der Wettkampf steht im Mittelpunkt der im Juli stattfindenden Veranstaltung. Auch das Rahmenprogramm wird nicht
zu kurz kommen: Im Rahmen der Eröffnungsfeier der “Nacht der Emotionen" am Dienstagabend, 21. Juli, werden die Top-Athleten
den Fans live vorgestellt. Regionale Gruppen, ein Stargast aus der Musikszene und ein Feuerwerk werden auf die EWE Athletics
einstimmen. Der Eintritt zu dieser Vorabendveranstaltung ist wie immer frei.
Thomas Windgassen, Leiter der EWE-Geschäftsregion Cuxhaven-Delmenhorst: “Gemeinsam mit den Sparkassen werden wir als
Titelsponsor in diesem Jahr einige neue Aktionen für die Zuschauer anbieten. Insbesondere die Familien stehen dabei im Mittel-
punkt. Wir freuen uns auf ein Leichtathletikfest der Extraklasse.
Dr. Götz Pätzold, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Wesermünde-Hadeln, und Ralf-Rüdiger Schwerz, Vorstandsvorsitz-
ender der Stadtsparkasse Cuxhaven: “Als neuer Presenting-Sponsor der EWE Athletics wird die Sparkassen-Finanzgruppe u.a.
für den Kartenvorverkauf sorgen. Die Zuschauer erwartet dabei ein neuer Service: Eintrittskarten werden ab Mitte Mai fast im kom-
pletten Elbe-Weser-Dreieck erhältlich sein. Interessierte können direkt in den Geschäftsstellen der Sparkassen, per Telefon oder
im Internet Karten kaufen bzw. bestellen. Eine Shoplösung ermöglicht die gleichen Zugriffsrechte auf die Karten, ohne dass zu-
sätzliche Kosten für die Zuschauer entstehen. Die Versandgebühren übernimmt die Sparkassen-Finanzgruppe! Interessierte sollten
sich schnell ihre Karten sichern. Das Kontingent an Tribünenkarten ist begrenzt."
Vorverkaufsstellen in unserer Region: Geschäftsstellen “Kreissparkasse Wesermünde-Hadeln" und “Stadtsparkasse Cuxhaven".
VGH/ÖVB Geschäftsstellen Bremerhaven und Bremen, Ticket-Hotline: 04 71 / 144 - 455; Tickets online: www.ewe-athletics.de 

NIEDERELBE ZEITUNG vom 8. Juli 2009
Sponsoren geben den Startschuß

(nez).
Die EWE-Athletics starten bereits am Dienstag, 21. Juli, mit dem ersten Highlight! Um 18 Uhr beginnt das Kugelstoßen der
Männer und Frauen. Im Anschluss findet um 19 Uhr auf der Sponsorenmeile die Eröffnungsfeier “Die Nacht der Emotionen" statt.
Am nächsten Tag, Mittwoch, 22. Juli, werden dann in 14 Disziplinen die Deutschen Meister, Weltmeisterschaftsteilnehmer und
zahlreiche weitere Athleten, die sich noch für die Leichtathletik-Weltmeisterschaften ab 15. August in Berlin qualifizieren wollen, an
den Start auf dem Strichweg-Sportplatz gehen. EWE-Athletics-Fans können aber schon mitmachen.
Eintrittskarten und Fan-Shirts können gewonnen werden
Im Rahmen eines von der EWE, der Kreissparkasse Wesermünde-Hadeln und der Stadtsparkasse Cuxhaven initiierten Gewinn-
spiels werden 500 Eintrittskarten und 500 spezielle Fan-Shirts verlost. Teilnahmeberechtigt sind ausschließlich Mitglieder aus den
Vereinen des Elbe-Weser-Dreiecks. Sie können auf der Homepage www.ewe-athletics.de ein Teilnahme-Formular ausfüllen und bis
zu vier Eintrittskarten und Fan-Shirts bestellen - und wie bei jedem sportlichen Wettkampf gewinnen die schnellsten Teilnehmer.
“Die Leistungen bei den Deutschen Meisterschaften am letzten Wochenende haben uns motiviert und gemeinsam mit den Spon-
soren wollen wir den Zuschauern die Möglichkeit bieten, sich als Fans der Athleten und unserer Veranstaltung zu präsentieren", so
Thomas Windgassen, Leiter der EWE Geschäftsregion Cuxhaven/Delmenhorst. “Wir wollen die tolle Stimmung, die zurzeit für die
Leichtathletik vorherrscht, über Cuxhaven zu den Weltmeisterschaften nach Berlin tragen", verspricht Dr. Götz Pätzold, Vorstands-
vorsitzender der Kreissparkasse Wesermünde-Hadeln. “Wir freuen uns schon jetzt darauf, die 500 Gewinner unserer Aktion auf
dem Strichweg-Sportplatz in Cuxhaven begrüßen zu können", sagt Ralf-Rüdiger Schwerz, Vorstandsvorsitzender der Stadtspar-
kasse Cuxhaven. 

NIEDERELBE ZEITUNG vom 14. Juli 2009
Gegen starke Konkurrenz behaupten
110-Meter-Hürdensprinter Helge Schwarzer startet beim Internationalen Leichtathletik-Sportfest

(nez/hup)
. Das Internationale Leichtathletik-Sportfest, die EWE Athletics, werden am Mittwoch, 22. Juli, 18 Uhr, in Cuxhaven auf
dem Strichweg-Sportplatz ausgetragen. Natürlich gehen dann wieder Top-Athleten in den unterschiedlichsten Disziplinen an den
Start. Bei den Weltmeisterschaften, die vom 15. bis 23. August in Berlin veranstaltet werden, wollen sich die deutschen Hürden-
sprinter wieder in der Weltspitze etablieren. Es ist lange her, dass deutsche Hürdensprinter in den Finalläufen bei Weltmeister-
schaften vertreten waren. In diesem Jahr stehen die Zeichen nicht schlecht. Der Deutsche Leichtathletik Verband (DLV) hat mit
zurzeit sechs Athleten eine hohe Leistungsdichte im Bereich von 13,35 bis 13,54 Sekunden.
Helge Schwarzer wurde bei der DM in Ulm Zweiter Bei den Deutschen Meisterschaften in Ulm setzte sich Matthias Bühler mit
13,36 gegen Helge Schwarzer und Thomas Blaschek durch. Alexander John, der mit 13,35 die deutsche Bestenliste noch anführt,
konnte im Finale verletzungsbedingt nicht antreten, in Berlin ist jedoch auch mit ihm sicherlich zu rechnen.
Was jetzt noch fehlt ist eine Leistungssteigerung auf 13,30 sec., denn damit gehört man zur erweiterten Weltklasse. Und innerhalb
dieses Kreises gibt es gerade bei Weltmeisterschaften immer wieder Überraschungen... Auf ihrem Weg zur Leichtathletik-WM vom
15. bis 23. August in Berlin haben die Hürdensprinter in Cuxhaven nun die Gelegenheit, sich gegen starke internationale Konkurr-
enz zu behaupten. So können sich die Zuschauer auf spannende Läufe freuen. In der Küstenstadt Cuxhaven am 22. Juli mit dabei
ist Helge Schwarzer. Der 23-Jährige 110-m-Hürden-Sprinter startet für den Hamburger SV. Sein Trainer ist Joachim Witt. Die per-
sönliche Bestleistung von Schwarzer ist 13,39 Sekunden. Seine Erfolge sind: Zweiter Deutsche Meisterschaft 2009, Dritter der
Hallen-DM 2009, Vierter 2006 und 2007, Vierter der DM 2006, Sechster 2008, Zweiter der Jugend-DM 2004.

NIEDERELBE ZEITUNG vom 15. Juli 2009
Verliert Merlene Ottey ihren Meetingrekord?
Charonda Williams aus Kalifornien will es beiden EWE Athletics "Weltklasse hinterm Deich" versuchen

(nez/hup)
. Im Rahmen des Internationalen Leichtathletik-Sportfestes EWE Athletics "Weltklasse hinterm Deich" die am Mittwoch,
22. Juli, auf dem Strichweg-Sportplatz ausgetragen werden, zählen die 200 Meter der Frauen zu den sportlichen Leckerbissen.
Dem Veranstalter ist es gelungen ein starkes international besetztes Teilnehmerfeld nach Cuxhaven zu holen.
Athletinnen aus acht Nationen sind dabei
Athletinnen aus acht Nationen sind über die 200-Meter-Distanz am Start. Genau zehn Jahre alt ist der Meetingrekord von Jamaikas
Ausnahme-Athletin und Sprint-Ikone Merlene Ottey, die im Alter von 39 Jahren diese Bestleistung in Cuxhaven aufstellte. Ihre
22,84 sec. aus dem Jahre 1999 sind bis heute in die Liste der Meetingrekorde der EWE Athletics wie eingemeißelt. Doch am Mitt-
woch könnte diese Zeit erstmals unterboten werden. Die 22 Jahre junge und nur 1,65 m große Charonda Williams aus Richmond/
Kalifornien, Studentin an der Arizona State Universität (Erziehungswissenschaften), schickt sich an, den Rekord zu verbessern.
Sprinthoffnung der USA lief bereits 22,55 Sekunden
In diesem Jahr lief die neue Sprinthoffnung der USA bereits am 28. Juni in Eugene/Oregon sensationelle 22,55 sec. Die Zuschauer
können sich am Mittwochabend um 20.40 Uhr auf ein spannendes Finale freuen.

NORDSEE ZEITUNG vom 15. Juli 2009
Kugelstoßer einmal im Mittelpunkt
Die EWE Athletics "Weltklasse hinterm Deich" bieten den starken Athleten am Dienstag eine eigene Plattform

Von unserem Redakteur Erich W. Willmann
Cuxhaven. Die Kugelstoßer sind bei vielen Sportfesten so etwas wie Ausgestoßene. Ihre Wettkämpfe werden kaum beachtet, sie
sind eben auch dabei. Am Dienstag, 21. Juli, beim ersten Tag der EWE Athletics Weltklasse hinterm Deich auf dem Strichweg-
Sportplatz in Cuxhaven ist es anders. Da stehen die starken Männer und Frauen allein im Mittelpunkt. “Das ist eine gute Idee”,
findet der deutsche Meister Ralf Bartels das Szenario. Am Dienstag ab 18 Uhr haben die Kugelstoßer das Stadion allein für sich
und werfen sich ein für die Weltmeisterschaften im August in Berlin.
Ralf Bartels ist dann am Dienstag ab 18 Uhr dabei, ebenfalls Peter Sack. Beide haben sich für die WM bereits qualifiziert. Wer den
Wettbewerb in Cuxhaven gewinnt, erscheint offen. Denn die Kugelstoßer befinden sich kurz vor dem Saisonhöhepunkt in Berlin in
einer Phase, in der es nun gilt, die Form zu bewahren, um dann im August zu höchster Leistungsfähigkeit bereit zu sein. Siegen
will auf jeden Fall Ralf Bartels, der sich jüngst in Ulm bei den deutschen Meisterschaften mit 20,62 Metern den Titel holte.
Peter Sack ist einer der wenigen Athleten, der bis zum letzten Wurf kämpft. “Warum hat man denn sonst sechs Versuche”, sagt
der Hauptbootsmann der Marine. Die Kaserne sieht der Leistungssportler freilich nur selten, denn der Sport hat Vorrang vor dem
Militärdienst. Dort bleibt er angestellt, so lange er im Spitzensport mithalten kann.
Die Kugelstoßer im Blickpunkt. Das gefälllt Ralf Bartels, das dürfte auch den Zuschauern gefallen, die vielleicht auf eine Verbesser-
ung des Meeting-Rekorde von Oliver-Sven Buder mit 20,67 Meter aus dem Jahr 1999 hoffen können. An Motivation mangelt es
keinem der Athleten. Manche hören Musik vor ihren Versuchen, auch Ralf Bartels. Dabei ist er nicht festgelegt. “Alles außer
Volksmusik”, sagt er. In Erinnerung ist ihm dabei der Kollege August Pfingsten geblieben, der sich vor seinem Gang in den Ring
stets die russische Nationalhymne reinzog. Wer außer Sack noch am Wettbewerb teilnimmt, steht noch nicht fest. Bei den Frauen
sind Nadine Kleinert dabei und Denise Hinrichs. Dazu kommen die Kubanerinnen Misleydis Gonzales, Mailin Vargas und die Ru-
mänin Anca Heltne.
Am Mittwoch, 22. Juli, (18 Uhr) geht es dann weiter mit den Herren (100m, 200m, 400m, 800m, 1500m, 110 m Hürden, Stabhoch-
sprung und Speerwurf und den Frauen (100m, 200m, 800m, 110 m Hürden und 400m Hürden).
Zur Person:
Name:
Ralf Bartels
Alter: 31
Geburtsdatum: 21. Februar 1978
Größe/Gewicht: 186 / 125
Disziplin: Kugelstoß
Verein: SC Neubrandenburg seit: 1. Januar 1991
Trainer: Gerald Bergmann
Persönliche Bestleistung: 21,36 m (2005); Halle: 21,43 m (2006)
Erfolge: Europameister 2006, Bronze WM 2005, Bronze EM 2002, Bronze Hallen-EM 2009, Weltcup-Sieger 2006, Junioren-Welt-
meister 1996, Junioren-Europameister 1997, Vierter 1995, Achter der Olympischen Spiele 2004, Sechster der U23-EM 1999,
Europacup-Sieger 2005, Hallen-Europacup-Sieger 2003, Vierter beim Europacup 2001 und 2002, Fünfter 2003, Teilnehmer an den
Weltmeisterschaften 2001 bis 2007, Deutscher Meister 2002-2006, 2008 und 2009, Zweiter der DM 2001 und 2007, Deutscher
Hallenmeister 2003, 2004, 2006 und 2009, Zweiter 2002, Vierter 2001. 

NIEDERELBE ZEITUNG vom 17. Juli 2009
Mittelstreckler geben bei den EWE Athletics Gas
Carsten Schlangen startet am 22. Juli in Cuxhaven
  
(nez/hup).
Es ist Zeit, dass sich was dreht... getreu dem Motto von Herbert Grönemeyer wird die letzte Disziplin, der 1500-m-Lauf
in Cuxhaven musikalisch begleitet. Am Mittwoch, 22. Juli, 18 Uhr, werden die Zuschauer auf dem Strichweg-Sportplatz beim
Internationalen Leichtathletik-Sportfest EWE Athletics - "Weltklasse hinterm Deich" auf ihre Kosten kommen.
Die Mittelstrecken 800 m und 1500 m gehören bei den internationalen Meisterschaften schon seit den ersten Olympischen Spielen
zum Programm der Neuzeit. Dass die Deutschen über die Mittelstrecke nicht zu unterschätzen sind, zeigte sich bereits, als 1983
die erste WM in Helsinki ausgetragen wurde und Willi Wülbeck über die 800 m siegte. Sein deutscher Rekord von 1:43,65 Minuten
ist heute noch unangefochten.
Da die 1500 m große Ähnlichkeit mit der in England früher gerne gelaufenen Meile haben, waren es in der Vergangenheit häufig
Briten, die auf dieser Distanz für Aufmerksamkeit sorgten. Doch auch die nordafrikanischen Läufer sind auf dieser Distanz keines-
falls zu unterschätzen und haben mittlerweile die führende Rolle auf der 1500-m-Distanz übernommen. Bis jetzt haben sich nur
1500-m-Läufer für die WM qualifiziert. Während Robin Schembera noch um sein WM Ticket über die 800 m kämpft, ist einer der
zwei 1500-m-Läufer für Berlin in Cuxhaven am Start. Carsten Schlangen, der frisch gekürte deutsche Meister über die 1500 m,
stellt sich in Cuxhaven auf dem Strichweg-Sportplatz noch einmal der internationalen Konkurrenz auf dem Weg nach Berlin. Sein
WM-Ticket hat er, ebenso wie Stefan Eberhard, der zurzeit die deutsche Bestenliste anführt, bereits gelöst.  

NIEDERELBE ZEITUNG vom 21. Juli 2009
Heute schon die Weltklasse im Ring

(nez).
Bereits am heutigen Dienstag, 21. Juli, startet das Leichtathletik-Sportfest "EWE Athletics - Weltklasse hinterm Deich" mit
einer Disziplin. Im Rahmen der heutigen Eröffnungsfeier "Nacht der Emotionen" betreten bereits die Kugelstoßer den Ring. Am
morgigen Mittwoch, 22. Juli, um 17.50 Uhr startet das eigentliche Sportfest. Heute, 18 Uhr, findet das Kugelstoßen auf dem Cux-
havener Strichweg-Sportplatz statt. Im Anschluss an den sportlichen Auftakt findet auf der Sponsorenmeile “Die Nacht der Emo-
tionen" statt. Michael Antony mit seiner Band Austin, die Präsentation der Top-Athleten sowie regionale Künstler und Showgruppen
(unter anderem die Cheerleader von Rot-Weiss Cuxhaven) und das Sterntaler Musikfeuerwerk bilden den Rahmen der diesjährigen
Eröffnungsfeier.
Ein neuer Ring auf der alten Anlage
Die Kugelstoßer, die im Rahmen eines Vollmeetings ständig vernachlässigt würden, sollen mit der heutigen Aktion in den Mittel-
punkt gestellt werden. Um diesen Wettkampf im Weltmeisterschaftsjahr optimal durchführen zu können, wird die Kugelstoßanlage
in Cuxhaven in einem neuen Licht erstrahlen. Ein neuer Ring wurde auf der alten Anlage (auf der Deichseite neben dem Sportplatz)
hergerichtet. Die kleine, aber sehr feine Wettkampfstätte hat eine eigene Tribüne, damit die Zuschauer den Wettkampf hautnah
erleben können. Das starke Teilnehmerfeld der Frauen wird angeführt von Nadine Kleinert. Die Vizeweltmeisterin und Olympia-
zweite vom SC Magdeburg weist eine Bestleistung von 20,02 Meter auf. Zu beachten ist außerdem Denise Hinrichs. Die Athletin
vom TV Wattenscheid ist Deutsche Meisterin 2009 geworden (Bestleistung 19,47 Meter). Die beiden ursprünglich angekündigten
Kubanerinnen Misleydis Gonzales und Mailin Vargas haben kein Visum erhalten, teilte Veranstalter Heinz Hüsselmann gestern
mit. Komplettiert wird die Frauenkonkurrenz von der Rumänin Anca Heltne (19,08).
Starke Männer sind in Cuxhaven dabei
Die Starter bei den Männern versprechen einen hochklassigen Wettkampf. An erster Stelle ist natürlich Ralf Bartels zu nennen,
nicht nur wegen der besten persönlichen Bestleistung aller Teilnehmer (21,36 Meter, 2005, in der Halle 21,43m, 2006). Der 31-
Jährige hat sich für die Heim-WM in Berlin einiges vorgenommen. Viel zuzutrauen ist ihm, denn er hat schon reichlich Erfolge vor-
weisen können: Europameister 2006, Bronze WM 2005, Bronze EM 2002, Bronze Hallen-EM 2009, Weltcup-Sieger 2006, Teil-
nehmer an den Weltmeisterschaften 2001-2009, Deutscher Meister 2002-2006, 2008 und 2009. In Cuxhaven wird Bartels unter
anderem Konkurrenz durch Peter Sack (SC DHSK Leipzig, BL 21,19m) und den Routinier Andy Dittmar (BIG Gotha, BL 20,55m)
erhalten. Julian Dobbrunz vom FSV Sarstedt ist ein weiterer Teilnehmer.

NIEDERELBE ZEITUNG vom 21. Juli 2009
Top-Sprinter Atkins startet in Cuxhaven
Der amtierende Vize-Weltmeister über 100 Meter

(flü).
Der amtierende Vize-Weltmeister über 100 Meter startet am Mittwochabend in Cuxhaven. Derrick Atkins von den Bahamas
ist beim internationalen Leichtathletik-Sportfest “EWE Athletics - Weltklasse hinterm Deich” auf dem Strichweg-Sportplatz der
internationale Sprintstar bei den Männern. Er will an der Nordsee richtig ins Rollen kommen, um dann Mitte August bei der WM in
Berlin ein Wörtchen bei der Medaillenvergabe mitzureden.
Derrick Atkins erblickte am 5. Januar 1984 in Jamaika das Licht der Welt. Er hat acht Geschwister, vier Schwestern und vier
Brüder. Seine Familie zog es auf die Bahamas, als er gerade zwei Jahre alt war. Vor etwa acht Jahren erfuhr das Kraftpaket von
seiner Mutter, dass mit dem Ex-Weltrekordler Asafa Powell eine Verwandschaft besteht. Atkins ist ein Cousin zweiten Grades des
Jamaikaners Powell. Die Spezialstrecken sind sowohl die 100 Meter, als auch die 200 Meter. Die größeren Erfolge feierte er aber
auf der kurzen Sprintdistanz. Bei den Erwachsenen international das erste Mal in Erscheinung getreten ist Atkins im Jahr 2005, als
er an der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in der finnischen Hauptstadt Helsinki teilnahm. Er schied dort erst im Halbfinale über
100m aus, aber die Zeit von 11,57 Sekunden war alles andere als aussagekräftig.
Aus dem Schatten der Stars
Um dieser WM-Erfahrung reicher entwickelte sich der Athlet von den Bahamas zu einem vielbeachteten Sprinter, aber die Experten
hatten ihre Augen im WM-Jahr 2007 auf zwei andere Sprinter gerichtet, nämlich das große Duell zwischen dem US-Amerikaner
Tyson Gay und dem Jamaikaner Asafa Powell. Im Schatten dieser beiden großen Stars bereitete sich Atkins intensiv auf die Welt-
meisterschaft vor.
9,91 Sekunden im Finale
Und dort gelang ihm auch eine faustdicke Überraschung mit seinem bislang größten Erfolg, nämlich mit dem Gewinn der Silberme-
daille bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft im japanischen Osaka. Er verbesserte im Finallauf über 100 Meter gleichzeitig seine
persönliche Bestleistung auf 9,91 Sekunden. Das war außerdem neuer Landesrekord. Mit dem Ausgang des 100-Meter-Finals
hatte kaum einer gerechnet: Trotz der guten Saisonergebnisse von Gay war Powell der eindeutige Favorit. Noch im Halbfinale war
er überlegen; er verschenkte sichtbar Zeit und blieb dennoch bei einer Zeit unter zehn Sekunden, während Gay weitgehend gleich-
mäßig gelaufene zehn Sekunden erreichte, dennoch aber große Reserven aufzeigte. Nicht Wenige erwarteten daher für das Finale
einen neuen Weltrekord. Während Gay im Endlauf nur mäßig startete und erst am Ende richtig aufkam, war Powell vom Start weg
leicht in Führung und konnte diese bis 60 Metern sogar noch ausbauen. Unerwartet verlor er jedoch im letzten Drittel des Rennens
gegenüber dem Rest des Feldes zwei bis drei Meter und lief deutlich enttäuscht nach 9,96 Sekunden aufrecht über die Linie, noch
hinter Atkins (9,91) und Gay (9,85).
Bei Olympia ausgeschieden
Bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking sollte der nächste Coup von Atkins gelandet werden. Doch daraus wurde nichts. Er
schied bereits im Halbfinale aus. Seinen ersten Vorrundenlauf gewann er locker mit 10,28 Sekunden. In der zweiten Vorrunde war
er eine bisschen schneller (10,14), qualifizierte sich als Dritter für das Halbfinale, hinter Powell (10,02) und dem US-Amerikaner
Walter Dix (10,08). Um das Finale zu erreichen, hätte Atkins anschließend schon ziemliche exakt an die magische Schallmauer
von zehn Sekunden heranlaufen müssen. Diesen Vorschlussrundenlauf gewann der überragende Jamaikaner Usain Bolt in 9,85
Sekunden vor Walter Dix (USA, 9,95), Marc Burns (Trinidad, 9,97) und Michael Frater (Jamaika, 10,01). Der Weltmeister von 2003,
Kim Collins (St. Kitts und Nevis, 10,05), und Derrick Atkins (10,13) schieden als Fünfter und Sechster dieses Laufes aus. Auch im
anderen Halbfinale hätte Atkins mit seiner Zeit auch nur den siebten Rang erreicht.
Meeting-Rekord aus 1999
Auf dem Weg zur WM nach Berlin möchte Atkins schon in Cuxhaven seine Stärke beweisen. Und wer weiß, vielleicht ist ja sogar
der Meeting-Rekord von 10,07 Sekunden in Gefahr. Diese starke Zeit lief 1999 der Ghanaer Eric Nkansah. 

NORDSEE ZEITUNG vom 21. Juli 2009
Für die WM in Form bringen
Weitspringerin Bianca Kappler auf der Suche nach Schnelligkeit - Morgen in Cuxhaven dabei

Bremerhaven
(sak/ewm). Der erste Blick ist etwas irritierend. Weitspringerin Bianca Kappler läuft am Mittwoch bei den EWE
Athletics “Weltklasse hinterm Deich” die 100 Meter? Doch des Rätsels Lösung ist einfach. Bianca Kappler will für die Weltmeister-
schaft ihr Tempo verbessern. Zum Weitsprung gehört naturgemäß Schnelligkeit. Deshalb kommt Bianca Kappler der Wettkampf im
Stadion am Strichweg in Cuxhaven ganz gelegen. Dass sie überhaupt wieder Spitzensport betreiben kann, hat sie Professor Hanns
Seiler aus Bremerhaven zu verdanken. Der Chirurg operierte vor einem Jahr ihre gerissene Achillessehne am rechten Fuß. “Er hat
das fantastisch gemacht, mit enormem Feingefühl und offenbar speziellen Fäden. Ohne Professor Seiler wäre ich wohl kaum in der
Lage, mir wieder Gedanken über große Sprünge zu machen”, sagt Bianca Kappler. Für die 31-Jährige stehen in dieser Saison 6,81
Meter zu Buche. Das ist Platz zehn in der Weltjahresbestenliste. Sie blieb damit nur neun Zentimeter unter ihrer Bestleistung aus
dem Jahr 2007. Bei den deutschen Meisterschaften in Ulm kam sie auf 6,64 Meter. Mit Bianca Kappler sprach unsere Mitarbeiterin
Sabrina Knoll.
NZ: Frau Kappler, haben Sie jemals an Ihrer Rückkehr gezweifelt oder gar ans Aufgeben gedacht?
Kappler: “Direkt nach dem Riss hatte ich schon im Kopf: Super, das war’s dann wohl. Aber als ich nach zwei Wochen das erste
Tief überwunden hatte, war mir klar, dass ich es einfach noch mal versuchen muss. Sonst hätte ich mich mein Leben lang gefragt,
ob es nicht doch geklappt hätte.”
NZ: Dass kurz nach Ihrer Verletzung die Olympischen Spiele in Peking begannen, war sicher auch nicht wirklich hilfreich. Haben
Sie die Wettkämpfe überhaupt verfolgt?
Kappler: “Die meisten Wettkämpfe liefen ja glücklicherweise zu wirklich unchristlichen Zeiten. Aber ich habe tatsächlich nur ganz
ausgewählt nach Freunden geschaut. Den Weitsprung habe ich komplett ignoriert. Die Ergebnisse habe ich mir im Internet ange-
schaut. Mittlerweile habe ich die Sprünge der beiden Erstplatzierten auch gesehen.”
NZ: Was war für Sie seither die größte Herausforderung?
Kappler: “Es gab in den vergangenen Monaten schon viele Angstmomente. Wenn der Körper beispielsweise nicht das macht, was
er soll. Es ist schon sehr frustrierend, wenn es erst mal drei Monate dauert, bis man wieder normal gehen kann. Als Athlet ist man
gewohnt, seinen Körper voll unter Kontrolle zu haben. In der Reha hatte ich daher öfter mit den Tränen zu kämpfen. Das kannte ich
von mir bis dato nicht.”
NZ: Wann war denn der Moment, in dem Sie wussten, dass Sie wieder an die Weltspitze heranspringen können?
Kappler: Als ich im Juni in Wesel 6,81 Meter gesprungen bin. Ich hatte zuvor ein gutes und ein eher mittelmäßiges Trainingslager
hinter mir und war eigentlich noch etwas geknickt, weil ich nicht sicher war, ob es wirklich reichen würde für die WM im August.
6,30 oder 6,40 - das wäre für mich kein Comeback gewesen. Allenfalls ein Hoffnungsschimmer für die nächste Saison.
NZ: Springt die Angst denn immer noch mit?
Kappler: “Seit dem Frühjahr bin ich so weit, dass ich die Angst ausschalten kann. Aber bei den deutschen Meisterschaften war es
schon noch mal schwer. Es war zwar ein anderer Ort, aber die Erinnerungen kamen trotzdem hoch. Da habe ich eine ganze Weile
gebraucht, bis ich mich getraut habe, wieder voll draufzukloppen. Dann habe ich mit 6,64 Metern eine sehr gute Leistung abge-
rufen. Besser war ich erst einmal auf einer deutschen Meisterschaft.”
NZ: Sicher auch eine gute Motivation für Berlin. Was erhoffen Sie sich von der Weltmeisterschaft?
Kappler: “Für mich war ja die Qualifikation schon ein großer Erfolg. Aber wenn alles weiter so läuft, wie ich mir das vorstelle, dann
erreiche ich hoffentlich das Finale und kann in einer Sternstunde vielleicht sogar um eine Medaille mitspringen.”
NZ: Und Ihr Fernziel ist dann Olympia 2012?
Kappler: “Einmal Olympia muss man doch noch mitmachen, oder?”
Zur Person
Name: Bianca Kappler:
Geburtstag: 8. August 1977
Geburtsort: Hamburg
Wohnort: Rehlingen (Saarland)
Größe: 1,80 Meter
Gewicht: 61 Kilogramm
Familienstand: Liiert mit dem ehemaligen Zehnkämpfer Klaus Ambrosch, eine Tochter namens Jolina (3 Jahre alt).
Persönliche Bestleistung im Weitsprung: 6,90 Meter .
Erfolge: 2002: 3. Platz Europacup. 2003: Deutsche Meisterin, 1. Platz deutsche Bestenliste (6,69m). 2004: Deutsche-Vize-
Meisterin, 1. Platz deutsche Bestenliste (6,71m), 5. Platz Europacup, 9. Platz Olympische Spiele. 2005: Deutsche Meisterin,
Bronzemedaille Hallen-EM. 2007: Deutsche Meisterin (Halle), 4. Platz Hallen-EM, 5. Platz WM. 

NIEDERELBE ZEITUNG vom 22. Juli 2009  
Weltklasse: 21,11 vom Ralf Bartels im neuen Ring
Top-Athlet knackte Uralt-Rekord von Buder / Auch bei den Damen flog die Kugel dank Kleinert weit

(flü).
Der 31-jährige Ralf Bartels (SC Neubrandenburg) überragte gestern Abend beim Kugelstoßen auf dem Cuxhavener Strichweg-
Sportplatz im Rahmen der "EWE Athletics - Weltklasse hinterm Deich": Der Europameister von 2006 wuchtete das 7,26 Kilo-
gramm schwere Sportgerät auf die Weltklasse-Weite von 21,11 Meter. Damit überbot er den bisherigen Meeting-Rekord von Oliver-
Sven Buder aus dem Jahr 2000 um 44 Zentimeter und steigerte seine persönliche Jahresbestleistung um 24 Zentimeter. Auch zwei
weitere Versuche (20,77 und 20,92) hätten den neuen Rekord gebracht. Außerdem stieß Bartels noch 20,67 und 20,46 Meter weit.
Auf Rang zwei kam Peter Sack aus Leipzig mit 20,46 (neue persönliche Jahresbestleistung) vor Andy Dittmar (19,41, Gotha).
Der Meeting-Rekord bei den Frauen purzelte auch noch: Nadine Kleinert knackte die Marke aus dem Jahre 1999 (Astrid Kumber-
nuss, 19,13) mit 19,62 Metern deutlich. Weitere Versuche landeten bei 19,61 und 19,25. Die Olympia-Zweite von 2004 verwies die
Wattenscheiderin Denise Hinrichs (18,69) und die Rumänin Anca Heltne (18,68) auf die Plätze.
Erstmalig wurde eine Disziplin bei dem Sportfest sozusagen vorgezogen. Wie seit einigen Jahren üblich, begann der Vorabend des
Wettkampftages mit der Eröffnungsfeier “Die Nacht der Emotionen". In diesem Rahmen fand der Kugelstoß-Wettbewerb auf dem
neu erstellten Ring statt. Bartels war zwar zuversichtlich nach dem Training auf dem neuen Ring, aber: “Es ist noch besser ge-
laufen als ich gedacht habe."
==> Ergebnisse

NIEDERELBE ZEITUNG vom 22. Juli 2009
WM-Test für zehn deutsche Athleten

(cn/flü).
Zehn Athletinnen und Athleten, die zum vorläufigen Kader des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) für die anste-
hende Heim-WM In Berlin (15. bis 23. August) gehören, rücken beim Cuxhavener Meeting “EWE Athletics - Weltklasse hinterm
Deich" in den Mittelpunkt. Vor allem die Kugelstoß-Elite ist im bereits am gestrigen Dienstag ausgetragenen Wettkampf mit Eu-
ropameister Ralf Bartels (SC Neubrandenburg), Peter Sack (LAZ Leipzig), der WM-Dritten Nadine Kleinert (SC Magdeburg) und der
frisch gebackenen U23-Europameisterin Denise Hinrichs (TV Wattenscheid 01) prominent vertreten gewesen (siehe vorstehenden
Artikel).
Eine Formüberprüfung wollen am heutigen Mittwoch ab 18 Uhr auch der Berliner 1500-Meter-Läufer Carsten Schlangen, Hamburgs
Hürdensprinter Helge Schwarzer, Speerwerfer Mark Frank vom 1. LAV Rostock und Stabhochspringer Björn Otto von der LAV
Bayer Uerdingen/Dormagen anstellen. Fernab ihrer eigentlichen Paradedisziplinen überprüfen der Wattenscheider Hürdenläufer
Thomas Goller und die Rehlinger Weitspringerin Bianca Kappler über 400 beziehungsweise 100 Meter ihre Schnelligkeit.
Hallenweltmeisterin aus den USA bei den 100 m dabei
Bianca Kappler wird es beim 100-Meter-Sprint mit keiner Geringeren als Angela Williams, der Hallenweltmeisterin aus den USA,
zu tun bekommen. 1500-Meter-Läufer Carsten Schlangen (Bestzeit von 3:34 aus diesem Jahr) wird auf den Marokkaner Iguider
(Olympia-Fünfter) treffen, der ein schnelles Rennen hinlegen will. Iguider will die Meeting-Rekordmarke von 3:36 deutlich unter-
bieten. Als weiterer international namhafter Gast hat sich der Olympia-Sechste über 800 Meter, der Kubaner Yeimer Lopez ange-
kündigt, der ebenfalls den bisherigen Rekord des Sportfestes (1:44,71 von Rene Herms) knacken könnte.
Die deutsche Hürdensprint-Hoffnung Carolin Nytra hat ihre Bestleistung über 100 m Hürden in diesem Jahr mit 12,78 Sekunden
aufgestellt. Die Athletin des Bremer LT trifft auf die WM-Achte Angela Whyte aus Kanada. Nicht zu vergessen ist bei den Sprinter-
innen die US-Amerikanerin ChaRonda Williams, die über 200 Meter (Bestleistung: 22,55 Sekunden) die Stadion-Bestmarke aus
dem Jahre 1999 fest im Visier hat. Damals lief die Sprintdiva Merlene Ottey (Jamaika) 22,84 Sekunden.

NIEDERELBE ZEITUNG vom 22. Juli 2009
Derrick Atkins lief 10,00 in Saragossa

(flü).
Heute könnte durchaus die Zahlung einer Rekord-Prämie auf Heinz Hüsselmann, dem Veranstalter des Leichtathletik-Sport-
festes “EWE Athletics - Weltklasse hinterm Deich", zukommen. Wie gestern berichtet, hat Derrick Atkins von den Bahamas für
das heutige Meeting auf dem Cuxhavener Strichweg-Sportplatz zugesagt. Der Vizeweltmeister von 2007 über 100 Meter ist jetzt
schon einmal im spanischen Saragossa gelaufen. Und der Ausnahmesprinter befindet sich dreieinhalb Wochen vor der Welt-
meisterschaft in Berlin bereits in Top-Form. Der 25-Jährige - im WM-Finale vor zwei Jahren stellte er seine persönliche Bestleist-
ung von 9,91 Sekunden auf - gewann jetzt bei dem Sportfest in Spanien mit der Weltklasse-Zeit von 10,00 Sekunden. (Ergänzung
Webmaster: Bei 3 m/sec Rückenwind)
“Das ist schon mehr als eine ordentliche Empfehlung", so Hüsselmann. Den Cuxhavener
Meeting-Rekord hält übrigens seit dem Jahr 1999 der Ghanaer Eric Nkansah. Er lief vor zehn Jahren starke 10,07 Sekunden.
Aktuell richtig gute Sportler
Es dürfte mancher “EWE Athletics"-Rekord in Gefahr sein. Das gilt für die Laufstrecken und für die technischen Disziplinen. Wie
der Veranstalter ausführte, gibt es in diesem Jahr in mindestens zehn Disziplinen eine ganz neue Qualität. “Wir haben viele Ath-
leten, die aktuell richtig gute Ergebnisse vorweisen. In der Vergangenheit hatten wir häufig Sportler, die gerade erst wieder richtig
ins Rollen kommen wollten oder welche, die in der Vergangenheit für viel Furore sorgten", so Hüsselmann. 

NIEDERELBE ZEITUNG vom 23. Juli 2009
Ein kleines, aber feines Meeting setzt setzt sich langfristig durch
Während große Sportfeste ihr Programm reduzieren, gibt sich Heinz Hüsselmann für Cuxhaven optimistisch

(flü).
Zwar findet in knapp drei Wochen die Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Berlin statt, aber die Zukunft des legendären Sport-
festes in der Bundeshauptstadt steht noch in den Sternen. Vermutlich wird das Berliner ISTAF ab 2010 in einem kleineren Rahmen,
sogar wahrscheinlich noch nicht einmal im Olympiastadion stattfinden. An ganz andere Aussichten für sein Cuxhavener Sportfest
glaubt Heinz Hüsselmann. Das Konzept von “EWE Athletics - Weltklasse hinterm Deich" sei zukunftsträchtig. Der Bochumer be-
tont: “Meine Philosophie war es immer, mit der Leichtathletik in die Region zu gehen, Leichtathletik zum Anfassen zu präsen-
tieren." Dazu passe der Kugelstoß-Wettbewerb vom vergangenen Dienstagabend, der in seiner Art sicherlich eine Wiederholung
erfahren wird. Hüsselmann: “Dafür haben die Athleten das Signal schon selber deutlich gesetzt." Während die Schwerathleten mit
ihrem Wettkampf sonst im Innenraum in Konkurrenz zu 14 bis 15 anderen Disziplinen stehen, habe sich nun die große Anzahl der
Zuschauer voll auf diese Sportler konzentriert. Hüsselmann: “Es ist zu überlegen, ob wir im kommenden Jahr auch auf der anderen
Längsseite eine Tribüne aufbauen. Dann wirkt das noch mehr wie ein eigenständiges Kugelstoß-Stadion."
Trotz notwendiger Neuerungen wollten die Macher des Cuxhavener Sportfestes “nicht durchdrehen". Während in den Metropolen die
Etats der Sportfeste erst bei 2,5 bis drei Millionen Euro beginnen, wolle “Weltklasse hinterm Deich" weiter “klein, aber fein bleiben",
so Hüsselmann, ohne eine genaue Etatgröße seines Meetings zu nennen. Cuxhaven werde sich langfristig durchsetzen, auch dank
der regionalen Partner wie zum Beispiel EWE und die Sparkassen. Große Veranstaltungen würden von großen überregionalen
Partnern häufig nur für ein bis zwei Jahre als große Werbefläche genutzt. Bei der “Weltklasse hinterm Deich" sei dies anders, weil
mit dem örtlichen Partner auch etwas aufgebaut werde, wie beispielsweise jetzt das Sportabzeichen-Event. Es sei eben der Reiz,
Internationales und Regionales an einen Ort zusammenzuführen.
Hüsselmann ist überzeugt davon, dass der Mittwochabend auch ein geeigneter Termin für die Zuschauer ist. “Die Wochenenden
gehören den Familien und sind auch meistens langfristig verplant." Und für die “Nacht der Emotionen" am Dienstagabend sieht er
ebenfalls große Entwicklungschancen. Dieses gute Format werde weiter ausgebaut. “Es wird einen Run auf das Kugelstoßen
geben. Die besten Werbebotschafter werden die Athleten sein, die jetzt bei der tollen Atmosphäre solch einen super Wettkampf
absolviert haben."

NIEDERELBE ZEITUNG vom 23. Juli 2009
Großes Lob für den neuen Kugelstoßring

(flü).
Wie berichtet, gab es bereits am Dienstagabend eine Weltklasse-Leistung von Kugelstoßer Ralf Bartels, als er das 7,26
Kilogramm schwere Sportgerät auf 21,11 Meter stieß. Der Neubrandenburger war nach diesem Meeting-Rekord voll des Lobes: “Es
war alles toll in Cuxhaven. Großen Dank an die Zuschauer, die Kampfrichter und an den Veranstalter, der dafür gesorgt hat, dass
hier ein so guter Ring entstanden ist."
Bei dem letzten Punkt hatte Bartels nur bedingt Recht. Zwar kam die Anregung vom Sportfestveranstalter, aber die Umsetzung er-
folgte über die Stadt Cuxhaven mit Hilfe der örtlichen Sportvereine. Die Kommune hat aber nicht die Herstellung des neuen Kugel-
stoßringes an eine Fachfirma vergeben, sondern hat mit Eigenmitteln und eigenem Personal eine internationalen Ansprüchen ge-
nügende Anlage geschaffen. Namentlich ist hier Christian Bade, Mitarbeiter der Sportplatz-Kolonne von der Grünflächenabteilung
bei der Stadt zu nennen. Mit viel Engagement und Akribie hat er den Ring aus Beton gegossen. Bade selbst unternahm übrigens
den ersten Belastungstest, kam locker auf eine zweistellige Weite. Sportfestveranstalter Heinz Hüsselmann bestätigte, dass der
Stadtmitarbeiter nicht nur eine hervorragende Arbeit geleistet hat, sondern durchaus auch ein Kugelstoß-Talent sei.
Lob von Oliver-Sven Buder
Hüsselmann muss es wissen. Er hatte in seiner Zeit als Trainer in Wattenscheid auch Oliver-Sven Buder unter seinen Fittichen
gehabt, den bisherigen Meeting-Rekordhalter. Buder stieß im Jahr 2000 aus einem mobilen Ring heraus 20,67 Meter weit. Der Ex-
Rekordhalter, der nach dem Ende seiner Leichtathletik-Karriere in den Segelsport wechselte, befindet sich gegenwärtig auf einer
Regatta in Schweden. Von der CN/NEZ-Sportredaktion wurde er telefonisch vom Verlust seines Rekordes überrascht, aber Buder
freute sich mit seinem Nachfolger: “Das ist eine tolle Leistung. Da kann man nicht meckern. Es ist schön, nachdem "Ralle" am
Anfang der Saison etwas Probleme hatte, dass nun wieder Zuversicht für die Weltmeisterschaft aufkommt." Buder traut Bartels
eine Menge für Berlin zu. “Auf jeden Fall hat er jetzt schon einmal gezeigt, dass er um die Medaillen mitkämpfen kann."
Es steht eigentlich jetzt schon fest, dass Kugelstoßen in Cuxhaven im kommenden Jahr wieder im Rahmen der "Nacht der Emo-
tionen" stattfinden wird. Die Sportler haben ihre Teilnahme für 2010 schon zugesagt. Und Bundestrainer Schneider möchte dann
mit einem noch größeren Teilnehmerfeld auf dem Strichweg-Sportplatz aufwarten.

NORDSEE ZEITUNG vom 23. Juli 2009
100 Meter sind verdammt lang
Bianca Kappler trainiert ihre Schnelligkeit für den Weitsprung

Cuxhaven
(ewm). Vorletzte ist sie geworden im 100-Meter-Lauf der Frauen. 12,13 Sekunden zeigte die Uhr. “Ich bin eben keine
Spezialistin”, sagt Bianca Kappler. 11,60 wurden für die Siegerin, Schillonie Calvert aus Jamaika gestoppt. “Bis 60 Meter konnte
ich gut mithalten”, zieht sie Bilanz nach ihrem Auftritt. Wenn aber anders herum die Sprinterinnen in die Weitsprunggrube hüpfen
sollten, dann wäre der Rückstand zur Siegerin Bianca Kappler noch ansehnlicher. Bianca Kappler ist die Nummer eins im deutsch-
en Weitsprung der Frauen. Die Sprintstrecke nutzt sie zur Verbesserung ihrer Schnelligkeit, die für weite Sprünge notwendig ist.
 Ein halbes Jahr musste sie pausieren, nachdem sie sich im vergangenen Jahr die Achillessehne gerissen und sich in Bremer-
haven einer Operation unterzogen hatte. Nun ist sie im wahrsten Sinn des Wortes auf dem Sprung zu den Weltmeisterschaften im
August in Berlin, für die sie sich bereits qualifiziert hat. Indessen wird sie noch zweimal bei Sportfesten über die 100 Meter an-
treten. “100 Meter sind verdammt lang”, sagt Bianca Kappler. “Beim Weitsprung haben wir ja einen Anlauf nur um die 40 Meter.”
Aber der Sprint bringt Kraft auf die Beine, die wieder bestens funktionieren, auch wenn die linke Wade noch nicht den selben Um-
fang wie die rechte hat. Vor der Weltmeisterschaft will sie sogar noch einmal die 200 Meter laufen. Aus gutem Grund. “Über die
200 Meter ist die Schrittfolge ähnlich wie beim Weitsprung”, erklärt sie. So macht die Vorbereitung auf die WM mit Wettkämpfen
im Sprint durchaus Sinn.
Die Verletzung hat sie aus dem Kopf gestrichen. “Ich musste gegen mich selbst hart sein”, blickt sie zurück. Der Blick voraus gilt
der WM. “Ich möchte den Endkampf erreichen. Mit 6,75 Meter müsste man automatisch das Finale erreichen”, schätzt sie die
internationale Konkurrenz ein. Kürzlich sprang sie 6,41 Meter, verschenke aber elf Zentimeter, weil sie weit vor dem Balken ab-
sprang. In Berlin möchte sie möglichst nichts verschenken, sondern der Konkurrenz einen einschenken. “Im Finale ist dann alles
möglich.”

NORDSEE ZEITUNG vom 23. Juli 2009
Schwarzer Tag für Schwarzer
Der Hürdenläufer bleibt weit hinter seinen eigenen Erwartungen zurück / Häber knackt WM-Norm

Von unserem Redakteur Erich W. Willmann
Cuxhaven. “Mann", schrie Helge Schwarzer, “Mann". Er war alles andere als zufrieden mit seinen Starts über die 110 Meter
Hürden. Auf der anderen Seite riss Tino Häber gestern Abend bei den EWE Athletics “Weltklasse hinterm Deich" jubelnd die Arme
hoch. Er hatte mit 83,46 Metern den Speerwurf gewonnen. Die 5200 Zuschauer auf dem Sportplatz am Strichweg freuten sich mit
ihm. Denn der deutsche Meister aus Leipzig hatte in Cuxhaven die Norm zur Weltmeisterschaft geknackt. Genau 81 Meter ver-
langen der internationale Leichtathletik-Verband und der Deutsche Leichtathletik-Verband, um bei der WM in Berlin starten zu
dürfen. Es war Tino Häbers beste Leistung der Karriere. Bei den deutschen Meisterschaften im Vorjahr in Nürnberg hatte er sich
den Titel mit 80,15 Metern gesichert.
Sicher bei den Weltmeisterschaften in Berlin ist Helge Schwarzer dabei. Platz fünf in der Endabrechnung mit der Zeit von 13,78
Sekunden, die WM-Norm liegt bei 13,55 Sekunden, blieben gestern für ihn in Cuxhaven. “Die ersten drei Hürden habe ich gerissen.
Ich bin nicht in den Wettkampf gekommen. Ich hatte mir für Cuxhaven viel mehr vorgenommen, als ich erreicht habe. Doch es kann
nicht immer klappen", sagte der Hamburger. Er befindet sich gerade in der letzten Trainingsphase vor den Weltmeisterschaften,
wird noch in Barcelona und bei der Gala des Deutschen Leichtathletik-Verbandes an den Start gehen. Danach steht der schwierig-
ste Teil der Vorbereitung für ihn auf dem Programm. “Es kommt dann darauf an, die Form auszuloten und bei der WM die Best-
form zur Hand zu haben. Das ist die große Kunst", sagt Helge Schwarzer. Sollte ihm das gelingen, dann ist die Teilnahme am
Halbfinale bei der WM sein Ziel. “Alles darüber hinaus wäre ein Traum", meint er.
Doppelsieger in Cuxhaven wurde der Amerikaner Thomas Hunter, der sowohl die 100 Meter (10,24 Sekunden) als auch die 200
Meter (20,36 Sekunden) gewann. Über die 200 Meter stellte er einen Meeting-Rekord auf. Keiner der Athleten freute sich gestern
so über einen zweiten Platz wie die Britin Helen Pryer. Adrienne Power aus Kanada gewann zwar den Lauf in 23,18 Sekunden,
dann kam Helen Pryer (23,20) und dann ChaRonda Williams aus den USA, die große Favoritin. “Ich habe ChaRonda hinter mir ge-
lassen, damit habe ich nie gerechnet. Das ist der Höhepunkt meiner Karriere", freute sich Pryer mehr als die Siegerin. 

NORDSEE ZEITUNG vom 24. Juli 2009
Michelle hängt alle um Längen ab
Rüther gewinnt über 800 m in Cuxhaven

Cuxhaven
(nz). Sie war eine der jüngsten Starterinnen bei den EWE Athletics “Weltklasse hinterm Deich” in Cuxhaven am Mitt-
wochabend. Sie war die einzige Siegerin aus dem Kreis Cuxhaven und trotzdem war Michelle Rüther nicht ganz zufrieden. “Ich bin
schon 2:33 Minuten gelaufen”, sagte das elfjährige Nachwuchstalent des TSV Wehdel nach ihrem Sieg über die 800 m der
Schülerinnen C. In Cuxhaven lief die in Elmlohe wohnende Schülerin nach 2:36,13 Minuten ins Ziel ein. Der Beifall der mehreren
tausend Besucher auf dem Sportplatz am Strichweg war ihr gewiss. Denn Michelle dominierte die Konkurrenz nach Belieben. Im
Ziel hatte sie fast 12 Sekunden Vorsprung auf die gleichaltrige Sarah Budewig vom VfL Stade. Legt man die 2:36 Minuten zu-
grunde, lief sie die Stadionrunde in 1:18 Minuten. Das sind 78 Sekunden auf 400 Meter, also 5,12 Meter pro Sekunde. Fast 12
Sekunden Vorsprung waren also flotte 60 Meter - das ist schon was. Mit Josephine Schnibbe von der LG Wesermünde war eine
zweite Läuferin aus der Region in diesem Rennen des Rahmenprogramms am Start. Sie wurde in 2:50,97 Minuten gute Vierte in
diesem mit insgesamt 16 Läuferinnen größten Teilnehmerfeldes des Sportfestes.
Die Schüler C mussten insgesamt eine halbe Runde mehr laufen als die Schülerinnen. Sie absolvierten 1000 Meter auf der Tartan-
bahn. In einem packenden Endspurt musste sich Moritz Schmidt von der LG Wesermünde, ebenfalls der Jüngste im Feld, auf der
Zielgeraden nur ganz knapp Benny Bloemen (Damme) geschlagen geben. Für Schmidt blieb die Uhr bei 3:16,14 Minuten stehen,
Bloemen gewann in 3:14,20. Auf den Rängen 5 bis 7 landeten Nico Grabow (Wehdel/3:33,00), Torge Martens (Langen/3:40,54),
Tobias Müller (LG Wesermünde/3:51,85).
Hublitz wie Kappler
Weit- und Dreispringerin Fenja Hublitz aus der Talentschmiede des TV Langen machte es wie WM-Starterin Bianca Kappler bei
den “Großen”. Die B-Jugendliche nutzte den 100-m-Sprint der weiblichen Jugend B, um sich die nötige Schnelligkeit für ihre beiden
Paradedisziplinen zu holen. Marie Holzschuh von der LG Weserbergland war in 12,19 Sekunden nicht zu schlagen, Fenja Hublitz
lief als Vierte in 12,67 Sekunden ebenfalls eine ordentliche Zeit. Ein Lokalmatador war über die 100 m der männlichen Jugend A
am Start. Jan Zierow vom veranstaltenden Rot-Weiss Cuxhaven hatte in dem gut besetzten Feld, das lange gleichauf lag, aber
keine Chance. Ihm blieb in 11,58 Sekunden nur der letzte Platz.

NIEDERELBE ZEITUNG vom 24. Juli 2009
Ein halbes WM-Ticket gelöst
5200 Zuschauer erlebten teilweise gute Leistungen der deutschen Sportler bei "Weltklasse hinterm Deich"

(flü).
Nach dem phänomenalen Kugelstoß-Wettbewerb von Dienstagabend war es für die Athleten in den anderen Disziplinen am
darauffolgenden Tag unheimlich schwierig, die Leistung von Ralf Bartels (21,11 Meter) zu toppen. Es ist zwar keinem Sportler ge-
lungen, sich so weit nach oben in die Weltrangliste zu katapultieren, aber es waren wieder tolle Leistungen der Athleten zu sehen.
Die 13 muss eine Glückszahl für Heinz Hüsselmann sein, denn sein Sportfest “EWE Athletics - Weltklasse hinterm Deich" erlebte
die 13. Auflage und der Wettergott meinte es besonders gut. Während es am Tag noch teilweise kräftig regnete, war während der
Wettkämpfe bestes Leichtathletik-Wetter, ehe es anschließend wieder zu nächtlicher Stunde wie aus Kübeln schüttete.
Nach Veranstalterangaben erlebten 5200 Zuschauer, wie Speerwerfer Tino Häber beim Cuxhavener Meeting seine persönliche
Bestleistung von bislang 80,71 Metern deutlich verbesserte und vielleicht noch auf den WM-Zug aufspringt. Der Leipziger - in dies-
em Jahr landete er immer unter der magischen 80-Meter-Marke - wuchtete im sechsten Durchgang den Speer auf 83,46 Meter. Der
26-Jährige steht nun an Position neun der Weltjahresbestenliste. Die WM-Norm liegt bei 81,00 Metern, wird allerdings zweimal
gefordert.
“Mann", schrie Helge Schwarzer, “Mann". Er war alles andere als zufrieden mit seinen Starts über die 110 Meter Hürden. Er ist
schon sicher bei den Weltmeisterschaften in Berlin dabei. Dementsprechend dürfte er den Platz fünf in der Endabrechnung mit der
Zeit von 13,78 Sekunde (die WM-Norm liegt bei 13,55 Sekunden) in Cuxhaven leicht verschmerzen können. “Die ersten drei Hürden
habe ich gerissen. Ich bin nicht in den Wettkampf gekommen. Ich hatte mir für Cuxhaven viel mehr vorgenommen, als ich erreicht
habe. Doch es kann nicht immer klappen", sagte der Hamburger. Er befindet sich gerade in der letzten Trainingsphase vor den
Weltmeisterschaften. Sollte er bei der WM seine Bestform erreichen, wäre auch das selbst gesteckte Ziel, nämlich die Teilnahme
am Halbfinale, möglich. “Alles darüber hinaus wäre ein Traum", meint er.
Die WM-Norm nachreichen konnte Fabian Schulze im Stabhochsprung. Der Athlet vom LAZ Salamander Kornwestheim/Ludwigs-
burg sprang die 5,70 Meter im ersten Versuch, allerdings sind die drei WM-Startplätze in dieser Disziplin bereits vergeben. Auf
Rang zwei kam Richard Spiegelburg (Leverkusen, 5,60 Meter) vor dem Koreaner Yoo Suk Kim (5,50). Ein krönender Abschluss
waren die 1500 Meter. Diese Disziplin gewann der frühere U20-Weltmeister und Olympia-Sechste Abdelaati Iguider aus Marokko in
neuer Meeting-Rekordzeit (3:36,25 min). Aber die deutsche Konkurrenz war ihm dicht auf den Fersen. Der Berliner Carsten
Schlangen, ebenfalls schon für die WM gesetzt, sicherte sich Platz zwei in ebenfalls sehr starken 3:37,57 vor dem weiteren Berlin-
Fahrer Christoph Lohse (TV Wattenscheid, 3:39,23).
Bei den Hürdensprinterinnen gab es einen Achtungserfolg für die Stuttgarterin Stephanie Lichtl. Die Olympia-Achte Angela Whyte
(Kanada, 12,93) und Yvette Lewis (USA, 12,85) blieben in zwei Läufen (Whyte sogar beide Male) unter 13 Sekunden. Mit 13,21
und 13,22 war Lichtl einmal Zweite und einmal Dritte. Tina Kron war nach zwei Zeitläufen über 400 Meter Hürden mit 57,06 Se-
kunden immerhin Zweite hinter Kon Luogon aus Liberia (56,77).

NIEDERELBE ZEITUNG vom 24. Juli 2009
Hunter auf erfolgreicher Rekordjagd
Neuer Meeting-Rekord über 200 Meter

(flü).
Beim Sportfest “EWE Athletics - Weltklasse hinterm Deich" landete der US-Amerikaner Thomas Hunter einen beeindruck-
enden Doppelsieg über 100 und 200 Meter. Dabei ging er auch einmal erfolgreich auf Rekordjagd. Der 26-jährige Amerikaner sicher-
te sich erst den 100-Meter-Erfolg in 10,24 Sekunden, um dann über die doppelte Distanz noch eine Schippe draufzulegen. Bei
20,36 Sekunden blieb die Uhr für ihn stehen. Das bedeutete: Eine Weltklasse-Zeit und neuer Meeting-Rekord. Damit steigerte
Hunter die Bestmarke des Jamaikaners Clement Campbell aus dem Jahre 2007 um 19 Hundertstel. “Der erste Lauf war schon
ordentlich, aber der zweite hat dann richtig gepasst", analysierte der Sprinter, der auch noch ein kräftiges Lob fand: “Cuxhaven ist
ein tolles Meeting. Die Zuschauer waren großartig, haben uns toll angefeuert."
Über die Stadionrunde bei den Männern hat immerhin Jan-Gerhard Onken aus Leer seinen Zeitlauf (47,73) gewonnen. In der Endab-
rechnung war aber Henry Tabarie (45,95/Virgin Islands) Erster vor Ofentse Mogawane (46,06/Südafrika) und Michael Mathieu
(46,59/Bahamas). Nach einer sehr schnellen ersten Runde (circa 55 Sekunden) kam Rachid Khouia (1:47,75/Marokko) beim 800-
Meter-Lauf als Erster über die Ziellinie vor dem Belgier Thomas Matthys (1:48,88) und Alexander Hudak (Berlin/1:49,02). Über 110
Meter Hürden blieb Sieger Erik Mitchum (13,30/USA) nur um fünf Hundertstel über dem Meeting-Rekord (David Oliver, USA). Auf
die Plätze zwei und drei kamen Ryan Brathwaite (13,37/ Barbados) und Gregory Sedoc (13,53/Niederlande).
Bei den Frauen war Schillonie Calvert (11,60/Jamaika) die Schnellste 100-Meter-Sprinterin vor Hallenweltmeisterin Angela Williams
(11,62/USA) und Oluwatoyin Olupona (11,64/Kanada). ChaRonda Williams (USA) war mit ihrem dritten Platz über 200 Meter hinter
Adrienne Power (23,16/Kanada) und Helen Pryer (23,20/Großbritannien) eher enttäuscht. Ein Fotofinish entschied die 400 Meter:
Shareesa Woods (52,77/USA) hatte die Nase vorn vor der zeitgleichen Estie Wittstock (Südafrika). Ihrer Favoritenrolle gerecht
wurde die kubanische 800-MeterWeltmeisterin von 2005: Zulia Calatayud (2:01,38) siegte vor Marian Burnett (2:01,87/Guyana) und
Rosibel Garcia (2:01,90/Kolumbien). Calatayuds Landsmann Yeimer Lopez war ursprünglich für den 800-Meter-Lauf der Männer
angekündigt, musste aber verletzungsbedingt absagen.

NIEDERELBE ZEITUNG vom 24. Juli 2009
Wieder ein Familienfest

Der "Weltklasse hinterm Deich" fehlte in den vergangenen Jahren immer mehr die Masse. Zu sehr waren Strukturen eingefahren.
Das Drumherum wurde nicht verändert. Jetzt präsentierte sich das Sportfest wieder als Fest für die ganze Familie. Der Dank richtet
sich hier sicherlich an das Engagement der Sponsoren und auch an die vielen ehrenamtlichen Helfer. Neben dem gelungenen
Sportabzeichen-Event gab es unter anderem einen attraktiven Dreikampf. Für das neue Rahmenprogramm musste das VIP-Zelt
weichen. Ein positiver Nebeneffekt: Die wichtigsten Persönlichkeiten verharrten so länger auf der Tribüne und trugen zur guten
Stimmung bei. (Frank Lütt)

NIEDERELBE ZEITUNG vom 24. Juli 2009
Splitter

W
enig amüsiert war Veranstalter Heinz Hüsseamann über das Fernbleiben des 100-m-Vizeweltmeisters Derrick Atkins, der unent-
schuldigt fehlte. Man merkt sich die Gesichter, so etwas spricht sich herum. Allerdings wollte sich Hüsselmann nicht lange da-
rüber aufregen. “Für mich ist das Geschichte." Wer weiß, vielleicht hat Atkins nach seinem 10,00-Sekunden-Lauf von Saragossa
kurzfristig woanders noch eine Startzusage gegeben. Denn sein Marktwert dürfte sich nach dem tollen Sprint in Spanien kurzfristig
durchaus deutlich erhöht haben.
Moderatoren waren in diesem Jahr zwei Männer vom ZDF. Für beide war es wie ein Heimspiel auf dem Cuxhavener Strichweg.
Während Wolf-Dieter Poschmann schon seit vielen Jahren die “Weltklasse hinterm Deich" präsentiert, war es für Norbert König
eine Premiere in der Stadt, wo er vor 32 Jahren die Abiturprüfung bestand.
Nette Geste: Für die Athleten auf dem Podest gab es als Geschenk eine Kulturtasche und ein Duschgel. Doch die Athleten be-
kamen weitaus mehr, wenngleich sie im Vergleich zu Fußball-Profis arme Schlucker sind. 40 000 Euro wurden bei dem Meeting
als Prämien ausgeschüttet, gestaffelt nach den Plätzen eins bis sechs. Der Erste, so schätzen Insider, konnte sich über 1000
Euro freuen. Für den Großteil der Leichtathleten eine ordentliche Summe.
Ordentlich gefreut hat sich die Britin Helen Pryer über ihren zweiten Platz. Adrienne Power aus Kanada gewann zwar den 200-
Meter-Lauf in 23,18 Sekunden, dann kam Helen Pryer (23,20) und dann ChaRonda Williams aus den USA, die große Favoritin. “Ich
habe ChaRonda hinter mir gelassen, damit habe ich nie gerechnet. Das ist der Höhepunkt meiner Karriere", freute sich Pryer mehr
als die Siegerin.
Richtig gefreut hat sich Veranstalter Heinz Hüsselmann über die stattliche Zuschauerzahl. Mit den Besuchern des Kugelstoßwett-
bewerbes am Dienstag sahen rund 6000 Zuschauer die Wettkämpfe. Insofern war der Mittwoch als Wettkampftag gut gewählt.
Mit einer Leistenverletzung plagt sich zur Zeit die Bremer Hürdensprinterin Carolyn Nytra herum. Sie sagte ihre Teilnahme am
Cuxhaven Sportfest kurzfristig ab. Im Hinblick auf die Heim-WM in drei Wochen in Berlin die richtige Devise, auf Nummer sicher zu
gehen. (ewm/flü) 
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