EWE Athletics “Weltklasse hinterm Deich” in Cuxhaven am 8./9. Juni 2010
Kugelstoßen bereits am 8. Juni !!

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NIEDERELBE ZEITUNG vom 20. April 2010 
"Weltklasse"-Meeting jetzt in der Europaliga
Die "EWE-Athletics" finden am 8. und 9. Juni auf dem Cuxhavener Strichweg-Sportplatz statt

Von Frank Lütt
Cuxhaven. Zum 14. Mal werden auf dem Cuxhavener Strichweg-Sportplatz deutsche und internationale Leichtathletik-Stars an-
treten. Am 8. und 9. Juni findet das Sportfest "EWE Athletics - Weltklasse hinterm Deich" statt. Und diese Veranstaltung hat
nach Angaben von Meeting-Direktor Heinz Hüsselmann eine noch höhere Bedeutung erhalten, weil sie jetzt in der Europaliga auf-
geführt wird. Im Cuxhavener Hause des Titelsponsors EWE erklärte Hüsselmann gestern Nachmittag vor Journalisten, dass die
"Weltklasse" im vergangenen Jahr mit 81 771 Punkten eine neue Rekordmarke bei der Beurteilung durch den Internationalen
Leichtathletik-Verband (IAAF) erreicht hat. Damit sei Cuxhaven auf Rang zwei der "German Meetings", hinter der 2009 aber zuletzt
stattgefundenen Veranstaltung in Leverkusen.
Die "EWE Athletics" nehmen nun einen Platz in der Europaliga ein. 15 EAA Classic Meetings gibt es Europaweit, vier davon in
Deutschland. Bei allen Disziplinen, 15 sollen in Cuxhaven angeboten werden, können die Athleten die Norm für die Europameister-
schaft in Barcelona (27. Juli bis 1. August) erreichen. Eine weitere Besonderheit wird es auf dem Strichweg-Sportplatz geben, denn
der wie im vergangenen Jahr am Vorabend des eigentlichen Meetings auszutragende Kugelstoß-Wettbewerb ist gleichzeitig die
einzige Qualifikationsmöglichkeit für die Mannschafts-Europameisterschaft am 20. Juni im norwegischen Bergen.
Meeting als Familienfest
An dem 2009 erneuerten Konzept, nämlich aus dem Leichtathletik-Sportfest ein Familienfest werden zu lassen, soll weiter ge-
arbeitet werden. So findet am Dienstag, 8. Juni, wieder das Sportabzeichen-Event, der Kugelstoß-Wettbewerb und die Nacht der
Emotionen statt. Am Mittwoch, 9. Juni, ist das eigentliche Sportfest, bei dem es im Rahmenprogramm aber auch unter anderem
den Kinder-Parcours mit Werfen, Springen und Laufen geben wird.

NORDSEE ZEITUNG vom 20. April 2010
Aufstieg in die Europa League
Ritterschlag für die "EWE Athletics - Weltklasse hinterm Deich" in Cuxhaven / Christina Obergföll soll starten

Cuxhaven
(ewm). So viele Leichtathleten wie noch nie haben sich nach Startmöglichkeiten bei den "EWE Athletics - Weltklasse
hinterm Deich" am 8. und 9. Juni in Cuxhaven erkundigt. “Die Veranstaltung ist enorm aufgewertet worden", freut sich Organisator
Heinz Hüsselmann, der in den nächsten Tagen damit beginnen will, die Einladungen für das Sportfest abzuschicken. Christina
Obergföll, die Speerwerferin der Weltklasse, soll in Cuxhaven starten. Auch Carolin Nytra, die Hürdensprinterin, und ihr Lebensge-
fährte Sebastian Bayer, der Weitspringer, stehen auf der Wunschliste von Hüsselmann. “Es wird auf jeden Fall eine sehr starke
Besetzung geben", versichert Hüsselmann.
Das liegt einmal daran, dass die teilnehmenden Athleten der vergangenen Sportfeste sich in Cuxhaven sehr wohl gefühlt haben und
dies im Kollegenkreis auch weitererzählt haben; zum anderen hat der europäische Leichtathletik-Verband die EWE Athletics in die
Europa League der Meetings aufgenommen. In Deutschland stuft der Leichtathletik-Verband die Weltklasse hinterm Deich auf
Platz zwei hinter dem Sportfest in Leverkusen ein. Diese Rangliste wird berechnet nach den Ergebnissen, die die Athleten bei den
jeweiligen Meetings erzielen. In Deutschland ist der Sprung auf Platz eins fast programmiert, denn die Veranstaltung in Leverkusen
fällt in diesem Jahr aus.
Für die 'Weltklasse hinterm Deich' sind bei den Männern die Wettbewerbe 100 Meter, 200 Meter, 800 Meter, 1500 Meter, 3000
Meter, Stabhochsprung, Weitsprung, Speerwurf, 110 Meter Hürden (U23) und Kugelstoßen geplant. Bei den Frauen sind es die
Disziplinen 200 Meter, 800 Meter, 1500 Meter, 100 Meter Hürden, Hochsprung, Weitsprung (U23) und Kugelstoßen.
Vor allem das Kugelstoßen hat es in sich. Wie im vergangenen Jahr haben die Kugelstoßer eine eigene Bühne. Am 8. Juni gibt es
eine offizielle Qualifikation für die Europameisterschaft der Nationalmannschaften. Dann sind dort reguläre Nationalmannschaften
am Start, die für Weiten der Weltklasse sorgen. Im vergangenen Jahr machte bei den Männern Ralf Bartels mit 21,11 Metern auf
sich aufmerksam und wurde Dritter bei der WM in Berlin und Nadine Kleinert warf sich mit 19,62 Metern in Cuxhaven warm und
holte mit 20,20 Metern bei der WM die Silbermedaille. Die Kugelstoßer wünschen sich an diesem Abend ihren Auftritt mit Musik-
begleitung, was ganz interessant sein könnte, wenngleich nicht so ausgefallen wie früher bei Gunnar Pfingsten. Der zog sich stets
die russische Nationalhymne rein. 

NIEDERELBE ZEITUNG vom 25. Mai 2010 
Karten für die EWE Athletics gewinnen

Cuxhaven
(cn/flü). Am Dienstag und Mittwoch, 8. und 9. Juni, ab jeweils 18 Uhr erwartet die Zuschauer Leichtathletik der Spitz-
enklasse bei "EWE Athletics - Weltklasse hinterm Deich" auf dem Strichweg-Sportplatz in Cuxhaven. Das tolle Abschneiden der
Veranstaltung im Jahr 2009 hat zur Folge, dass das Sportfest im Rahmen der Neustrukturierung der EAA-Meetings einen Platz in
der "Europaliga" einnimmt. Als "EAA-Classic-Meeting" sind alle Disziplinen Normwettkämpfe für die Leichtathletik-Europameister-
schaft, die vom 27. Juli bis 1. August in Barcelona stattfindet.
Umrahmt wird die Veranstaltung durch eine in der Region wohl einmalige Eröffnungsfeier mit zahlreichen Höhepunkten. Der 8. Juni
beginnt um 16 Uhr mit dem 2. Cuxland-Sportabzeichen-Event, danach folgt um 18 Uhr das erste Highlight am ersten Tag der EWE
Athletics, die einzige Qualifikation für die Kugelstoßerinnen und Kugelstoßer für die European Team Championships (EM Mann-
schaften) am 20. Juni in Bergen/Norwegen. Anschließend geht es Schlag auf Schlag weiter: Vorstellung der Top-Athleten, Live
Band und regionale Gruppen sowie ein Stargast und ein abschließendes Sterntaler-Musik-Feuerwerk sorgen für die Einstimmung
auf den zweiten Tag der EWE Athletics (9. Juni ab 18 Uhr).
Folgende Disziplinen sind geplant: Männer: 100m, 200m, 800m/1500m, 3.000m, Stabhochsprung, Weitsprung, Kugelstoßen,
Speerwerfen und 110m Hürden U23. Frauen: 200m, 800m, 1500m, 100m Hürden, Kugelstoßen und Weitsprung U23.
Traditionell werden auch im Jahr 2010 die Nachwuchssprinter im Rahmen des EWE Sprint-Cups über 100m sowie Nachwuchs-
läufer und -innen über 1000m beziehungsweise 800m an den Start gehen. Der EWE Athletics-Sportparcours, präsentiert von der
EWE, der VGH, der Kreissparkasse Wesermünde-Hadeln und der Stadtsparkasse Cuxhaven, sucht am 9. Juni ab 17 Uhr erneut
das Leichtathletik-Supertalent. Die Sponsorenmeile sorgt an beiden Tagen für interessante Abwechslung und kulinarische Ge-
nüsse. Karten für die EWE Athletics gibt es bei den Sparkassen im Elbe-Weser-Dreieck, telefonisch unter 04 71 / 144 - 455, im
Internet unter www.ewe-athletics.de.
Die Sparkassen verlosen gemeinsam mit den Cuxhavener Nachrichten und der Niederelbe-Zeitung zehnmal zwei Sitzplatzkarten
für die Nordtribüne. Und so geht's: Einfach eine Postkarte bis Freitag, 28. Mai, an die CN/NEZ-Sportredaktion, Kaemmererplatz 2,
27472 Cuxhaven, mit dem Stichwort "Weltklasse" schicken oder eine E-Mail senden an sport@cuxonline.de. Den Absender mit
Telefonnummer nicht vergessen. Unter allen Einsendungen werden die 10 Gewinner gezogen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

NIEDERELBE ZEITUNG vom 7. Juni 2010  
Schwergewichtige Weltklasse
Morgen findet mit dem Kugelstoßen die erste Disziplin der EWE Athletics statt / Freier Eintritt beim Auftakt

Von Frank Lütt
Cuxhaven. Bereits am morgigen Dienstagabend, 8. Juni, findet der Auftakt zu "EWE Athletics - Weltklasse hinterm Deich" auf
dem Cuxhavener Strichweg-Sportplatz statt. Der Kugelstoß-Wettbewerb (ab 18 Uhr) und die Nacht der Emotionen versprechen
Spitzensport und ein kurzweiliges Showprogramm, ehe am darauffolgenden Tag das eigentliche Meeting (ab 18 Uhr) mit den unter-
schiedlichsten Disziplinen Tausende Zuschauer anlockt.
Die Kugelstoßer waren schon immer die heimlichen Stars bei dem internationalen Leichtathletik-Sportfest. Über Jahre hinweg be-
stimmte Oliver-Sven Buder nicht nur das Geschehen im Cuxhavener Ring, sondern wurde zum Publikumsliebling. Er verlegte sogar
für einige Jahre seinen Lebensmittelpunkt an die Elbmündung. Meeting-Direktor Heinz Hüsselmann - er trainierte früher auch die
deutschen Schwergewichte in Wattenscheid - wollte unbedingt die Disziplin Kugelstoßen mehr in den Fokus der Zuschauer
rücken. Und so wurde im vergangenen Jahr erstmalig eine Disziplin bei dem Sportfest sozusagen vorgezogen. Der Kugelstoß-Wett-
bewerb fand auf dem neu erstellten Ring im nördlichen Bereich des Sportplatzgeländes unter den Eichen statt. Ralf Bartels (SC
Neubrandenburg), Europameister von 2006, war zwar zuversichtlich nach dem Training, aber: "Es ist noch besser gelaufen als ich
gedacht habe." Der heute 32-Jährige überragte. Er wuchtete das 7,26 Kilogramm schwere Sportgerät auf die Weltklasse-Weite von
21,11 Meter. Damit überbot er den bisherigen Meeting-Rekord von Oliver-Sven Buder aus dem Jahr 2000 um 44 Zentimeter und
steigerte seine persönliche Jahresbestleistung um 24 Zentimeter. Auch zwei weitere Versuche (20,77 und 20,92) hätten den neuen
Stadion-Rekord eingebracht. Außerdem stieß Bartels noch 20,67 und 20,46 Meter weit. Der Meeting-Rekord bei den Frauen
purzelte auch noch: Nadine Kleinert knackte die Marke aus dem Jahre 1999 (Astrid Kumbernuss, 19,13) mit 19,62 Meter deutlich.
Weitere Versuche landeten bei 19,61 und 19,25.
Diese beiden deutschen Top-Athleten haben auch für den morgigen Wettbewerb zugesagt, der dieses Mal mit Musikuntermalung
nach Wünschen der Athleten stattfinden soll. Die 34-jährige Nadine Kleinert wird es unter anderem mit einer starken Kubanerin zu
tun bekommen: Misleydis Gonzales ist immerhin die Olympia-Vierte von Peking und weist eine Bestleistung von 19,50 Meter auf.
Aber die fünffache Deutsche Meisterin Nadine Kleinert (Bestleistung 20,20 Meter, Olympia-Zweite von 2004, dreimalige WM-Silber-
medaillen-Gewinnerin) dürfte dennoch favorisiert sein. Dritte starke Athletin wird Petra Lammert sein. Die ehemalige Hallen-Europa-
meisterin mit einer Bestleistung von 20,02 Meter kommt nach einer einjährigen Verletzungspause wieder in Schwung.
Bei den schweren Jungs wird der WM-Dritte von Berlin, Ralf Bartels (1,86 Meter, 134 Kilogramm), ein großes Kaliber vorgesetzt be-
kommen. Der Neubrandenburger muss sich messen mit dem Kanadier Dylan Armstrong (1,93 Meter, 120 Kilogramm), der sowohl
bei den Olympischen Spielen 2008 als auch bei der Hallen-Weltmeisterschaft 2010 den vierten Platz belegte. Der 29-jährige Nord-
amerikaner hat mit 21,58 Meter eine noch bessere Bestleistung als Bartels (21,37 m). Dieses Duo muss sich aber in Acht nehmen
vor einem deutschen Youngster: Der erst 19-jährige David Storl (Chemnitz) hat mit 1,99 Meter Größe bei 115 Kilogramm Gewicht
nicht die typische Kugelstoßer-Figur. Aber die Erfolge geben ihm Recht, die richtige Disziplin gewählt zu haben. Als Junior wuch-
tete er im vergangenen Jahr die Sechs-Kilogramm-Kugel auf Weltrekord-Weite von 22,73 Meter. Und auch mit dem schwereren
Sportgerät der Männer stieß er neuen Weltrekord (20,43). Der U-20-Europa- und -Weltmeister wurde bei der Hallen-WM der
Männer im vergangenen Winter Siebter und brachte es auf eine Weite von 20,77 Meter. "Der Junge möchte eine Prämie, wenn er
in Cuxhaven die 21 Meter stößt", macht Sportfest-Veranstalter Hüsselmann den Ehrgeiz des jungen Athleten deutlich.

NIEDERELBE ZEITUNG vom 7. Juni 2010
EM-Norm von 5,70 Meter fest in Visier 
Stabhochsprung: Der Meeting-Rekord über 5,90 Meter von Danny Ecker besteht seit zwölf Jahren

Von Frank Lütt
Cuxhaven
. Nicht nur ohne, sondern auch mit Stab werden sich auch in diesem Jahr in Cuxhaven bei "EWE-Athletics - Weltklasse
hinterm Deich" wieder viele Top-Athleten in luftige Höhen schwingen. Die Geschichte des Stabhochsprungs ist eine äußerst inter-
essante und reicht weit zurück. Bereits in der Antike wurden Hindernisse und sogar Bullen mit Hilfe von Holzstäben im sportlichen
Wettkampf überquert. Seit der Einführung der noch immer vorherrschenden Technik im Jahr 1889 hat sich die Disziplin sowohl
beim Material als auch bei der Leistung stetig weiterentwickelt. Während anfänglich bei Höhen von drei bis vier Meter natürliche
Grenzen gesetzt waren, sind die heutigen Stäbe aus einer extrem belastbaren Kunststoff-Fiberglas-Faser geeignet, um die Ath-
leten in Höhen um die magische Sechs-Meter-Marke zu befördern. Der legendäre Sergej Bubka hält noch immer seinen Weltrekord
von 6,14 Meter, aufgestellt im Jahr 1994. Auch die Regeln des Stabhochsprungs haben sich seit seiner Einführung um 1850 ver-
ändert. So ist es zum Beispiel schon lange nicht mehr erlaubt, die Latte mit der Hand zu berühren, zum Beispiel um sie nach der
Überquerung zu stabilisieren oder gar wieder auf die Auflagen zu legen. Der Stabhochsprung ist eine der am besten aufgestellten
Disziplinen in Deutschland. Mit erfahrenen Athleten und einer Reihe an jungen aufstrebenden Springern, versprechen die deutschen
"Stab-Artisten" sowohl jetzt als auch in der Zukunft für so manche Top-Leistung gut zu sein.
Und sicher werden sie auch bei den EWE Athletics 2010 die Zuschauer mit ihren Höhenflügen wieder magisch in ihren Bann
ziehen. Die DLV-Norm von 5,70 m ist in jedem Fall immer im Visier. Dieses Ziel hat unter anderem Tobias Scherbarth. Den
Meetingrekord hält übrigens immer noch Danny Ecker. Der Leverkusener sprang 1998 die sagenhafte Höhe von 5,90 Meter. 

NIEDERELBE ZEITUNG vom 9. Juni 2010 
Starke Serie von Ralf Bartels
Favorit aus Kanada musste auf Wunsch des Managers in Warschau starten / Petra Lammert siegt 

Von Frank Lütt 
Cuxhaven. Das war zwar ein sehr guter Auftakt der "EWE Athletics - Weltklasse hinterm Deich", aber er wurde etwas dadurch
getrübt, dass ein Top-Favorit nicht dabei war. Beim Kugelstoßen der Männer fehlte Dienstagabend der Kanadier Dylan Armstrong;
sein Manager hatte kurzfristig abgesagt, weil sein Schützling lieber am Meeting in Warschau teilnehmen sollte, erklärte Cuxhavens
Sportfest-Veranstalter Heinz Hüsselmann, und weiter: "Der hat bei uns in Baunatal zu stark gestoßen." Dafür legte aber Ralf
Bartels aus Neubrandenburg eine starke Serie hin. Mit 20,95 Meter sicherte er sich erneut den Sieg in Cuxhaven nach seinem
tollen Meeting-Rekord vom vergangenen Jahr (21,11m). Seine weiteren gültigen Versuche waren auch gut: 20,66; 20,64,; 20,54 und
20,24. Auf Rang zwei landete David Storl. Der 19-jährige Chemnitzer bliebt hinter seinen Erwartungen etwas zurück mit 19,97.
Rang drei ging an Andy Dittmar (Gotha, 18,95) vor Candy Bauer (Thun, 19,10), Henrik Müller (Neubrandenburg, 18,50) und Markus
Bandekow (Berlin, 18,43).
Bei den Frauen hatte Petra Lammert (Neubrandenburg) die Nase vorn. Im dritten Versuch stieß sie die Siegesweite von 19,42
Meter (weitere Versuche: 18,95; 18,89; 18,43). Auf den zweiten Platz kam die Meeting-Rekordhalterin Nadine Kleinert (Magdeburg)
mit 19,09, das war persönliche Saisonbestleistung. Die weiteren Platzierungen: 3. Misleydis Gonzales (Kuba, 18,96), 4. Denise
Hinrichs (Wattenscheid, 18,31), 5. Josephine Terlecki (Ohra Hörselgas, 17,78), 6. Christina Schwanitz (Thun, 17,49), 7. Sophie
Kleeberg (Thun, 17,14), 8. Lena Behren (Magdeburg, 15,55).
Auch wenn der Kanadier Armstrong kurzfristig abgesagt hatte und zwischendurch wenige Regentropfen fielen, herrschte gute
Stimmung unter den Hunderten von Zuschauern. Bundestrainer Klaus Schneider war voll des Lobes bezüglich der extra hergerich-
teten Kugelstoß-Anlage im nördlichen Bereich des Sportplatzes. Auch die beiden Sieger aus Neubrandenburg, Petra Lammert und
Ralf Bartels, finden diese Form des Wettkampfes sehr gut. Bartels: "Die Anlage in Cuxhaven liegt mir sehr gut." Und Lammert war
zumindest mit ihrem Siegesstoß mehr als zufrieden: "Da passte schon viel."
Am heutigen Mittwoch ab 18 Uhr geht es dann noch einmal richtig rund, wenn die "EWE Athletics - Weltklasse hinterm Deich" mit
den anderen Disziplinen lockt. Dabei sind auch zwei jugendliche Athletinnen vom TV Langen. Juline Stein (Jahrgnag 1992) wird
über 400 Meter laufen und Fenja Hublitz (1993) ist beim Weitsprung der U23 dabei. Lokalmatadoren sind außerdem bei den
Rahmenwettbewerben (800 und 1000 Meter Schüler C sowie EWE Sprint Cup Jugend B und A) am Start. 
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NORDSEE ZEITUNG vom 10. Juni 2010 (Vier Artikel)
Nytra nimmt Hürden locker
Meeting-Rekord: Das deutsche Ass verpasst über die 100 Meter nur hauchdünn neue Bestleistung

Von Erich W. Willmann
Cuxhaven. Die Teilnahme an der Europameisterschaft in Barcelona im Juli ist für die Bremerin Carolin Nytra fest gebucht. Nach
ihrer langwierigen Verletzung begann sie die Saison in Bremen mit 12,91 Sekunden über die 100 Meter Hürden, und erfüllte die
Norm des Deutschen Leichtathletik-Verbandes von 13,00 Sekunden. Bei den EWE Athletics gestern Abend in Cuxhaven nahm sie
locker die weiteren Hürden auf dem Weg nach Spanien.
“Nicht besonders gut vom Laufgefühl", sagte sie nach ihrem ersten Start, den sie leicht als Siegerin beendete. 12,81 Sekunden
zeigte die Zeitmessung an, das ist deutsche Jahresbestleistung. Mit der Zeit aber war sie durchaus zufrieden und hatte sich vor-
genommen, im zweiten Lauf eine Zeit mit 12,7 Sekunden vorneweg zu laufen. Da wusste sie noch nicht, dass ihre Zeit des ersten
Laufes noch korrigiert werden sollte. 12,79 lautete danach das amtliche Ergebnis. Besser wohl, als sie gedacht hatte. Gleichzeitig
bedeutete die Zeit Meeting-Rekord fürs Meeting “Weltklasse hinterm Deich". “Mal sehen, wie viele Körner der Lauf gekostet hat",
sah Nytra ihrem zweiten Auftritt entgegen. Nimmt man ein Korn pro Zehntelsekunde, so kostete der Lauf vier Körner. Denn im
zweiten Durchgang kam sie auf 12,83 Sekunden, immer noch eine hervorragende Zeit, mit der sie auch den zweiten Lauf leicht
gewann. Die Saison läuft gut für die Bremerin, bis zur EM sind es noch rund sechs Wochen. Da geht etwas. “Auf dem Treppchen
möchte ich schon stehen", hat sich die sympathische Läuferin ein Saisonziel gesetzt.
Es gab ansprechende Leistungen bei den EWE Athletics. Viel Aufmerksafnkeit zogen die Stabhochspringer auf sich. Tobias
Scherbarth aus Leverkusen gewann die Konkurrenz mit der Höhe von 5,70 Meter. Damit knackte der 24 Jahre alte Athlet die vom
Deutschen Leichtathletik-Verband festgesetzte Norm und kam bis auf einen Zentimeter an seine persönliche Bestleistung heran.
Jeweils mit Abständen von zehn Zentimetern folgten Fabian Schulze (München/5,60) und Karsten Dilla (Uerdingen/5,50). Spektakulär war der Speerwurf der Männer, bei denen die Hünen mitunter sogar ihren Anlauf inmitten der Zuschauer starteten und
so nach gut 40 Metern Anlauf den Speer in den Himmel schleuderten. Der Sieg ging an den Kubaner Guillermo Martinez mit 81,80
Metern, der Matthias de Zordo (Saarbrücken) mit 81,50 Metern auf den zweiten Platz verwies. Matthias de Zordo hat damit immer-
hin die EM-Norm geschafft.
Enttäuschend war der Zuspruch der Zuschauer. Lediglich 3000 Besucher wollten die Athleten sehen. “Alle Athleten, die etwas er-
reichen wollen, sind gekommen", sagte Veranstalter Heinz Hüsselmann. Vor dem offiziellen Beginn klang aus den Lautsprechern
der Song “Time to say good bye." Hoffentlich kein Hinweis auf die Zukunft.

Enttäuschend: Zuschauer bleiben weg
Cuxhaven
. Das Leichtathletik-Sportfest EWE Athletics “Weltklasse hinterm Deich” hat Heinz Hüsselmann nun zum 14. Mal auf
dem Sportplatz Strichweg in Cuxhaven ausgerichtet. Rund 3000 Zuschauer kamen, etwa 2000 weniger als im vergangenen Jahr.
Zu wenig, findet Heinz Hüsselmann. “Es ist enttäuschend”, sagt der Veranstalter, “dass die beliebteste TV-Sportart so wenig an-
genommen wird. In Cuxhaven und im Bremerhavener Umland steht doch die Leichtathletik bei vielen Vereinen hoch im Kurs.” 1000
bis 2000 Zuschauer mehr sollten es schon sein. Am Termin liege es nicht, sagt Hüsselmann: “Der ist egal.” Was wird nun aus den
EWE Athletics?
Leichtathletik zum Anfassen
“Ich muss jetzt erst einmal nachdenken”, sagt der Veranstalter. Was man ändern könnte, was anders sein könnte. “Es ist doch
einmalig. Nirgendwo können die Zuschauer so nah an den Athleten sein, die man sonst nur im Fernsehen sehen kann. Man kann
sich mit ihnen unterhalten. Das ist doch Leichtathletik zum Anfassen”, so Hüsselmann. Mit den Leistungen der Athleten ist er zu-
frieden: “Sie geben ihr Bestes.” Hohes Lob zollt er auch den vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern, die “sich bis an die Grenze der
Belastbarkeit einsetzen.” So bleibt letztlich nur ein Faktor, der nicht ins Gesamtbild passt. “Die vielen roten Sitze auf den Tribünen
stören mich”, sagt er. Rote Sitze bedeuten, dass der Platz nicht besetzt ist.

Meine Meinung: Abschied nach 14 Jahren wäre ein Jammer
Von Oliver Riemann
Die Fußball-WM hat noch nicht begonnen, am Wetter kann es auch nicht gelegen haben, dass am Strichweg viele Plätze leer ge-
blieben sind. Leichtathletik-Meetings dieser Güte gibt es in Norddeutschland nicht viele. Lag es vielleicht daran, dass der Veran-
stalter die Werbetrommel nicht genug gerührt hat? Organisator Heinz Hüsselmann muss analysieren. Hoffentlich handelt er nicht
zu vorschnell und verabschiedet sich vom Standort Cuxhaven. Das wäre nach 14 Jahren ein Jammer. Auch für die vielen ehrenamt-
lichen Helfer, die Jahr für Jahr so viel Energie ins Meeting stecken. Aber wenn die Zahlen nicht stimmen, die Wirtschaftlichkeit
nicht gegeben ist, bleibt ihm keine Wahl. Es sei denn, alle Leichtathletik-Fans belehren ihn im kommenden Jahr eines besseren.

Für Juline Stein ist plötzlich kein Platz mehr
Cuxhaven
. Carsten Decker, Trainer der Langener Leichtathleten, musste seine Läuferin Juline Stein trösten. Denn für Juline Stein
hatte er die Startunterlagen abgeholt, letztlich war für sie kein Platz mehr im Feld. Sieben Läufer gab es, aber nur sechs Bahnen.
“Undurchsichtig" fand Decker die Sache mit den Startplätzen. “Mal waren fünf gemeldet, dann kamen doch noch zwei hinzu", sagt
Decker. Juline Stein sollte sich am Start einfinden und aufwärmen, dann war kein Platz für sie. So war die Enttäuschung groß,
denn sie hatte sich auf den Lauf über die Stadionrunde gefreut.
Hublitz zweimal Vierte
Im Wettkampf war Fenja Hublitz, die einmal über 100 Meter dabei war und mit 12,67 Sekunden Vierte wurde. Es siegte Marie
Holzschuh (LG Weserbergland/12,11). Auch im Weitsprung U23 war Hublitz dabei. Mit 5,79 Metern wurde sie auch hier Vierte.
Kein Beinbruch, so Decker. Denn: “Es waren nur vier Athletinnen am Start, die Pausen waren kurz, der Absprungbalken einen
Zentimeter unter der Laufbahn." Schwierige Bedingungen für die Weitspringer.
Über 100 Meter der Jugend A wurde der Langener Daniel Bürgy Fünfter. Es siegte Luca Willmann (Werder Bremen) in 11,29.
Den ersten Sieg des Abends holte sich Moritz Schmidt von der LG Wesermünde über 1000 Meter. Mit 3:09,60 war der C-Schüler
über 10 Sekunden vorne. “Bist du schon mal so schnell gelaufen?", fragte ZDF-Mann Norbert König, einer der Kommentatoren des
Meetings. Knapp, klar und eindeutig kam die Antwort: “Nö." (ewm)
==> Ergebnisse
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