.

3. swb-Marathon in Bremen am 30. September 2007
- mit Norddeutschen Marathon-Meisterschaften (NDM) -

Neuste (Presse)-Berichte vom 25.10.    Website der Veranstaltung     Übersicht Extra-Seiten    Startseite 
Ausschreibung NDM / Allgemeine Ausschreibungsbestimmungen (NDM)  

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
WESER KURIER vom 1. Februar 2007
Bremen-Marathon endet künftig vor dem AWD-Dome
Veranstalter nimmt 2007 diverse Veränderungen vor

Am 30. September geht der swb-Marathon in die dritte Runde. Unser Mitarbeiter Stefan Freye sprach mit Organisator Utz
Bertschy über die Neuauflage der Veranstaltung.
Sie haben den Zieleinlauf vom AWD-Dome nach draußen verlegt. Warum?
Utz Bertschy: Weil es schwer war, zwei Dinge zu harmonisieren: Der Einlauf war drinnen und die Stimmung draußen. In Frank-
furt, wo man auch in einer Halle einläuft, ist das anders. Dort findet vor der Halle nichts statt, weil es dort auch nicht so schön ist
wie auf der Bürgerweide. Also haben wir uns auf vielfache Anregung zur Verlegung entschlossen.
Wo genau wird sich das Ziel befinden?
Wir nutzen die Treppen zum Congress Centrum als Tribüne und lassen die Läufer direkt davor ins Ziel laufen.
Der AWD-Dome bleibt also leer?
Ja. Aber die Logistik in den Hallen 2 und 3 bleibt unverändert, genauso die Laufmesse in Halle 4.
Gibt es weitere Änderungen?
Wir haben die Startzeiten entzerrt, nach Rücksprache mit der Bremer Straßenbahn AG und der Polizei. Der Halbmarathon wird
um 8.50 Uhr, der Marathon um 9.20 Uhr und die 10 Kilometer um 9.40 Uhr gestartet.
An der grundsätzlichen Durchführung der Veranstaltung gibt es offenbar keinen Zweifel mehr?
Nein. Die bisherigen Sponsoren bleiben dabei, was für die Akzeptanz und unsere Arbeit spricht. Zudem konnten wir neue Partner
gewinnen.
Im vergangenen Jahr kamen rund 4000 Teilnehmer ins Ziel. Wie viele sollen es 2007 werden?
Ich würde mich schon freuen, wenn wir das Niveau halten. Das waren für unsere Verhältnisse schon gute Zahlen. Vielleicht
könnten es auf der Marathonstrecke statt der 1600 Zieleinläufe etwa 2000 werden. Das wäre dann insgesamt mit einer zehn-
prozentigen Steigerung verbunden.
Der Marathon-Club tritt nun auch als Sportverein auf. Was hat es damit auf sich?
Uns geht es um die Förderung des Laufsports im Allgemeinen. Dazu gehört mehr als eine Laufveranstaltung durchzuführen. Wir
wollen - auch im eigenen Interesse - das aktive Laufen beleben und haben dazu einige sportliche Aushängeschilder gewonnen.
In erster Linie Ingo Müller, der seit Jahren zur niedersächsischen Spitze zählt. Er ist beruflich von Göttingen nach Bremen ge-
wechselt und hat seinerseits ein Interesse am Aufbau einer Laufgruppe. Das ergänzt sich gut. Bei den gemeinsamen Landes-
meisterschaften von Bremen und Niedersachsen hat er am Wochenende übrigens die ersten guten Platzierungen für den Mara-
thon-Club geholt.
Wo befindet sich denn die sportliche Heimat des neuen Sportvereins?
Sie liegt derzeit im Marathon-Büro, im Weserstadion und in den Wäldern der Region.   

Veranstalter-Info (Newsletter - Anfang Juli 2007)  
Anfahrt leicht gemacht
Am 30. September startet die dritte Auflage des swb-Marathons vor dem Stammhaus der swb an der Theodor-Heuss-Allee.
Heute möchten wir Sie über einen Service informieren, der den Teilnehmern die Anreise sehr erleichtern sollte. Die gute Ver-
kehrs anbindung des swb-Marathons ist beliebt bei den Läufern. Um die Infrastruktur mit Bahnhof und Bürgerweide in unmittel-
barer Nähe noch effektiver nutzen zu können, haben sich die Verantwortlichen nun etwas ganz Neues ausgedacht.
Alle Teilnehmer der Veranstaltung am 30. September fahren im Bereich des VBN kostenlos. “Wir haben alles in einem Umkreis
von 500 Metern: Hauptbahnhof, Start- und Zielbereich. Das wollen wir nutzen, um es den Teilnehmern so angenehm wie möglich
zu machen”, so Racemanager Utz Bertschy. Da besonders in der Zeit zwischen 8.00 und 9.00 Uhr viele Züge aus der Region
den Bremer Hauptbahnhof anfahren, wurde der Start des swb-Marathons extra um 20 Minuten auf 9.20 Uhr verschoben. Je nach
Starterzahl investiert der Marathon-Club zwischen 4000 und 6000 Euro in die Maßnahme. Auf jeder Teilnehmerbestätigung be-
findet sich ein Vermerk, der darauf hinweist und dem Inhaber die freie Fahrt garantiert.
Der VBN ist ein Verbund von 34 Verkehrsunternehmen. Vertreten sind unter anderem die Städte Bremen, Bremerhaven und
Oldenburg sowie die Landkreise Ammerland, Verden, Diepholz und Wesermarsch. Insgesamt umfasst der VBN ein Gebiet von
rund 8500 Quadratkilometern, er verbindet 1,9 Millionen Menschen. Von Debstedt im Norden bis Lemförde im Süden, von August-
fehn im Osten bis nach Rotenburg, dem östlichsten Punkt auf der Karte des VBN.

WESER KURIER vom 13. Juli 2007
"Es gilt noch mehr Leute einzubeziehen"
Für die dritte Auflage des swb-Marathons würde sich Organisator Bertschy eine aktivere Rolle der Stadt wünschen

Am 30. September 2007 geht der swb-Marathon in Bremen in die dritte Runde. Unser Mitarbeiter Stefan Freye sprach mit Orga-
nisator Utz Bertschy über den aktuellen Stand der Vorbereitungen.
Frage: In rund zwei Monaten geht es los - läuft alles wie geplant?
Utz Bertschy: Ja, obwohl wir wie immer noch einige Helfer gebrauchen könnten. Aber zuletzt haben wir mit der VBN dafür ge-
sorgt, dass die Teilnehmer aus der Region kostenlos mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen können: Das freut mich beson-
ders, es verbessert den Service und ist letztlich auch ein Beitrag zum Umweltschutz. Ansonsten ist es sehr angenehm, dass wir
hier und da auf Erfahrungswerte aus den Vorjahren zurückgreifen können. Aber es gilt immer noch, die Veranstaltung auf eine
breitere Basis zu stellen und noch mehr Leute einzubeziehen. Vor allem daran arbeiten wir.
Was bedeutet das konkret?
Einmal würde ich mir eine aktivere Rolle der Stadt wünschen. Mit den zuständigen Behörden arbeiten wir sehr gut zusammen,
aber aus der Politik könnten nachhaltigere Impulse kommen. Außer Willi Lemke, unserem Schirmherren, scheint sich niemand
des Themas Marathon angenommen zu haben. Ein Beispiel: In Kassel hatte die Veranstaltung im Juni Premiere, dort hat die
Stadt Absperrkosten, Streckenmarkierung und die Hallenmiete übernommen. Wir dagegen tragen diese Kosten selbst. Daneben
hatten wir uns vorgenommen, das Rahmenprogramm auszubauen. Aber auch die Aktivitäten an der Strecke bedürfen einer konti-
nuierlichen Arbeit über fast ein Jahr. Und darin liegt das Problem: Alle glauben, man könne dies in den letzten Wochen machen.
Das ist ein Irrglaube, die Vorbereitung geht im Grunde genommen bereits im Oktober des Vorjahres los.
Wird es denn etwas Neues an der Strecke geben?
Ja. Wir werden zum Beispiel einige DJs an der Strecke platzieren. Nun suchen wir nach Kneipenwirten, die die Musik zu einem
kleinen Event nutzen wollen. Da sind wir dann aber auch auf deren Phantasie angewiesen - wir bieten nur die Musik und den An-
lass.
Wo wird die Strecke in diesem Jahr lang führen?
Wir setzen weiterhin auf einen Verlauf, der die Sehenswürdigkeiten der Stadt verbindet - die Grobstruktur wird also bleiben. Ak-
tuell arbeiten wir aber an einer Alternative im Bereich des Bremer Ostens. Deren Realisierung hängt von der Zustimmung der Be-
hörden ab. Wenn die Strecke dann steht, wird sie diesmal im Detail und mit Fotos im Internet zu sehen sein.
Sie haben den Zieleinlauf aus dem AWD-Dome nach draußen verlegt. Gab es bereits Reaktionen darauf?
Es ist grundsätzlich positiv aufgenommen worden - die Verlegung geschah ja auch auf Wunsch der Läuferinnen und Läufer. Aber
jetzt setzen wir den Wettergott noch ein wenig mehr unter Druck.
Was passiert, wenn es in Strömen regnen sollte?
Das wäre natürlich nicht schön, nachdem wir in den letzten Jahren verwöhnt wurden vom Wetter. Aber dann müssen wir eben
kurzfristig reagieren und einige Pavillons im Zielbereich aufbauen.
Bislang haben Sie nur wenige Spitzenläufer aufgeboten - wird sich das dieses Jahr ändern?
Der swb-Marathon bleibt eine Veranstaltung mit regionalem Anstrich. Aber dieses Mal haben wir wieder die Norddeutschen
Meisterschaften dabei. Auf Sicht sind wir sogar bestrebt, auch mal die Deutsche Meisterschaft auszurichten. In diese Richtung
werden erste Gespräche geführt. Außerdem: Mit den einzelnen Spitzenläufern ist das so eine Sache - die laufen vorweg, und
dann kommt erst mal eine ganze Zeit nichts. Da glauben die Zuschauer immer, der Rest hat sich verlaufen.
Zudem hatten Sie 2006 ja auch Streit mit dem Manager der beiden polnischen Läufer.
Trotzdem hat er mich vor einigen Wochen angerufen und Läufer angeboten. So unwohl kann er sich also nicht gefühlt haben.
Was machen die Teilnehmerzahlen?
Bisher haben sich für die drei Läufe rund 2000 Teilnehmer gemeldet. Damit liegen wir etwa auf Vorjahresniveau. Insgesamt sollten
wir die 4500 Anmeldungen also wieder erreichen. Aber das einzuschätzen, ist nicht leicht, denn die Meldementalität hat sich
grundsätzlich geändert. Bei uns gibt es seit 2006 ja auch die Möglichkeit, einen Halbmarathon zu laufen. Da höre ich nun immer:
"Ich laufe sowieso bei euch, aber ich lege mich erst kurzfristig fest." 

Presseinformation zum 3. swb-Marathon vom 25. Juli 2007 (Veranstalter)
Immer wieder Sonntags

Am 30. September startet die dritte Auflage des swb-Marathons vor dem Stammhaus der swb an der Theodor-Heuss-Allee.
Heute möchten wir Sie über die geplanten Vorbereitungsläufe informieren. Immer wieder Sonntags - startet der Vorbereitungslauf.
Drei Mal werden sich die Marathonis der Region in den kommenden Wochen zum Härtetest treffen. Aber die Vorbereitungsläufe
lassen sich nur auf den ersten Blick auf eine Trainingseinheit reduzieren. Denn diese Veranstaltungen - regelmäßig von mehreren
hundert Läufern besucht - dienen auch dem Informationsaustausch und sind zum beliebten Treffpunkt geworden. Gelaufen wird
jeweils auf einer Schleife von 5 Kilometern Länge, diese Strecke kann bis zu sieben Mal zurückgelegt werden. Nach den Vorbe-
reitungsläufen werden in diesem Jahr zum ersten Mal kostenlose Massagen durch das alegra-Team angeboten.
Alle drei Vorbereitungsläufe werden von uns als Spendenläufe durchgeführt. Die Teilnahme ist kostenlos, aber es wird um eine
freiwillige Spende gebeten. Der erste Lauf geht zu Gunsten der Spielausstattung im Kinderkrankenhaus Bremen.
Die Vorbereitungsläufe im Überblick:
29. Juli : Rhododendronpark (Haupteingang Deliusweg)
25. August : Bürgerpark (Marcusbrunnen)
16. September : Werdersee (Sportplätze Stadtwerder)
Weitere Informationen zum swb-Marathon in Bremen gibt es auf der Website der Veranstaltung 

Presseinformation zum 3. swb-Marathon vom 10. August 2007 (Veranstalter)
Der Weg ist das Ziel
Am 30. September startet die dritte Auflage des swb-Marathons vor dem Stammhaus der swb an der Theodor-Heuss-Allee.
Heute möchten wir Sie über den neuen Streckenverlauf informieren. Nun ist es raus: Der swb-Marathon beschreitet neue Wege.
Nach der Weserquerung am Wehr geht es in diesem Jahr nicht mehr über die Vahr, sondern über die östliche Vorstadt und
durch Schwachhausen zum Rhododendronpark.
Detaillierter Streckenplan unter: www.swb-marathon.de/streckenplan
“Die Strecke dürfte nun noch attraktiver sein als in den vergangenen Jahren”, sagt Organisator Utz Bertschy. Das Feld des Mara-
thons wird nach dem Weserwehr am Osterdeich stadteinwärts bis zur Erdbeerbrücke laufen, dann erneut zum Fluss geleitet und
die Pauliner Marsch über die Stader Straße schließlich vorerst verlassen. Über Kirchbach-, Arendsburg- und Belfordstraße geht’s
weiter zum Tunnel unter der Kurfürstenallee. Die Dijonstraße führt die Läufer schließlich zur Schwachhauser Heerstraße und zum
Rhododendronpark.
Möglich wurde die neue Streckenführung erst durch die erfolgreiche Suche nach einer Unterführung der Kurfürstenallee. Sie bietet
neben der Karl-Kautsky Straße (Berliner Freiheit) die einzige Gelegenheit, die große Verkehrsader läufergerecht zu queren, ist je-
doch mit einer deutlich geringeren Steigung verbunden. “Damit wird die Strecke auch noch ein wenig schneller als in den Vor-
jahren”, erläutert Bertschy. Der Entwurf des neuen Marathonparcours wurde nun von Polizei, dem Amt für Straßen und Verkehr
sowie der Bremer Straßenbahn AG abgesegnet. Damit steht auch fest, dass es ansonsten beim gewohnten Verlauf des swb-
Marathons bleiben wird: Von der Bürgerweide geht es durch die Stadt in die Neustadt und nach Habenhausen. Nach dem Rhodo-
dendronpark führt die Strecke an Universität und Parkallee vorbei, durch den Bürgerpark und schließlich nach Findorff und Walle.
Die Schlachte, Osterdeich und das Weserstadion bilden den Abschluss der 42,195 Kilometer.
Der Halbmarathon wird wie im vergangenen Jahr über die zweite Hälfte der Strecke führen, deren Verlauf also ab dem Bürgerpark
folgen. Der 10-Kilometer-Lauf führt - ebenfalls analog zu 2006 - vom AWD-Dome entlang der Parkallee und zurück.
Weitere Informationen zum swb-Marathon in Bremen gibt es auf der Website der Veranstaltung  

Veranstalter-Info (Newsletter vom 13. September 2007)  
Auf geht’s in die letzte Runde
Am 30. September startet die dritte Auflage des swb-Marathons vor dem Stammhaus der swb an der Theodor-Heuss-Allee.
Heute informieren wir Sie über den abschließenden Vorbereitungslauf. Am kommenden Sonntag, 16. September, findet am
Stadtwerder der dritte und letzte Vorbereitungslauf zum swb-Marathon statt. Um 8.00 Uhr begeben sich die Teilnehmer in der
Nähe des Deichscharts (an der Holzbrücke) auf die 5-Kilometerrunde entlang des Werdersees. Sie kann bis zu sieben Mal ge-
laufen werden. Zwischendurch sorgt ein Verpflegungsstand für körperliche - und auch seelische - Unterstützung der Läufer beim
letzten Test des Ernstfalls. Zudem wird sich auch am Sonntag ein Massageteam um die Muskulatur der Teilnehmer kümmern.
Aufgrund der zeitgleich gestarteten Ruderregatta auf der Weser ist die Anfahrt über die Werderstraße für PKW allerdings nicht
möglich. Dafür stehen am Buntentorsteinweg (extra Markt in Höhe des Deichscharts) ausreichend Parkplätze zur Verfügung,
Duschmöglichkeiten bietet das Vereinsheim des ATSV Buntentor.
Weitere Informationen zum swb-Marathon in Bremen unter: www.swb-marathon.de

WESER KURIER vom 19. September 2007
Bremen-Marathon im Trommelwirbel
Rund 4000 Läufer setzen auf lautstarke Unterstützung durch Besucher und Anwohner

Von unserem Mitarbeiter Stefan Freye
Bremen. Schönes Wetter und ein schönes Bild am Werdersee: Eine Rekordteilnehmerschar von rund 400 Läufern nahm am ab-
schließenden Vorbereitungslauf zum swb-Marathon teil. Sie spendeten 435 Euro, weshalb sich die Summe zugunsten der Prof.-
Hess-Kinderklinik auf rund 1000 Euro erhöhte - die Zahlen der großen Veranstaltung lassen sich natürlich nicht so leicht steigern.
Bis zum heutigen Meldeschluss für die drei Strecken über 10 Kilometer, Halbmarathon und Marathon dürften etwa 4000 Läufer
ihre Teilnahme zugesagt haben. Damit liegt die Veranstaltung "auf dem Stand von 2006", wie Utz Bertschy bestätigt. Er wartet
gespannt auf die Nachmeldungen an den Veranstaltungstagen, vom 28. bis zum 30. September könnte sich die Teilnehmerzahl
noch ein wenig erhöhen.
Eine Steigerung zum Vorjahr ist also noch nicht ganz sicher. Sie ist aber auch nicht zwingend notwendig. "Mit den aktuellen
Zahlen können wir gut leben, schließlich sind wir erst im dritten Jahr", sagt der Organisator. Bisher hat sich noch nicht ausge-
zahlt, dass die Teilnehmer am 30. September die öffentlichen Verkehrsmittel im Bereich des VBN kostenlos nutzen können.
Bertschy: "Einen Hype hat das nicht ausgelöst. Aber es ist ein zusätzlicher Service für die Läufer, und deshalb hat es sich auch
gelohnt." Er setzt auf die Zukunft: Es sei nicht üblich, dass Meldeunterlagen für 10 Kilometer und Halbmarathon verschickt
werden. Für die Nutzung des VBN wird die Bestätigung jedoch benötigt. "Wenn die Läufer erst mal merken, was mit diesen
Unterlagen möglich ist, werden sie den VBN-Service auch zu schätzen wissen", glaubt Bertschy. Und wo er schon mal bei Lern-
prozessen ist, erzählt er von den Anfragen ans Marathonbüro in Horn: "Wir erhalten mittlerweile Mails mit der Frage, ob es in
Ordnung sei, wenn man an der Strecke trommelt, um die Läufer zu unterstützen." Die Fragesteller rennen offenbar offene Türen
ein. "Wir wünschen uns die Aktivitäten der Bremer sehr, sie machen einen Lauf aus", sagt Bertschy.
Quasi um den Menschen an der Strecke auf die Sprünge zu helfen, hat er in diesem Jahr DJ’s an der Strecke platziert. Sie sollen
den Läufern musikalischen Halt geben und die Zuschauer unterhalten. Später könnte sich das Musikprogramm dann auf natür-
liche Weise erweitern. "Wir hoffen, dass die Bewohner an der Strecke zusätzlich ihre Stereoanlage ans Fenster stellen", sagt
Bertschy. Bisher sah es so aus, als ob auch die Anwohner des Stephani-Viertels am 30. September in die Rolle von Hobby-DJ’s
schlüpfen könnten. Jetzt steht jedoch fest, dass auch in diesem Jahr bereits vor der Oldenburger Straße die Schlachte ange-
laufen wird. Bertschy: "Die baulichen Maßnahmen sind an der Muggenburg noch nicht so weit fortgeschritten wie wir gedacht
hatten. Also macht die BIG freundlicherweise den Zaun für unsere Läufer auf." 

WESER KURIER vom 22. September 2007 (Marathon-Extraseite)
Laufen mit Event-Charakter
An der Strecke kann jeder Krach machen / Umfangreiches Rahmenprogramm

Von unserem Mitarbeiter Stefan Freye
Bremen. Bunt soll es werden. Ebenso anstrengend wie aufregend für alle Läufer und spannend für die Zuschauer: Dass am 30.
September rund 4000 Aktive auf die Strecken über 10-Kilometer, Halbmarathon und Marathon gehen, ist an sich schon eine
unterhaltsame Sache. Doch auch wenn die Läufer immer im Zentrum des swb-Marathons stehen werden: An der Strecke muss
sich schon etwas mehr bewegen als Tausende von Läuferbeinen. "Die Unterhaltungsmöglichkeiten sind heute andere als noch vor
Jahrzehnten", sagt Organisator Utz Bertschy. Seine Veranstaltung tritt am Sonntag der kommenden Woche gegen eine Vielzahl
von Veranstaltungen an. Um mehrere zehntausend Zuschauer an die Strecke zu locken, reicht es nicht mehr aus, einen großen
sportlichen Wettbewerb anzubieten. Deshalb spricht man heute ja auch gern von einem Event - es muss schon ein "Ereignis"
sein.
"Wir wollen Sport und Unterhaltung verbinden", sagt Utz Bertschy also. Im Zentrum seiner Spaßbemühungen steht auf der einen
Seite die Bürgerweide mit dem in diesem Jahr erstmals unter freiem Himmel gelegenen Zieleinlauf. Hier bieten mehrere Verkaufs-
stände Speisen und Getränke an, werden die Radio-Bremen-Moderatoren Andreas Schnur und Simon Beeck für Stimmung
sorgen. Daneben hält der Truck der Initiative "Gut für dich" bereits am Sonnabend Information und Unterhaltung zum Thema Gesundheit bereit. Die kleinsten Zuschauer sollen schließlich auf mehreren Spielarealen und in Kinderautos auf ihre Kosten
kommen. Das zweite Standbein des Rahmenprogramms ist aber die Strecke selbst. Dort sind neben den üblichen Bands dies-
mal rund zehn Discjockeys platziert, die für Kurzweil sorgen. Sie haben allerdings noch eine weitere, vielleicht sogar wichtigere
Aufgabe: Die Läufer zu unterstützen. "Die Musik hat schon so manchem müden Bein wieder neue Kraft verliehe! n", sagt
Bertschy. Womit er zugleich ein ganz anderes Thema anspricht, nämlich die Aktionen der Zuschauer und Anwohner selbst. Zu-
letzt ging im Marathonbüro immer wieder die Frage ein, ob man sich einfach an die Strecke stellen und Krach machen dürfe. "Ja
natürlich, das wünschen wir uns sehr", antwortet Utz Bertschy dann. Dabei kommt es nicht darauf an, was genau die Zuschauer
zum Geräuschpegel beitragen. Den Läufern - und um sie geht es ja vorrangig - ist es ziemlich egal, ob sie den Rhythmus einer
alten Waschmitteltrommel hören oder durch die Lautsprecher einer Stereoanlage beschallt werden. Bertschy: "Die Teilnehmer
sind für jede Unterstützung dankbar."
Irgendwo geht's immer raus
Polizei schaltet ab Donnerstag Infotelefon zu den Ausweichstrecken am Marathon-Tag

Von unserem Mitarbeiter Stefan Freye
Bremen. "Nix geht, alles läuft." Der Slogan des diesjährigen Marathons hat etwas Pfiffiges, und er bezieht sich auch ein biss-
chen auf die Verkehrssituation in der Stadt. Denn angesichts der rund 4500 Teilnehmer an den insgesamt drei Läufen geht nicht
mehr viel am 30. September. Jedenfalls nicht immer wie gewünscht. Der Großteil der von der Strecke betroffenen Wohngebiete
wird verkehrsmäßig zwar eingeschränkt, aber nicht gänzlich abgeschlossen vom öffentlichen Leben am Veranstaltungstag.
Schließlich gibt es insgesamt vier Strecken, auf denen der Innercircle des swb-Marathons zu erreichen ist. Die Kurfürstenallee
verbindet den Osten mit dem Zentrum. Oldenburger Straße und Erdbeerbrücke ermöglichen die Weserquerung, und über den
Nordwestknoten sind die meisten "Marathongebiete" aus dem Westen zu erreichen. Damit die betroffenen Anwohner vorab infor-
miert sind, wurden bereits in der vergangenen Woche große Hinweisschilder aufgestellt; in besonders stark betroffenen Wohnge-
bieten verteilte der Veranstalter mehrere tausend Handzettel. Ab kommenden Donnerstag schaltet die Polizei zudem ein Info-
telefon (0421 / 44 91 700) zum Thema Marathon und Verkehr. Schließlich sind auch die rund 250 Polizeibeamten an der Strecke
über die Ausweichrouten informiert.
Diese Strecken werden für manche allerdings ohne Bedeutung sein. Ab etwa Mitternacht wird die Polizei sich um das "per Ver-
kehrsanordnung des Amts für Straßen und Verkehr ausgesprochene Halteverbot" kümmern. Mit anderen Worten: Dann erleben
die Abschleppunternehmen der Stadt ihre große Zeit und räumen alles weg, was noch steht, wo es nicht stehen darf. In den ver-
gangenen beiden Jahren waren rund 80 Autos betroffen, am 30. September dürften es nicht wesentlich weniger sein. Die Polizei
erreicht nämlich nicht jeden. Am Vorabend der Veranstaltung fahren fünf Streifenwagen noch einmal die Strecke ab. Wer dann im
Halteverbot steht, soll mittels eines Telefonanrufs noch einmal gewarnt werden, bevor die Schlepper anrücken. "Für diese Maß-
nahme stellen wir allein 18 Beamte ab", sagt Jens Rezewski, Einsatzleiter der Polizei. Obwohl ein Einsatz am frühen Sonntag-
morgen nicht gerade zu den größten Freuden im Arbeitsleben zählt, weiß Rezewski den swb-Marathon durchaus zu schätzen.
Schließlich ist es doch eher ruhig an der Strecke, Ausschreitungen oder Gewalt sind trotz der großen Zuschauer- und Teilnehm-
erzahlen nicht zu erwarten. Rezewski: "Der Planungsaufwand für uns ist zwar hoch. Aber der Marathon zählt zu den Veranstalt-
ungen, zu denen man gern hingeht."
Splitter
Beiwerk. Rund 4500 Läufer werden sich am 30. September auf die Strecke machen. Für sie stehen 60 000 Trinkbecher, 39 000
Wasserschwämme, 180 Kisten mit Bananen, Orangen und Äpfeln an den 18 Verpflegungsstellen bereit. Begleitet werden die drei
Felder von insgesamt neun Fahrzeugen, vier Motorrädern und zahlreichen Helfern auf dem Rad. Insgesamt rund 80 Sanitäter und
fünf Sportärzte stehen für den Ernstfall bereit.
Nachwuchs. Am Sonnabend ist wie üblich der Nachwuchs dran: Um 15.00 Uhr startet auf der Bürgerweide der Kinderlauf über
eine Runde von rund 800 Metern. Im letzten Jahr nahmen 224 laufbegeisterte Kids am kleinen Lauf teil. Die Teilnahmegebühr
beträgt 3 Euro, Anmeldung (ohne Frist) unter www.sportziel.de.
Freifahrt. Der swb-Marathon gibt sich in diesem Jahr besonders umweltbewusst: Die Teilnehmer der drei Strecken dürfen gegen
Vorlage ihrer Anmeldebestätigung kostenlos die Verkehrsmittel im Bereich des VBN nutzen. "Wir starten praktisch neben dem
Bahnhof, diese gute Infrastruktur müssen wir nutzen", sagt Organisator Utz Bertschy. Weil in der Zeit zwischen 8.00 und 9.00
Uhr viele Züge aus dem Bremer Umland ankommen, wurde der Start des Marathonlaufes extra auf 9.20 Uhr verschoben. Den
Park & Ride-Parkplatz an der Uni gibt es allerdings trotz des Freifahrtscheines. Bertschy: "Dafür kommen einfach zu viele Läufer
von weiterher."
Messe. Ein buntes Programm verspricht nicht nur der Marathon selbst, sondern auch die angeschlossene Laufmesse in Halle 4:
Neben Speedminton (einem recht flotten Federballspiel) und den Powerisern (Sprungfederläufer) werden diesmal unter anderem
Joyga (Mischung aus Joga und Jogging) sowie eine Art Biathlon angeboten. Zudem können sich die Besucher von Massage-
teams verwöhnen lassen. Wie es sich für eine anständige Laufmesse gehört, informieren diverse Stände über Schuhe und Be-
kleidung.
Ökumene. Wie gehabt findet auch in diesem Jahr ein ökumenischer Gottesdienst am Vortag des Marathons statt: Los geht's
diesmal am Sonnabend um 18.00 Uhr in der Messehalle 4. Den Rahmen des Gottesdienstes bilden eine kleines Theaterstück
und ein Gospelchor.
Führungsarbeit. Ein Führungsfahrzeug ist eine gute Sache, auch am Uhrenwagen können sich die Läufer orientieren. Aber nur
solange, wie nicht einige ausscheren und schneller laufen als der Rest. Um auch einzelnen Läufern an der Spitze den rechten
Weg weisen zu können, setzt der swb-Marathon diesmal zudem auf Radler: Insgesamt sechs Fahrer vom Team swb und bremer-
radkuriere.de werden auf den drei Strecken dafür sorgen, dass auch die einsamen Spitzenläufer bestens orientiert sind.
Hilfe. Mit einem Benefizlauf beteiligt sich Azul-Kaffee am swb-Marathon: Zehn Mitarbeiter gehen an den Start und erlaufen mit
jedem Kilometer fünf Euro zugunsten des Zentrums für trauernde Kinder e.V. Der Verein finanziert sich ausschließlich über
Spenden und bietet Kindern Hilfe im Trauerprozess an. Zurzeit betreut das Zentrum rund 110 Kinder in Bremen und Oldenburg.
Schutzengel. Viele Vereine sind vertreten beim swb-Marathon. Die Mukoviszidose Selbsthilfe Region Bremen e.V. bringt die
meisten Läufer an den Start. Gleich 91 "Schutzengel", so die Bezeichnung des Vereins, werden sich am Sonntag auf eine der
drei Strecken begeben. Am Kinderlauf werden insgesamt 26 Kids im Trikot der Schutzengel teilnehmen.
Gesucht. Als Läufer kann man an den Veranstaltungstagen nachmelden. Wer nicht laufen, aber trotzdem aktiv am Geschehen
teilnehmen möchte, meldet sich einfach beim Marathonbüro (marathonbuero@sportziel.de). Denn noch sind die 700 Plätze für
die Helfer noch nicht vergeben. "Wir suchen 50 Leute. Natürlich wären Gruppen wünschenswert, aber auch einzelne Helfer sind
willkommen", sagt Organisator Utz Bertschy. 

WESER KURIER vom 25. September 2007
Ein Rennen für jedermann
Die Veranstalter des Bremen-Marathons verzichten bewusst auf Spitzenläufer - garantieren dennoch guten Sport

Von unserem Redakteur Michael Thurm
Marco Bode stellt sich gern in den Dienst der guten Sache. Und weil swb ihm hilft, hilft der ehemalige Linksaußen des SV
Werder jetzt auch wieder der swb - in diesem Falle als Botschafter für den 3. Bremen-Marathon, der am kommenden Sonntag,
30. September, erneut die Menschen auf und an der Strecke in Bewegung bringen soll." Eine Stadt wie Bremen braucht einen
Marathon", ist Marco Bode überzeugt, gleichwohl steht die andere Meinung felsenfest. "Marathon kann nicht gesund sein." Wir
wissen, dass es Fußballer nicht unbedingt mit dem Laufen haben, aber weil der Ex-Nationalspieler seinen Worten dennoch Taten
folgen lassen will, wird er - wie vor einem Jahr - die Zehn-Kilometer-Strecke abrennen. "Zehn Kilometer", sagt Marco Bode, " die
bin ich auch während der 90 Minuten gelaufen." Die traut er sich zu - und hat durchaus sportlichen Ehrgeiz: "Unter 35 Minuten,
nein, stopp, war nur ein Scherz", grinst er. Aber ganz im Ernst: "Unter 50 Minuten wäre schon gut."
Marco Bode will es wissen - und noch einer, der gestern bei der offiziellen Pressekonferenz für allerbeste Marathon-Werbung
sorgte, greift ein weiteres Mal an. Willi Lemke, der Hansestadt sportlichster Politiker - nehmen wir an dieser Stelle einfach mal
an - wird am Sonntagmorgen aus dem Schlafanzug - nein, nicht in den Anzug, sondern ins Trikot schlüpfen. "Der Marathon ist
ein kleines Stück Bremen-Werbung." Da ist es fast Pflicht für den Senator für Inneres und Sport, mittendrin zu sein und nicht nur
dabei. Aber eine sehr angenehme Pflicht. "Ich freue mich riesig auf den Lauf, aber die 42 Kilometer tue ich mir nicht mehr an. Ich
gehe auf den Halbmarathon, den kann ich zu jeder Tages- und Nachtzeit laufen." Im Übrigen sei er sehr froh, so der Senator,
dass die leicht geänderte Strecke nun noch durch mehr Wohngebiete führe. Die Zuschauer also schnell an der Laufstrecke sein
können. "Wir Marathonis brauchen die Zuschauer, brauchen die dichte Atmosphäre." Ganz sicher wird bei Kilometer 17,3 ein
Posaunenchor den Läufern den Marsch blasen. Den hatte Organisator Utz Bertschy sozusagen im Handstreich verpflichtet. "Utz
und ich sind vergangenen Sonntag gelaufen", erzählt Lemke: "Plötzlich ist Utz abgebogen und auf die Bläser zu. Hinterher kam
er freudestrahlend zurück und hat erzählt, dass die auch nächsten Sonntag blasen wollen."
So wünscht sich das Willi Lemke als Läufer, wie als Bremer Senator. "Der Bremen-Marathon ist ein Jedermann-Rennen." Getreu
dem diesjährigen Motto: "Einer für alle." Guter Sport ja, Spitzensport nein: "Wir bieten dem Publikum keine Läufer mit Zeiten um
die 2:15", bekräftigt Utz Bertschy. Der Bremer Marathon-Boss will und kann die Preise für auswärtige Cracks nicht auf den Tisch
blättern. "Was nützen uns fünf Leute, die eine Viertelstunde vor dem Feld herrennen. Das passt dramaturgisch nicht." So wird der
Sieger in Bremen das Zielband wohl nach rund zwei Stunden und 30 Minuten durchreißen - damit wohl deutlich langsamer als der
Gewinner in Berlin sein. An der Spree wird ebenfalls am Sonntag gelaufen - jedoch unter anderen Voraussetzungen, die nationale
und internationale Spitze jagt den Weltrekord. Ein Budget-Vergleich verbietet sich.
Trotz Berlin bleibt aber für viele Marathonis Bremen eine Reise wert. Und das nicht nur aus der Region oder der Republik. Läufer
aus der europäischen Nachbarschaft, aber auch Athleten aus Übersee statten der Hansestadt einen Besuch ab. "Wir sind auf
einem guten Weg", sagt Utz Bertschy und nennt die Teilnehmerzahlen für die verschiedenen Wettbewerbe. Bislang sind es über
4000 Läufer. Etwa jeweils 1600 für den Marathon und den Halbmarathon, die restlichen gehen auf die zehn Kilometer. Erfahrungs-
gemäß erhöhen sich die Zahlen bis zum Sonntag noch, so dass Bertschy zufrieden feststellen kann: "Der Bremen-Marathon ist
eine sehr attraktive Veranstaltung geworden." Wohl auch deshalb hat sich Marco Bode entschlossen, trotz seiner Zweifel (Mara-
thon gefährdet ihre Gesundheit?) wieder mitzumachen. Stellt er sich doch so gern in den Dienst der guten Sache. 

Extra-Beilage des WESER KURIER
(28.9.2007 - km).
Der WESER KURIER ist am Freitag, 28. September, mit einer achtseitigen Extra-Beilage zum 3. swb-Mara-
thon erschienen. Die darin veröffentlichten Artikel (7) können hier auf der Seite aus Zeitgründen nicht eingestellt werden. 

WESER KURIER vom 29. September 2007 
Marathon-Duell um den Bremer Titel
Frank Themsen und Rainer Koschke wollen am morgigen Sonntag ganz vorne mitlaufen/ Start um 9.20 Uhr

Von unserem Redaktionsmitglied Andrea Suhn
Bremen. Wenn sich morgen früh die Läufer auf die 42,195 Kilometer lange Strecke zum 3. Bremer swb-Marathon machen,
werden sich zwei Marathoni ganz besonders im Auge behalten: Frank Themsen von der Leichtathletik Gemeinschaft (LG)
Bremen-Nord und Rainer Koschke von den Uni Triathlöwen. Beide haben das gleiche Ziel vor Augen - als schnellster Bremer Teil-
nehmer die Ziellinie zu überqueren. Das erste Aufeinandertreffen der beiden Langstreckenläufer war vor gut vier Wochen beim
Lesumer Halbmarathon. Damals entschied Koschke das Rennen für sich und lief mit fünf Sekunden Vorsprung auf Themsen über
die Ziellinie. Zwar starten beide in verschiedenen Altersklassen, Koschke (Jahrgang 1967) in der Gruppe M40, der ein Jahr jüng-
ere Themsen (noch) bei den M35, "am Ende gucken die Leute aber ohnehin nur auf den schnellsten Läufer", meint Koschke, der
sich vorgenommen hat auch beim Marathon als schnellster Bremer ins Ziel zu laufen.
Seine Chancen stehen nicht schlecht. Nach einer mehrjährigen Marathon-Pause hat sich der Informatik-Professor der Uni Bremen
speziell auf diesen Langstreckenlauf vorbereitet. Seinem sportlichen Kontrahent Themsen steckt hingegen noch der Norderney
Marathon in den Beinen, den er erst zwei Wochen zuvor gewonnen hat. "Es könnte natürlich ein Vorteil für Rainer sein, dass er
ausgeruhter an den Start geht", räumt Themsen ein. "Allerdings habe ich den Vorteil, dass ich in diesem Jahr schon sehr viele
Läufe gemacht habe und deshalb über eine gewissen Routine verfüge - es wird auf jeden Fall ein spannender Lauf." Ob es am
Ende für einen von den beiden Bremern zum Gesamtsieg reicht, hängt auch von der Tagesform der anderen Läufer ab, die wie
Themsen und Koschke in der Wertung um die Norddeutsche Meisterschaft mitlaufen und Zeiten um die 2:30 Stunden anvisieren.
Nach der Einschätzung des erfahrenen Langstreckenläufers Torsten Naue (LG Bremen-Nord), der am Sonntag im Halbmarathon
antritt, zählten vor allem Horst Wittmershaus (SC Weyhe) und Thorsten Wienecke (LG Göttingen) zum Kreis der Favoriten. Auch
Rolf Schwabe (VfB Fallersleben) habe gute Chancen auf eine fordere Platzierung, meint Naue. Bei den Frauen sei die Gewinnerin
des diesjährigen Hannover Marathons, Inga Ruhl (TSV Kirchdorf), die Top-Favoritin. Naue: "Aber auch die nach einer Babypause
zurückgekehrte Victoria Willcox-Heidner von der LG Wilhelmshaven und Angela Welp vom LC Hansa-Stuhr haben Außenseiter-
chancen."
Was das Duell Themsen/Koschke betrifft, glaubt auch er, "dass es sich vor allem daran entscheiden wird, wie Frank den letzten
Marathon weggesteckt hat." Egal, wer am Ende den Titel des schnellsten Bremers gewinnen wird, in einem sind sich die beiden
Langstreckenläufer einig: "Wir wollen beide eine gute Zeit laufen und werden wohl auch den Großteil der Strecke zusammen das
Tempo machen", verrät Rainer Koschke. Neben der Einzelwertung starten die zwei ehemaligen Fußballer nämlich außerdem zu-
sammen in der "Hanse Wertung", in der die Zeiten von sechs Läufern eines beliebig zusamengestellten Teams gewertet werden.
Nach dem Lesumer Lauf hatte Themsen den Siegläufer Koschke gefragt, ob er mit in seiner Mannschaftswertung laufen wolle.
"Ich denke, dass wird uns noch zusätzlich motivieren", meint Koschke. Für sein morgiges Marathon-Comeback hat der Hoch-
schullehrer einen besonderen Wunsch: "Ich würde mich freuen, wenn mich viele meiner Studenten am Sonntag an der Strecke
unterstützen und lautstark anfeuern - auch wenn es für den ein oder anderen vielleicht ein wenig zu früh ist." 
*****************************************************************************************************************************************************
WESER KURIER vom 1. Oktober 2007 (Sechs Artikel)
Dauerlauf im Nieselregen
3. swb-Marathon leidet unter schlechtem Wetter / Teilnehmer trotzdem zufrieden

Von unserem Redakteur Jürgen Hinrichs
Bremen. Gut für die Läufer, schlecht fürs Publikum: Die dritte Auflage des swb-Marathons ging gestern unter verhangenem
Himmel und im Nieselregen über die Bühne. Die gut 4500 Läufer mussten sich also um Erfrischung nicht sorgen, sie sind dafür
aber auch nicht von den Massen bejubelt worden, die bei Sonnenschein an der Strecke gestanden hätten. Ab Kilometer 30 wird
es hart. Das weiß jeder, der mal Marathon gelaufen ist. Jörg Windler hat sich deshalb an der Schlachte postiert. "Hier wird’s
kritisch", sagt er und feuert die Läufer an. Ehefrau Simone und Töchterchen Marleen helfen kräftig mit. "Schade, dass so wenige
an der Strecke sind", bedauert die 35-Jährige. Sie ist schon mal Halbmarathon gelaufen, ihr Mann sogar die komplette Distanz
von 42,195 Kilometern. Beiden juckt es jetzt in den Füßen. "Das steckt an, man möchte mitmachen." Mag sein, dass es mehr
sein könnten - an manchen Stellen aber bilden sich Trauben von Menschen, die klatschen, johlen und aufmunternd rufen, wenn
die ersten Läufer mit hohem Tempo vorbeihuschen und die letzten schon eher kriechen.
"Ich find’ das toll, dass die sich das zutrauen", bewundert Ursula Krökel die Leistung der Teilnehmer. Die 67-Jährige aus der Neu-
stadt hält wacker im Regen aus. Egal, wer da kommt, sie gibt ihren Applaus. Kirstin Högemann hat sich vom Publikum tragen
lassen. Es ist ihr erster Halbmarathon, und nun lehnt sie im Ziel an einem Tisch, strahlt glücklich - und ist ziemlich kaputt. "Ver-
rückt, oder? Ich habe vorher nur neun Wochen trainiert", wundert sich die 41-Jährige aus Kattenesch über ihr Durchhaltevermög-
en. Zwischendurch, klar, da habe es Momente des Zweifelns gegeben. "Warum tue ich mir das eigentlich an?", habe sie sich
gefragt. Am Ende der Strecke, wo Freundinnen und Nachbarn warten, ist das aber sofort vergessen. Eine knappe Stunde später
prescht Stefan Meyer durchs Ziel. Der Mann hat was drauf, es ist sein vierter Marathon, und immer läuft er für seinen Arbeitgeber,
den Martinshof. "Alles super", freut sich der 38-Jährige. Strecke, Organisation, der eigene Körper, wie er funktioniert hat - Meyer
ist rundum zufrieden. "Ich habe gut trainiert, und das wird belohnt."
Zufrieden ist auch Utz Bertschy. Der Marathon-Veranstalter könnte mit dem Wetter hadern, er sieht aber mehr die Vorteile: "Die
Johanniter-Unfallhelfer hatten so gut wie nichts zu tun." Die Streckenänderung hin nach Schwachhausen sei eine richtige Ent-
scheidung gewesen. "Die Menschen dort haben den Läufern Beine gemacht." Bertschy lobt die Eigeninitiative der Zuschauer und
schließt daraus, dass die Akzeptanz der Veranstaltung von Jahr zu Jahr steige. "Wir wollen ein eigenes Profil, ein Marathon-
Volksfest, und da scheinen wir auf einem guten Weg zu sein." Nach und nach treffen die Teilnehmer auf der Bürgerweide ein.
Claudia und Dorit sind bis zuletzt ein Gespann geblieben, den ganzen Halbmarathon lang. Nach dem Zieleinlauf liegen sie sich in
den Armen. "Wir sind einfach nur stolz", sagen die beiden 26-Jährigen. Im Frühjahr mit dem Training bei Null gestartet und nun
schon so eine Leistung. Die Strecke hat ihnen gefallen, vor allem, als es durch das Weserstadion ging. "Dort haben wir den
Rasen gestreichelt, betreten durften wir ihn ja nicht." Für den Lauf hatten sie sich eine Strategie zurecht gelegt. Sie wollten reden
miteinander, entspannt bleiben und langsam. Die Strategie ist aufgegangen.

Polizei schleppt 107 Autos ab
Bremen
(hi). Böse Überraschung für Autofahrer, die ihren Wagen in den Sperrzonen entlang der Marathonstrecke abgestellt
hatten. Die Polizei kannte gestern früh vor Beginn der Veranstaltung kein Pardon und ließ im Ganzen 107 Fahrzeuge abschlepp-
en, vor allem in der Stader Straße. In beinahe genauso vielen Fällen hatten sich die Einsatzkräfte nach eigener Darstellung die
Mühe gemacht, noch während der Nacht Fahrer oder Halter der Autos ausfindig zu machen, damit sie ihre Fahrzeuge rechtzeitig
aus der Sperrzone entfernen konnten. Der Marathon selbst verlief nach Polizeiangaben ohne nennenswerte Vorkommnisse. Ein
extra eingerichtetes Bürgertelefon sorgte während des Laufs noch einmal für alle notwendigen Informationen. Mehr als 200 An-
rufer haben diesen Service genutzt.

Fest in Schwabes Hand
44-jähriger Läufer aus Fallersleben gewinnt 3. swb-Marathon / Wind macht Athleten zu schaffen

Von unserem Redakteur Michael Thurm
Bremen. Der 3. swb-Marathon machte es möglich. Gestern hätte man die Bürgerweide auch umtaufen können - in "Schwaben-
land". "Der beste Bremer ist ein Schwabe", jubelte Simon Beeck bei der Siegerehrung ins Mikrofon. Rainer Koschke, der gebür-
tige Stuttgarter und aktuelles Mitglied der Uni Triathlöwen, hatte sich über die 42,195 Kilometer den dritten Platz erlaufen. Der
Bremen 4-Moderator hätte es noch toppen können: Denn der beste Läufer heißt Schwabe - genauer: Rolf Schwabe.Der 44-Jähr-
ige vom VfB Fallersleben siegte im Alleingang in 2:34:05 Stunden vor dem Magdeburger Martin Butzlaff (2:37:25) und eben dem
schwäbischen Hochschulprofessor Koschke (2:37:31), der sich nicht nur gut in Informatik auskennt, sondern auch ausdauernd
rennen kann.
Gestern Morgen, 7.30 Uhr, Radio Bremen 1 verkündet das Wetter: Temperatur 12 Grad, Wind aus Südwest, Regenwahrschein-
lichkeit 30 Prozent. "Ideales Marathon-Wetter, da kommen die Läufer nicht ins Schwitzen", meinte der Moderator. Ins Schwitzen
kamen sie tatsächlich nicht, die Läufer. Zufrieden mit der Unterstützung des Wettergottes waren sie allerdings auch nicht - zu-
mindest nicht die Siegläufer. "Ich hatte mir schon eine bessere Zeit vorgestellt", maulte Rolf Schwabe nach dem Zieldurchlauf. "
Eine 2:31 wäre ich schon gern gelaufen." Das daraus nichts wurde, lag eben doch am Wetter. "Ich bin eher ein Hitze-Läufer, das
mag ich lieber." Weniger allerdings der feine Nieselregen störte die Athleten, eher der teilweise heftige Gegenwind. "Das war
schon schwer, vor allem, wenn man praktisch die ganze Strecke allein laufen muss." Doch ganz allein war Rolf Schwabe, der
sich gestern auch mit dem Titel Norddeutscher Marathon-Meister 2007 schmücken durfte, ja nicht. Trotz des ziemlich fiesen
Wetters hatten es die nicht-rennaktiven Bremer vom Frühstückstisch gezogen, ran an die Strecke. "Das Schönste am Marathon
war heute das Publikum", schmelzte denn auch Rolf Schwabe ins Mikrofon.
Worte, die auch Chef-Organisator Utz Bertschy gerne hörte. "Wir können ein insgesamt positives Fazit ziehen", meinte Bertschy.
"Es dürften wohl rund 25 000 bis 30 000 Zuschauer an der Strecke gewesen sein." Dass es gestern nicht zu den in den Vorjahren
erreichten Zahlen reichte, es war verständlich angesichts der dunklen und nasskalten Witterung. Dennoch hat sich die neue
Streckenführung bewährt. "Sie ist für die Aktiven reizvoller geworden", freute sich der Bremer Marathon-Boss. Und dort, wo es
durch dichte Wohngebiete ging, honorierten die Bremer die Leistung der rund 1500 Marathonis. " Besonders im Gete-Viertel war
viel los", wusste Utz Bertschy zu berichten.
Ein Eindruck, den auch die schnellste Frau bestätigte: "Ich bin zum ersten Mal in Bremen gestartet. Das ist ein wunderschöner
Marathon, eine sehr schöne Strecke, vor allem am Deich lang macht sie sehr viel Spaß", betonte die 32-jährige Inga Ruhl vom
TSV Kirchdorf, die ebenfalls von der Begeisterung am Rande der Strecke angetan war. "Im Vergleich dazu herrscht beim Hann-
over-Marathon tote Hose." Die kleine Niedersächsin, die erst vor fünf Jahren überhaupt mit dem Laufen begann, musste ähnlich
wie der Sieger bei den Herren lange allein laufen, ehe sie das Ziel auf der Bürgerweide erreicht hatte. " Der Wind war schon
enorm", erzählte sie später. "Deshalb bin ich mit meiner Zeit eigentlich ganz zufrieden." Warum auch nicht: Bei 2:48:03 blieb die
Uhr schließlich stehen - eine persönliche Bestzeit in ihrem fünften Marathon. Hinter Inga Ruhl folgten mit deutlichem Abstand die
Stuttgarterin Dorothea Grupp (2:53:13) und Frauke Fichtner von der LG Kreis Verden in 3:09:15. Fast schon ein Klassenunter-
schied. Weshalb auch die kleine Hannoveranerin verkündete: "Ich komme gerne nächstes Jahr wieder." Dem steht auch von
Seiten der Veranstalter gewiss nichts im Wege: " Das Bremer Marathon-Fest geht weiter", versprach Utz Bertschy. Und vielleicht
heißt es dann wieder: Bürgerweide ein "Schwabenland".

Überraschung im 10-km-Lauf
Bremen
(mth). Der Veranstalter hatte es geschickt verpackt. "Wegen der vielen Nachmeldungen verschiebt sich der Start um
zehn Minuten", ließ er via Mikrofon den 2000 Teilnehmern des Halbmarathons verkünden. Doch dies war nicht der wahre Grund:
Es gab schlichtweg Probleme bei der Abgabe der Kleiderbeutel. Eine Berufsschulklasse, als fleißige Helferlein verpflichtet,
glänzte durch Komplett-Verweigerung. Der Rest hatte Schwerstarbeit zu erledigen - und erledigte die Arbeit gut, wenn eben auch
mit Zeitverzögerung.
Die Läufer selbst nahmen's mit Gelassenheit und spulten leicht verspätet ihre 22 Kilometer ab. Nach 1:10:20 überquerte Markus
Pingpank schließlich die Ziellinie - kein Unbekannter in der Szene und außerdem Trainer der späteren Marathon-Siegerin Inga
Ruhl. Knapp vier Minuten später erreichte Torsten Naue als bester Bremer das Ziel. Besser, aus Bremer Sicht, lief es bei den
Damen. Carolin Schiff von den Road Runners Bremen lief in 1:28:15 die beste Zeit.
Eine dicke Überraschung gab es beim 10-km-Lauf. Nicht die hochgewetteten Bremer Läufer dominierten den Wettbewerb, son-
dern ein 23-Jähriger aus Bensersiel: Stephan Immega. Der junge Ostfriese, seit zwei Jahren Student an der Uni Bremen, startete
gestern eigentlich nur "aus just for fun" und siegte in 31:56 Minuten vor Marek Jaskolka (SG Findorff /32:27 und dem Werderaner
Jan Oude-Aost ( 32:29). Nicht ganz unter die Top 100 schaffte es Marco Bode. Dennoch durfte Werders ehemaliger Fußball-Profi
zufrieden sein. Mit 49:01 Minuten blieb er unter der erhofften Zeit von 50 Minuten.
Einen Dreifach-Erfolg durften die Bremer bei den Frauen feiern. Die "große, alte Dame" Rebecka Weise-Jung (LG Nord) gewann
in 39:17 Minuten vor Jonna Tilgner (Bremer LT/40:37 und Schoami Bieser (41:27) von der SG Findorff/BLT Bremen.

Koschke gewinnt Marathon-Duell
Uni-Professor ist schnellster Bremer

Von unserem Redaktionsmitglied Andrea Suhn
Bremen. Als Rainer Koschke nach 2:37:31 Stunden als drittschnellster Läufer des 3. swb-Marathons über die Ziellinie lief, war
ihm seine Freude deutlich anzusehen. Überglücklich reckte er die Arme in den Himmel und lief zu seiner Familie, die im Zielein-
lauf auf ihn gewartet hatte. Doch statt sich wie die anderen Läufer möglichst schnell in die warmen Katakomben zum Duschen
und Aufwärmen zurückzuziehen, blieb er noch lange stehen und wartete auf den Mann, den er soeben im Duell um den Titel des
schnellsten Bremer Marathonis geschlagen hatte. Gut achteinhalb Minuten später lief Frank Themsen von der LG Bremen-Nord
mit einer Zeit von 2:46:06 Stunden ins Ziel und wurde von seinem sportlichen Kontrahenten in Empfang genommen." Heute lief
einfach nichts zusammen", bilanzierte Themsen nach dem Lauf. Zu Beginn der 42,195 Kilometer langen Strecke hatte er noch
das Tempo gemacht und sich nach dem Start rasch einige hundert Meter von Koschke abgesetzt. "Er ist den Lauf sehr schnell
angegangen", sagte Rainer Koschke von den Uni Triathlöwen. "Ich habe mich aber nicht aus der Ruhe bringen lassen und bin
mein Tempo weitergelaufen." Bei Kilometer 18 ging seine Taktik auf. "Da habe ich gemerkt, dass es bei Frank nicht mehr so lief
und bin an ihm vorbeigezogen." Dass er am Ende auf den Bronze-Rang vorlaufen konnte, war auch für Koschke eine kleine Über-
raschung. "Ich wusste, dass ich mich sehr gut vorbereitet hatte und habe gehofft, dass es zu einer vorderen Platzierung reichen
würde. Vor lauter Aufregung habe ich aber letzte Nacht kaum ein Auge zu gemacht, deshalb bin ich froh, dass es so gut ge-
klappt hat." Am Ende war auch sein taktisches Geschick ausschlaggebend für die gute Leistung. Zweimal sei er vor dem Rennen
die Strecke abgefahren, erzählt der Physikprofessor der Uni Bremen. "Deshalb wusste ich, dass bei Kilometer 28 bis 30 eine
gute Gelegenheit für einen taktischen Angriff auf den bis dahin drittplatzierten war. Das habe ich gewagt." Themsen, dem die
Anstrengungen seines vorherigen Marathonlaufs auf Norderney noch in den Beinen steckten, war mit seiner Leistung hingegen
weniger zufrieden. "Ich glaube, ich war einfach nicht erholt genug. Rainer ist ein tolles Rennen gelaufen, aber bei mir war heute
einfach nicht mehr drin."

Der Dauerläufer
Horst Preisler bestritt beim 3. swb-Marathon seinen 1517. Langstreckenlauf

Von unserem Redaktionsmitglied Andrea Suhn
Bremen. Würde man Horst Preisler mit einem Auto vergleichen, wäre er ohne jede Frage ein VW Käfer - denn er läuft und läuft
und läuft. Gestern absolvierte der 72-jährige Hamburger im Rahmen des 3. swb-Marathons in 4:46:18 Stunden seinen 1517. Lang-
streckenlauf. An ein Ende seiner Läuferkarriere denkt er nicht. "Wenn sie wissen wollen, wie lange ich noch laufe, müssen sie
nicht mich, sondern den lieben Gott fragen", sagt er. "Ich weiß nämlich nicht, wie lange ich noch laufen kann." Zu seiner Lauf-
leidenschaft kam Preisler 1974 nach dem Hinweis seiner Frau, "dass ich mich ruhig mal ein wenig mehr bewegen könnte", er-
innert sich der agile Senior-Sportler. "Das habe ich dann einfach gemacht", fügt er lapidar hinzu, als sei das, was er geleistet hat,
nicht der Rede wert.
Rund 195 408,596 Kilometer hat der ehemalige Personalleiter einer Hamburger Unfallklinik schon zurückgelegt - eine Distanz, die
nicht nur durch herkömmliche Marathonläufe zusammen gekommen ist. Preislers Spezialität sind Eventläufe auf der ganzen
Welt, wie der 430 Kilometer lange Friedenslauf von Hiroshima nach Nagasaki 1995 zum Gedenken an die dort abgeworfenen
Atombomben, der Spartathlon von Athen nach Sparta, bei dem er über 34 Stunden unterwegs war und andere mehrtägige Lang-
streckenläufe, bei denen es gilt, mehrere hundert Kilometer zurückzulegen. Reine Marathonläufe sehen in seiner Läuferbiografie
fast schon nach Aufbautraining für die Ultrastrecken aus. "Ich bin ein Erlebnisläufer", sagt Preisler. "Wenn ich unterwegs bin, ge-
nieße ich meine Umwelt und die Natur. Das macht mich einfach glücklich und durch meine Reisen lerne ich sehr viel von der
Welt kennen. " Seinen persönlichen Wunsch, einmal auf der chinesischen Mauer zu laufen, hat er sich im vergangenen Jahr er-
füllt. Preislers Frau, mit der er seit 48 Jahren glücklich verheiratet ist, bleibt bei seinen Ausflügen stets im heimischen Hamburg.
"Meine Frau ist ein sehr kreativer Mensch, der sich gut zu beschäftigen weiß", erzählt Preisler. "Und ich glaube, sie ist auch mal
ganz froh, Zeit für sich zu haben."
Bei der Fülle an Läufen, die Horst Preisler über das Jahr absolviert, ist ein Terminplaner für das Preislersche Zeitmanagement un-
abdingbar. Alle wichtigen Daten werden festgehalten, damit kein Lauf vergessen wird "und damit meine Frau weiß, wo ich bin."
Seine Laufreisen finanziert sich der Rentner selbst. "Deshalb beginnt jeder Lauf bei Aldi", sagt Preisler, der jede seiner Ausgaben
genau kalkuliert. "Wenn man so oft unterwegs ist wie ich, muss man sich in anderen Bereichen halt einschränken", meint er.
"Deshalb gibt es bei uns zu Hause auch nur Selbstverpflegung und keine Restaurantbesuche." Ab und zu habe er jedoch auch
das Glück, vom Veranstalter eingeladen zu werden - schließlich ist der Dauerläufer in der Szene schon ein richtige Legende.
"Egal wo ich hinkomme, irgendjemand kennt mich immer."
Mit den Jahren hat sich Preisler eine eigene Laufphilosophie angeeignet: "Jeder Lauf ist eine Geschichte", sagt er. "Wenn ich
laufe, genieße ich die Landschaft und freue mich, neue Menschen kennen zu lernen - das ist unbeschreiblich." In dieser Woche
geht es für den Hamburger zum nächsten Lauf. Am Donnerstag fliegt er in die USA, um dort gemeinsam mit drei befreundeten
Läufern aus Kanada, Dänemark und den USA jenseits der 80 Jahren an einem Marathon in Portland, Oregon teilzunehmen. "Das
ist ein ganz besondere Sache, weil das wohl der letzte Lauf sein wird, den wir als internationales Läufer-Quartett zusammen
durchführen werden." Die Rekordjagd hat Preisler schon lange eingestellt. "Das geht schon vom Alter her nicht mehr." Seine per-
sönliche Bestzeit beim Marathon liegt bei 2:54:39 Stunden. Wenn andere sagen, er gefährde seine Gesundheit, hat er nur eine
Antwort: "Laufen gibt mir Lebensqualität und so lange ich kann, werde ich das machen, was mich glücklich macht."
==> Alle Ergebnisse finden Sie auf der
Website der Veranstaltung - die Ergebnisse der NDM hier 

WESER KURIER vom 25. Oktober 2007
"Positive Resonanz zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind"
Organisationsleiter Utz Bertschy zieht mit dem Abstand von fast vier Wochen ein Fazit des 3. swb-Marathons in
Bremen

Vor knapp vier Wochen ging der 3. swb-Marathon über die Bühne. Zeit genug, um sich ein paar Gedanken über Ablauf und Zu-
kunft der Veranstaltung zu machen. Unser Mitarbeiter Stefan Freye sprach mit Organisationsleiter Utz Bertschy.
Wie beurteilen Sie die Veranstaltung mit einigem Abstand?
Utz Bertschy: Wir freuen uns sehr, dass sie im dritten Jahr deutlich an Akzeptanz gewonnen hat. Die vielfältige positive Reso-
nanz macht das deutlich. Wir sind da auf einem guten Weg. Ein bisschen schade war das mäßige Wetter, aber das können wir
ja nicht beeinflussen. Außerdem tat es der Stimmung an der Strecke keinen Abbruch. Ein Indiz mehr, dass wir uns immer besser
etablieren.
Man sprach allerdings von Wartezeiten an der Kleiderbeutelabgabe für die 10-Kilometer- und Halbmarathonläufer.
Das war eines der wenigen Dinge, die nicht vollständig funktioniert haben. Da haben wir das Niveau der Vorjahre nicht halten
können. Es war sicher anders geplant und darf trotz der Steigerung der Finisher auf 4000 nicht passieren. Aber so ärgerlich es
auch war: Diese Probleme waren eine wertvolle Erfahrung für die Organisation unserer Veranstaltung. Wir werden im kommenden
Jahr nicht nur mehr Helfer rekrutieren, sondern auch sicherstellen müssen, dass sie da sind, wenn sie gebraucht werden. In dies-
er Hinsicht müssen wir den swb-Marathon noch tiefer verankern in der Stadt.
Zudem gab es Kritik an den Kilometerschildern...
Wir haben ja auch drei Distanzen auf einer Strecke, da kann es schnell unübersichtlich werden. Deshalb sollen die Schilder im
kommenden Jahr wieder höher angebracht werden und auf beiden Seiten der Straße hängen. Schließlich bemühen wir uns auch
um die Genehmigung, die Kilometerangaben direkt auf die Straße sprühen zu dürfen.
Sind schon weitere Änderungen beim 4. swb-Marathon am 28. September 2008 abzusehen?
Was die Strecke betrifft sind wir noch nicht ganz glücklich mit der Überseestadt, wir möchten zudem immer noch gern länger
durch die Neustadt laufen, also die Schleife aus dem ersten Jahr aufnehmen. Auch dort sind ja viele Läufer zuhause. Wir haben
die Erfahrung gemacht, dass die Stimmung und Akzeptanz in diesen Stadtteilen besonders gut ist.
Also hat sich der neue Weg durch Schwachhausen in diesem Jahr gelohnt?
Ja, alle Änderungen der Streckenführung sind positiv aufgenommen worden. Gerade für die Stimmung waren die Passagen durch
die östliche Vorstadt, das Geteviertel und an der Schwachhauser Heerstraße wichtig. Aber auch die Wege durch die Kleingärten
an der Weser sind sehr gut angekommen.
Und der Zieleinlauf auf der Bürgerweide?
Auch er ist sehr positiv aufgenommen worden - trotz des durchwachsenen Wetters. Insgesamt wird der Zielbereich dadurch kom-
pakter. Das gefällt Zuschauern und Läufern offenbar gut.
Wie kamen die musikalischen Streckenposten an?
Viele Teilnehmer und Zuschauer waren begeistert von der Livemusik und den vielen Discjockeys an der Strecke. Das werden wir
sicher weiter ausbauen. Wenn dann noch das Wetter mitspielt, kommen wir dem Ziel, dass ganz Bremen Marathon feiert, einen
weiteren Schritt näher.    
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Neuste (Presse)-Berichte vom 25.10.    Website der Veranstaltung   Nach oben    Übersicht Extra-Seiten    Startseite 
Ausschreibung NDM / Allgemeine Ausschreibungsbestimmungen (NDM)