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4. swb-Marathon in Bremen am 28. September 2008

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Veranstalter-Info (Newsletter - 28. Mai 2008)  
Es wird Zeit
Nur noch bis zum 10. Juni läuft die erste Anmeldefrist. Bis zu diesem Zeitpunkt betragen die Organisationsgebühren 45 € (swb-
Marathon), 22 € (AOK-Halbmarathon) und 12 € (10 Kilometer der Dresdner Bank Bremen). Im zweiten Meldefenster (11.6. bis
16.9.) betragen die Gebühren 55 €, 25 € und 14 €. Nach dem 16. September sind nur noch Nachmeldungen vor Ort möglich.

Marathon-Schleife
„Am Hansetor rechts ab“, heißt es zukünftig beim swb-Marathon. In der Überseestadt werden die Läufer über 42,195 Km und
Halbmarathon am 28. September ausgesprochen freundlich begrüßt. Denn nun zählt auch der Speicher 1, derzeit das Symbol
des Wandels im neuen Quartier an der Weser, zu den Highlight der Strecke. Das Feld macht nämlich eine kleine Schleife, um
direkt durch einen der Eingangstunnel des Speichers zu laufen. „Dort wird extra eine Rampe für die Läufer gebaut“, erzählt Orga-
nisationsleiter Utz Bertschy. Da zudem Imbissstände und ein DJ mit von der Partie sind, wird der 4. swb-Marathon durch ein
weiteres kleines Volksfest bereichert.

Neuzugang
Der neueste Mitarbeiter des Marathon Club Bremen hat 54 PS, eine grüne Plakette und als einer von nur 500 Exemplaren ein
großes Faltdach: Mit einem VW-Käfer (Baujahr 1997) wirbt der MCB seit einiger Zeit für den swb-Marathon am 28. September.
Organisationsleiter Utz Bertschy: „Er läuft und läuft und läuft - das passt zu unserer Veranstaltung.“ Und wie er läuft. Der Mara-
thon-Käfer war schon bei Wettbewerben in Hamburg, Hannover und beim Rennsteig-Lauf in Thüringen, um nach Bremen zu
locken. Die meiste Zeit verbringt er jedoch in der Heimat, und zwar als echter Hingucker. „Unser Käfer diente schon öfter als
Fotomodell“, sagt Bertschy. Mittlerweile ist das Auto, das vor nicht allzu langer Zeit das Straßenbild prägte wie kein zweites,
offenbar so selten geworden, dass Menschen spontan zu Kamera greifen, wenn sie einen VW Käfer sehen. Zumal das Exemplar
des Marathon Clubs ein ganz besonderes ist: Große Lettern weisen auf die Veranstaltung im kommenden September hin. Weil
sie ohne Probleme zu ersetzen sind, werden sie nach einer entsprechenden Umrüstung auch den 5. swb-Marathon 2009 be-
werben. Nur der Slogan bleibt: „Nix geht, Alles läuft“ gilt natürlich auch in Zukunft. ==> Fotogalerie 

WESER KURIER vom 25. Juli 2008
Der Marathon zieht ins Zelt
Sonntag erster Vorbereitungslauf zur Veranstaltung im September

Von unserem Mitarbeiter Stefan Freye
Bremen. Der Startschuss fällt am Sonntag, 27. August, um 8.00 Uhr: Mit dem ersten Vorbereitungslauf zum swb-Marathon am
28. September beginnt die aktive Phase des Marathon-Clubs Bremen. Einige hundert Läufer werden sich im Rhododendronpark
für ihre Aufgaben im Herbst präparieren. Denn nicht nur die Marathonis gehen auf die fünf Kilometer lange Strecke durch den
Park in Horn, auch die Starter des Halbmarathons und des 10-Kilometer-Laufes können den Ernstfall proben. Bis zu sieben Mal
wird die Runde am Sonntag gelaufen. Unter Bedingungen, die dem swb-Marathon schon recht nahe kommen. Schließlich wird im
Start-Zielbereich auf Höhe des Deliuswegs ein Verpflegungsstand mit Obst und Getränken aufgebaut.
Um den Start-Zielbereich des großen Marathons kümmern sich Organisationsleiter Utz Bertschy und sein Team derzeit auch -
aus gegebenem Anlass. Im vergangenen Jahr hatte es nämlich Ärger gegeben, weil Annahme und Ausgabe der Kleiderbeutel
nicht reibungslos klappten. "Deshalb werden wir in diesem Jahr wieder zum System aus 2006 zurückkehren", sagt Bertschy.
Zudem werden die schlichten und wenig beliebten Plastiktüten aus dem vergangenen Jahr in diesen Jahr wieder ausgetauscht
gegen richtige Kleiderbeutel. Die werden im September übrigens aus einem Zelt abgeholt: Die Startnummernausgabe befindet
sich ebenso wie die Marathonmesse im großen Hansezelt - also in jener Lokalität, die den Bremern vom sich anschließenden
Freimarkt her bekannt ist.
"Wir wollten alles etwas kompakter machen, und da haben wir das Angebot der Schausteller gern angenommen", begründet
Bertschy die ungewöhnliche Liaison zwischen Sport und Vergnügen. Wobei auch die Veranstaltung am 28. September immer
mehr auf ein Rahmenprogramm setzt. Bertschy: "Die Resonanz auf die DJs an der Strecke war sehr gut, deshalb wollen wir das
ausbauen." Rund ein Dutzend Musikstationen soll es nun geben. Eine davon an der einzigen Streckenänderung: Das Feld von
Marathon und Halbmarathon wird eine kurze Schleife zum Speicher 1 laufen und dort von einem "kleinen Fest" (Bertschy) be-
grüßt werden. Der Marathon-Macher weist noch auf eine wichtige Neuerung hin: Gemeinsam mit AOK, Rehazentrum und Herz-
zentrum bietet der Marathon-Club nun einen kardiologischen Gesundheitscheck an. "Wir haben das unseren Teilnehmern immer
empfohlen, nun wurde die Untersuchung auch inhaltlich bestimmt", so Bertschy. 

WESER KURIER vom 16. September 2008
Am Klangbogen entlang ins Ziel
Vierter swb-Marathon am 28. September noch attraktiver

Von Michael Thurm
Bremen. Er hatte sich diesen Montagmorgen extra freigehalten - berufliche Termine in Berlin und Zürich verschoben. Für Willi
Lemke ist es einfach Ehrensache, die Verantwortlichen des swb-Marathons bei ihrer Vorbereitung der vierten Auflage der Veran-
staltung am 28. September zu unterstützen. "Der swb-Marathon ist ein Bestandteil des Bremer Sports. Der darf nicht in der Ver-
senkung verschwinden", erklärte Lemke seine Teilnahme an der Pressekonferenz.
Und weil dem passionierten Langstreckenläufer just dieser Sport so am Herzen liegt, richtete er gleich einen flammenden Appell
an die Bremer Bürger und potentiellen Zuschauer am Rande der Strecke. "Stellt was auf die Beine, macht Aktionen. Die Läufer
brauchen den Zuspruch." Lemke selbst wird an diesem Sonntag auch auf die Strecke gehen, allerdings wird er - wie schon im
Vorjahr - nur beim Halbmarathon starten. Eine Verletzung kurz vor Olympia zwang ihn zur Pause. Doch nun ist er gut trainiert.
"Ich werde sicherlich gut laufen", ist Lemke, gleichzeitig Schirmherr des Lauf-Events überzeugt. Zuletzt ist er viel im Bürgerpark
gewesen und hat dabei festgestellt, "dass halb Bremen für den Marathon trainiert".
Eine Nachricht, die vor allem auch Utz Bertschy freut. Bertschy ist Organisationsleiter des Laufes und natürlich daran interess-
iert, dass der kleine, aber feine Bremen-Marathon in der Läufer-Szene seinen festen Platz findet. Dabei stört es Utz Bertschy
überhaupt nicht, dass am selben Tag auch der Berlin-Marathon ausgetragen wird. "Berlin ist für uns keine Konkurrenzveranstalt-
ung. Die kaufen sich Weltrekordläufer ein, doch wir sind eine Breitensport orientierte Veranstaltung. Unser Blick richtet sich auf
die regionale Spitze." Bertschy rechnet mit einer Teilnehmerzahl ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres - rund 2000 Starter beim
Halbmarathon, etwa 1300 bis 1400 Marathonis. Genaue Zahlen lagen gestern noch nicht vor, da die online-Anmeldung erst heute
Nacht endet und Nachmeldungen natürlich auch weiterhin möglich sind. Wer sich aber bereits angemeldet hat, darf sich über
einen besonderen Service freuen. "Jeder Läufer findet auf seiner Startnummer auch seinen Namen, da können die Zuschauer die
Läufer ganz persönlich begrüßen, erklärt Herwig Renkwitz, der Sportliche Leiter der Veranstaltung und zuständig für die exakte
Streckenführung. Renkwitz hat bereits die Strecke abgemessen, in einer sechsstündigen Nachtschicht - auf dem Fahrrad und im
Schutze der Polizei. "Ich musste ja auch oft gegen den Verkehr fahren, das geht dann nicht ohne polizeiliche Hilfe," schmunzelt
Renkwitz.
Bis auf drei kleine Änderungen schickt der Sportliche Leiter die Läufer auf die bekannten 42 Kilometer. Zum einen müssen sie
diesmal in der Überseestadt durch den Speicher 1 laufen, zum anderen zwingt der Bau des Weser-Towers Renkwitz zu einer
kurzen Umgehung Richtung Schlachte. Anders als in den Vorjahren hat Herwig Renkwitz in diesem Jahr die Zielführung geplant.
"Die Läufer erwartet diemal eine 167 Meter lange Zielgerade, direkt am Klangbogen entlang. Das wird für alle ein ganz besonder-
es Erlebnis werden. Da werden viele noch einmal Energien freisetzen", ist sich der Sportliche Leiter sicher. 

Veranstalter-Info (Newsletter - 24. September 2008) 
Es ist soweit
Pure Emotion auf 42,195 Kilometern / Am Sonntag (28. September) startet der 4. swb-Marathon in Bremen

Diesmal dürften erneut rund 4500 Läufer auf die drei Strecken (Marathon, Halbmarathon und 10-Kilometer) gehen. “Damit haben
wir das gute Ergebnis aus dem Vorjahr bestätigt”, sagt Organisator Utz Bertschy zufrieden. Er hat in diesen Tagen gut zu tun.
Schließlich ist er sich neben einigen Medienterminen und der nun gelegentlich auch mal hektischeren Koordination der Vorbereit-
ung nicht zu schade, die pausenlosen Anrufe im Marathonbüro entgegenzunehmen. “Der swb-Marathon ist nun mal eine Ver-
anstaltung, die gerade jetzt Einsatz auf allen Ebenen erfordert”, so Bertschy mit einem Augenzwingern .
Derweil ist schon eine Menge los auf der Bürgerweide. Die Errichtung des Hanse-Zelt - diesmal das Hauptquartier des swb-Mara-
thons - steht kurz vor der Fertigstellung, und nun kommen bereits die ersten LKW, um dringend benötigtes Material anzuliefern.
Schließlich wollen die 25 Verpflegungs- und Erfrischungsstände gebaut und versorgt werden, brauchen die mittlerweile 15 Musik-
stationen ein Dach über den Kopf. Steht das Zelt erst einmal, laufen die Vorbereitungen der Laufmesse an. Bereits am Freitag
(17.30 Uhr) werden die Tore geöffnet zur großen Sportinfo, zudem wird ab diesem Zeitpunkt die Möglichkeit zum Nachmelden be-
stehen. Am Samstag wird schließlich auch der große MILRAM-Truck anrollen, um neben Imbissständen für das leibliche Wohl
und jede Menge Unterhaltung auf der Bürgerweide zu sorgen.
Am Sonntag fällt um 8.50 Uhr der Startschuss zum Halbmarathon, um 9.20 Uhr gehen die Marathonis auf die Strecke, und um
9.40 Uhr folgt das 10-Kilometerfeld. Dann verwandelt sich Bremen für mehrere Stunden wieder in ein Lauf-Mekka. Wie im Vorjahr
führt die Strecke das Marathonfeld von der Innenstadt über die Neustadt und Habenhausen mitten durch die östliche Vorstadt und
Schwachhausen. In den engen Straßen soll die Stimmung der Zuschauer die Läufer tragen und vorbereiten auf die kommenden
Kilometer. Denn es liegt auch hinter dem Rhododendronpark noch eine Menge Arbeit vor den Teilnehmern des swb-Marathons.
Nach Uni und Bürgerpark führt sie der Parcours auch diesmal durch Findorff, Walle und die Überseestadt. Das Quartier mit der
wohl rasantesten Entwicklung in Bremen sorgt mit einem kleinen Volksfest am Speicher I diesmal für einen weiteren Höhepunkt
auf den 42195 Metern. Nach der erfahrungsgemäß ebenfalls tollen Stimmung an der Schlachte folgt für nicht wenige Läufer das
Highlight der Veranstaltung: Nachdem sie die Weser entlang des Osterdeiches gelaufen sind, durchqueren die Teilnehmer das
Weserstadion, erneut begleitet von Werder-DJ Choco und standesgemäßem Stadionrock. Danach stellen sich der Osterdeich,
die welligen Wallanlagen und die Falkenstraße in den Weg zum Ziel des Marathons. Hier hat der Marathon-Club noch weitere
DJs an der Strecke platziert, um letzte Kräfte der Marathonis zu mobilisieren.
Kurzinfos:
Schirmherr:
Senator Willi Lemke
Startzeiten:
Samstag, 27.9.: Kinderlauf (15.00 Uhr)
Sonntag, 28.9.: swb-Marathon (9.20 Uhr), AOK-Halbmarathon (8.50 Uhr), 10-Kilometerlauf der Deutschen Bank (9.40)
Laufmesse/Nachmeldungen/Startunterlagen:
26.9. (17.30 - 20.00 Uhr), 27.9. (10.30 - 18.00 Uhr) und 28.9. (7.30 - 8.30 Uhr) vor Ort (Hanse-Zelt)
Streckensperrung:
Sonntag (ab 8.00 Uhr)
Der 4. swb-Marathon in Zahlen
100.000 Kontakte: www.swb-marathon.de / 60.000 Trinkbecher / 50.000 Edgarcards / 42.195 Meter Strecke / 40.000 Zuschauer /
39.000 Schwämme / 15.000 Anwohnerinformationen / 15.000 Veranstaltungsflyer / 12.000 Kilometer mit Marathon-Käfer /
10.000 Meter Absperrband / 4500 Kleiderbeutel / 4000 Anmeldungen / 3500 Mailanfragen / 3000 Plakate A1/A3 / 2000 Liter
Erdinger Alkoholfrei / 1500 Lübecker Hütchen / 1200 Kilogramm Nudeln / 1500 Bremer Anmeldungen / 1200 Teilnehmer Vorbe-
reitungsläufe / 500 Anmeldungen Kinderlauf / 500 ehrenamtliche Helfer / 500 Absperrgitter / 300 Halteverbotsschilder / 280 City-
lights / 250 Polizeibeamte / 155 Kisten Bananen / 85 Sanitäter / 70 Teilnehmer Ärztekongress / 70 Kisten Äpfel und Orangen /
50 Masseure / 28 Aussteller Laufmesse / 27 Nationen/Teilnehmer / 25 Verpflegungsstellen / 20 Veranstaltungspräsentationen /
9 Begleitfahrzeuge / 5 Sportärzte.   

WESER KURIER vom 27. September 2008
Vereint im Siegen
Saarländer Ehepaar Tanja und Jörg Hooß gilt als Favorit beim 4. swb-Marathon

Von Michael Thurm
Bremen. Die Aussichten sind gut, zumindest die Wetteraussichten. Wenn die rund 1250 Marathon-Läufer morgen um 9.20 Uhr
auf ihre 42-Kilometer-Reise gehen, ist ihnen Petrus hold: Wenig Wind, kein Regen sowie angenehme Temperaturen um 17, 18
Grad und Sonnenschein erwarten die Teilnehmer. So scheint zumindest die vom Veranstalter berechnete Siegerzeit von etwa
2 Stunden und 30 Minuten gesichert. Dass allerdings ein Bremer als Erster die Ziellinie überlaufen wird, ist indes eher unwahr-
scheinlich.
Als Favoriten beim 4.swb-Marathon zählt ein Ehepaar aus dem saarländischen Marpingen: Tanja und Jörg Hooß. Die beiden 100
km-Läufer sind die aktuellen Nummer acht und vier der deutschen Bestenliste. Ihnen das Siegen schwer machen wollen Vor-
jahressieger Rolf Schwabe vom VfB Fallersleben und die Vorjahresdritte von der LG Kreis Verden, Frauke Fichtner. Die beiden
wollen sich natürlich auch mit dem Titel eines niedersächsischen Meisters schmücken. Erst vor drei Wochen hat Rolf Schwabe
den Marathon in Wolfsburg gewonnen - in 2 Stunden und 36 Minuten. "Diese Zeit wird er in Bremen deshalb nicht mehr erreich-
en", glaubt Torsten Naue. Bremens "Lauf-Papst", wegen einer Verletzung schon seit fünf Wochen außer Gefecht, sieht den
Titelverteidiger dennoch ganz vorn.
Im Wettbewerb um den besten Bremer über die Marathon Distanz hat Naue gleich vier Namen auf dem Zettel. Jens Stepan vom
Marathon-Club Bremen, Frank Themsen und Andreas Oberschilp (Beide LG Bremen-Nord) sowie Markus Tofaute vom SV
Werder. Tofaute vertritt die Riege der Werderaner Spitzenleute, die allesamt beim gleichzeitig stattfindenden Berlin-Marathon
laufen. "Tofaute ist sicherlich nicht zu unterschätzen", meint Torsten Naue. "Schließlich hat er kürzlich erst den Halbmarathon
an der Lesum gewonnen."
Ein Fragezeichen setzt Naue hinter die LG Nord-Athleten. "Frank Themsen und Andreas Oberschilp sind ja eigentlich Bahnläufer
und haben zuletzt ein ordentliches Programm abgewickelt. Da muss man erst einmal abwarten, wie sie dies verkraftet haben."
So lief Themsen erst vorletzte Woche beim Marathon auf Norderney - und gewann. "Frank ist eben ein Siegläufer", schmunzelt
Naue. Und eben auch auf allen Strecken. Anders sieht es bei Andreas Oberschilp aus. Er ist eher ein reiner Bahnläufer und
testet morgen den Marathon erst einmal an. Ob der Test ein erfolgreicher sein wird, dass dürfte sich auf dem zweiten Teil der
42-km-Distanz entscheiden. 

Veranstalter-Info (Newsletter - 28. September 2008)  
Sonnig, kompakt und astrein
Irgend etwas bleibt immer übrig beim swb-Marathon. Diesmal sind es erneut eine gelungene Veranstaltung - die dank der Nach-
meldungen am Sonntag mit insgesamt 4558 Meldungen einen neuen Rekord aufstellte - viele glückliche Gesichter sowie das ein
oder andere für den häuslichen Bedarf.
Herwig Renkwitz war gerade dabei, die überzähligen Schwämme zu verteilen, als er um eine Stellungnahme gebeten wurde. Sein
Fazit fiel kurz und prägnant aus: “Eine astreine Veranstaltung, da kann man wirklich nicht meckern.” Der sportlicher Leiter des
swb-Marathons war während der Läufe mit dem Motorrad an der Strecke und konnte sich so einen guten Überblick verschaffen.
Über die rund 30 000 Zuschauer, die bei angenehmen Temperaturen und Sonnenschein zum Zuschauen gekommen waren, über
die mittlerweile 15 DJs, die unterwegs für Stimmung sorgten, und schließlich auch über die den reibungslosen Ablauf des swb-
Marathons. Dass es am Ende so gut klappte, verdankt Renkwitz auch dem Technischen Hilfswerk. Ein großes Dankeschön be-
sonders an das THW, sie haben alles sofort geregelt und gelöst.” In diesem Jahr war die Organisation erstmalig mit vier Material-
wagen an der Strecke, um sofort eingreifen zu können, wenn etwas klemmt.
Bei Matthias Reick, Präsident des Bremer Leichtathletik Verbandes und aktiver Teilnehmer am Marathon, fand dagegen vor allem
am neuen Zielbereich Gefallen. “Diesmal gab es einen deutlich besseren Fluss”, meinte er zu den kompakteren Bereichen in den
Messehallen zwei, und drei. In den Genuss der neuen Zonen kam auch der überraschende Sieger. Jose Manuel Perino hatte
eigentlich niemand auf dem Zettel: Der Schweizer mit den spanischen Wurzeln lief in Bremen erst seinen zweiten Marathon. Und
zwar in der respektablen Zeit von 2:32:45 std. Damit war er einige Minuten schneller als bei seiner Premiere 2007 in Luzern. “Ich
hatte gehofft, hier zu gewinnen”, sagte der 28-Jährige, als er freudestrahlend im Ziel gelaufen war. Bei Kilometer sechs hatte sich
Perino an die Spitze gesetzt. “Und ab Kilometer 38 war es die Hölle”, meinte er mit Blick auf seine Muskelbeschwerden. Noch
ein wenig schwerer hatte es Vorjahressieger Rolf Schwabe aus Fallersleben. Er lief in 2:32:38 std. zwar etwas schneller als bei
seinem Triumph vor zwölf Monaten, litt allerdings unter Magenproblemen. Schuld war eine eiskalte Cola. Auf dem dritten Rang
gelangte schließlich Jörg Hooß (2:37:34 std.) ins Ziel.
Damit war der Läufer des LTF Marpingen genau um zwei Plätze schlechter als seine Frau. Denn die weibliche Konkurrenz ging
an Tanja Hooß, die 3:04:14 std. für die 42,195 Kilometer brauchte. Ihre Bestzeit von 2:45 std. überbot die 45-Jährige damit zwar
deutlich, aber das hatte ja einen Grund: Die Vorbereitung von Tanja Hooß litt unter einem Infekt. Zudem betrachtete sie ihren
Start in Bremen auch als Vorbereitung auf den 100-Kilometer-Europa-Cup im November in Rom. Dafür war es dann aber doch
eine runde Sache. Hooß: “Der Lauf hat mit sehr gut gefallen, besonders toll war das Weserstadion.” Auf den Plätzen folgten
Frauke Fichtner (3:06:43 std., LG Kreis Verden) und Sandra Kusserow (3:13:48 std.). Den Halbmarathon entschieden schließlich
Wilhelm Hofmann (1:16:18 std., TSV Korbach) und Julia Luck (1:27:07, LG Wedel/Pinneberg) für sich, und über die 10-Kilometer
waren Daniel Tobry (33:14 min., Turbine Halle) sowie Nicole Kringe (39:21 min.) siegreich.

WESER KURIER vom 29. September 2008 
Warmer Applaus am Wegesrand
Zahlreiche Besucher unterstützen die rund 5000 Läufer / Optimale Witterung

Von André Fesser
Bremen. Eine Fußball-Weisheit besagt, dass sich kleinere Ungerechtigkeiten auf lange Sicht ausgleichen. Seit gestern steht
fest: Beim Marathon ist es genau so. Nachdem die Teilnehmer und Zuschauer des swb-Marathons 2007 unter einem kühlen und
feuchten Herbsttag zu leiden hatten, zeigte sich der Wettergott gestern bei der Neuauflage von seiner besten Seite. Einhellige
Meinung an und auf der Laufstrecke: Das Wetter war optimal. Dies erfreute natürlich auch den Veranstalter: "Wir sind sehr froh,
dass das Wetter mitspielt. Die guten äußeren Bedingungen sorgen für eine positive Grundstimmung", sagte Organisationsleiter
Utz Bertschy.
Zwar gerieten einige der annähernd 5000 Marathon-, Halbmarathon- und 10-Kilometer-Läufer unmittelbar vor dem Start ein biss-
chen ins Frösteln. Im Vergleich zu denen, die ihre Schuhe vergessen hatten oder es nicht rechtzeitig zum Startschuss schafften,
hatten sie jedoch die geringeren Sorgen. Und schließlich sollten sie auf der Strecke schon bald auf die nötige Betriebstemperatur
kommen. Wer damit Schwierigkeiten hatte oder in ein Motivationsloch zu fallen drohte, wurde vom Straßenrand mit warmem App-
laus unterstützt. Zwar waren einige Abschnitte geradezu verwaist, dafür kamen die Läufer an anderen Stellen in den Genuss ge-
ballter Anfeuerung. Eine dieser Stimmungsinseln fand sich beispielsweise in der Hemmstraße in Findorff, wo sich viele Menschen
offensichtlich auf einen langen Tag eingestellt und Sitzgelegenheiten mitgebracht hatten. Es ging gemütlich zu. Einige hatten ein
kleines Picknick aufgebaut und luden sogar Fremde auf eine Tasse Kaffee ein. Andere wiederum sorgten mit ihrer Musikanlage
für Stimmung.
Im Speicher I in der Überseestadt wurde den Aktiven ein roter Teppich ausgerollt. Nachdem sie das Gebäude durchquert hatten,
wurden sie auf der anderen Seite von einer bestens gelaunten Menge empfangen. Allerdings mussten die Läufer dieses Vergnü-
gen auch mit der Bewältigung einer knackigen Steigung bezahlen - bei Kilometer 31 sicherlich kein Spaß. Manch einer holte die
verlorene Kraft wieder rein, indem er in einem unbeobachteten Moment ein paar Meter über den Bürgersteig abkürzte. Dennoch
war vielen Läufern im Schlussabschnitt die Anstrengung ins Gesicht geschrieben. "Die letzten zehn Kilometer waren der
Hammer", sagte der Lilienthaler Torsten Mannig. Mehrere Steigungen, am Weserstadion sogar Kopfsteinpflaster - "da kriege ich
die Krise." Ansonsten war Mannig mit der Routenführung aber zufrieden: "Die Strecke ist super, zumal sie nicht nur durch die
Stadt, sondern auch mal durchs Grüne führt."
Mit der Sicherung der 42,195 Kilometer langen Laufstrecke war die Polizei beschäftigt. An einigen Stellen ging es locker zu:
"Alles entspannt, die Sonne scheint uns ins Gesicht und die Leute sind verständnisvoll", sagte ein Beamter, der die Sperrung der
Bismarckstraße überwachte. Seine Kollegen an der Kreuzung Kirchbachstraße/Kurfürstenallee waren da ganz anderer Meinung:
"Wir reden uns hier langsam den Mund fusselig. Und das, obwohl schon lange bekannt ist, dass heute der Marathon stattfindet",
sagte ein Polizist. Nicht jeder brächte Verständnis für die Unannehmlichkeiten auf. "Das merken wir dann, wenn die Leute wieder
Gas geben."

WESER KURIER vom 29. September 2008
Ein perfekter Tag
Schweizer José Manuel Perino gewinnt 4. swb-Marathon und verlangt anschließend nach Fastfood / Tanja Hooß
siegt bei den Frauen

Von Michael Thurm
Bremen. Nach der Siegerehrung hatte er nur den einen dringlichen Wunsch: "Jetzt will ich aber endlich zu McDonalds." Den
Hunger nach Siegen hatte José Manuel Perino gestillt, jetzt verlangte sein Magen immer knurriger nach einem saftigen Burger.
Unangefochten dominierte gestern der schmächtige Schweizer den 4. swb-Marathon und überquerte die Ziellinie an der Bürger-
weide nach zwei Sunden und 32 Minuten. "Eine gute Zeit," freute sich der 28-Jährige, der erstmals in Bremen startete und auch
erst seinen zweiten Marathon überhaupt bestritt. Im Oktober 2007 hatte Perino erstmals den Kampf über die 42 Kilometer aufge-
nommen - damals noch in seiner Heimatstadt Luzern. Mittlerweile lebt und arbeitet der gebürtige Spanier ("Meine Eltern sind in
die Schweiz gegangen, als ich fünf Jahre alt war") in Hamburg. Da lag ein Marathon-Start in Bremen nahe. "Ich hatte auch über-
legt, in Berlin anzutreten. Aber das war mir ein zu großes Event." Und die Siegchance in Bremen war ja auch eindeutig besser.
"Ich hatte schon gehofft, hier vorn mitlaufen zu können, umso mehr freue ich mich über den Erfolg." Ein Erfolg, der aber auch mit
vielen Qualen verbunden war. "Bei Kilometer sechs habe ich die Spitze genommen. Es lief einfach gut", erzählt Perino. "Doch ab
Kilomer 30 haben die Beine zugemacht und ab Kilometer 38 bin ich durch die Hölle gegangen." Zum Glück für den kleinen
Schweizer hatte die Hölle einen Ausgang - die Tür zum Sieg blieb offen. Am Ende hatte Pinero eine knappe Minute Vorsprung
ins Ziel gerettet - ein perfekter Tag für ihn.
Hinter dem Schweizer belegte Vorjahressieger Rolf Schwabe den zweiten Platz. Der 45-Jährige vom VfB Fallersleben war den-
noch zufrieden. "Meine Zeit heute war besser als vor einem Jahr. Wer weiß was geschehen wäre, wenn ich nicht mit Magenpro-
blemen in die Büsche gemusst hätte." Schwabe hatte vor dem Rennen noch eine eiskalte Cola zu sich genommen. Ein fataler
Fehler des alten Hasen, der ihn mindestens eine Minute gekostet hatte. Den dritten Platz belegte der als Favorit hochgehandelte
Saarländer Jörg Hooß. Der 100-Kilometer-Läufer war damit nicht ganz zufrieden.
Strahlen durfte dagegen Markus Tofaute vom SV Werder. Der 40-Jährige lief auf den fünften Rang (2:39:26) und durfte sich damit
mit dem Titel "bester Bremer" schmücken. "Ich wollte unter 2:40 bleiben, das habe ich erreicht," meinte Tofaute. "Deshalb bin
ich sehr zufrieden." Dass er als schnellster der Lokalmatoren die Ziellinie überquert hatte, wollte Tofaute allerdings nicht so hoch
hängen. " Viele gute Bremer waren heute doch nicht am Start, deshalb war es nicht so schwer", meinte der Gemüsehändler be-
scheiden.
Während es bei den Herren einen überraschenden Sieger gab, setzten sich bei den Frauen die Favoritinnen durch. Die Saar-
länderin Tanja Hooß gewann locker vor Frauke Fichtner von der LG Kreis Verden, die bereits ihren vierten Marathon in Bremen
bestritt und Sandra Kusserow. Die Siegerin, die zum ersten Mal in der Hansestadt antrat, nutzte den Marathon übrigens nur als
Training. Im November startet sie beim Europacup der 100-Kilometerläufer für die deutsche Nationalmannschaft. "Wenn es da
auch so laufen würde, wäre es perfekt."

WESER KURIER vom 29. September 2008
Von der Stadtführung zum Halbmarathon-Sieg
Wilhelm Hofmann aus Hessen überrascht auf der Halbdistanz / Julia Luck siegt bei den Frauen

Von Tobias Dohr
Bremen. Ein "alter Sack" hat den Bremer Halbmarathon gewonnen. Mit diesen drastischen Worte drückte der Sieger über die
Halbdistanz, Wilhelm Hofmann, im Zielbereich aus, was er dachte. "Ich hätte nie geglaubt, dass ich alter Sack hier um den Sieg
mitlaufe." Tat er aber. Und mit 1:16:20 Stunden gelang dem 44-Jährigen vom TSV Korbach sogar eine richtig gute Zeit - die den
Hessen allerdings gleich zu Beginn in Zugzwang brachte. "1:16 Stunden war mein Ziel. Da das Tempo aber nicht so hoch war,
bin ich ab Kilometer zwei alleine vorneweg gelaufen." Und genau das macht Hofmann als "klassischer Pulk-Läufer" eigentlich gar
nicht so gerne. Es reichte dennoch zu einem ungefährdeten Sieg, den Hofmann nun auch gebührend feiern wollte. "Wir machen
hier mit vier Ehepaaren gerade eine Städtetour. Die anderen konnten gestern schon etwas trinken, das hole ich jetzt nach."
Platz zwei holte sich in einem dramatischen Finish Claudius Hoff (Bochum), der Thomas Clauß (LG Reinbeck) etwa 100 Meter
vor dem Ziel noch übersprintete. "Am Ende ging gar nichts mehr", sagte ein dennoch zufriedener Clauß, der bisher jedes Mal in
Bremen dabei war. "Dieses Jahr aber nur, weil ich in Berlin keinen Platz bekommen habe." Apropos Berlin. Da hatte der Ham-
burger bereits eine Vorahnung gehabt. "Bei dem perfekten Wetter geht in Berlin bestimmt was in Sachen Weltrekord." Er sollte
bekanntermaßen Recht behalten. Bei den Frauen setzte sich Julia Luck (LG Wedel/Pinneberg) in 1:27:07 Stunden vor Nadine
Lofski (TuS Wunstorf) durch, die 24 Sekunden später ins Ziel kam. Dritte wurde Steffi Merkel-Heinz (SF Marburg) in 1:29:32
Stunden.

WESER KURIER vom 29. September 2008
Ein Sieg der Taktik
Daniel Tobry aus Halle dominiert 10-km-Lauf / Bremer Ingo Müller Zweiter

Von Michael Thurm
Bremen. Eines durfte er sich gestern rühmen: Als einziger Bremer Läufer beim 4. swb-Marathon schaffte es Ingo Müller gestern
aufs Podium. Zwar nicht über die 42,195 Kilometer-Distanz, aber über die zehn Kilometer belegte der Athlet vom Marathon-Club
Bremen Rang zwei. 33 Minuten und 17 Sekunden benötigte Müller für die Strecke und war mit dieser Zeit sichtlich zufrieden.
"Normalerweise lauf ich ja nicht so weit," grinste er. "Meine Strecke sind eher die 5000 Meter." Bis dahin hatte er jedoch gut mit-
gehalten, mit Daniel Tobry (33:17) . Doch dann zog der spätere Sieger an, verschärfte deutlich das Tempo und war von nun an
"Herr des Laufes". "Daniel ist ein taktisch sehr gutes Rennen gelaufen", lobte der unterlegene Müller.
Daniel Tobry kommt ursprünglich aus Halle an der Saale, startet auch noch für Turbine Halle, doch inzwischen fühlt er sich schon
als halber Bremer. "Ich lebe und arbeite seit vier Jahren in Bremen, deswegen kannte ich auch die Strecke ganz gut", erklärte der
25-Jährige. Er fühlt sich wohl in der Hansestadt und gestern durfte er noch einmal ganz besonders die schönen Seiten genießen.
"Es war ein schönes Erlebnis. Die Witterungsbedingungen waren gut und die Streckenführung ist einfach klasse."
Ähnlich empfand der Drittplazierte Daniel Naumann (33:31) aus Königswusterhausen. Der für die LC Cottbus startende Athlet ist
mehr durch Zufall in Bremen gelaufen. "Eine Freundin, die in Delmenhorst wohnt, hat mich auf den Bremen-Marathon aufmerk-
sam gemacht", begründete Naumann seine Teilnahme. Kein schlechter Tipp, wie sich im Nachhinein rausstellte.

WESER KURIER vom 29. September 2008
Stapel-Obst und Streicheleinheiten
Unzählige Helfer sorgen für die Betreuung der Läufer

Von André Fesser
Bremen. Auf dem langen Tapeziertisch stapelt sich geschnetzeltes Obst, Hunderte Becher voller Wasser stehen in Reih’ und
Glied daneben. Gleich geht es los, gleich kommt der erste Läufer um die Ecke. Für das Team vom Lauftreff Hepstedt/Breddorf
beginnt der Ernstfall. Dennoch gerät das gute Dutzend Hobby-Läufer um Teamchef Marinus De Jong nicht aus der Ruhe. Schon
seit Jahren betreibt die Mannschaft bei Kilometer 15 in der Stader Straße diesen Verpflegungsstand. Die Handgriffe sitzen, jeder
weiß, wie er den Läufern das Wasser oder die Bananenstücke reichen muss, ohne dass alles auf der Straße landet. Nur die
geachtelten Äpfel haben sie dieses Mal ein bisschen zu hoch gestapelt. Seit sieben Uhr ist das Team im Einsatz. Am Ende wird
es je drei Kartons Äpfel und Orangen sowie fünf Kartons Bananen verarbeitet haben. "Es wird etwas übrig bleiben", sagt Marinus
De Jong. Nicht jeder vertraut dem Angebot der Verpflegungsstände. Einige setzen lieber auf ihre eigene Mischung, die sie vor
dem Start gemeinsam mit einer Kilometerangabe bei der Rennleitung abgegeben haben. Den Leuten vom Lauftreff sind die bunten
Flaschen suspekt. "Ich würde das nicht trinken", sagt eine Helferin und zeigt dabei auf ein trübes Gemisch aus Wasser und Ge-
treide.
Ansturm auf die Massagebänke
Etwa 27 Streckenkilometer weiter gibt es alkoholfreies Bier und Streicheleinheiten. Im Bauch des Congress-Centrums, gleich
hinter der Ziellinie, befindet sich der Massageraum. 80 Schüler des Bremer Lehrinstituts für Physiotherapie (Blipht) opfern hier
ihre Freizeit, um die müden Beine der Läufer wieder aufzupäppeln. Der Andrang ist gewaltig. Zwanzig Massagebänke stehen be-
reit, an jeder Bank beschäftigen sich zwei Helfer gleichzeitig mit einem Besucher. "300 bis 400 Läufer sollten wir heute schaffen",
sagt Blipht-Chef Addy Balzer. Die Umsorgten genießen die Zuwendung sichtlich: "Die Massagen sind sehr angenehm. Das muss
einfach sein, damit man am nächsten Tag noch halbwegs gehen kann", sagt Christoph Freudenfeld aus Ritterhude. Er hat den
Marathon in 3:02 Stunden absolviert und zählt damit zu den leichteren Fällen.
Je langsamer, leistungsschwächer oder untrainierter die Läufer sind, um so stärker macht sich die Belastung in den Muskeln be-
merkbar, sagt der aus Köln stammende Addy Balzer, der früher eher dem Schwimmsport zuneigte. Es ist zu spüren, dass er die
Belastung des Körpers durch einen Marathon für zu hoch hält. Dennoch unterstützt er die Veranstaltung mit Freude. Zumal sie
seinen Schülern nutzt. "Sie genießen es, und sie sammeln hier ihre Erfahrungen", sagt der 48-Jährige. Die Läufer genießen es
auch. "Nach 40 Kilometern tut es eben einfach gut, wenn einer deine Beine anfasst", sagt Balzer. Einige seiner Kunden wollen
sich sogar erkenntlich zeigen und zücken ihr Portemonnaie. "Aber das machen wir nicht. Wir wollen nichts haben." Zwischen 15
und 16 Uhr ist Schluss. Während die Läufer ihre Beine spüren, macht sich die Belastung des Tages auch in den Armen und
Händen der Masseure bemerkbar. Der Verpflegungsstand in der Stader Straße ist zu diesem Zeitpunkt schon seit einigen
Stunden abgebaut.

WESER KURIER vom 29. September 2008
Alkoholfreies Weizen statt Wein
Médoc-Läufer Ralph Gülle hadert ein wenig mit seiner Zeit

Von Tobias Dohr
Bremen. Am Ende musste sich Ralph Gülle mit einem alkoholfreien Weizen begnügen. Der Bremer Langstreckenläufer, der vor
drei Wochen am legendären Médoc-Marathon in Südwestfrankreich teilgenommen hatte, überquerte beim Bremer Marathon er-
schöpft und auch etwas enttäuscht die Ziellinie. "Ich habe diesmal mein persönliches Limit von vier Stunden leider nicht einhalten
können", sagte der Zahnmediziner. 4:11 Stunden brauchte Gülle für die große Runde durch die Hansestadt - und gab auch dem
französischen Pendant eine kleine Mitschuld: "Ich hab das ja noch nie gemacht, innerhalb von drei Wochen zwei Marathons
laufen. Vermutlich wäre ich bei der Halbdistanz besser weggekommen." Vielleicht fehlten aber auch einfach nur die Weinproben,
die Gülle vom Lauf in Frankreich nun ja gewohnt war. "Das glaube ich eher nicht", gab der 49-Jährige lachend zu Protokoll.
Auch wenn die Zeit "weh tat", so genoss Gülle den Lauf durch seine Heimatstadt in vollen Zügen: "Das ist einfach was ganz
anderes hier. Man kennt die Straßen, trifft Leute und freut sich auf gewisse Stellen."Für dieses Jahr hat Gülle nun sein Pensum
erfüllt. "Vielleicht kommt noch spontan ein Halbmarathon dazu, mal gucken." Und am Ende des Tages dürfte bei strahlendem
Sonnenschein dann auch das alkoholfreie Weizenbier bestens gemundet haben.

WESER KURIER vom 29. September 2008
Krämpfe verhindern Bombenzeit
Horst Bartholomä hält bei seinem 20. Marathon trotzdem durch

Von Volker Junck
Bremen. Da kommt er um die Ecke, läuft locker die letzten Meter auf der Bürgerweide und ist nach drei Stunden, 35 Minuten
und 44 Sekunden im Ziel seines 20. Marathonlaufes. Gott sei Dank, muss man sagen, denn es hätte auch anders kommen
können für Horst Bartholomä und uns. Wir hatten den 54-jährigen Apotheker während seiner Vorbereitung auf den swb-Marathon
begleitet. Wir ließen uns die spezielle Ernährung ("viele Nudeln") und das Training ("leider weniger Kilometer als geplant") im
Hinblick auf das sportliche Großereignis erläutern. "So bei Kilometer 37 weiß man, ob man vorher genug getan hat", lautete sein
Ausblick.
Und genauso ist es auch gekommen: Bei Kilometer 37 die Rampe hinauf am Weserstadion erwischte es den schlanken Mara-
thoni so heftig mit Oberschenkelkrämpfen, dass er fast aufgeben musste. "Da kann man überhaupt nichts machen und nur
warten, dass es vorüber geht." Nach fünf Minuten trabte er dann weiter. Doch mit der angepeilten Zeit weit unter drei Stunden und
30 Minuten war es vorbei. "Ich bin es einfach zu schnell angegangen", räumte er gegenüber den Mitläufern in seinem Leistungs-
bereich ein. Man treffe ja immer wieder die gleiche Leuten in der gleichen Endzeit plus oder minus fünf Minuten. Nun gratulieren
sie sich gegenseitig und sind überglücklich, es wieder einmal überstanden zu haben.
Zum etwas forschen Start haben sicher die vielen Zuschauer, die tolle Atmosphäre an der Strecke mit Musik und das ideale
Wetter beigetragen. "Da passte einfach alles," schnauft Bartholomä mit einem Becher alkoholfreiem Weizenbier in der Hand.
"Das ist das Beste danach." Erstaunlich schnell beruhigt sich der Puls, die schweren Beine lockern sich, das schweißnasse
Trikot trocknet in der Sonne. "Nur mit dem Treppensteigen wird er Morgen seine Schwierigkeiten haben", weiß Ehefrau Sonja von
diversen Rennen, darunter zweimal dem New York Marathon.
Während wir in der Nähe des Zieleinlaufs plaudern, reißt der Strom der Ankömmlinge nicht ab. Einer hat ein völlig blutver-
schmiertes Hemd, weil er die Brustwarzen nicht verklebt hat. Andere sind überall wund. "Die haben sich einfach nicht richtig ein-
geschmiert", bedauert der Apotheker die Leidenden. Ihm selbst kann so etwas nicht mehr passieren. Nur die Krämpfe - das
ärgert ihn immer noch. Nach dem flotten Anfangstempo wäre er sonst "eine Bombenzeit" im Bereich seiner Bestmarke aus
früheren Jahren gerannt. Aber darum geht es eigentlich gar nicht. Marathonläufer sind eine Gruppe für sich. Sie ziehen offenbar
ein enormes Glücksgefühl daraus, was andere als unmenschliche Schinderei betrachten. "Mittendrin denke ich oft, das ist das
letzte Mal", bekennt Bartholomä. Und dann freut er sich schon auf die nächste Tortur über reichlich 42 Kilometer. Vielleicht noch
einmal in New York.
==> Ergebnisse 
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WESER KURIER vom 11. November 2008
"Akzeptanz wird immer größer"
Marathon-Chef Utz Bertschy schaut schon auf 2009

Vor rund fünf Wochen ging der 4. swb-Marathon über die Bühne. Es bestand also ausreichend Gelegenheit, sich einen Überblick
zu verschaffen. Im Gespräch mit Stefan Freye zieht Organisationsleiter Utz Bertschy ein Fazit und wagt einen Ausblick.
Wie beurteilen Sie die letzte Veranstaltung?
Utz Bertschy: Wir sind sehr zufrieden. Die Veränderungen - vor allem im Startziel-Bereich - haben sich als Weiterentwicklung be-
stätigt.
Was bedeutet das konkret?
Die Zielgerade ist nun wieder tatsächlich eine Gerade, und der gesamte Bereich mit dem Hanse-Zelt als Zentrum ist wesentlich
kompakter. Gut angekommen sind auch die aufgewertete Zielverpflegung und die Schleife über den Speicher I. Als weiteres High-
light für die Läufer hat sich schließlich der Tunnel an der Kurfürstenallee entpuppt. Dass sie dort durch eine Art 80er-Disko geführt
wurden, hat für viele eine Gänsehautatmosphäre geschaffen.
Wir beurteilen Sie die Stagnation bei den Marathon-Teilnehmern zugunsten des Halbmarathonfeldes?
Das ist eine grundsätzliche Entwicklung, also nicht Bremen-spezifisch. Für den Marathon zu trainieren ist einfach sehr zeitinten-
siv. Eine unserer Aufgaben besteht darin, sich dem Konkurrenzkampf um die verbleibenden Läufer zu stellen. Wir wollen mehr
Marathonläufer. Darauf ist unser Fokus gerichtet, und da geht es für uns um den überregionalen Bereich. Nur so werden wir einen
Zuwachs rekrutieren können.
Sie sprechen auf die Akzeptanz des swb-Marathons in der Stadt an. Wie beurteilen sie diese Entwicklung?
Natürlich würden wir uns wünschen, dass noch mehr Menschen an die Strecke kommen. Aber das werden wir im Laufe der Jahre
schaffen, das ist ein Gewöhnungsprozess. Ansonsten gab es in diesem Jahr so wenig Beschwerden wie nie. Was darauf schließ-
en lässt, dass die Akzeptanz immer größer wird, der swb-Marathon einfach dazu gehört in dieser Stadt. Da können wir uns nur
bedanken bei den Bremern.
Rund ein Dutzend Handbiker und Rollie-Fahrer waren beim letzten Marathon am Start. Wie beurteilen sie deren Demo-Wettbe-
werb?

Das war in Ordnung, es ging ja auch um einen Test. Ob und in wie weit wir das ausbauen werden, ist auch abhängig davon,
welche Unterstützung wir aus dem Bereich der Behindertensportler bekommen. In jedem Fall steht fest: Die Veranstaltung den
Bedürfnissen der Rollie-Fahrer anzupassen ist nicht ohne Weiteres möglich.
Was ist für 2009 zu erwarten?
Wir werden den Termin auf den 4. Oktober verlegen, weil wir sonst am Tag der Bundestagswahl laufen würden und nicht dafür
verantwortlich sein wollen, dass alle Parteien nur 18 Prozent bekommen. Im kommenden Jahr haben wir zudem die besondere
Konstellation, den 3. Oktober ins Veranstaltungswochenende einbauen zu können. Da überlegen wir, am Sonnabend, also dem
Tag der Einheit, einen Frühstückslauf über fünf Kilometer zu machen. Damit würden wir die Lücke zwischen Kinderlauf und den
anderen Strecken am Sonntag schließen. Wie jedes Jahr haben wir auch diesmal die Aufgabe, das Rahmenprogramm zu er-
weitern. Schließlich steht unser 5-jähriges Jubiläum an.
Und die Motivation hat in den Jahren noch nicht gelitten?
Nein, ganz sicher nicht. Ein einfaches Beispiel: Diesmal habe ich deutlich gespürt, dass ganz viele Bremer einfach dabei sein
wollen beim Marathon. Das finde ich persönlich sehr schön, weil es unterstreicht, dass wir uns etabliert haben in der Stadt. Ich
werte es als Erfolg unserer Bemühungen und als Lohn für die viele Arbeit. 
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