DM-Einzel (Jugend A+B) / DM-Langstaffeln (Frauen, Männer) in Berlin vom 18.-20. Juli 2008
DM-Einzel in Recklinghausen am 26./27. Juli 2008 (Juniorinnen, Junioren)
DM-Berglauf in Mittenwald am 27. Juli 2008 (Frauen, Männer, Juniorinnen, Junioren)

-- Presseberichte aus Niedersachsen und Bremen --

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Hinweis:
Presseberichte, die erst später als acht Tage nach den Meisterschaften verfügbar sind, werden nur noch ohne einen Hinweis
auf der Startseite auf dieser Extraseite veröffentlicht. (Ausnahmen sind aber möglich)

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NIEDERELBE ZEITUNG vom 15. Juli 2008
Cuxhavener Jugendstaffel bei der DM in Berlin

(flü).
Am kommenden Wochenende finden die nächsten Deutschen Meisterschaften in der Leichtathletik statt. In Berlin werden die
A- und B-Jugendlichen um Meisterehren streiten. Mit dabei ist auch eine Staffelgemeinschaft von Rot-Weiss Cuxhaven, Eintracht
Delmenhorst und TV Hude. In dieser 4x100-Meter-Staffel der B-Jugend sind die beiden Cuxhavener Jan Zierow und Marco Scharf
dabei. Beide waren am Sonnabend bei den "EWE Athletics" als Helfer im Einsatz und sahen, wie ihre Staffelkollegen im B-Jugend-
Sprintcup gut liefen. Mit neuer persönlicher Bestzeit von 11,21 Sekunden siegte Kevin Lersch (Eintracht Delmenhorst). Julian Lake
vom TV Hude wurde Vierter (11,68). 

WOLFSBURGER ALLGEMEINE ZEITUNG vom 16. Juli 2008
Nach Stolz-Aus: Piel ist die zweite DM-Hoffnung des VfL

(dik).
Nachdem Wolfsburgs Vorzeige-Leichtathlet, Weitspringer Christoph Stolz, bei den Deutschen Meisterschaften wegen einer
Verletzung passen musste, geht Nachwuchssprinterin Karen Piel am Freitag und Samstag bei der Jugend-DM in Berlin für den VfL
Wolfsburg an den Start. Die 18-jährige Sprinterin, die eine Ausbildung zur medizinischen Fachangestellten absolviert, hat sich als
einzige VfL-Athletin für die Jugend-DM qualifiziert. Piel, die von ihrer Mutter Antje und VfL-Coach Werner Morawietz trainiert wird,
geht am Freitag in der Bundeshauptstadt über 100 Meter, am Samstag über 200 m an den Start. Auf der Kurzdistanz rechnet sich
die Wolfsburgerin eine Endlauf-Chance aus. Mit ihrer persönlichen Bestzeit von 12,13 Sekunden ist sie als Zwölfte gemeldet. “Die
Zeiten liegen hier so nahe beieinander, dass das Finale machbar ist”, glaubt Antje Piel. Auf der 200-m-Distanz will die Sprinterin
die 25-Sekunden-Marke knacken. Die Meldezeit von 25,29 Sekunden verspricht kaum eine Finalteilnahme, “aber zum ersten Mal
unter 25 Sekunden zu kommen, wäre eine schöne Sache”, so die Mutter.

NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG vom 17. Juli 2008
Vorsichtiger Optimismus

Emsland.
Mit vorsichtigem Optimismus fahren acht emsländische Leichtathleten der B- und A-Jugend-Klasse zu den Deutschen
Meisterschaften, die Freitag, Samstag und Sonntag im Berliner Olympiastadion ausgetragen werden. Die LG Emstal Dörpen ist
mit den Mittel- und Langstrecklern Maren Kock, Katrin Arling, Daniel Gruber und Sadik Klingenberg bei diesem Saisonhöhepunkt
vertreten. Maren Kock führt mit der besten Zeit die Meldeliste im 3000-m-Lauf der A-Jugend an. Sie ist gut in Form und kann um
den Titel mitlaufen, wie Trainer Arno Kosmider mit gedämpftem Optimismus bestätigt. Außerdem ist sie auch für die 1500-m-
Strecke gemeldet. Diese Distanz in der B-Jugend-Klasse läuft Landesmeisterin Katrin Arling, zurzeit auf dem sechsten Platz der
gemeldeten Läuferinnen. Daniel Gruber (800 m/1500 m) wird wohl das 800-m-Rennen vorziehen, denn hier ist er Siebter der Melde-
liste mit guten Chancen auf das Erreichen des Endlaufs. An gleicher Stelle rangiert sein Kollege Sadik Klingenberg im 5000-m-
Lauf, in dem die Entscheidung schon Freitag fällt. Falls Sadik sich gut fühlt, wird er Sonntag noch die 3000 m laufen.
Endlaufchancen haben auch die Kösters-Zwillinge Jens und Sven von der LG Papenburg-Aschendorf im 110-m-Hürden-Lauf der A-
Jugend, wenn alles optimal läuft. Aber gerade im Hürdenlauf ist vieles möglich, kleinste Fehler können große Folgen haben. Gut in
Form zeigte sich Katharina Robbers (Sparta Werlte), die im 3000-m-Lauf der B-Jugend Landesmeisterin wurde. Sie will zulegen,
um sich bei dieser DM gut zu platzieren. Das gilt auch für Sprinterin Judith Nögel (TuS Haren) im 100-m-Rennen der B-Jugend.
Im Rahmen dieser Jugendmeisterschaft küren die Männer und Frauen ihre Meister in den Langstaffeln. Der Meppener Carsten
Schlangen steht im Aufgebot der LG Nord Berlin in der 3x-1000-m-Staffel. Mit dem Studenten, der seinen 1500-m-DM-Titel wegen
Erkrankung nicht verteidigen konnte, dürfte die Staffel nicht zu schlagen sein.

OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 17. Juli 2008
Leichtathletik: Derk Peters hofft auf Finalteilnahme
Deutsche Jugendmeisterschaften: Lena Saathoff sprintet über 100 und 200 m

Georgsheil
(mü). Für die beiden jugendlichen Leichtathletikasse des SV Georgsheil, Lena Saathoff (W16) und Derk Peters (M17)
steht mit den Deutschen Jugendmeisterschaften, die vom 18. bis 20. Juli im Berliner Olympiastadion stattfinden, ein weiterer Sai-
sonhöhepunkt unmittelbar bevor. Sprinterin Lena Saathoff nimmt als B-Jugendliche im jüngeren Jahrgang erstmals an nationalen
Freiluft-Titelkämpfen dieser Kategorie teil. Die Georgsheiler Erfolgsathletin, die sich in diesem Jahr als 3. der Norddeutschen
Meisterschaften in Rostock auf ausgezeichnete 12,30 sec über die 100-m-Distanz verbesserte, startet in Berlin über beide Sprint-
strecken (100 und 200 m). 61 Sprinterinnen haben die strenge Normvergabe von 12,50 sec erreicht oder unterboten. Sieben blieben
unter der 12-Sekunden-Marke. Über 200 m ist das Überstehen der 1. Runde noch schwieriger. Von 48 Teilnehmerinnen erreichen
nur die schnellsten Acht das A-Finale. Weitere 8 den B-Endlauf. Für Saathoff wird es hier darauf ankommen, bereits in ihrem Zeit-
vorlauf alles auf eine Karte zu setzen, um die eigene Bestleistung (25,49 sec) zu unterbieten.
Bessere Aussichten auf einen Finalplatz hat Derk Peters. Der Georgsheiler Werfer, der bereits im Vorjahr in Ulm erste Erfahrungen
bei Deutschen Jugendmeisterschaften sammelte, kann sich sowohl im Kugelstoßen als auch im Diskuswurf berechtigte Hoffnung-
en auf eine Platzierung unter den besten Acht machen. Auf 17,51 m wuchtete Peters die 5 kg schwere Eisenkugel bereits im
Verlauf der bisherigen Saison. Dabei zeigte der amtierende Niedersachsenmeister gerade auch bei den hochkarätigen Meister-
schaftsterminen glänzende Leistungen. Sowohl bei den Niedersachsen- als auch bei den Norddeutschen Titelkämpfen ( 3. Platz
mit 17,35) überzeugte Peters mit stabilen Weiten jenseits der 17-Metermarke. Auch mit dem Diskus verbesserte sich der Georgs-
heiler in diesem Jahr erneut. Dass seine Leistung von 52,92 m, erzielt beim internationalen Meeting in Halle, keine Eintagsfliege
war, bewies Peters mit seinem 2. Platz bei den Norddeutschen in Rostock (51,53 m). 

GÖTTINGER TAGEBLATT vom 19. Juli 2008
Lisanne Rieker lässt Konkurrenz weit hinter sich

Von Gerd Brunken und Kathrin Lienig
Göttingen (bru). Einen Medaillenrang im Dreisprung der weiblichen Jugend B bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften
hatte man ihr schon zugetraut. Letztlich düpierte Lisanne Rieker von der LGG gestern im Berliner Olympiastadion die gesamte
Konkurrenz mit einer überragenden Leistung und sprang zum Titel. Bereits im ersten Versuch standen 12,36 Meter zu Buche eine
Weite, die keine ihrer Konkurrentinnen im Verlauf des Wettkampfes auch nur annähernd erreichen sollte. Es folgten Sätze auf
12,22 Meter und 11,94 Meter in den beiden restlichen Vorkampfversuchen. Der Vorsprung auf die Zweitplatzierte Anne Wolters
(TuS Neuenhaus) betrug zu diesem Zeitpunkt mehr als einen halben Meter, am Ende der Konkurrenz waren es 35 Zentimeter.
Nach 12,29 Meter im vierten Durchgang gelang Lisanne Rieker eine weitere Steigerung auf 12,41 m. Der letzte Versuch wurde
unter fast optimalen Bedingungen schließlich mit 12,54 Metern gemessen. Neben der Deutschen Meisterschaft bedeutet diese
Weite für die 16-Jährige auch eine Deutsche Jahresbestleistung sowie eine fast unglaubliche Steigerung der eigenen Bestleistung
um nahezu 60 Zentimeter.
Lisanne Rieker war “total überrascht”, freute sich “tierisch” und berichtete von ausnahmslos “perfekten Sprüngen” im Olympia-
stadion. Bei guten äußeren Bedingungen - leicht bewölkt und warm - war schnell klar, dass an diesem Tag weit mehr drin war, als
die zunächst einmal anvisierte Endkampfteilnahme. Schließlich wurde der Wettbewerb fast zu einer Landesmeisterschaft, alle
Podestplätze gingen an Starterinnen aus Niedersachsen. Da ließ es sich auch Rita Girschikofsky, die NLV-Präsidentin, nicht
nehmen, den Nachwuchssportlerinnen aus ihrem Verband die Medaillen zu überreichen. “Das war eine super Atmosphäre, alles
war auch auf der Videoleinwand zu sehen”, berichtete Rieker. Zeit zum Feiern hatte sie anschließend aber nicht. Am Abend stand
noch die 4x100-Meter-Staffel mit ihren LGG-Teamkameradinnen auf dem Programm. Bedenken, dass ihr nach dem ersten großen
Erfolg vielleicht die Konzentration fehlen könnte, hatte die 16-Jährige nicht. “Wir haben gute Chancen, den Endkampf zu erreichen,
da gebe ich noch einmal alles.” Heute steht noch der 100-Meter-Sprint auf dem Programm.
Im August in die USA
Mit diesem Erfolg verabschiedet sich Rieker erst einmal aus der heimischen Wettkampfszene. Am 11. August fliegt sie in die
USA, wo sie im Bundesstaat Maine bis Ende Januar zur Schule gehen wird. “Da kann ich Fußball oder Volleyball spielen. Leicht-
athletik wird dort nur im Sommer angeboten. Dann muss ich mich eben allein fit halten”, hat sie in jedem Fall den Ehrgeiz im
kommenden Jahr wieder anzugreifen.

NORDSEE ZEITUNG vom 19. Juli 2008
Locker ins Finale

Juline Stein schont ihre Kräfte für den Endlauf
Berlin
(rie). Gut bis sehr gut zogen sich gestern die Nachwuchs-Leichtathleten des TV Langen bei den deutschen Meisterschaften
in Berlin aus der Affäre. Für einen Höhepunkt sorgte 400-Meter-Ass Juline Stein bei der weiblichen Jugend B. Die zweitschnellste
Läuferin Deutschlands in ihrer Altersklasse zog gestern ganz locker in den Endlauf ein, der heute um 18.15 Uhr auf die Reise ge-
schossen wird. Die Langenerin, deren Bestzeit in diesem Jahr bei 55,82 Sekunden liegt, hatte bereits Eingang der Zielgeraden
über zehn Meter Vorsprung auf die Konkurrenz. Somit konnte sie es auf letzten 100 Metern locker angehen lassen, um nicht zu
viele Körner für den Endlauf auf der Bahn zu lassen. Sie gewann leicht und locker in 56,97 Sekunden und hatte damit ihr erstes
Ziel erreicht. Das zweite könnte heute folgen, denn Juline Stein möchte natürlich eine Medaille mit nach Hause nehmen - am
liebsten die goldene.
Hublitz auf Rang sechs
A-Schülerin Fenja Hublitz lieferte bei den älteren B-Jugendlichen im Dreisprung eine gute Leistung ab, auch wenn sie nicht an ihre
persönliche Bestweite von 12,28 Metern heran kam. “Sie hatte Probleme mit dem Anlauf und daher zu viele Fehlversuche, die Kraft
gekostet haben", sagte Trainer Carsten Decker. Mit 11,70 Metern wurde sie gegen die ein Jahr ältere Konkurrenz immerhin noch
Sechste im Endkampf. Hätte sie ihre Bestweite eingestellt, wäre dies sogar der deutsche Vizetitel gewesen.
In den Vorläufen scheiterte die 4-x-100-m-Staffel der männlichen Jugend B in der Besetzung Daniel Bürgy, Timothy Emch, Nino
Valjevac (ATS Cuxhaven) und Matthis Groth in 45,13 Sekunden. Auch über 400-m-Hürden reichte es für Daniel Bürgy nicht ganz.
Die 58,28 Sekunden reichten nicht, um sich in Berlin für den Endlauf zu qualifizieren.

Presseinformation vom 20. Juni 2008 (Von Manfred Scholz)
Mit Bronze ging in Berlin ein Traum in Erfüllung
Brodersen mit 1,77 Meter auf Platz drei bei der B-Jugend

Leichtathletik.
Die 15-jährige Deborah Brodersen von der LG Weserbergland holte sich bei den Deutschen Jugendmeisterschaften
in Berlin die Bronzemedaille im Hochsprung mit einer Höhe von 1,77 Meter und das bei ihrem Debüt in der Jugendklasse gegen ein
bis zwei Jahre ältere Konkurrentinnen. Mit diesem Treppchenplatz ging für die deutsche Schülermeisterin im Siebenkampf ein
Traum in Erfüllung. “Etwas nervös war sie schon, aber sie lieferte trotzdem einen sensationellen Wettkampf ab”, freute sich auch
ihr Coach Toni Ruscheinsky, der mit einer Platzierung unter den ersten Fünf gerechnet hatte. Einen besonderen Stellenwert erhielt
ihre Platzierung durch die Tatsache, dass die vor ihr Platzierten reine Hochsprungspezialistinnen sind. Die LG-Athletin trainiert den
Hochsprung als eine von sieben Disziplinen. Brodersen stieg bei einer Höhe von 1,60 Meter fehlerlos in den Wettkampf ein und
übersprang auch 1,64m und 1,68m im ersten Versuch. 1,71m meisterte sie im zweiten Versuch, bei 1,74 Meter wurde der Trainer
unruhig, aber der dritte Versuch brachte schon die Medaille. Über 1,77 Meter klappte es auf Anhieb und bei 1,80 Meter war dann
für Brodersen das Ende des Wettkampfes erreicht, der immerhin zwei Stunden dauerte. Es siegte mit 1,83 Kimberly Jeß von der
LG Rendsburg/Büdelsdorf vor Anja Saumweber von der LG Reischenau-Zusamtal, die 1,80 Meter meisterte.
Einen vierten Platz im Finale über 100 Meter Hürden erreichte die 18-jährige Amina Ferguen in 14,11 Sekunden. Sie hatte sich mit
einem zweiten Platz im Vorlauf in 14,19 Sekunden und Rang Vier in 14,24 Sekunden im Zwischenlauf für das Finale qualifiziert.
Über 100 Meter konnte der 18-jährige Etienne Diatta im Vorlauf nicht an seine Bestzeit von 11,08 Sekunden heranlaufen. Als
sechster des achten Vorlaufes schied er in 11,23 Sekunden aus. Ebenfalls im Vorlauf schied er auch über die 200 Meter aus, ob-
wohl er mit guten 22,44 Sekunden seine Bestzeit bestätigte. Wesentlich besser klappte es auf der 400 Meter langen Stadion-
runde. Er verbesserte sich im Vorlauf als Vierter auf 49,04 Sekunden und qualifizierte sich für das B-Finale, wo er am letzten Tag
in …?…… den ….? Platz erreichte.
Patrick Scherfose und Steffen Rothmann, die beiden Zehnkämpfer der LG hatten sich für die 110 Meter Hürden qualifiziert. Roth-
mann schied in 14,73 Sekunden als Sechster seines Vorlaufes aus, Scherfose überstand den Vorlauf und rannte in 14,58 Se-
kunden in den Zwischenlauf, wo er in 14,66 Sekunden als Siebter ausschied. Für die 18-jährige Jana Bartels war der Wettkampf
über die 400 Meter Hürden in 1:04,17 Minuten und 400 Meter flach in 58,23 Sekunden im Vorlauf zu Ende. Fünf Vorläufe mussten
bei der 4x100 Meter-Staffel der B-Jugend über den Einzug ins Finale entscheiden. Das LG-Quartett mit Scherfose, Lennart Henze,
Stefan Hölscher und Malte Steinhoff konnte sich in 44,62 Sekunden und neuer Bestleistung für das B-Finale qualifizieren und
wurde dort nach 44,83 Sekunden Fünfter. Im Finale lief dann Steffen Rothmann für Stefan Hölscher.
Diatta mit Leistungssteigerung auf Platz Fünf
18 Jahre alten Kreisrekord zweimal geknackt
Am letzten Tag der Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften der Jugend standen im Berliner Olympiastadion noch drei Ent-
scheidungen für die Athleten der LG Weserbergland auf dem Programm. Mit einer deutlichen Leistungssteigerung auf 49,04 Se-
kunden hatte der 18-jährige Etienne Diatta das B-Finale über die 400 Meter lange Stadionrunde erreicht. Am letzten Tag der
Meisterschaften überraschte er im Finale mit einer nochmaligen Leistungssteigerung auf 49,00 Sekunden und belegte einen her-
vorragenden fünften Platz bei seinem Meisterschaftsdebüt, zu dem Trainer Ruscheinsky sagte: “Eine hervorragende Vorstellung, in
dem jungen Mann steckt noch viel Potential für die Zukunft”. Ganz nebenbei verbesserte er in Berlin gleich zweimal den 18 Jahre
alten Kreisrekord, den bisher Jens Knoke vom VfL Hameln 1990 mit 49,10 Sekunden in Bad Pyrmont aufgestellt hatte. Im Drei-
sprung der weiblichen Jugend A belegte die 18-jährige Jessica Witzel mit 12,29 Meter den siebten Platz unter 22 Konkurrentinnen. Die 4x100 Meter-Staffel der weiblichen Jugend konnte sich in der Besetzung Viktoria Kortegast, Amina Ferguen, Jessica Witzel
und Jana Bartels mit einem fünften Platz in 49,84 Sekunden im vierten von insgesamt sechs Vorentscheidungs-Läufen nicht für die
Finals qualifizieren. In 46,07 Sekunden siegten hier die jungen Damen vom TV Wattenscheid

DELMENHORSTER KREISBLATT vom 21. Juli 2008
DM-Starter Kevin Lersch nur bedingt zufrieden
Leichathletik: Titelkämpfe in Berlin

Delmenhorst
(Er). Nur bedingt zufrieden zeigten sich Kevin Lersch sowie dessen Vater und Trainer Andreas nach den deutschen
Jugendmeisterschaften der Leichtathleten im Berliner Olympiastadion. Der Grund: Der für Eintracht Delmenhorst startende B-
Jugendliche blieb bei den Läufen über 100 m und 200 m - im Gegensatz zu den Erwartungen - deutlich hinter seinen Bestzeiten zu-
rück. Mit der Staffel belegte er im B-Finale den sechsten Platz. Lersch ging an allen drei Wettkampftagen an den Start. Das aus
Marco Scharf, Jan Zierow (beide Cuxhaven), Julian Lake (TV Hude) und Lersch bestehende Quartett qualifizierte sich mit 44,38 Se-
kunden (Bestzeit) für die nächste Runde, in der dann bei der Startgemeinschaft 45,13 Sekunden zu Buche standen.
Über die 100 m kam der Delmenhorster nach 11,41 Sekunden und als Fünfter ins Ziel. Mit dieser Zeit verpasste er nur knapp den
Zwischenlauf. Für die 200 Meter lange Strecke benötigte das Talent, das zu den Aushängeschildern der hiesigen Leichtathletik-
Szene gehört, 22,90 Sekunden. Auch diese Zeit und Position drei reichten nicht für den Sprung in einen Zwischenlauf aus. “Ge-
rade während Kevins 100-m-Lauf hat im Olympiastadion ein starker Gegenwind geherrscht”, bedauerte Andreas Lersch nach den
“Deutschen”.

OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 21. Juli 2008
Leichtathletik: Lena Saathoff setzt im 200-Meterlauf das I-Tüpfelchen
Deutsche Jugendmeisterschaften in Berlin: Bestzeit in 25,17 Sekunden

Georgsheil/Berlin.
Zufriedene Gesichter bei den Leichtathleten des SV Georgsheil. Bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in
Berlin erzielten die beiden SVG-Athleten Derk Peters und Lena Saathoff am vergangenen Wochenende achtbare Leistungen.
Peters schaffte im Kugelstoßen den Sprung ins Finale. Dort belegte er mit einer Weite von 17,46 m den fünften Rang. Sprinterin
Lena Saathoff setzte im 200 Meter-Lauf die Akzente. Sie absolvierte die Kurzstrecke in neuer Bestzeit von 25,17 sec und blieb
mehr als Dreizehntel unter der alten Marke (25,49 sec).
Kugelstoßer Peters begann seinen Wettkampf vorsichtig und gehemmt. 12,83 m im ersten Versuch und 15,71 m im zweiten
Durchgang ließen nicht auf eine Finalteilnahme schließen. Im entscheidenden dritten Versuch setzte er nach Angaben seines
Trainer Michael Mücher “alles auf eine Karte”. Er wurde mit einer Weite von 17,46 m belohnt. Gleichbedeutend mit dem Sprung in
die Runde der besten acht Wettkämpfer. Dort blieb er mit zwei weiteren Versuchen (16,71 m / 16,43 m) hinter seiner Leistung aus
dem Vorkampf zurück. Der fünfte Platz sei bei der starken Konkurrenz ein tolles Ergebnis, lobte Mücher die Leistung seines
Schützlings. Er habe die zweitbeste Weite in seiner bisherigen Laufbahn gestoßen. Der Titel ging an Marcel Bosler vom TV Iffez-
heim mit 20,65 m. Im Diskuswerfen erreichte Peters am Sonnabend nicht seine Normalform. Er schied mit 44,22 m bereits im
Vorkampf aus. In den Bestenlisten wird der Ostfriese mit 52,92 m geführt. “Ihm fehlte die Konstanz und die Spannung war nach
dem guten Kugelstoßergebnis vom Vortag weg”, nannte Mücher Gründe für den schwachen Auftritt.
Dafür sorgte Sprinterin Lena Saathoff für positive Schlagzeilen. Unter 61 Starterinnen kam sie über 100 m mit 12,39 sec in den
Zwischenlauf. Dort endete für sie der Wettbewerb mit 12,48 sec. Nach Angaben von Mücher eine ordentliche Leistung, weil die
Läuferinnen mit Gegenwind kämpfen mussten. Glanzvoll verlief ihr Auftritt über die 200 m. Sie reiste mit einer Bestzeit von 25,49
sec an. Diese verbesserte sie im zweiten Vorlauf des Wettbewerbs auf 25,17 sec. Trainer Mücher sprach von einem “mutigen Lauf”
der 16-Jährigen.

KREISZEITUNG (Diepholz) vom 21. Juli 2008
Panning und "Stottlox"-Staffel erfüllen Erwartungen
Stuhrer läuft bei Jugend-DM in Berlin persönliche Bestzeit über 400 Meter Hürden / Hanna Hübner von Bestform weit
entfernt

Berlin (töb). Mit zwiespältigen Gefühlen kehrten die Starter des LC Hansa Stuhr von den Deutschen Jugend-Meisterschaften der
Leichtathleten in der B-Jugend-Konkurrenz in Berlin zurück. Positiv waren sicherlich die Leistungen von Lucas Panning (mit 57,29
Sekunden neue persönliche Bestzeit über 400 Meter Hürden) und der "Stottlox"-Staffel mit Hanna Hübner und Märthe Ehrenbruch
(beste Staffel Niedersachsens) zu bewerten. Dagegen konnte Hübner im Einzel über 100 Meter und im Weitsprung auch nicht an-
nähernd an ihre Bestleistungen anknüpfen. "Bei Hanna hat man deutlich gesehen, dass sie die große Kulisse im Olympiastadion
und das ganze Drumherum offenbar gehemmt haben", suchte Trainer Berthold Buchwald nach einer Erklärung für die schwachen
Leistungen seines Schützlings im Einzel.
Offenbar Blei in den Beinen
Über die 100 Meter ist Hübner eigentlich in der Lage, Zeiten unter 12,5 Sekunden zu laufen. Das hätte auch locker für den
Zwischenlauf gereicht. Aber die Stuhrerin, die noch bei den A-Schülerinnen starten darf, hatte vor Aufregung offenbar Blei in den
Beinen und überquerte die Ziellinie im Vorlauf erst nach 12,71 Sekunden. Damit war's nichts mit dem Erreichen der nächsten
Runde. Auch im Weitsprung konnte Hübner ihre Nervosität nicht ablegen. In einem insgesamt schwachen Wettkampf hätte die 14-
Jährige das Finale in Normalform locker erreichen können. Doch ihr bester Sprung endete schon bei 5,45 Metern. Damit verfehlte
Hübner den Endkampf der besten acht Springerinnen um zehn Zentimeter und landete in der Gesamtwertung auf Platz 16.
Viel besser lief es für sie im Team der "Stottlox"-Staffel über 4x100 Meter. "Die Mädels haben ihre Sache wirklich gut gemacht,
weil auch die Wechsel prima klappten", gab's für Buchwald auch freudige Momente. Zusammen mit Teamkollegin Märthe Ehren-
bruch und den beiden Loxstedterinnen Fenja Hublitz und Jennifer Zinn stoppten die Uhren im Vorlauf bei 48,42 Sekunden. In
anderen Vorläufen hätte das zur Endlauf-Quali gereicht, doch das "Stottlox"-Team wurde in seinem Rennen nur Zweiter und
musste auf die Quali über die Zeit hoffen. Aber auch das klappte mit der drittbesten Zeit nicht, denn nur die beiden zeitschnellsten
Staffeln durften ins Finale. So blieb den Sprinterinnen nur das B-Finale übrig, das sie mit 48,51 Sekunden auch gewannen und da-
mit in der Gesamtwertung Platz neun belegten. "Damit waren wir aber immer noch die beste Staffel aus Niedersachsen", freute
sich Buchwald.
"Lucas ist sehr couragiert gelaufen"
Eine positive DM-Bilanz konnte auch Lucas Panning über die 400 Meter Hürden ziehen. Dabei stand sein Start noch am Donners-
tag in den Sternen. Eine schwere Grippe schien den Trip in die Bundeshauptstadt unmöglich zu machen. Doch Panning wollte un-
bedingt ins Olympiastadion und ging tatsächlich am Freitag an den Start. "Er ist dann sehr couragiert gelaufen und hätte bei bester
Gesundheit wohl noch besser abgeschnitten", meinte Buchwald. Aber auch so war die Zeit prächtig. Panning verpasste als bester
Niedersachse mit Platz fünf im Vorlauf zwar das Finale, durfte sich über erreichte 57,29 Sekunden aber mächtig freuen, denn da-
mit verbesserte der Stuhrer seine persönliche Bestzeit um mehr als eine halbe Sekunde.

KREISZEITUNG (Diepholz) vom 21. Juli 2008
"Druck war wohl doch zu groß"
Neele Eckhardt verpasst erhofftes DM-Podium im Weitsprung und wird Siebte / Sprint lief gut

Berlin
(töb). Bei strahlendem Sonnenschein kehrte gestern auch das Lächeln zurück ins Gesicht von Neele Eckhardt. Die 16-
Jährige vom TSV Asendorf saß zusammen mit ihrer Trainerin Ute Schröder im Berliner Olympiastadion und schaute sich den
dritten und letzten Tag der Deutschen Jugend-Meisterschaft der Leichtathleten an. Tags zuvor hätte sie wohl heulen mögen, denn
die als Mitfavoritin im Weitsprung angereiste B-Jugendliche belegte in ihrer Paradedisziplin mit 5,59 Metern nur Platz sieben. "Der
innere Druck, zumindest aufs Podium zu springen, war wohl doch zu groß", vermutete Eckhardt gestern, "dabei habe ich mich vor
dem ersten Sprung eigentlich ganz gut und ruhig gefühlt." Und auch Eckhardts "Warm-Up" am Vormittag, der Vorlauf über die 100
Meter, klappte ganz passabel. "Neele ist da 12,56 Sekunden gelaufen und hat ihre Bestzeit damit nur um 17 Hundertstel verpasst.
Das war sehr ordentlich und eine gute Grundlage für den Weitsprung am Nachmittag", war Trainerin Ute Schröder noch voller Hoff-
nung. Doch diese sollte trügen. Vielleicht lag's auch an den weiten Wegen zwischen Aufwärmplatz, Call-Room und Stadion, die
Eckhardt nicht zu ihrer Form finden ließen. Schließlich war diese DM, die organisatorisch wie eine WM durchgezogen wurde, der
erste große Wettkampf in Eckhardts Sportlerinnen-Leben.
Erster Versuch gleich ungültig
Kurz nach 16 Uhr ging's dann los - der Vorkampf im Weitsprung begann. Und dies bei einsetzendem Regen gleich mit einem un-
gültigen Versuch. "Das hat Neele natürlich gar nicht gut getan", meinte Schröder. Ihr Schützling wollte das so nicht stehen lassen:
"Auch bei meinen 6,04 Metern unmittelbar vor der DM bin ich im ersten Versuch nur knapp über fünf Meter gesprungen und habe
mich dann gesteigert." Aber diese Steigerung blieb in Berlin am Samstag aus, "weil ich Probleme mit dem Anlauf hatte und den
Balken nie so richtig getroffen habe", zuckte Eckhardt noch gestern mit den Schultern. Sie hatte sogar Mühe, überhaupt in den
Endkampf der besten acht Springerinnen zu kommen. Mit 5,58 Metern im dritten Versuch gelang es dann aber doch hauchdünn.
Da sich Eckhardt in den verbleibenden drei Versuchen nur noch um einen Zentimeter steigern konnte, war's als Siebte nichts mit
dem Sprung aufs Podium. Mit glatten sechs Metern ging der Titel an die Hallenserin Angelina Sattler.
Jetzt macht Eckhardt erst einmal Ferien, um dann ab August ins Sportinternat nach Hannover zu wechseln. Bei den Wettkämpfen
bleibt sie ihrem Heimatverein TSV Asendorf aber treu. Auch mit Ute Schröder als Heim-Trainerin wird die Arbeit fortgesetzt - dann
allerdings in Absprache mit dem neuen Coach in Hannover.

NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG vom 21. Juli 2008
Bronze für Jens Kösters

Berlin (um).
Ordentliche Leistungen zeigten die emsländischen Leichtathleten bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in
Berlin. Jens Kösters (LG Papenburg/Aschendorf, A-Jugend) überraschte mit Bronze über 110 m Hürden. Jens Kösters qualifizierte
sich als Vorlaufschnellster (14,05) für den Endlauf, in dem er Dritter wurde (14,39). Sein Zwillingsbruder Sven schied im Vorlauf aus
(14,73).
Maren Kock (LG Emstal Dörpen, A) belegte über 3000 m Platz vier (9:49,93); damit dürfte sie wie auch Trainer Arno Kosmider
nicht zufrieden sein. Sadik Klingenberg (LG Emstal Dörpen, A) steigerte seine persönliche Bestzeit über 5000 m um über 20 Se-
kunden und wurde Sechster (14:49,79). Über 3000 m belegte er nach couragiertem Rennen Platz 4 (8:27,36) und verbesserte sich
hier um acht Sekunden. Katrin Arling (LG Emstal-Dörpen, B) belegte Platz sieben über 1500 m (4:48,81). Daniel Gruber (LG Ems-
tal Dörpen, A) erreichte mit der zweitschnellsten Vorlaufzeit das 800-m-Finale (1:54,84), in dem er Achter wurde.
Katharina Robbers (Sparta Werlte, B) belegte über 3000 m Platz elf (10:25,73), Judith Nögel (TuS Haren, B) schied über 100 m
nach dem Vorlauf aus (12,71).

OLDENBURGISCHE VOLKSZEITUNG vom 21. Juli 2008
Kuk verpasst bei den "Deutschen" knapp die Top 10

Berlin
(sl). Zu einem riesigen Erlebnis, bei dem er viele Erfahrungen sammelte, gerieten die Deutschen Jugendmeisterschaften der
Leichtathleten für Viktor Kuk vom OSC Damme. Sportlich war der 18-jährige A-Jugendliche nicht ganz zufrieden, denn als Elfter
verpasste er in Berlin nur knapp den Sprung in die "Top 10" im 2000-m-Hindernislauf. Viktor Kuk, der sich in dieser Disziplin auf
6:06,40 Minuten gesteigert hatte und damit die Bestzeit in Niedersachsen hält, musste aufgrund seiner guten Vorleistungen im
schnellsten Finallauf starten. Hier folgte er lange dem Feld, musste am Ende des Rennens aber doch abreißen lassen. In 6:11,06
min belegte er in diesem Lauf Platz acht, was in der Endabrechnung den elften Platz bedeutete. Der Niedersachsenmeister über
2000-m-Hindernis konzentrierte sich auf diese Disziplin, obwohl er sich auch für die 1500 m qualifiziert hatte. Der Hindernis-Beste
Viktor Kuk liegt auch über 1000 m (2:32:53/2.), 1500 m (4:02:32/4.) und 3000 m (8:58:40/4.) in den Niedersachsen-Ranglisten
ganz vorn.

WILHELMSHAVENER ZEITUNG vom 21. Juli 2008
Einladung zum Länderkampf als Lohn

Wilhelmshaven
(ks). Bei ihrerem ersten Start bei einer Deutschen Leichtathletik-Meisterschaft hat die Wilhelmshavenerin Nadine
Zähler überzeugt. Die 16-Jährige startete am Sonnabend in Berlin in der weiblichen Jugend B über die 100 Meter und belegte den vierten Platz. Noch im Olympiastadion erhielt sie, als Lohn für die erbrachte Leistung, eine Einladung zum Leichtathletik-Länder-
kampf der Jugend in Polen am 9. und 10. August. Bei idealen Bedingungen und guter Stimmung im Stadion belegte Zähler in ihrem
Vorlauf den zweiten Platz in 12,41 Sekunden. Anschließend wurde die LG/WSSV-Aktive im Zwischenlauf in 12,21 Sekunden eben-
falls Zweite. Im Finale war Nadine Zähler die jüngste der acht Teilnehmerinnen (Jahrgang 1992). Bei Gegenwind kam es zu einem
knappen Einlauf, in dem die Wilhelmshavenerin mit 12,19 Sekunden den undankbaren vierten Platz belegte. Deutsche Meisterin
wurde Leena Günther (LG Köln, 11,94 sec., Jahrgang 1991) vor Nadja Bahl (Potsdam, 11,95, Jg. 92) und Friederike Reher (LG
Rhein, 12,14, Jg. 91).
Mit ihrer Bestzeit von 11,93 Sekunden, aufgestellt am 25. Mai in Papenburg, wäre Zähler in Berlin der “große Wurf” gelungen. In
der aktuellen U-20-Bestenliste belegt die sie den neunten Rang. In der Halle steht die 16-Jährige sogar auf dem vierten Platz
(60 m, 7,59 Sek.). LGW-Trainer Klaus Dröge war mit der Leistung von Nadine Zähler hoch zufrieden. “Es waren ihre ersten Meister-
schaften im Freien, und sie war nervös und aufgeregt. Hinzu kam noch, dass sie in der letzten Woche angeschlagen war - was
sicherlich mit der Nervosität zu tun hatte. Aber trotzdem, was sie hier in Berlin geboten hat, war schon Klasse”, lobte er.

DELMENHORSTER KURIER vom 21. Juli 2008
Keine Chance in Berlin
Julian Lake und Kevin Lersch laufen bei DM nur hinterher

Von unserem Redakteur Nils Hartung
Delmenhorst. Berlin ist eine Reise wert, sagt man. Doch die beiden Leichtathletik-Talente Andreas Lersch und Julian Lake waren
nach ihrem Auftritt in der Hauptstadt schon ein bisschen enttäuscht. Lake und Lersch schafften zwar mit ihrer Staffel (Startge-
meinschaft Delmenhorst/Hude/Cuxhaven) über vier Mal 100 Meter einen sechsten Platz im B-Lauf in 45,13 Sekunden. Trotzdem
wäre sogar noch ein bisschen mehr drin gewesen. Immerhin liefen die beiden mit ihren "Kollegen" im Vorlauf gemeinsam eine neue
persönliche Bestzeit. "Da haben sie es in 44,38 Sekunden geschafft. Mit der Zeit wäre sogar ein Platz unter den ersten Drei drin
gewesen", erklärte Lakes Trainer Thomas Budde. Die Gründe für die etwas langsamere Zeit im Endlauf waren schnell gefunden:
"Die Wechsel sind nicht glücklich gelaufen", analysierte Budde.
Die Gründe für die zwei verpassten Finalläufe von Kevin Lersch über 100 Meter und 200 Meter waren da schon etwas komplizierter.
Lersch schaffte über 100 Meter eine Zeit von 11,41 Sekunden und über 200 Meter lief er 22,90 Sekunden. "Das war schon ein biss-
chen enttäuschend für ihn, gerade weil er erst vor kurzem deutlich schneller unterwegs war", sagte Betreuer Andreas Lersch. Wo-
ran es genau lag, will er gemeinsam mit Kevin in den nächsten Tagen analysieren. "Der Wind im Olympiastadion war auf jeden
Fall nicht von Vorteil. Auch die anderen Starter waren oft deutlich langsamer als gewohnt", erklärte Lersch.
Die Erfahrung, bei einer Deutschen Meisterschaft im Berliner Olympiastadion dabeigewesen zu sein, lassen sich Lake und Lersch
aber natürlich nicht nehmen. Und wie geht es weiter? "Eigentlich wollten wir jetzt die Saison beenden. Auf jeden Fall gibt es jetzt
erst einmal eine Ruhephase", erzählt Andreas Lersch.

NORDWEST ZEITUNG vom 21. Juli 2008
“Wollte nicht Letzter werden”

Von Bodo Tarow
Jens Nerkamp, Läufer des BV Garrel, ist am Freitag bei den deutschen Meisterschaften in Berlin über 5000 Meter Elfter geworden.
Er verbesserte seine Bestzeit um mehr als 35 Sekunden.
Frage: Herr Nerkamp, Gratulation zu Ihrem elften Rang über 5000 Meter in Berlin. Hatten Sie mit dieser Topplatzierung bei den
deutschen Meisterschaften gerechnet?
Nerkamp: Nein, dass habe ich nicht zu träumen gewagt. Bei der starken Konkurrenz war es mein Ziel, im Olympiastadion nur
nicht Letzter zu werden.
Frage: Sie haben Ihre eigene Bestzeit um mehr als 35 Sekunden unterboten. Wie erklären Sie sich diese Leistungsexplosion?
Nerkamp: Da gibt es keine besonderen Gründe. Ich habe einfach konstant und gut trainiert, was sich letztlich ausgezahlt hat.
Frage: Mit Ihrer Zeit haben Sie Vitali Müllers Kreisrekord der Jugend A und den Vereinsrekord des BV Garrel von Andreas Kuhlen
pulverisiert. Wann knacken Sie die Männerbestmarke (14:48,14 Minuten) des Löningers Berthold Imholte aus dem Jahr 1980?
Nerkamp: Wenn ich weiter die 5000 Meter trainiere, könnte das in nicht allzu langer Zeit möglich sein.
Frage: Wie sieht Ihre weitere Saisonplanung aus?
Nerkamp: Im Moment sind die Beine noch schwer. Ich werde aber versuchen, noch die ein oder andere persönliche Bestzeit -
vielleicht über 1500 Meter oder 800 Meter - zu laufen.

Presseinformation vom 21. Juli 2008 (Von Markus Steinbrück)
Pahnke holt DM-Bronze mit Dittmer-Zeit
Jana Sussmann erlebt Favoritensturz

Hanstedt/Winsen.
Mit einem klaren Ziel war Tim Kelly Pahnke vom MTV Hanstedt in die 110-Meter-Hürden bei den 21. deutschen
B-Jugend-Meisterschaften im Berliner Olympiastadion gegangen. Der 17 Jahre alte Meckelfelder wollte die vier Jahre alte Bestzeit
(14,10 Sekunden) seines Vereinskameraden Paul Dittmer knacken, die dieser 2004 beim Gewinn des deutschen Meistertitels in
Jena markiert hatte. Pahnkes bisherige Bestzeit stammte von der B-Jugend-DM 2007 in Ulm, als er in 14,22 Sekunden den
siebten Platz belegt hatte. Im Vorlauflauf (14,46 sek.) und Zwischenlauf (14,37 sek.) in Berlin lief es noch etwas “unrund”, wie es
Trainer Wolfgang Striezel später formulierte. Sein Schützling touchierte jeweils die fünfte Hürde und geriet leicht aus dem Rhyth-
mus. Dennoch qualifizierte sich Pahnke sicher mit der viertbesten Zeit für das Finale der besten Acht. Dort gelang ihm ein sehr
runder und guter Lauf, der ihn über das ganze Gesicht strahlen ließ. Nach kurzer Wartezeit standen nämlich nicht nur exakt die
angestrebten 14,10 Sekunden zu Buche, sondern auch der Gewinn der Bronzemedaille. Quasi als Belohnung darf der junge
Hürdensprinter auf seinen ersten Einsatz im Nationaltrikot hoffen. Er ist für den U18-Länderkampf zwischen Deutschland und Polen
am 9. August in Slubice in Polen vorgesehen.
Beflügelt von diesem Erfolg, schlug Tim Kelly Pahnke zwei Tage später auch über 200 Meter zu. Erst im letzten Rennen vor Melde-
schluss überhaupt qualifiziert, steigerte sich der B-Jugendliche im Vorlauf von 22,71 auf die neue Bestzeit von 22,49 Sekunden und
erreichte überraschend das A-Finale der besten Acht. “Nur nicht Letzter werden”, lautete hier das Ziel, das er in erneut 22,49 Se-
kunden als Siebter vollauf erfüllte. Immerhin hatten sich 46 Athleten um die 16 Plätze im A- und B-Endlauf beworben.
Ein trauriges Ende inklusive “Favoritensturz” nahmen dagegen für die Junioren-WM-Siebte Jana Sussmann (LG Nordheide) die
nationalen Titelkämpfe. Nach zwei vierten Plätzen über 800 Meter als B-Jugendliche 2006 und 2007 und dem 1500-Meter-Vizetitel
in der Halle 2008 wollte sie ihren ersten deutschen Meistertitel holen. Bis auf die Zielgerade sah es im 1500-Meter-Finale - die Vor-
läufe waren ausgefallen - auch gut aus. Die 17 Jahre alte A-Jugendliche aus Winsen-Tönnhausen bog als Führende einer vier-
köpfigen Spitzengruppe auf die Zielgerade ein. Dort wurde sie von der stark aufkommenden Diana Sujew attackiert. Als die Frank-
furterin gerade auf Sussmanns Höhe war, geriet diese ins Straucheln und stürzte 20 Meter vor dem Ziel. Bis sich der Schützling
von André Prüsmann wieder aufgerappelt hatte, vergingen endlose Sekunden. Zwei Verfolgerinnen zogen an der Nordheide-Läuferin
vorbei, die in 4:29,99 Minuten erneut als Vierte ins Ziel trudelte. Diana Sujew kürte sich in 4:22,81 Minuten zur Doppelmeisterin,
nachdem sie tags zuvor schon über 2000-Meter-Hindernis gesiegt hatte.
Friedrich Kunst (MTV Hanstedt) blieb mit Leistenproblemen und eingeschränktem Sprinttraining im Rahmen seiner Möglichkeiten.
Bei seiner ersten deutschen Einzelmeisterschaft lief der 16-jährige B-Jugendliche aus Bendestorf in 15,00 Sekunden über 110-
Meter-Hürden exakt die geforderte Qualifikationszeit. Das bedeutete in der Endabrechnung den 28. Platz unter 35 Startern.
Vereinskameradin Xenia Rahn, die sich über 100-Meter-Hürden und im Weitsprung Endkampfchancen ausgerechnet hatte, konnte
aufgrund einer Schleimbeutelentzündung in der linken Kniekehle nicht an den Start gehen. Sie hofft, bis zu den deutschen Mehr-
kampf-Meisterschaften am letzten August-Wochenende in Hannover wieder fit zu werden. 

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 21. Juli 2008
Ostfriesen-Nachwuchs holt zwei Medaillen
Leichtathletik: Hochspringerin Mareike Blum auf Rang zwei / Hammerwerferin Mareike Nannen Dritte

Von Lars Seinschedt und Günther Czempiel
Berlin. Bei den Deutschen Jugendmeisterschaften der Leichtathleten in Berlin zeigten sich die ostfriesischen Talente am Wochen-
ende von ihrer besten Seite. Sie kehrten mit zwei Medaillen und vielen vorderen Platzierungen heim. Die A- Jugendliche Mareike
Blum vom Norder TV gewann im Hochsprung Silber, Hammerwerferin Mareike Nannen vom SV Holtland holte Bronze.
Für die größte Überraschung sorgte Dennis Nordmann (Jugend A) vom TV Norden. Mit 22,38 Sekunden stand der 18-jährige vor der
DM auf Rang 39 der Meldeliste. Im Vorlauf steigerte sich der Ostfriese dann auf glatte 22 Sekunden, was einem Quantensprung
gleich kommt. Dass es sich um keinen Ausrutscher handelte, bewies er dann im Finale indem er sich nochmals auf 21,92 Se-
kunden steigern konnte. Für Nordmann bedeutete diese Zeit Platz fünf und seine beste Platzierung bei einer DM. Als Deutsche
Vizemeisterin beendete Vereinskameradin Mareike Blum ihren Hochsprungwettkampf. Mit 1,76 m sprang die Ostfriesin so hoch
wie Siegerin Marie-Laurence Jungfleisch. Über den Sieg entschied lediglich die Anzahl der Fehlversuche. Blum übersprang die
Höhe erst im zweiten Versuch. An 1,79m scheiterten anschließend beide Springerinnen. Hammerwerferin Mareike Nannen belegte
den dritten Platz. Sie erzielte eine Weite von 54,73 m und musste den beiden Sportlerinnen den Vortritt lassen, die auch zur WM
gefahren waren.
Mit einem sechsten Platz beendete Anna Raukuc von der Emder LG das Finale über 400 m Hürden der weiblichen Jugend A. In
einem sehr stark besetzten Teilnehmerfeld lief die 18-jährige nach 60,21 Sekunden ins Ziel. In diesem Jahr liefen bereits sieben
Athletinnen die U20-WM-Norm, was zeigt, wie stark in dieser Saison die Deutschen Athletinnen über diese Distanz sind. Derk
Peters vom SV Georgsheil ging bei der Jugend B mit Diskus und Kugel in den Wurfring. Peters zeigte sich am ersten DM-Tag top-
fit und kam im dritten Versuch des Kugelstoßwettbewerbs auf 17,46 m. Mit dieser Weite kam er auf Rang fünf. Im Diskuswett-
kampf kam er nicht so gut in den Wettbewerb. Hier endete der Wettkampf nach drei Versuchen. Sein weitester Wurf landete bei
44,22 m. Für Peters bedeutete das das Aus im Vorkampf. Vereinskameradin Lena Saathoff wollte bei ihrer ersten DM Erfahrung
sammeln. Über 100 m gelang der 16-Jährige nach 12,39 Sekunden der Einzug in den Zwischenlauf. Über 200 m stellte sie in 25,17
Sekunden eine neue persönliche Bestleistung, schied damit aber aus.
Ein wenig Pech hatte Sonka Kielmann von Blau-Weiß Borssum. Der Diskuswerferin fehlten lediglich drei Zenitmeter,um in den
Endkampf der besten Acht einzuziehen. Bei 40,68 Metern landete ihr weitester Wurf. Für die B-Jugendliche blieb bei ihrer ersten
DM-Teilnahme damit Rang neun. Die Norder Staffel über 4 x 100 Meter erreichte im Vorlauf nach 42,30 Sekunden das Ziel und
blieb mit dieser Leistung nur knapp über dem Ostfriesland-Rekord. Im B-Endlauf lief das NTV Quartett in 42,60 Sekunden auf Rang
zwei und belegte in der Gesamtwertung den zehnten Rang.  

NORDWEST ZEITUNG vom 21. Juli 2008 (Hier veröffentlicht am 22. Juli)
Spelmeyer gewinnt Titel bei Jugendmeisterschaften
Leichtathleik: 17-Jährige lässt Konkurrenz auf 200-m-Strecke zurück / Surmann in Berlin auf Platz sechs

Oldenburg/Berlin
(rl/sr). Ruth Spelmeyer ist deutsche Jugend-Sprintmeisterin: Bei den deutschen Jugendmeisterschaften der
Leichtathletik in Berlin holte sich die 17-jährige Oldenburgerin (VfL) den Titel über die 200-m-Strecke. LGer Arne Surmann erlief
sich in der gleichen Disziplin den sechsten Platz. Leonard Hartung (DSC) erreichte über 800 m Rang zehn.
Beim 200-m-Lauf überzeugte die das erste Jahr in der A-Jugend startende Sprinterin Spelmeyer mit der schnellsten Vorlaufzeit von
24,49 Sek. Damit galt sie als Favoritin für den Endlauf. Bei leichtem Gegenwind ließ die Oldenburgerin ihre Konkurrentinnen bald
hinter sich und zog mit einem schnellen Schlussspurt uneinholbar dem Ziel entgegen. Mit einer Siegerzeit von 24,12 Sek. lag sie
deutlich vor der Zweitplatzierten Susi Zimanyi aus Oberfranken (24,58 Sek.). Somit krönte sie ihre bisherigen Erfolge in diesem
Jahr (u.a. Siegerin in der Frauenklasse bei den Landesmeisterschaften) nun mit einem deutschen Meistertitel auf ihrer Spezial-
strecke.
Arne Surmann (B-Jugend) ging in drei Disziplinen an den Start. Am erfolgreichsten war der Oldenburger über die 200-m-Strecke,
bei der er unter 49 Teilnehmern mit neuer persönlicher Bestleistung von 22,50 Sek. den B-Endlauf erreichte und diesen mit einem
sechsten Rang beendete. Über die 110 m Hürden lief er im Zwischenlauf mit 14,61 Sek. eine neue persönliche Bestzeit, qualifi-
zierte sich aber nicht für den Endlauf. Über die 100 Meter (11,38 Sek. im Vorlauf) war ebenfalls im Zwischenlauf der Wettkampf für
den Athleten beendet.
Über 800 Meter ging der Oldenburger B-Jugendliche Leonard Hartung (DSC) an den Start. Er stand von den 32 Teilnehmern nach
den gemeldeten Zeiten an 28. Stelle. Mit einem sehr guten Endspurt im Vorlauf verpasste er mit einer Zeit von 1:58,88 Min. nur
knapp seine persönliche Bestzeit, erreichte aber die Voraussetzung für die Teilnahme am Endlauf. Hartung konnte in dem
schnellen Rennen nicht bis zum Schluss ganz vorn mitlaufen und musste sich mit Platz zehn zufrieden geben.

NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG vom 22. Juli 2008
Nur eine Medaille für Emsland-Talente

Berlin.
Mit persönlichen Bestleistungen, Rekorden, guten Platzierungen und einer Bronzemedaille zeigten die sieben ems-
ländischen Teilnehmer an den Deutschen Leichtathletikmeisterschaften der A- und B-Jugend im Berliner Olympiastadion ihre
Leistungsstärke auf nationalem Niveau. Top in Form erwies sich Hürdenläufer Jens Kösters (Jg. A) von der LG Papenburg/Aschen-
dorf. Schon als Sieger seines Vorlaufes verbesserte der Landesmeister den Regions- und Emslandrekord deutlich auf 14,05 Se-
kunden. Sein Zwillingsbruder Sven verpasste mit 14,73 Sek. knapp die Qualifikation für den Zwischenlauf. Den beendete Jens
wieder als Sieger und mit einer Spitzenleistung (14,06). Nicht ganz so hervorragend lief es im Endlauf. Mit bloßem Auge war nicht
zu erkennen, dass sich der Papenburger mit einer Hundertstelsekunde Vorsprung (14,39) die Bronzemedaille gesichert hatte. Da
war die Erleichterung und der Jubel natürlich beim Sportler und seinen Trainern groß.
Als Mitfavoritin im 3000-m-Lauf der A-Jugend war Maren Kock (LG Emstal Dörpen) zur DM gefahren. Sie lief in der Spitze mit, doch
am Ende reichte es nicht zu einer Medaille: Es blieb der undankbare vierte Platz in 9:49,93 Minuten. Ihre Jahresbestzeit von
9:40,22 Min. erreichte die neue Jugendmeisterin nicht, so dass Maren weiter die DLV-Bestenliste anführt. Volles Programm für
Langstreckler Sadik Klingenberg (LG Emstal Dörpen), der für die 5000 m und 3000 m gemeldet und natürlich entsprechend vorbe-
reitet war. Der Bundeswehrsoldat verbesserte im 5000-m-Lauf seine persönliche Bestzeit gleich um 20 Sekunden (14:49,23 Min.)
und sicherte sich den sechsten Platz, nur knapp hinter dem Fünften. Erstaunlich schnell erholte sich Klingenberg von diesem
schweren Rennen nach nur einem Tag Pause. Ein Zeichen seiner exzellenten Kondition. Die zeigte er überzeugend im 3000-m-
Lauf mit dem vierten Rang (8:27,30). Das ist nicht nur ein um acht Sekunden verbesserter persönlicher Rekord, sondern auch ein
neuer Emslandrekord, den bisher Peter Gebhardt (VfL Lingen/1973) und Andreas Thünemann (TV Meppen/1983) gemeinsam mit
8:28,0 Min. hielten.
Mittelstreckenläufer Daniel Gruber (LG Emstal-Dörpen), für die 800-m- und 1500-m-Rennen der A-Jugend gemeldet, hatte sich für
die kürzere Strecke entschieden. Seine Aufgabe löste er im Vorlauf mit dem zweiten Rang in 1:54,84 Minuten sehr gut. Noch et-
was schneller war er im Endlauf. Nach 1:54,35 Minuten überquerte er in einem schnellen Rennen als Achter die Ziellinie. Ge-
bummelt wurde dagegen im 1500-m-Finale und die Entscheidung im Endspurt gesucht. Bei diesem Rennverlauf und Zeiten über
vier Minuten hätte der sprintstarke Emsländer sicherlich Medaillenchancen gehabt.
Katrin Arling (LG Emstal Dörpen), 1500-m-Läuferin in der B-Jugend-Klasse, qualifizierte sich als Vorlauf-Dritte (4:51,73) für das
Finale, in dem sie mit 4:48,81 Minuten Siebte wurde. Ein gutes 3000-m-Rennen zeigte Katharina Robbers (Sparta Werlte). Die
Landesmeisterin der B-Jugend-Klasse steigerte bei ihrer ersten DM-Teilnahme ihren persönlichen Rekord um drei Sekunden auf
10:25,73 Minuten. Damit erreichte sie den elften Platz. Erfahrungen sammelte Sprinterin Judith Nögel (TuS Haren) bei ihrer DM-
Premiere. Die B-Jugendliche hatte das Pech, den 100-m-Vorlauf mit dem weitaus stärksten Gegenwind zu erwischen. Sie schied
mit 12,70 Sek. im Vorlauf aus.
Begeistert zeigten sich alle Teilnehmer von der blauen Bahn im Olympiastadion und der ausgezeichneten Organisation dieser DM,
die mit 2300 Teilnehmern aus 575 Vereinen auch als Probelauf für die Weltmeisterschaften der Männer und Frauen im nächsten
Jahr galt.

DELMENHORSTER KREISBLATT vom 22. Juli 2008
WM-Generalprobe mit Lersch und Lake
Leichtathletik: Deutsche Jugendmeisterschaften mit fast 2300 Teilnehmern

Delmenhorst
(er). 392 Tage vor dem Startschuss zu den Weltmeisterschaften in Berlin avancierten die deutschen Leichtathletik-
Meisterschaften der Jugendlichen im Olympiastadion zu einer WM-Generalprobe. Unter den fast 2300 Aktiven aus 575 Vereinen
befanden sich auch die beiden hiesigen B-Jugendlichen Kevin Lersch (Eintracht Delmenhorst) und Julian Lake (TV Hude), die ihre
Auftritte in der Hauptstadt sicherlich als unvergessliche Erlebnisse verbuchten. Dabei erwies sich die ungewöhnlich lange, rund 50-
minütige Phase zwischen Aufwärmen und Start nicht als positiv.
Umso erfreulicher war es, dass die aus Marco Scharf, Jan Zierow (beide RW Cuxhaven), Lake und Lersch bestehende 4x100m-
Staffel der Startgemeinschaft - wie bereits berichtet - mit 44,38 Sekunden Bestzeit und Teilnahme am B-Finale verbuchte. Hin-
sichtlich dieses Wettstreits beschlossen die Trainer Hannes Mahler (RW Cuxhaven), Thorsten Budde (TV Hude) und Andreas
Lersch (Eintracht), die Wechselmarken auf maximales Tempo mit maximalem Risiko zu ändern. Doch diese Maßnahme führte
nicht wie geplant zum Erfolg. Mit 45,13 Sekunden belegte das Quartett insgesamt den 13. Rang.
Nur 13 Stunden später nahm Lersch die 100 Meter in Angriff. Mit 11,41 Sekunden blieb er zwei Zehntel hinter seiner Bestzeit. Er
schied im Vorlauf aus, wobei 11,38 Sekunden für den Zwischenlauf reichten (Rang 26). Über die 200m-Strecke verpasste er das B-
Finale, das für den ambitionierten Sprinter eigentlich erreichbar gewesen wäre (22,90 Sekunden, Position 23). Für Kevin und
Andreas Lersch steht nun die Nachbereitung der “Deutschen” auf dem Terminkalender.

EICHSFELDER TAGEBLATT vom 22. Juli 2008
Veramaria Merten holt sich Podestplatz in Berlin

Von Vicki Schwarze
Eichsfeld. Regen, böiger Wind - die Voraussetzungen für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei den Deutschen Leichtathletik-
meisterschaften der Jugend in Berlin waren alles andere als optimal. Umso größer die Freude bei den Athleten der LG Eichsfeld.
Von ihnen schaffte Veramaria Merten sogar im Weitsprung-Wettbewerb einen Podestplatz (8.).
Nur 23 Mädchen hatten bei der B-Jugend die hohe Qualifikationsnorm des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) erfüllt und
die Fahrkarte nach Berlin gelöst. Veramaria Merten reiste mit der 21. besten Vorleistung in die Bundeshauptstadt. Angesichts der
ständig wechselnden Witterungsbedingungen kam sie nicht gut in den Wettbewerb. Nach zwei ungültigen, dafür aber weiten
Sprüngen, musste sie ihre ganze Konzentration in den letzten Versuch legen. Dies gelang ihr sehr eindrucksvoll und 5,59 Meter
bedeuteten den Sprung in die Finalrunde. Hier allerdings war bei extremem Regen eine Verbesserung nicht mehr möglich. Letztlich
belegte die Duderstädterin einen hervorragenden achten Platz. Erstaunlich die Leistungsdichte in dieser spannenden Konkurrenz,
denn zwischen Platz 2 (Nadja Bahl/SC Potsdam/5,73m) und der Eichsfelderin lagen in der Endabrechnung nur 14 Zentimeter.
Dem männlichen B-Jugend-Staffelquartett mit Niklas Trappe, Martin Schmalz (beide TV Jahn Duderstadt), Mike Wagener und
Rene Steinmetz (beide SV Rhumspringe) gelang erneut eine faustdicke Überraschung. Nach einem überzeugenden vierten Platz
im Vorlauf in 44,34 Sekunden über die 4x100 Meter reichte es für das Quartett zum Sprung ins B-Finale. Auch hier reichte es für
die Eichsfelder in 44,79 Sekunden zu einem vierten Rang und somit zu Platz 12 in der Gesamtabrechnung.
Positiver Nebeneffekt
Damit war im Vorfeld nicht unbedingt zu rechnen gewesen, so dass die Staffel als 30. von insgesamt 34 gemeldeten Teams in den
Wettkampf ging. In diesem erwiesen sich die Vier auf die Minute topfit. Sie ließen sich von der besonderen Atmosphäre der Titel-
kämpfe inspirieren, warteten mit großem Kampfgeist und durchweg starken Laufleistungen auf, wenn auch der Wechsel noch nicht
ganz optimal gelang. Ein positiver Nebeneffekt für das Quartett aus dem Eichsfeld: “Nebenbei” wurden alle bisher besser platz-
ierten Staffeln aus Niedersachsen geschlagen.
Wie erwartet überstand die Sprinterin Isabell Hartmann (TVG Gieboldehausen) die Vorrunde über die 100 Meter bei der weiblichen
A-Jugend und zog damit in die Halbfinalrunde ein. Eine Verbesserung ihrer diesjährigen Bestzeit um fünf Hundertstel auf 12,36 Se-
kunden reichten im Zwischenlauf allerdings nicht aus, um das Finale zu erreichen. Dies wollte Isabell Hartmann aber unbedingt in
ihrer Paradedisziplin, der 200-Meter-Sprintstrecke, schaffen. Mit 25,29 Sekunden im Vorlauf glückte dieses Unterfangen und sie
schaffte den Sprung in die beiden Finalläufe der 16 besten deutschen A-Jugendlichen. Im B-Finale vermochte sie sich nochmals
auf 25,17 Sekunden zu steigern und belegte damit den siebten Rang.

ELBE-JEETZEL-ZEITUNG vom 22. Juli 2008
"Wie auf Sandpapier"
Leichtathletik: Anja Milik belegt bei Hammerwurf-DM Platz elf

Hitzacker
(koo). Eine begeisternde Atmosphäre, aber schwierige Bedingungen für die Athletinnen - Hammerwerferin Anja Milik
von der TSV Hitzacker erlebte in Berlin eine beeindruckende Deutsche Meisterschaft. Die 16-Jährige verpasste in der weiblichen
Jugend B als Elfte mit 41,66 m zwar das Finale der besten Acht. Mit ihrem Debüt bei einer nationalen Meisterschaft war sie aber
trotzdem zufrieden. Dazu beigetragen hatte auch, dass der Deutsche Leichtathletik-Verband diese DM als Testlauf für die Welt-
meisterschaft im nächsten Jahr in Berlin ausgerichtet hatte - auch rund um die Wettkämpfe der B-Jugend ging es professionell zu
mit beispielsweise dem Hereinführen der Athleten oder der Siegerehrung im Olympia-Stadion.
Die Jugendlichen trugen ihren Wettkampf auf einem Nebenplatz am Stadion aus, der im nächsten Jahr als Aufwärmplatz für die
Hammerwerfer vorgesehen ist. Manko: Der neue Ring. "Wie auf Sandpapier" habe man sich gefühlt, berichtete Miliks Trainer Dieter
Karl. Da es trocken war, lief es bei vielen Teilnehmerinnen im wahrsten Sinne beim Drehen nicht rund. Zwei der 22 Starterinnen
blieben ohne gültigen Versuch, eine trat erst gar nicht an. Milik verpatzte bei ihrem Saisonhöhepunkt auch ihren ersten Versuch,
warf dann das 4 kg schwere Sportgerät 41,66 m weit und blieb damit nur 58 Zentimeter unter ihrer Bestleistung. Versuch Nummer
drei landete bei 38,85 m - das reichte nicht für den Endkampf, für den 44,10 m nötig gewesen wären. Platz 13 belegte mit 40,31 m
Riccarda Wehner-Meyer von der LG Altmark. Sie startet im Rasenkraftsport für den SC Lüchow. Deutsche Meisterin wurde Sarah
Lippold vom Leichlinger Turnverein mit guten 52,89 m. Für Rang drei und somit Bronze wären die 47,25 m von Svenja Kern von der
LG Eintracht Frankfurt zu schlagen gewesen.

GÖTTINGER TAGEBLATT vom 22. Juli 2008
Meistertitel einziger LG-Höhepunkt

Göttingen
(bru). Der Gewinn des Meistertitels im Dreisprung von Lisanne Rieker mit einer fulminanten Steigerung der deutschen
Jahresbestleistung (Tageblatt berichtete) blieb aus Sicht der LG Göttingen erwartungsgemäß das einzige Highlight bei den natio-
nalen Titelkämpfen der jugendlichen Leichtathleten im Berliner Olympiastadion. Ihre Nominierung für den U-18-Länderkampf gegen
Polen in Stubice am 9. August kann die Göttinger Leichtathletin aber ebenso wenig wahrnehmen wie einen Start bei den Deutsch-
en Juniorenmeisterschaften in Recklinghausen, weil sie demnächst ein Schulhalbjahr in den USA verbringen wird.
In Berlin schloss sich für Lisanne Rieker an den Dreisprungerfolg noch die Teilnahme am B-Finale über 4x100 Meter an. Im Vorlauf
gelang der LGG-Staffel mit Hannah Quittkat, Lisanne Rieker, Helen Küstner und Sarah Schulz eine Verbesserung ihrer Zeit, mit der
sie im vergangenen Jahr auf Platz zwei der deutschen Bestenliste bei den A-Schülerinnen lag, auf hervorragende 48,61 Sekunden.
Mit der elftbesten Leistung unter 47 gestarteten Teams waren die Göttinger Mädchen damit aber nur für das B-Finale qualifiziert.
Hier wurden sie in 48,81 Sekunden Zweite.
In den Vorläufen über 100 Meter liefen Lisanne Rieker und Sarah Schulz 12,69 beziehungsweise 12,97 Sekunden. Für das Er-
reichen der Zwischenläufe wären 12,48 Sekunden notwendig gewesen. Auch über 100 Meter Hürden scheiterte Sarah Schulz in
15,06 Sekunden im Vorlauf.
Anfangstempo zu verhalten
Im 400 m-Lauf der männlichen Jugend B wurde Hendrik Reinecke Opfer seines zu verhaltenen Anfangtempos und blieb so in 52,87
Sekunden recht deutlich über der Zeit, mit der er noch Dritter bei den Landesmeisterschaften geworden war. Der Vorlauf war erwart-
ungsgemäß auch Endstation für die Göttinger 4x100-Meter-Staffel in der männlichen Jugend A. Mit drei B-Jugendlichen ging das
LGG-Quartett (Marwin Gieske, Hendrik Reinecke, Thede Preiser, Jan Brunken) als eines der jüngsten der 49 qualifizierten Teams
an den Start. Dabei liefen die Schwarz-Gelben mit 44,08 Sekunden eine Zeit, welche die Erwartungen allerdings übertraf. Aus
Niedersachsen waren nur der spätere Deutsche Meister LG Hannover und die LG Osnabrück schneller.

NORDSEE ZEITUNG vom 22. Juli 2008
Die Staffel überzeugt in Berlin
Jennifer Zinn rettet bei den deutschen Jugendmeisterschaften den Sieg

Berlin
(le). Bei den deutschen Jugendmeisterschaften in Berlin konnten auch einige Athletinnen vom TV Loxstedt beachtenswerte
Leistungen erzielen. Neben A-Schülerin Fenja Hublitz, die im Dreisprung der weiblichen Jugend B mit 11,70 m Platz 6 belegte,
überzeugte die 4x100-m-Staffel der SG Hansa Stuhr/Otterndorf/Loxstedt mit den Loxstedterinnen Jennifer Zinn und Fenja Hublitz.
Im B-Endlauf der weiblichen Jugend B rettete Schlussläuferin Jennifer Zinn in 48,51 Sekunden den Sieg ins Ziel. Die LG Göttingen
kam in 48,81 Sekunden dahinter ins Ziel. Zur Siegerstaffel gehörten außerdem vom LC Hansa Stuhr Märthe Ehrenbruch und Hanna
Hübner.
Die A-Jugendliche Anika Hildebrandt schaffte in ihrem ersten A-Jugendjahr im Speerwurf beachtliche 43,26 m, genau einen Meter
zu wenig, um in den Endkampf zu gelangen. Nachdem sie zuletzt regelmäßig über 43 Meter warf und nur beim Training über 45
Meter kam, konnte Trainer Rudi Lunk nicht unbedingt mit einer Endkampfteilnahme rechnen. Der 10. Platz unter 21 Teilnehmer-
innen ist trotzdem ein toller Erfolg. Im nächsten Jahr kann bei gleicher Leistungsentwicklung auch ein Sprung aufs Siegertrepp-
chen möglich sein, freute sich Lunk.

WESER KURIER vom 22. Juli 2008
Bei der ersten DM gleich im Finale

Von unserem Mitarbeiter Marc Gogol
Bremen. Bei den 67. Deutschen Jugendmeisterschaften im Berliner Olympiastadion sorgte der B-Jugendliche Dennis Krotky vom
Bremer LT/TuS Komet Arsten über 400 Meter Hürden für die positive Nachricht aus Sicht des kleinen Bremer Aufgebotes. Bei
seinen ersten nationalen Titelkämpfen zog er als Sieger seines Vorlaufes direkt in den A-Endlauf ein. Dennis Krotky lief eine neue
persönliche Bestleistung von 55,48 Sekunden. Zwar konnte der Schützling von Trainerin Jana Sonntag im Finale diese Zeit vom
Vortag nicht wiederholen, die 55,84 Sekunden bedeuteten aber letztlich Platz acht. Dennis Krotky selbst und sein Trainer Jens
Ellrott werteten das Resultat als einen Riesenerfolg.
Bei der männlichen Jugend A belegte Vereinskamerad Pascal Nobel nach einem couragierten Rennen in neuer persönlicher Best-
zeit von 55,25 Sekunden insgesamt den elften Platz. Der 19-Jährige verfehlte das Finale lediglich um 33/100 Sekunden. "Nach
dem verletzungsbedingten Ausfall der sicheren Medaillenkandidatin Annemarie Pantke über 400 Meter in der weiblichen Jugend B
haben die 400-Meter-Hürdenläufer das Optimum erreicht", freute sich der Abteilungsleiter des Bremer LT/TuS Komet Arsten, Jens
Ellrott, über den Erfolg der Jugendlichen.
Werder-Duo tut sich schwer
Nicht so gut lief es für die beiden Teilnehmer vom SV Werder. Tobias Seidel scheiterte bei der B-Jugend im Stabhochsprung früh
und belegte mit übersprungenen 4,15 Metern Gesamtrang 15. David Salzmann absolvierte seinen 100-Meter-Vorlauf bei einem
Metern pro Sekunde Gegenwind und qualifizierte sich nach 11,56 Sekunden nicht für die nächste Runde. Ein ähnliches Resultat
gab es für den noch der M15-Schülerklasse angehörenden Werderaner über 200 Meter. 23,31 Sekunden reichten nicht für die
nächste Runde.

REGIONALE RUNDSCHAU / SYKER KURIER vom 22. Juli 2008
Die Gewissheit, es besser zu können
Neele Eckhardt vom TSV Asendorf wird bei der Jugend-DM der Leichtathleten Siebte im Weitsprung

Von unserem Redakteur Jens Hoffmann
Berlin/Asendorf. Es war diese Mischung aus jugendlichem Elan, Unerfahrenheit und dem Wissen, es eigentlich besser zu
können, die aus der Asendorfer Leichtathletik-Hoffnung Neele Eckhardt für einen kurzen Moment einen Menschen machte, der "auf
sich selber stinkig war", wie es Trainerin Ute Schröder beschrieb. Fakt ist: Neele Eckhardt belegte bei den Deutschen Jugend-
meisterschaften im Berliner Olympiastadion in ihrer Paradedisziplin Weitsprung den siebten Platz. Dieses Resultat als solches ist
für sie weder ein besonders gutes, noch ein besonders schlechtes. Das Finale der besten Acht hatte sich die 16-Jährige im Vorfeld
vorgenommen, was prompt gelang. Nur die Weite: 5,59 Meter, die stellte Neele Eckhardt ganz und gar nicht zufrieden. Sie kann
es besser, viel besser und hatte ihren persönlichen Rekord erst kürzlich auf beachtliche 6,04 Meter verbessert. Dank dieser Vor-
leistung gehörte sie in Berlin zum engsten Favoritenkreis, zurecht, wie sich schnell herausstellen sollte. Denn der späteren
Deutschen Meisterin genügten exakt 6 Meter zum Titelgewinn. Und Silber beziehungsweise Bronze wurden für 5,76 Meter und
5,71 Meter vergeben - Weiten, die Neele Eckhardt locker drin hat und fast in jedem Training springt. In Berlin nicht. Im weiten Rund
der riesigen Arena, die nur spärlich besucht war und entsprechend wenig Atmosphäre ausstrahlte, hatte sie mit ihren eigenen,
kleinen Problemchen zu kämpfen.
Ihr erster Versuch war weit, aber ungültig. Knapp übergetreten. Der zweite - ein reiner Sicherheitssprung - war gültig, aber zu kurz
und hätte fürs Finale nicht gereicht. Also kam alles auf den dritten an. Ein Nervenspiel für den Teenager - ein Nervenspiel, aus dem
er letztlich als Sieger hervorging. 5,58 Meter reichten soeben für den Sprung unter die besten Acht, was Neele Eckhardt drei
weitere Versuche bescherte. Zu mehr als besagten 5,59 Meter langte es dann jedoch nicht mehr. Die Luft war irgendwie raus und
das TSV-Talent entsprechend enttäuscht. Dass im 100-Meter-Vorlauf 12,56 Sekunden das vorzeitige Aus bedeuteten, spielte in
diesem Zusammenhang keine Rolle. "Die Zeit war okay", hatte Ute Schröder im Sprint ohnehin nicht zwingend mit mehr gerechnet.
Was von Berlin für Neele Eckhardt bleibt? Zumindest die Gewissheit, in den nationalen D/C-Kader aufgenommen zu werden.
"Bundestrainerin Annett Stein weiß, was Neele kann", weiß wiederum Ute Schröder. Und das gute Gefühl nach "ihrem ersten der-
art großen Wettkampf überhaupt" eine zwei- bis dreiwöchige Pause einlegen zu dürfen. "Die habe ich ihr verordnet", sagt Ute
Schröder. Anschließend geht’s für ihren Schützling ins Sportinternat nach Hannover. Ein neues Kapitel, eine neue Erfahrung.

REGIONALE RUNDSCHAU / SYKER KURIER vom 22. Juli 2008
Niedersachsens Beste(r)
Panning und Stottlox-Staffel gut drauf

Von unserem Redakteur Jens Hoffmann
Berlin/Stuhr. Das Berliner Olympiastadion: 75.000 Plätze, die, prall gefüllt, einfach nur faszinierend und motivierend wirken. Ist
das weite Rund jedoch nur spärlich besetzt, kann sich schnell das Gefühl einer eher einschüchternden Anonymität einstellen. Bei
der Leichtathletik-DM Jugend bestand das Publikum vornehmlich aus gerade nicht aktiven Teilnehmern, Eltern, Verwandten und
eher zufällig vorbeischauenden Touristen. Ein Gros der Plätze blieb leer, während sich unten im Innenraum der leichtathletische
Nachwuchs um Bestzeiten und - weiten mühte. Darunter befanden sich mit Hanna Hübner, Märthe Ehrenbruch und Lucas Panning
auch drei Aktive des LC Hansa Stuhr.
Und: Derjenige, der sich im Vorfeld am schlechtesten fühlte, durfte hinterher am meisten strahlen. Lucas Panning ging grippege-
schwächt in seinen Vorlauf über die 400 Meter Hürden. Die gesundheitlichen Probleme merkte man dem B-Jugendlichen aber
nicht an. 57,29 Sekunden reichten zwar nicht fürs Finale, bedeuten jedoch eine persönliche Bestmarke. Und: Kein anderer Nieder-
sachse war in Berlin so gut wie Lucas Panning. Auch Hanna Hübner erreichte ihr Finale nicht. Im Gegensatz zu Kollege Panning
stellte ihre Zeit von 12,71 Sekunden allerdings eine echte Enttäuschung dar. Hanna Hübner kann’s deutlich schneller - und deutlich
weiter. Mit 5,45 Meter schied sie auch im Weitsprung-Vorkampf als 16. aus.
Deutlich stärker präsentierte sich dagegen die weibliche 4 x 100 Meter-Staffel der Startgemeinschaft "Stottlox". Hanna Hübner,
Märthe Ehrenbruch (beide LC Hansa), Fenja Hublitz und Jennifer Zinn (beide Loxstedt) schafften im fünften von insgesamt sechs
Vorläufen eine Zeit von 48,52 Sekunden, mit der sie das B-Finale erreichten. Das gewannen sie sogar - mit einer fast identischen
Zeit: 48,51 Sekunden. Die sorgte für einen weiteren erfreulichen Randaspekt: Wieder stammte der beste niedersächsische Teil-
nehmer aus unserem Verbreitungsgebiet. Jetzt ist bei den Hansa-Talenten erst einmal Regeneration angesagt. Für eine Woche
geht’s in einen so genannten Trainingsurlaub auf Teneriffa. Aktive Erholung könnte man dazu auch sagen. 

ROTENBURGER KREISZEITUNG vom 22. Juli 2008
Aus vor DM: Bruns bitter enttäuscht
Haarriss im Schienbein / "So gemein
"
Rotenburg
(ml). Der große Traum platzte wie eine Seifenblase! Ein Haarriss im Schienbein hat Dennis Bruns vom TuS Rotenburg
den Start bei den Deutschen Jugendmeisterschaften der Leichtathleten in Berlin am Wochenende gekostet. Der 18-Jährige klagte
schon längere Zeit über Schmerzen im Bein, schenkte dem jedoch nicht allzu große Bedeutung. Bei den Landesmeisterschaften
Ende Juni in Hameln hatte Dennis Bruns über die 400-Meter-Distanz in 51,31 Sekunden Bronze sowie über die 400-Meter-Hürden-
Strecke in 58,10 Sekunden Silber gewonnen. Nach den Titelkämpfen waren die Schmerzen jedoch nicht mehr auszuhalten.
Die Wahrheit war bitter. "Das ist so gemein. Gerade jetzt, wo ich mich so auf diesen großen Wettkampf gefreut hatte und ich noch
nie bei einer Deutschen Meisterschaft teilgenommen habe", zeigte sich der Hürdenläufer enttäuscht. Wer Dennis Bruns kennt,
weiß aber, dass er sich davon nicht unterkriegen lässt. "Ich sage mir: Jetzt erst recht. Nach den vier bis sechs Wochen Trainings-
pause, die ich machen muss, werde ich wieder voll angreifen. Ich bin richtig heiß auf den nächsten Wettkampf", so der Sprinter.
Einen großen Erfolg feierte bei den Deutschen Jugendmeisterschaften dafür die 15-jährige Tahnee Tietjen vom TSV Bremervörde
bei der weiblichen Jugend B. Über 1500 Meter belegte sie bei ihrer ersten DM-Teilnahme in 4:46,65 Minuten einen starken
sechsten Platz. 

ALLGEMEINE ZEITUNG UELZEN vom 22. Juli 2008 (Hier veröffentlicht am 23. Juli)
Laura Boss für Deutschland
DM-Bronze: Bundestrainerin nominiert die Uelzener Dreispringerin

Von Wilfried Teichmann
Berlin/Uelzen. Großer Erfolg für die Uelzener Leichtathletik: Laura Boss von der LG Hanstedt II/Wellendorf/Wriedel hat bei den
67. Deutschen Jugendmeisterschaften im Berliner Olympiastadion im Dreisprung die Bronzemedaille der weiblichen Jugend B ge-
wonnen. Die amtierende "AZ-Sportlerin des Jahres" stellte in dem Wettkampf mit 11,99 Metern einen neuen Bezirksrekord auf.
Nach dem Wettkampf nominierte Bundestrainerin Elke Bartschat das Uelzener Talent für einen U18-Länderkampf gegen Polen
Anfang August in Slubice. Unter den 800 teilnehmenden Athleten startete zudem Patrick Frommhagen (LG Hanstedt/W./W.) über
die 100 und 200 Meter. Mit 11,57 Metern in ihrem ersten Versuch fand Boss einen guten Einstieg in den Wettkampf - das gab
Sicherheit und Platz vier. Obwohl die junge Uelzenerin ihre Leistungen in den beiden nächsten Versuchen mit 11,64 und 11,70
Metern verbesserte, beendete sie den Vorkampf als Fünfte. Ihr Minimalziel hatte sie mit der Endkampfteilnahme damit erreicht.
Nach einem ungültigen Versuch im vierten rückte Laura Boss mit 11,93 Metern im fünften Versuch auf den 3. Platz vor. Beflügelt
von der Stimmung im Stadion steigerte sie sich im letzten Versuch auf 11,99 Metern und Platz zwei. Würde das für eine Medaille
reichen? Nun hieß es warten. Letztlich konnte ihr nur noch Kader-Kameradin Anne Wolters, die bis zu diesem Zeitpunkt mit 11,98
Metern nur einen Zentimeter hinter Boss lag, Silber streitig machen. Auch Wolters steigerte sich, sprang 12,16 Meter und ver-
drängte die Uelzenerin auf den Bronzeplatz. Lisann Rieker von der LG Göttingen, die schon als Meisterin feststand, sprang im
letzten Versuch mit 12,54 Metern ebenfalls persönliche Bestleistung. Laura Boss überglücklich: "Auch mein Ziel, zwölf Meter zu
springen, habe ich fast erreicht. Dass es auch noch eine Medaille wurde, ist dabei um so schöner."
Ihr Vereinskamerad Patrick Frommhagen war im zweiten von acht 100-Meter-Vorläufen dran. Obwohl er beim Start ganz schlecht
aus dem Block kam, konnte er auf den letzten 40 Metern aufholen, aber mit 11,33 Sekunden und Platz 7 war angesichts der
starken Konkurrenz mit einem Weiterkommen nicht zu rechnen. Nun ruhten die Hoffnungen auf den 200 Metern. Frommhagen ver-
lor bereits auf den ersten 30 Metern an Boden, kam dann auf der Zielgeraden besser zurecht, doch seine 23,07 Sekunden reichten
auch hier nicht zum Einzug in einen der Finalläufe.

BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG (Helmstedt) vom 23. Juli 2008
Tolle springt auf zehnten Platz
Leichtathletik: Drei Helmstedter starten bei den deutschen Jugendmeisterschaften

Von Torsten Dill
Helmstedt. Gleich drei Leichtathleten vom TSV Helmstedt und TSV Lelm schaffen den Sprung zu den Deutschen Jugendmeister-
schaften in Berlin, was schon allein als großer Erfolg für die Helmstedter Leichtathletik gilt. Die Wettkämpfe im Berliner Olympia-
stadion waren für den Deutschen Leichtathletikverband gleichzeitig eine Generalprobe für die Weltmeisterschaften im kommenden
Jahr. In Teilnehmerfeldern pro Disziplin um 50 Leichtathleten hatten alle drei Helmstedter Kreisvertreter einen besonders schweren
Stand, zumal sie jeweils dem jüngeren Jahrgang der Jugend B angehören.
Die beste Platzierung erreichte Sebastian Tolle vom TSV Helmstedt im Hochsprung. Der Führende in der Landesbestenliste kam
nicht ganz an seinen Kreisrekord von 1,96 m heran. Mit 1,90 m und Rang 10 konnte er aber ein gutes Ergebnis hinlegen. Auch
sein Teamkollege Leroy Balschuweit schlug sich wacker. Nach seinem Vorlaufsieg über 110 m Hürden in 14,62 Sekunden konnte
er schon hoch zufrieden sein. Im Zwischenlauf fehlten dem Kreisrekordler nach 14,73 Sekunden rund zwei Zehntelsekunden zum
Einzug in den Endlauf. Katharina Homann vom TSV Lelm hatte sich über 100 m Hürden qualifiziert. Mit 15,29 Sekunden im Vorlauf
kam sie nicht an ihre Saisonbestmarke heran und konnte so nicht in den Zwischenlauf einziehen.

DIE HARKE (Nienburg) vom 23. Juli 2008
Husarenritt mit der Staffel
Leichtathletik: Dank Juretzko gewinnt das Team der LG Hannover Gold bei den "Deutschen"

Berlin.
Auf den Punkt in Bestform präsentierte sich der für die LG Hannover startende Alexander Juretzko aus Nienburg bei den
Deutschen Jugend-Meisterschaften der Leichtathleten in Berlin. Der Titel mit seiner 4x100-Meter-Staffel und die Bronzemedaille im
Einzelrennen über 400 m waren die Ausbeute des 18-jährigen Schülers, die sich sehen lassen konnte.
Bei seinem 400-m-Vorlauf deuteten sich die Top-Ergebnisse bereits an. Als Schnellster in 47,74 Sekunden sicherte er sich die
beste Endlaufbahn. Vor dem Finale stand dann gerade mal eine Stunde früher die Entscheidung mit der Staffel auf dem Zeitplan,
die sich die Hannoveraner mit dem zweitbesten Qualifikationsresultat von 41,80 sec erlaufen hatten. "Hier will ich dabei sein",
stand für Juretzko unumstößlich fest. Und diese Entscheidung erwies sich als goldrichtig, denn als Schlussläufer gelang es ihm,
den Staffelstab, den er mit fast zwei Metern Rückstand übernommen hatte, mit deutlichem Vorsprung in 41,12 sec jubelnd über
die Ziellinie zu tragen. "Dieses Finale wird in die Annalen eingehen", schwärmte Vater Michael Juretzko, der mit der ganzen
Familie im Berliner Olympia-Stadion anwesend war. Die Silbermedaille holte sich mit 41,20 sec das Quartett der Startgemein-
schaft Groß Gerau-Darmstadt-Alsfeld aus Hessen.
Vielleicht lag es dann im 400-m-Finale an diesem Staffel-Husarenritt, dass Alexander Juretzko nur bis zur zweiten Kurve die
Spitzenposition halten konnte. Auch wenn er zwei Mitbewerber ziehen lassen musste, kämpfte er sich auf der Zielgeraden noch
einmal heran. Der Zieleinlauf konnte spannender nicht sein: Zeitgleich ausgerechnet mit seinem Staffelkameraden und Mitbewohner
im hannoverschen Sportinternat, Sebastian Fiene aus Lehrte, überquerte "Alex" die Ziellinie. Nach Auswertung des Zielfotos er-
kannte das Zielgericht dem Lehrter die Silbermedaille zu, der Nienburger wurde auf Platz drei gesetzt und mit Bronze ausgezeich-
net. Für beide bedeuteten die 46,68 sec neue persönliche Bestzeit und neuen niedersächsischen Landesrekord. Der Titel ging an
Pascal Nabow vom SC Rönnau in Schleswig-Holstein, für den 46,32 sec gemessen wurden.

PEINER ALLGEMEINE ZEITUNG vom 23. Juli 2008
Fiene knackt die Schallmauer von 47 Sekunden

Von Christian Meyer
Da macht sogar ein Leistungssportler mal eine Ausnahme: Mit Gold und Silber dekoriert, genehmigte sich der Hohenhamelner
Sebastian Fiene mit seinen Vereinskollegen von der LG Hannover auf der Rückfahrt in der Bahn ein Gläschen Sekt. Er hat ange-
stoßen auf einen sensationellen Verlauf, den die Deutschen Jugendmeisterschaften der Leichtathleten im Berliner Olympiastadion
für ihn genommen hatten. Neben den Medaillen waren auch zwei Landesrekorde seine Ausbeute.
In seiner Spezialdisziplin, den 400 Metern, holte Fiene in 46,68 Sekunden die Deutsche Vizemeisterschaft und stellte mit dieser
ausgezeichneten Zeit einen neuen A-Jugend-Landesrekord auf. Die alte Bestmarke, gehalten von Claas Caspers vom Heidmühler
FC, unterbot der 19-Jährige gleich um 26 Hundertstelsekunden und katapultierte sich damit auf Platz acht der europäischen
Bestenliste. Dabei sah es nach dem Vorlauf alles andere als rosig aus. Nachdem Fiene bei der Junioren-WM in Polen vor zwei
Wochen nicht zum Einsatz in der Staffel kam, wollte er zeigen, was er kann - und verkrampfte. 48,35 Sekunden reichten hier ge-
rade für die fünftbeste Vorleistung. Doch im Endlauf steigerte er sich enorm, lief ein gleichmäßig lockeres Rennen über die ge-
samte Stadionrunde. “Ich hab‘s einfach nur rollen lassen”, kommentierte er überglücklich den Gewinn der Silbermedaille. Seine
Bestzeit hat er übrigens gleich um mehr als eine Sekunde verbessert und drei Athleten hinter sich gelassen, die in Polen noch für
die 4x400 Meter Staffel im Einsatz waren. Gold holte Pascal Nabow (SC Rönnau) in 46,32 Sekunden. Fienes Vereinskamerad
Alexander Juretzko wurde in 46,68 Sekunden zeitgleich Dritter und wird ebenfalls als neuer Landesrekordler geführt.
Gerade einmal 50 Minuten vor seinem 400-Meter-Erfolg war Fiene bereits zu Gold gesprintet. Mit der 4x100 Meter-Staffel der LG
Hannover steigerte er sich im Finale auf 41,12 Sekunden - die Deutsche Meisterschaft war perfekt. In der Besetzung Nils Göbel,
Sebastian Fiene, Nicolai Siekmann und Alexander Juretzko war die LG Hannover zum Titel gelaufen und hatte den Landesrekord
der LT 85 Hannover Staffel von 1995 verbessert, der unter anderem ein so prominenter Sprinter wie Alexander Kosenkow ange-
hörte. “Dieser Erfolg mit der Staffel hat mir sicherlich auch Euphorie für die 400 Meter gegeben. Durch den Sieg war ich lockerer im
Finale, auch deshalb lief es so gut”, bilanzierte Fiene.
Am kommenden Wochenende startet er noch einmal bei der Deutschen Junioren-Meisterschaft in Recklinghausen. “Über die 200
Meter würde ich gerne noch eine neue Bestzeit aufstellen. Das wäre dann ein schöner Saisonabschluss”, sagt er und freut sich
schon auf den Sommerurlaub irgendwo in Spanien. Auch ein Sprinter legt gerne mal die Beine hoch. Am 1. September beginnt
Fiene dann seinen Zivildienst.

PEINER ALLGEMEINE ZEITUNG vom 23. Juli 2008
Victoria Sack gibt Gas

Sie war eine der Jüngsten - und eine der Schnellsten. Die A-Schülerin Victoria Sack von der LG Peiner Land ist bei den Deutschen
Jugendmeisterschaften im Berliner Olympiastadion über 800 Meter auf Platz sieben in einer höheren Altersklasse gelaufen. Die 15-
Jährige startete in der weiblichen Jugend B und lieferte einen starken Vorlauf über die 800 Meter ab. In 2:13,08 Minuten erreichte
sie als Drittschnellste das Ziel und stellte damit nicht nur eine persönliche Bestleistung auf, sondern unterbot ihren eigenen Be-
zirksrekord um 45 Hundertstel. “Taktisch war der Lauf nicht so schön, aber das Tempo war relativ hoch. Ich habe mich einfach an
die Spitzenläuferin mit drangehängt”, beschreibt Victoria Sack. Im Ziel bangte sie dennoch: Hat es fürs Finale gereicht? Die beiden
Erstplatzierten der drei Vorläufe waren automatisch qualifiziert, vier weitere Plätze wurden über die Zeit vergeben.
Victoria Sack war dabei und behauptete sich. In 2:13,58 Minuten kämpfte sie sich ins Ziel und zu Platz sieben. Alle vor ihr platz-
ierten Starterinnen waren mindestens ein, die Medaillengewinner sogar zwei Jahre älter. “Im Endlauf hätte es sicherlich noch etwas
besser laufen können, ich wurde vom Feld nach innen gedrängt. Aber als A-Schülerin Siebte einer Deutschen Meisterschaft zu
werden - das ist doch nicht unbedingt schlecht”, bilanzierte die Edemisserin bescheiden und zufrieden.
Obwohl sich die Freiluft-Saison der Leichtathleten so langsam dem Ende nähert, hat Victoria Sack noch ein Ziel in den nächsten
Wochen. “Ich möchte die 800 Meter gerne noch in 2:12 Minuten laufen. Ich glaube, das ist noch drin”, sagt sie. Fünfmal in der
Woche trainiert die Silberkamp-Gymnasiastin. Doch nicht nur für die zwei Stadionrunden. Am zweiten Augustwochenende startet
die 15-Jährige bei den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften in Rhede im Block Lauf. Und dazu gehören auch der 100 Meter-
Sprint, ein Hürdenlauf, Weitsprung, Ballwurf und der 2000-Meter-Lauf. Am liebsten ist sie allerdings auf den 800 Metern unterwegs.
“Wurf ist echt schrecklich, dafür habe ich einfach nicht das Gefühl”, sagt sie.
Kein gutes Gefühl hatte die B-Jugendliche Jacqueline Margis (LG Peiner Land) schon vor ihrem Speerwurf-Auftritt bei der Deutsch-
en Meisterschaft in Berlin. Die Adenstedterin plagte sich mit Rückenschmerzen und warf ihr Sportgerät deshalb “nur” auf 36,64
Meter (Platz 14). Gut verkauft hat sich der A-Jugendliche Niklas Knüppel (LG Peiner Land) über die 800 Meter. Mit 1:55,95 stellte
er im Vorlauf erneut eine persönliche Bestleistung auf und verpasste den Sprung ins Finale nur knapp. Immerhin zu den 18 besten
deutschen B-Jugend-Läuferinnen über die 3000 Meter gehört Lisa-Marie Müller. Die Athletin vom MTV Vechelde lief die Distanz in
10:47,61 Minuten. Für den Diskuswurf gemeldet hatte auch Thorsten Margis (LG Peiner Land). Aufgrund seines Umzugstresses
nach Halle verzichtete der Junioren-WM-Vierte im Zehnkampf allerdings auf seinen Start in Berlin. (cm) 

HILDESHEIMER ALLGEMEINE ZEITUNG vom 24. Juli 2008
Sebastian Fiene gewinnt Gold und Silber

(wgk).
Der für die LG Hannover laufende Sebastian Fiene aus Hohenhameln blickt voller Stolz auf die Deutschen Leichtathletik-
Meisterschaften der Jugend in Berlin zurück. Und das mit Recht: Die Goldmedaille gewann er im Olympiastadion mit der 4x100m-
Staffel der LG Hannover. Das Quartett lief mit der Zeit von 41,12 Sekunden einen neuen Landesrekord. Deutscher Vizemeister
wurde Fiene im Finale über 400m, und das ebenfalls mit neuem Niedersachsenrekord der Jugend A von 46,68 Sekunden. Die Best-
marke teilt er sich mit seinem Vereinskameraden Alexander Juretzko, der in einem hochklassigen Finale zeitgleich Dritter wurde.
Mit dieser Zeit katapultierten sich die beiden Hannoveraner auf Rang acht der aktuellen europäischen Bestenliste. Neuer Deutscher
Jugendmeister wurde Pascal Nabow vom SC Rönnau 74, der nach 46,32 als Erster im Ziel war.
Im Vorlauf sah Sebastian Fiene noch alles andere als locker aus. Seine 48,35 Sekunden waren nur die fünftbeste Vorlaufzeit. “Im
Finale habe ich es dann einfach rollen lassen”, sagte Fiene überglücklich. Eine knappe Stunde vor der Stadionrunde trommelte der
Hohenhamelner als zweiter Staffelläufer der LG Hannover die Gegengerade hinunter und trug damit zum überraschenden Titelge-
winn bei. Nils Göbel, Fiene, Nicolai Siekmann und Juretzko verbesserten mit ihrer Zeit von 41,12 den niedersächsischen Jugend-
rekord des LT 85 Hannover aus dem Jahre 1995. Das Quartett, in dem unter anderem Alexander Kosenkow und der Hildesheimer
Jan Hendrik Marhauer liefen, gewann 1995 den Titel in 41,21 Sekunden.
Johanna Käfer (Eintracht Hildesheim) hatte sich für die Deutschen Jugendmeisterschaften auf den Strecken 1500m und 3000m
qualifiziert, konnte in Berlin aber nicht starten. Sie leidet seit Wochen unter dem Pfeiferschen Drüsenfieber. Ihr Vereinskamerad
Nils Thielen belegte im 3000m-Rennen der Jugend B den 19. Platz. Trotz der Magenprobleme, die ihn nach der ersten Hälfte des
Laufes quälten, sprang für den zweifachen Landesmeister noch eine Zeit von 9:19,37 Minuten heraus. Speerwurf-Ass Alexander
Teuteberg hatte sich als dritter Einträchtler aus Hildesheim für die Titelkämpfe im Olympiastadion qualifiziert. An seine Bestmarke
kam er nicht ganz heran. Mit 57,93m belegte er den 13. Rang unter 22 B-Jugendlichen. Den Titel gewann Adrian Richter (SV
Medizin Eberswalde) mit einem kapitalen Wurf auf die Weite von 70,78m.

MÜNSTERLÄNDISCHE TAGESZEITUNG vom 24. Juli 2008
Nerkamp pulverisiert eigene Bestzeit

Berlin.
“Berlin ist eine Reise wert”, dieses Sprichwort gilt sicherlich auch für den Garreler Leichtathleten Jens Nerkamp, der bei
den 67. Deutschen A-Jugendmeisterschaften im Berliner Olympia-Stadion im 5000-Meter-Finale seine persönliche Bestzeit um 35
Sekunden steigerte. Mit 15:08,18 Minuten schaffte der einzige männliche Teilnehmer aus dem Kreis Cloppenburg sein im Vorfeld
erklärtes Ziel, unter 15:30 Minuten zu laufen, deutlich. Auch der Jugend-Kreisrekord aus dem Jahre 2004 (15:17,60), gehalten von
Vitali Müller (SG Essen-Garthe), wurde nahezu pulverisiert. Dass Nerkamp mit seiner Zeit lediglich im Mittelfeld auf Rang elf lag,
tat der guten Stimmung keinen Abbruch. “Ich wusste, in diesem Klassefeld kannst du eine gute Zeit laufen und habe nach 8:57
Minuten bei 3000 Meter auf den letzten zwei Kilometern alles gegeben”, freute sich der 18-jährige Garreler nach seiner wohl besten
Leistung in seiner Laufbahn. “Auf der gleichen blauen Bahn zu laufen, wo im nächsten Jahr die Weltmeisterschaften stattfinden
werden, ist schon eine tolle Sache”, wird Nerkamp die Titelkämpfe in Berlin sicherlich in guter Erinnerung behalten. Deutscher
Meister wurde Robert Krebs (LG Nike Berlin). Der Berliner hatte sich bei seinem Heimspiel zwei Runden vor Schluss abgesetzt
und siegte in 14:27,30 Minuten.
Bei der weiblichen Jugend A war Marina Kortenbrock von der SG Essen-Garthe-Molbergen einzige Kreisvertreterin. Die Essenerin
hatte sich zum vierten Mal in Folge für den Hochsprung qualifiziert. Nach übersprungenen 1,60 und 1,65 Metern im ersten Versuch
war für Kortenbrock bei nicht gerade idealen Bedingungen bei 1,70 Meter Endstation. Im Gesamtklassement reichte diese Höhe
unter 13 Starterinnen noch zu Platz acht. Die Siegerin sprang 1,76 Meter, exakt Marina Kortenbrocks persönliche Bestleistung.
Die mehrfache Landesmeisterin kann als Angehörige des jüngeren A-Jugend-Jahrgangs 2009 erneut angreifen. Dann trifft sich
Deutschlands Nachwuchs im westfälischen Rhede.
Im Rahmen der Deutschen Jugendmeisterschaften fanden auch die nationalen Titelkämpfe in den Langstaffeln der Männer und
Frauen statt. Mit Lisa Seeger für die LG Hannover und Andreas Kuhlen für die LG Braunschweig waren auch die beiden heimischen
Mittelstreckenasse am Start. In der Besetzung Gwendolyn Mewes, Beke Buhr und Lisa Seeger belegte die LG Hannover in 6:43,90
Minuten einen guten sechsten Platz unter 13 Teams. Deutscher Meister wurde das Trio von Bayer Leverkusen in 6:26,19 Minuten.
Mehr als Platz acht hatte sich das Trio der LG Braunschweig über 3 x 1000 Meter bei den Männern ausgerechnet. Andreas
Kuhlen, Sören Ludolph und Rene Herms blieben mit 7:20,39 Minuten deutlich hinter der geplanten Zeit von 7:10 Minuten. Deutsch-
er Meister wurde die LG Nord-Berlin in 7:07,27 Minuten, deren Schlussläufer Carsten Schlangen, Olympiateilnehmer in Peking,
den Sieg erst in der Schlussphase vor dem TV Wattenscheid (7:07,53) sicherstellte.

BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG (Peine) vom 24. Juli 2008
Auf der Innenbahn viel Zeit verloren
Peiner Leichtathleten zahlen DM-Lehrgeld

Von Jörg David
In einem waren sich die Peiner Teilnehmer an der Deutschen Jugendmeisterschaft einig: Es ist für jeden Leichtathleten ein Erleb-
nis, einen solch großen Wettkampf in einer grandiosen Sportstätte wie dem Berliner Olympiastadion bestreiten zu dürfen. Mit dem
reinen Ergebnis aber war auch die 800-Meter-Läuferin Victoria Sack von der LG Peiner Land unzufrieden. "Im Endlauf wurde ich
vom Feld nach innen gedrängt, das hätte doch etwas besser laufen können." Doch immerhin tröstete das Talent aus Edemissen
der Gedanke, als A-Schülerin DM-Siebte bei der älteren weiblichen B-Jugend geworden zu sein. Der Titel ging an Jessica Zeidler
(LAC Berlin) in 2:09.53 min; Victoria Sack benötigte als Siebte 2:13.58. Im Vorlauf hatte sie noch ihren eigenen Bezirksrekord mit
2:13,08 min um 45 Hundertstel unterboten
"Mit meiner Leistung in Berlin war ich nicht zufrieden", stellte derweil die B-Jugendliche Lisa-Marie Müller vom MTV Vechelde fest.
Während die Deutsche Meisterin Regina Högl (Ergoldsbach) über 3000 Meter nach 9:58,83 min ins Ziel kam, lief die Vechelderin
als 18. für sie mäßige 10:47,61 min. "Zumindest 10:30 wollte ich schon laufen, aber ich war von Anfang an hinten eingekeilt",
ärgerte sich Lisa-Marie. Sie bereitet sich jetzt auf die DM im 10-Kilometer-Straßenlauf im September vor.
Nachdem Bruder Thorsten wegen seines Umzugs nach Halle nicht starten konnte, hätte auch Jaqueline Margis (LG) eigentlich auf
die DM verzichten müssen. Trotz starker Rückenschmerzen aber gönnte sie sich das Erlebnis DM - und wurde abgeschlagen
Letzte im Speerwerfen. Besser lief es für Niklas Knüppel (LG). Dem A-Jugendlichen reichten 1:55,95 min aber nicht für das 800-
Meter-Finale. Die Verantwortlichen der LG waren aber mit seiner Vorstellung zufrieden.

Presseinformation vom 24. Juli 2008 (Von Klaus Michalski)
Tahnee Tietjen läuft in Berlin auf Platz sechs
Leichtathletinnen aus Bremervörde und Alfstedt starteten bei den deutschen Jugendmeisterschaften

Berlin/Bremervörde
(bz). Nachdem die Bremervörderin Tahnee Tietjen und die Alfstedterin Yvonne Jungen Anfang Juni beim
Stadionsportfest "ISTAF" in Berlin die Aktivitäten der internationalen Spitzenathleten noch als Zuschauerinnen verfolgt hatten, ge-
hörten sie am vergangenen Wochenende selber mit zu den Hauptakteuren auf der blauen Kunststoffbahn des Olympiastadions.
Dort starteten beide bei den deutschen B-Jugendmeisterschaften und vor allem Tahnee Tietjen lieferte bei ihrer ersten Teilnahme
an nationalen Titelkämpfen überhaupt mit dem sechsten Platz über 1500 Meter eine prächtige Leistung ab. Yvonne Jungen lief die
400 Meter Hürden, konnte sich aber nicht für das Finale qualifizieren.
Tahnee Tietjen hatte sich im Vorfeld für die Strecken 800 m, 1500 m und 3000 m qualifiziert, in die engere Wahl kam aber nur ein
Start über eine der beiden kürzeren Strecken. Die Entscheidung... [weiter] (PDF - 17 KB) 

REGIONALE RUNDSCHAU / SYKER KURIER vom 25. Juli 2008
Ein Talent mit Perspektive
Speerwerfer Sven Schröder vom TSV Asendorf startet morgen bei der Junioren-DM in Recklinghausen

Von unserem Redakteur Jens Hoffmann
Recklinghausen/Asendorf. Es kommt eben immer auf die Perspektive des Betrachters an. Der eine orientiert sich an den reinen
Fakten, um die Erwartungen nicht unnötig hoch zu schrauben, während der andere lieber vom Optimalfall ausgeht und auslotet,
was in einem solchen Fall möglich erscheint. Ähnlich ist es dieser Tage mit Sven und Ute Schröder. Erstgenannter ist talentierter
Speerwerfer des TSV Asendorf und startet am Wochenende bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften in Recklinghausen. Die
andere ist seine Mutter und gleichzeitig seine Trainerin. In dieser Rolle bleibt für Träume wenig Platz, zumindest zu wenig, um
diese öffentlich zu äußern. Deshalb sagt Ute Schröder: "Sven ist an Nummer 13 gesetzt und die ersten Zehn haben alle schon
über 70 Meter geworfen." Ergo müsse der Sohnemann wohl persönliche Bestleistung werfen, um überhaupt eine Chance zu be-
sitzen, das Finale der besten Acht zu erreichen.
"Diese Möglichkeit sehe ich im Moment nicht", rekapituliert sie deshalb ehrlich. Sven Schröder rechnet ein wenig anders - weshalb
er durchaus Chancen für sich sieht, den Trip ins Ruhrgebiet mit etwas Zählbarem zu krönen. Klar, seine eigener Rekord liegt der-
zeit bei 65,20 Meter, aber der 20-Jährige weiß, dass er noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung angelangt ist. Die 70-Meter-
Marke - für ambitionierte Speerwerfer eine ähnlich magische Zahl wie für männliche Hochspringer die 2,20 Meter - hat er sich
mittelfristig fest vorgenommen. 70 Meter bedeuten eben auch: Ich bin national konkurrenzfähig und darf die Spitze ins Visier
nehmen. Und kurzfristig? Sei, so Schröders Ansicht, noch gar nicht klar, ob nicht auch eine Weite unterhalb der 70 Meter für den
Sprung ins Finale reicht. An zwei Konkurrenten denke er in diesem Zusammenhang ausdrücklich nicht: "Olympiastarter Alexander
Vieweg und Matthias de Zordo sind nicht zu knacken." Die beiden Saarbrücker sind in diesem Altersbereich eine Klasse für sich,
Vieweg hat die Peking-Norm von 82 Metern im Saisonverlauf bereits zweimal überboten. So weit nach vorne kann Sven Schröder
im wahrsten Sinne des Wortes (noch) nicht blicken. Aber der Rest der 23 Gemeldeten? Allesamt Werfer, die an normalen Tagen
zwischen 65 und 72 Metern pendeln. Und wenn ein Gros einen eher schlechten Tag erwischt und Sven Schröder einen richtig
guten . . . Wer weiß?
Dass Speerwurf-Bundestrainer Ralf Wollbrück morgen Nachmittag auf der Tribüne sitzen wird, motiviere ihn zusätzlich, versichert
Sven Schröder. Der Asendorfer sieht für sich eine echte Perspektive.

OSTFRIESISCHER KURIER vom 25. Juli 2008
Mareike Blum will 1,82 Meter meistern
Leichtathletik: NTV bei Junioren-DM

Norden
(bup). Die zweiten Deutschen Meisterschaften binnen einer Woche bestreiten die besten Nachwuchsleichtathleten des
Norder TV. Nach den Titelkämpfen der Jugendlichen in Berlin hat sich Hochspringerin Mareike Blum für das Kräftemessen der
Junioren am Wochenende in Recklinghausen einiges vorgenommen: “Dort möchte ich eine neue Bestleistung aufstellen”, sagt die
neue Deutsche Jugend-Vizemeisterin. Ihre ehrgeizigen Ziele mussten die Staffelläufer des NTV zurückschrauben. Weil Paul
Thielecke-Klein erkrankt und Wilke Scheutwinkel verletzt ist, platzt die 4 x 100 m Staffel. Mit 42,01 Sek. rangieren die Norder auf
Platz sechs der Meldeliste und hätten somit berechtigte Chancen auf den Endlauf gehabt. “Unser Schwerpunkt liegt daher auf den
4 x 400 m”, sagt Hans-Bernd Eilers. Angetrieben von der besonderen DM-Atmosphäre traut der NTV-Trainer seinen Schützlingen
Carsten Goldenstein, Saarko Eilers, Dennis Nordmann und Julien Karn zu, sich gegen starke Konkurrenz zu behaupten. Norden
ist mit 3:28,53 Min. gemeldet und muss sich steigern. Bisher war die komplette Konkurrenz der DM schneller unterwegs.
Vier Tage nach ihrem zweiten Platz im Olympiastadion hat sich Mareike Blum um drei Zentimeter auf 1,79 m gesteigert, womit
sie die A-Jugendwertung beim Jubiläums-Meeting in Osterode gewann. An 1,82 m scheiterte die 18-Jährige erneut knapp. “Die hat
sie sich fürs Wochenende aufgehoben”, sieht NTV-Trainerin Tanja Davids das Norder Hochsprung-Ass auf einem guten Weg. Die
Medaillen wollen Julia Hartmann (TSV Bayer Leverkusen, 1,89m gesprungen), Meike Kröger (LG Nord Berlin, 1,88 m) und Kimberly
Jeß (LG Rendsburg/Büdelsdorf/1,88 m) unter sich ausmachen.

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 25. Juli 2008
Starke Staffeln der Ostfriesen

Recklinghausen
(ls). In Recklinghausen werden am Wochenende die Deutschen Junioren-Meisterschaften der Leichtathleten
ausgetragen. Startberechtigt sind in dieser Altersklasse die U23-Sportler. Aus Ostfriesland hat auch Mareike Nannen vom SV
Holtland ihre Meldung abgegeben. Eine Woche nach der Jugend-DM möchte die Hammerwerferin nochmals gegen die nationale
Konkurrenz antreten. Starke Staffeln schickt die Startgemeinschaft TV Norden-VfL Leer nach Recklinghausen. Die Mannschaften,
die sich aus Athleten des VfL Germania Leer und des TV Norden zusammensetzen, schicken Teams über 3x1000 m, 4x400 m
und 4x100 m an den Start.
Während die kurze Sprintstaffel aus Saarko Eilers, Wilke Scheutwinkel, Carsten Goldenstein, Julien Karn, Dennis Nordmann, Erik
Salzmann und Paul Thieleke-Klein besteht, wird das 4x400m-Quartett durch Heinz-Helmut Onken, seinen Bruder Jan-Gerhard,
Steffen Wiechmann und Carsten Goldenstein gebildet. Die 3x1000m-Staffel setzt sich aus Dennis Meyer, Steffen Wiechmann und
Jan-Gerd Onken zusammen.
Im Einzel werden Thieleke-Klein (100 m und 200 m) sowie Jan-Gerhard Onken starten (800m). Mareike Blum vom TV Norden stellt
sich im Hochsprung der nationalen Konkurrenz. Sie belegte eine Woche zuvor bei der Jugend-DM Rang zwei. 

ZEVENER ZEITUNG vom 26. Juli 2008
LAV-Athleten im Olympistadion am Start
Ole Harms und Helge Zabel beeindruckt von den Deutschen Jugendmeisterschaften in Berlin

Zeven/Berlin
(nb). Es waren ganz besondere Deutsche Jugendmeisterschaften 2008, für die sich die beiden Zevener LAV-Ath-
leten Ole Harms und Helge Zabel qualifiziert hatten. Nicht nur die Rekordteilnehmerzahl von 2300 Jugendlichen der Jahrgänge
1991/1992 sowie 1989/1990 beeindruckten die Aktiven aus ganz Deutschland, sondern auch die Tatsache, im Berliner Olympia-
stadion antreten zu können. Außerdem dienten diese Meisterschaften zugleich als Testlauf für die Leichtathletik-Weltmeisterschaft
2009, die ebenfalls in Berlin ausgerichtet wird. Das bedeutete für den leichtathletischen Nachwuchs, dass vom Aufruf auf dem Auf-
wärmplatz über einen "Callroom" und Athletentunnel bis hin zur Videovorstellung der Athleten und Fernsehbegleitung während der
Wettkämpfe alles wie für die großen Stars vorbereitet war. Einige Aktive konnte diese Atmosphäre zu Höchstleistungen treiben,
andere dagegen waren so beeindruckt und nervös, dass sie ihre eigenen Erwartungen nicht ganz erfüllen konnten.
Vor allem der jüngere B-Jugend-Jahrgang 1992, zu dem auch Ole Harms und Helge Zabel zählen, konnte weniger gut mit dem
Druck umgehen. So verbesserte sich Ole Harms zwar mit jedem Wurf, doch verpasste er mit 57,55 Meter den Endkampf der
besten acht Speerwerfer und belegte lediglich Platz 14. Helge Zabel, der aufgrund des eng gesteckten Zeitplans nur über die 400m
Hürden antreten konnte, hatte ein bisschen Pech bei der Auslosung, die ihn auf der Außenbahn 8 ins Rennen schickte. Nach
einem geglückten Start und sehr schnellen ersten 250 Metern hielt er das Tempo zum Schluss nicht mehr und wurde so in 57,35
Sekunden in seinem Vorlauf Fünfter. Damit verpasste er die Qualifikation für den B-Endlauf.
Die Enttäuschung währte bei den beiden aber nur kurz, denn bei dieser Meisterschaft dabei gewesen zu sein, war für die Zevener
ein ganz besonderer Höhepunkt der Saison. Und im nächsten Jahr, da sind sich beide einig, werden sie die gewonnenen Erfahr-
ungen auch in entsprechende Leistungen umsetzen können, denn dann gehören sie zum älteren B-Jugend Jahrgang.

BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG (Peine) vom 26. Juli 2008
Sebastian Fiene startet bei der Junioren-DM

Bei der Deutschen Juniorenmeisterschaft der Leichtathleten will der Hohenhamelner 400-Meter-Läufer Sebastian Fiene (LG Hann-
over) am heutigen Samstag und Sonntag seine gute Form bestätigen. Der Deutsche Vizemeister bei der A-Jugend könnte auch
beim älteren Nachwuchs in Recklinghausen in Medaillennähe laufen, wenn er an seine Leistung in Berlin anknüpft. Wie berichtet
hatte er dort in 46,68 sek einen neuen Landesrekord aufgestellt. Außerdem startet der künftige Zivildienstleistende über die 200
Meter und auch mit der Hannoveraner 4x100-Meter-Staffel. (jwd)  

OSNABRÜCKER NACHRICHTEN vom 28. Juli 2008
LGO-Staffel in neuer Rekordzeit

Osnabrück
(maa). "Nur" Platz 8 im Finale der deutschen Jugend-Meisterschaften, doch die Staffel der LG Osnabrück freute sich
am Ende trotzdem. Jesse Okpure, Patrick Jochmann, Matthias Wilke und Christian Röwekamp liefen im Berliner Olympiastadion
einen neuen Weser-Ems-Rekord in der A-Jugend-Altersklasse über 4x100 Meter. 42,13 Sekunden wurden für das Osnabrücker
Quartett gestoppt, das als einer der Vorlaufsieger das Finale erreicht hatte. Die LGO-Staffel war übrigens das jüngste Team in
diesem Endlauf - und hofft bei der DM 2009 auf eine erneute Steigerung.

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 28. Juli 2008
Jan-Gerhard Onken läuft auf Platz vier
Leichtathletik: Junioren-Meisterschaften in Recklinghausen / Staffeln Letzter

Recklinghausen
(sps/cze). Eine kleine Delegation ostfriesischer Leichtathleten startete am Wochenende bei den Deutschen
Junioren-Meisterschaften in Recklinghausen. Die beste Platzierung erreichte Jan-Gerhard Onken. Der Athlet des VfL Germania
Leer verpasste über 800 Meter nur knapp einen Podiumsplatz. Seine Einlaufzeit von 1:54,06 Minuten bescherte ihm hinter Alex-
ander Hudag (LG Nord Berlin/ 1:53,43 Minuten) Rang vier. Deutscher Meister wurde Robin Schembera von Bayer 04 Leverkusen in
1:53,22 Minuten. Im Vorlauf am Sonnabend war der Ostfriese noch fast drei Sekunden schneller und qualifizierte sich als Dritter
seiner Runde in 1:51,32 Minuten für den Endlauf, der gestern Mittag stattfand.
Ein paar Stunden später musste Jan-Gerhard Onken schon wieder ran: Mit der Staffel über 3x1000 Meter. Zusammen mit den
Leeraner Teamkollegen Steffen Wiechmann und Heinz-Helmut Onken reichte es aber nur zum elften von elf Plätzen. Das Trio be-
nötigte für die 3000 Meter 7:49,40 Minuten. Die Siegerzeit der Startgemeinschaft Magdeburg/Halle betrug 7:14,10 Minuten.
Nicht viel besser erging es der ostfriesischen Staffel über die 4x400 Meter. Die Startgemeinschaft TV Norden/Germania Leer kam
in 3:27,84 Minuten als letzte von 13 Mannschaften im Ziel an. Die Mannschaft um Carsten Goldenstein, Saarko Eilers, Dennis
Nordmann und Julien Karn musste aber auf zwei Leistungsträger verzichten. Es gewann hat die Staffel des TSV Friedberg-Fauer-
bach in 3:11,39 Minuten.
Gar nicht an den Start ging Mareike Nannen. Die Hammerwerferin vom SV Holtland konnte wegen einer Oberschenkelzerrung nicht
an den Wettkämpfen in Recklinghausen teilnehmen.

Presseinformation vom 28. Juli 2008 (Von Markus Steinbrück)
Nordheide-Staffel guter Achter bei Junioren-DM
Winsen/Hanstedt.
Nach einer Steigerung um beachtliche neun Sekunden erreichte die 3x1000-Meter-Staffel der LG Nordheide den
guten achten Platz bei den 65. Deutschen Junioren-Meisterschaften in Recklinghausen. Trotz hochsommerlicher Temperaturen
liefen Daniel Freund (19 Jahre/Winsen), Torsten Heitmann (22/Hamburg-Harburg) und Nils Lasse Gutzeit (20/Seevetal-Over) beim
Aufeinandertreffen der besten deutschen U23-Athleten bereits nach 7:38,50 Minuten ins Ziel. In der 60-jährigen Geschichte des
Kreisleichtathletikverbandes Harburg-Land war nur eine Staffel jemals schneller. Die LGN-Mittelstreckler Jan Martin Gutzeit, Robert
Supplieth und Tim Tomczak sind seit 2001 im Besitz des Kreisrekordes von 7:35,53 Minuten.
Der vierte Kreisathlet blieb im Westfälischen hinter seinen bisherigen Saisonleistungen zurück. Paul Dittmer vom MTV Hanstedt
hatte im Vorlauf über 110-Meter-Hürden nach mäßigen 14,81 Sekunden das Glück, als Achter und Letzter überhaupt in den A-
Endlauf einzuziehen. Im Finale steigerte sich der 21-Jährige dann auf 14,24 Sekunden und wiederholte den vierten Platz der Juni-
oren-DM 2007. Dittmers Jahresbestzeit steht bei 13,88 Sekunden. Den Hürdentitel 2008 holte sich Alexander John (Leipzig/13,68
sek.) vor Matthias Bühler (Offenburg/13,70 sek.) und Erik Balnuweit (Leipzig/14,00 sek.). 

NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG vom 29. Juli 2008
Gruber mit Bestzeit

Recklinghausen
(um). Cornelia Schwennen (Concordia Emsbüren) verpasste über 5000 m Edelmetall nur knapp. Im Spurt setzte
sie sich als Vierte in 17:01,90 Minuten hauchdünn vor Katharina Heinig (Eintracht Frankfurt/17:01,91) durch, doch zur Bronzeme-
daille fehlten mehr als neun Sekunden (16:52,12). Den Titel holte Ingalena Heuck (LG Stadtwerke München/16:48,76). Schwennen
lief zwar keine Bestzeit, war aber bei widrigen Bedingungen mit starkem Regen zufrieden.
Maren Kock und Daniel Gruber von der LG Emstal Dörpen starteten als A-Jugendliche eine Altersklasse höher. Deswegen be-
wertete Trainer Arno Kosmider ihr Abschneiden ausgesprochen positiv. Gruber lief im Vorlauf über 800 m persönliche Bestzeit
(1:51,99) und qualifizierte sich als achter Sportler für den Endlauf. Im Finale dominierte die Taktik. Erst auf den letzten 200 m ging
es richtig zur Sache. Gruber (1:54,77) wurde Sechster. Den Titel holte Robin Schembera (Bayer Leverkusen/1:53,22). “Daniel hat
wieder einen Satz nach vorn gemacht”, strahlte Kosmider.
Maren Kock qualifizierte sich über 1500 m in 4:38,15 Minuten für das Finale. Im Endlauf reichte es zu Rang sieben (4:38,84). Den
Titel gewann Denise Krebs (TV Wattenscheid/4:30,87). “Maren hat sich in beiden Läufen taktisch klug verhalten”, stellte Kosmider
fest. Mittwoch starten Gruber (1000 m), Kock (800 m) und ihr Teamgefährte Sadik Klingenberg (1500 m) beim Bayer-Meeting in
Leverkusen. Samstag steuern sie das Amsterdam Open im altehrwürdigen Olympia-Stadion an. Gruber will 800 und vielleicht noch
1500 m in Angriff nehmen, Kock die 3000 und Klingenberg die 5000 m.

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 29. Juli 2008
Raukuc rannte auf Platz drei

Recklinghausen.
Bei den Deutschen Junioren-Meisterschaften der Leichtathleten in Recklinghausen belegte Anna Raukuc über
400 Meter Hürden Platz drei. Die Sportlerin der Emder LG erreichte nach 59,13 Sekunden das Ziel, stellte mit dieser Leistung eine
neue persönliche Bestleistung auf und holte die einzige Medaille für Ostfriesland bei dieser Veranstaltung. Schneller waren nur Jill
Richards aus Berlin in 58,17 s und Christina Kupprion in 58,55 s. Raukuc hatte sich mit der viertbesten Vorlaufzeit (60,78 s) direkt
für das Finale qualifiziert. Hier ging sie bei hohen Temperaturen das Rennen forsch an und lag bis zur sechsten Hürde sogar in
Führung. Hochspringerin Mareike Blum vom Norder TV landete auf Rang zwölf. Die 17-Jährige, der eine starke Erkältung zu
schaffen machte, übersprang 1,74 Meter. 

BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG vom 30. Juli 2008
Ludolph holt sich Silber
Nur Meister Schembera war bei U-23-Titelkämpfen über 800 Meter schneller

Rang zwei belegte Sören Ludolph von der LG Braunschweig bei den deutschen U-23-Meisterschaften in Recklinghausen auf seiner
Spezialstrecke, den 800 Metern. Der 20-Jährige Absolvent der Polizeiakademie Niedersachsens in Nienburg ließ in einem ver-
bummelten Spurtrennen in 1:53,34 Minuten nur den deutschen Meister und Jahresbesten Robin Schembera aus Leverkusen den
Vortritt. "Um den Kontakt zur Spitze zu halten, musste ich in der Zielkurve außen überholen. Der kleine Umweg hat ein paar Körner
mehr gekostet, als nötig. Sonst hätte ich Robin vielleicht noch ein wenig mehr ärgern können", erzählte Ludolph, der auf der Ziel-
geraden bis auf 12 Hundertstel Sekunden an Schembera herankam. Wie bereits bei seinem überraschenden dritten Platz hinter
Schembera und seinem LG-Kollegen René Herms bei den nationalen Titelkämpfen der Erwachsenen vor drei Wochen in Nürnberg,
bewies der Eintracht-Athlet seine Qualitäten als spurtstarker Meisterschaftsläufer. Heute Abend will er in Leverkusen versuchen,
seine bislang noch nicht voll befriedigende Jahresbestzeit von 1:49,94 Minuten zu verbessern. (B.B.)

HAMBURGER ABENDBLATT vom 30. Juli 2008 (Auszug - Nur TSV Wiepenkathen)
Vom Strand in den Hürdenwald
Sprinterinnen des TSV Wiepenkathen gefallen bei U23-DM mit Rekorden
Wiepenkathen.
Vier Wochen lang hatte sie keinen Wettkampf bestritten, war kurz vor den Meisterschaften für acht Tage nach
Dänemark in Urlaub gefahren. "Da habe ich ihr einen Trainingsplan mitgegeben. Den hat sie gut durchgezogen und dabei sogar
ihren Freund, einen Fußballer, ans Laufen gekriegt", schmunzelte Trainer Gerd Prinzler. Nach den 65. deutschen Junioren-Meister-
schaften in Recklinghausen, konnte sie, gemeint ist Sprinterin Anna Klimek vom TSV Wiepenkathen, zufrieden Bilanz ziehen:
"Alles richtig gemacht!" Denn die 20-Jährige aus Himmelpforten verbesserte im ersten Frauenjahr ihre persönliche Bestmarke über
100-Meter-Hürden von bislang 14,14 Sekunden um mehr als zwei Zehntelsekunden. Klimek blieb erstmals unter der 14-Sekunden-
Grenze und gewann in der Kreisrekordzeit von 13,88 Sekunden den B-Endlauf, was Platz neun bedeutete. "Besonders auf den
letzten zehn bis 15 Metern ist sie viel stärker geworden", beschreibt Prinzler die positiven Auswirkungen zahlreicher Überdistanz-
läufe. Am letzten August-Wochenende will Anna Klimek bei den deutschen Mehrkampf-Meisterschaften in Hannover einen Angriff
auf die 5000 Punkte im Siebenkampf starten.
Den unglücklichen Auftritt der Jugend-DM in Berlin, als sie nach zwischenzeitlicher Führung Fünfte über 400-Meter-Hürden ge-
worden war, machte die ebenfalls für Wiepenkathen startende Inga Maria Müller vergessen. In Recklinghausen markierte sie bereits
im 400-Meter-Vorlauf eine persönliche Bestzeit, die sie im Finale nochmals um sieben Zehntelsekunden auf 54,10 Sekunden
steigerte. Verdienter Lohn war für die 18-Jährige aus Ruschwedel der vierte Platz gegen die ältere U23-Konkurrenz und ein neuer
Bezirksrekord, der seit 1986 von Silke Knoll (MTV Celle) gehalten worden war.

OLDENBURGISCHE VOLKSZEITUNG vom 30. Juli 2008
Keine Chance auf eine Medaille

Recklinghausen
(sl). Bei den Deutschen Junioren-Meisterschaften der Leichtathleten hatte Lisa Seeger diesmal keine Chance, in
den Medaillenkampf des 800-m-Laufs einzugreifen. Nach einem taktischen Rennen, das keine Topzeiten erlaubte, siegte Annett
Horna (Leverkusen) in 2:20:00 Minuten, während Lisa Seeger (2:12:05) den sechsten Platz belegte. Im Vorlauf war sie in 2:11:59
Minuten noch schneller gelaufen. Die 19-jährige Fußballerin des VfL Oythe läuft inzwischen für die LG Hannover; im Oktober be-
ginnt sie ihr Studium in der Landeshauptstadt.

WESER KURIER vom 30. Juli 2008
Zwei Werderaner erreichen das B-Finale

Bremen
(sfy). Bei den deutschen Juniorenmeisterschaften in Recklinghausen erreichten die Werderaner Felix Wedekämper und
Alexander Thyme das B-Finale über die 110 Meter Hürden. Während Thyme in 15,15 Sekunden auf den 13. Gesamtrang lief,
strauchelte Wedekämper an einer Hürde und musste das Rennen vorzeitig beenden. Ihr Vereinskollege Bruno Gärtner verpasste
die Endlaufteilnahme über die 200 Meter in 22,28 Sekunden nur um einen einzigen Platz. Gemeinsam mit Twum Essel gingen die
Drei schließlich an den Start mit der 4x100-Meterstaffel, wo das Werder-Quartett in 42,64 Sekunden allerdings die angestrebte
Endlauf-Teilnahme verpasste. Dabei zeigten alle vier Sprinter eine gute Laufleistung. Ausschlaggebend für die mäßige Zeit waren
die Wechsel, die in allen drei Fällen wesentlich besser hätten ausgeführt werden können.  

OSNABRÜCKER NACHRICHTEN vom 31. Juli 2008
Riesenerlebnis - aber nicht nur Jubel

Osnabrück
(eb). 2200 Starter aus 500 Vereinen. "Die deutschen Jugendmeisterschaften sind ein Riesenerlebnis", stellte Trainer
Anton Siemer fest. Dort an der Stelle, wo im nächsten Jahr im August die Leichtathletik-Weltmeisterschaft 2009 ausgetragen wird,
durften er und seine Schützlinge der LG Osnabrück Teil eines erfolgreichen "Probelaufes" sein. Im Berliner Olympiastadion. "Es
gab einige Dinge, die umfassender und ungewohnter abliefen, als wir es bisher von den deutschen Jugendmeisterschaften her
kannten", unterstrich Siemer. Sportlich fiel die Trainer-Bilanz in der Hauptstadt durchwachsen aus: Die A-Jugend-Staffel über
4x100 Meter (Jesse Okpure, Matthias Wilke, Christian Röwekamp, Patrick Jochmann) bekam für Platz 8 im Endlauf und einen
neuen Weser-Ems-Rekord ein Lob: "Die Jungs haben ganz große Leichtathletik gezeigt."
Doch es gab auch Enttäuschungen - weitere Osnabrücker Endlaufplatzierungen blieben bei den A- und B-Jugendlichen aus. "Für
die jüngeren Starter war die Qualifikation für die Titelkämpfe bereits ein Riesenerfolg. Und die älteren Teilnehmer konnten verletz-
ungs-, berufs- und schulbedingte Trainingsrückstände nicht ausgleichen und blieben hinter den eigenen Ansprüchen zurück", sagte
Siemer. Beispielhaft nannte er hier die Langsprinter und Hürdenläufer der LGO, für die die gesamte Saison nur mäßig verlief.
Immerhin sammelten manche Athleten in Berlin (u. a. Svenja Rieck über die Hürden und Dreispringer Marcel Mosler vom Osna-
brücker TB) in ihren Disziplinen wichtige Erfahrungen, während andere offenbar nicht so richtig wussten, wie sie das Erreichte ein-
schätzen sollten. Sprinter Patrick Jochmann (LGO) lief mit den Folgen einer Lebensmittelvergiftung in den Knochen über 100 m
zwar eine persönliche Jahresbestzeit (10,96 Sek.), wurde damit aber nur Zwölfter und war spürbar enttäuscht. Mancher hatte in ihm
vor den Wettkämpfen einen Endlauf- und Medaillenkandidaten gesehen. "Es spricht für Patricks Ehrgeiz, wenn er selbst kein gutes
Haar an seiner Leistung lässt", erklärte Trainer Siemer.
So blieb es auch 2008 dabei: Bei deutschen Leichtathletik-Jugendmeisterschaften gab es seit 1937 nur fünf Titel für Osnabrücker
Talente - alle gingen an die Geher (Andreas Luttmann 1986 und 1987, Marc-Falko Schrader 1989, Sonja Birkemeyer 2005 und
2006). Auch zweite und dritte Plätze waren bei insgesamt 88 Titelkämpfen eher die Ausnahme. In dieser Altersklasse bleibt also
Luft nach oben. 

OSNABRÜCKER NACHRICHTEN vom 4. August 2008
Junioren-DM: Zum sechsten Mal 100-m-Zeit unter 11 Sekunden

Osnabrück
(maa). Wenige Tage nach den deutschen Jugendmeisterschaften (A+B) in Berlin kamen 700 junge Leichtathleten zu
den Junioren-Titelkämpfen in Recklinghausen zusammen. Im Hohenhorstadion starteten aus der Region Osnabrück die 4x 100-m-
Staffel des OTB (Christina Dettmer, Natalie Moldrzyk, Hanna Grummert, Berit Kröner), die nach 50,95 Sekunden im Vorlauf leider
das Finale verpasste, sowie Sprinter Patrick Jochmann (LGO). Der 18-Jährige aus Bad Laer - zuletzt durch eine Lebensmittelver--
giftung und einen Krankenhausaufenthalt gehandicapt - lieferte über 100 m gegen die teilweise deutlich ältere Konkurrenz mit
10,98 Sekunden ein respektables Ergebnis ab. Der Einzug ins B-Finale (hier am Ende Platz 8 bei regnerischem Wetter) war der
Lohn. "Patrick hat in diesem Jahr bei allen wichtigen Rennen Gegenwind gehabt. Umso beachtlicher ist sein konstant hohes
Leistungsniveau mit sechs Zeiten zwischen 10,96 und 11,0 Sekunden", erklärte Trainer Anton Siemer. Jochmann verzichtete in
Recklinghausen übrigens auf einen Start über 200 Meter.  
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