DM-Einzel (Fr, Mä) & DM-Langstaffeln (Jgd) in Ulm am 4./5. Juli 2009
DM-Einzel (Sen. II) in Vaterstetten vom 10.-12. Juli 2009
NDM-Einzel (Fr, Mä, Jgd B) in Lübeck am 18./19. Juli 2009
DM-Berglauf (Sen.) in Furth im Wald am 19. Juli 2009

-- Presseberichte aus Niedersachsen und Bremen --

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KURIER AM SONNTAG (Weser Kurier) vom 5. Juli 2009
Zwei Titel für das Traumpaar
Erst läuft Carolin Nytra Meisterschaftsrekord, dann springt Sebastian Bayer 8,49 m

Von Ruth Gerbracht
Bremen·Ulm. Der deutsche Sport ist um ein weiteres Sommermärchen reicher. Spannender hätte auch Hollywood das Drehbuch
für den Showdown bei den Deutschen Leichtathletikmeisterschaften in Ulm nicht schreiben können. Carolin Nytra vom Bremer LT
sprintet gestern um 15.50 Uhr souverän über die 100 Meter Hürden und sichert sich mit 12,78 Sekunden den Titel - neue persön-
liche Bestzeit. Beflügelt von dieser Leistungsexplosion geht Lebensgefährte Sebastian Bayer zur Weitsprunganlage, konzentriert
sich kurz und legt nur zwei Minuten später mit 8,49 Meter einen Riesensatz hin. Die Belohnung für das Traumpaar der Leichtath-
letik: Neben dem Gewinn der Meistertitel sind beide Bremer für die Weltmeisterschaft in Berlin qualifiziert.
"Endlich hat mal alles gepasst", jubelte Carolin Nytra nach ihrem gelungenen Lauf über die Hürden. Dabei scheint die Bremerin
nicht nur außerordentlich erfolgreich über die Hürden laufen zu können, sondern auch ein gutes Gefühl für Prophezeiungen zu
haben. So hatte Nytra im März, nach Ende der Hallensaison, ihrem Trainer Jens Ellrott vorausgesagt, dass sie bei den deutschen
Titelkämpfen mit 12,78 Meisterschaftsrekord laufen werde. "Das war mein Traum", erzählt Carolin Nytra. Die Prophezeiung in die
Tat umzusetzen, gestaltete sich jedoch nicht so einfach. Immer wieder wurde die Bremerin in der Vorbereitung von Krankheit und
Verletzungen zurückgeworfen. Aber nicht nur körperlich haderte die 24-Jährige mit sich und der Welt, auch mental lief es nicht - bis
gestern. "Zehn Tage lang hat Sebastian gegen meinen sturen Mädchenkopf angeredet", erzählt die neue deutsche Meisterin. Sie
sei so negativ gewesen in den letzten Wochen, dass sie die psychologische Aufmunterung sowohl des Trainers wie auch des
Lebensgefährten bitter nötig hatte. "Diese blöden 13 Sekunden für die WM-Norm hatten mich völlig blockiert", erklärte Carolin
Nytra, die gestern nur froh war, dass "ihr Traum doch noch in Erfüllung gegangen ist."
Auch Sebastian Bayer konnte nach seiner Leistungsexplosion befreit aufatmen. "Man hat mir bestimmt die Erleichterung ange-
merkt", grinste der 23-jährige Lebensgefährte von Carolin Nytra. Dabei war er seinen gestrigen Wettkampf recht locker angegangen.
Bereits im ersten Sprung setzte sich Bayer mit 8,14 Meter ziemlich ungefährdet an die Spitze des Starterfeldes. Allerdings fehlte
noch ein Zentimeter für die geforderte WM-Norm. Das irritierte den Bremer Hallen-Europameister aber nicht. "Nach meinem ersten
Sprung war mir klar, dass ich heute noch mehr schaffen würde. Nur einmal noch ein bisschen besser abspringen, dann geht’s", be-
schrieb der deutsche Weitsprung-Meister seine mentale Verfassung.
Und die war ziemlich stabil gestern: Trotz der Konzentration auf seinen Wettkampf ließ es sich Bayer nicht nehmen, während des
Laufs seiner Freundin, diese anzufeuern und von der anderen Seite des Stadions zu applaudieren. "Dass Caro so schnell unter-
wegs war, hat mich echt beflügelt", freute sich Bayer nach seinem Satz über 8.49. Damit meldete er sich nur zwei Minuten nach
dem Triumph seiner Freundin als Dritter der diesjährigen Weltrangliste eindrucksvoll in die Freiluftsaison zurück. "Sebastian ist un-
glaublich cool", beschreibt Jens Ellrott seinen Athleten. "Er war in den vergangenen Wochen der ruhige Pol in unserer Gruppe." Nur
ein Mal gab es einen kleinen Emotionsausbruch. Als Bayer den Deutschen Leichtathletikverband vor ein paar Tagen kritisierte, weil
er sich wegen der WM-Norm zu sehr unter Druck fühlte. "Ich denke, dass war gar nicht so ernst gemeint", sagt Ellrott, "der musste
einfach mal Dampf ablassen." Und der DLV dürfte Bayers Kritik angesichts der drittbesten Weite weltweit wohl kaum übel nehmen.
Werder-Staffel auf Platz acht
Während innerhalb von 120 Sekunden Hürdensprinterin Carolin Nytra und Weitspringer Sebastian Bayer zum neuen Traumpaar der
deutschen Leichtathletik aufgestiegen sind, liefen vier weitere Bremer zu Höchstform auf. Der SV Werder Bremen landete im Wett-
bewerb der 4x100-Meter-Staffel der Männer auf einem hervorragenden achten Platz. Das Quartett mit Jeffrey Muldrow, René
Schwarz, Alexander Thyme und Bruno-Philipp Gärtner lief zudem mit 41,47 Sekunden neuen Bremer Landesrekord.

WESER KURIER vom 6. Juli 2009
Jonna Tilgner so schnell wie nie zuvor
DM-Titelverteidigung in Bestzeit, aber über WM-Norm

Von Jörg Niemeyer
Ulm/Bremen. Jonna Tilgner war glücklich - nur noch glücklich. Nach wochenlanger Formsuche in diversen Wettkämpfen platzte
bei der 24-Jährigen ausgerechnet im Finale der deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Ulm der Knoten: Die Studentin vertei-
digte über 400 Meter Hürden nicht nur ihren Titel, sondern lief in 55,71 Sekunden über die zehn Hindernisse auch gleich noch per-
sönliche Bestzeit. "Endlich habe ich das abgerufen, was ich mir die ganze Zeit vorgenommen hatte", freute sich Jonna Tilgner über
ihre Leistungsexplosion, die dem Bremer LT/TuS Komet Arsten nach den großartigen Vortagssiegen von Sebastian Bayer im
Weitsprung (8,49 m) und Carolin Nytra über 100 Meter Hürden (12,78) die dritte nationale Meisterschaft bescherte. "Bei Jonna
habe ich damit am wenigsten gerechnet", gestand ein erleichterter Trainer Jens Ellrott, für den das Wochenende kaum besser
hätte laufen können, nachdem die bisherige Vorbereitung auf die Heim-WM im August in Berlin für das Bremer Trio nur Enttäusch-
ungen gebracht hatte.
In Ulm zeigte sich nun, dass nicht alles verkehrt gewesen sein konnte, was die Athleten und ihr Coach in den vergangenen
Wochen angestellt hatten. Zumindest Sebastian Bayer und Carolin Nytra können sich konzentriert auf die WM vorbereiten - bei
Jonna Tilgner gibt es diesbezüglich aber noch Unsicherheit, weil sie die WM-Norm (55,50) um 21 Hundertstelsekunden verpasste.
"DLV-Disziplintrainer Volker Beck will sie trotzdem für die WM nominieren", hofft Jens Ellrott auf ein glückliches Ende für Tilgner,
die mit Blickrichtung WM ein zweites Eisen im Feuer hat: einen möglichen Start in der 400-Meter-Flachstaffel des Deutschen
Leichtathletik-Verbands (DLV). "Falls die Staffel gemeldet wird, habe ich gute Chancen", sagt sie selbstbewusst. Dieses wiederge-
wonnene Selbstbewusstsein fußt auf zwei Erkenntnissen. Die unwichtigere: Es gibt nach den gestrigen Ergebnissen nicht genüg-
end 400-Meter-Flachläuferinnen, die die Bremerin aus dem Kader drängen könnten. Die wichtigere: Jonna Tilgner konnte ihre bis-
herige Hürden-Saisonbestleistung um über sieben Zehntel verbessern. "Sie hat ihre Lehren aus dem schwachen Vorlauf gezogen",
lobte Jens Ellrott seinen Schützling. Am Sonnabend hatte Tilgner mit 56,58 Sekunden ihre bis dato schwächeren Leistungen noch
bestätigt. "Da war ich viel zu passiv", gestand die Athletin. Gestern gab sie dann umso mehr Gas. Der Kick des DM-Finales sorgte
dabei ebenso für schnellere Beine wie zwei Konkurrentinnen, die bis zur achten Hürde keineswegs geschlagen schienen. Tina Kron
(Saarbrücken/56,39) war an Hürde sieben sogar noch an der Bremerin vorbeigezogen, auch die spätere Dritte Fabienne Kohlmann
(Karlstadt/57,10) hielt lange Kontakt zum Führungsduo.
Das Stehvermögen in der Endphase des gestrigen Rennens gibt Jonna Tilgner für die nächsten Aufgaben Auftrieb. Und die 24-
Jährige präsentiert sich kämpferisch. "Ich will die Norm über 400 Meter Hürden", sagt sie und hat die nächste Gelegenheit vor
Augen. Heute fliegt sie zur Universiade nach Belgrad. Die Konkurrenz dort soll sie zu den ersehnten 55,50 Sekunden treiben - und
damit das Glück perfekt machen.

WOLFSBURGER NACHRICHTEN vom 6. Juli 2009
Pechvogel Stolz prellt sich im Sand die Rippe
Wolfsburger Weitspringer wird Vierter und hofft noch

Von Ute Berndt
Ulm. Christoph Stolz bleibt ein Unglücksrabe. Im Vorjahr musste der Weitspringer des VfL Wolfsburg beim Aufwärmen für die
deutschen Meisterschaften verletzt passen und sah seinen Olympia-Traum platzen. Bei der Hallen-Europameisterschaft im März,
seinen ersten internationalen Titelkämpfen, leistete er sich drei ungültige Versuche. Und diesmal kam das Aus im dritten Versuch
auf anderweitig schmerzliche Weise: "Ich bin beim Landen irgendwie verdreht reingekommen, das gab gleich einen stechenden
Schmerz", berichtete der 29-Jährige geknickt und frustriert. Schließlich dürfte sich damit auch ein WM-Start erledigt haben. "Dabei
war heute viel möglich", ärgerte er sich. Sein dritter Versuch auf 7,75 Meter war nach verpatzten Auftaktsprüngen ein Sicherheits-
sprung, um nicht auszuscheiden. Stolz nahm vor dem Balken das Tempo heraus, sprang früh ab. Trotzdem hätte es beinahe noch
für Bronze gereicht. Erst im letzten Versuch sprang Mario Kral aus Halle mit 7,92 m noch vorbei.
Stolz wollte nochmal kontern, zog sich die Spikes wieder an, ließ die Fans rhythmisch anklatschen. Doch schon nach wenigen
Schritten Anlauf musste er mit schmerzverzerrtem Gesicht passen. "Ich wollte es versuchen, aber die Ärzte hatten mich gleich ge-
warnt, dass es wahrscheinlich nichts mehr wird." Nach dem Röntgen am Abend lautete die Diagnose: Rippenprellung. Doch die
Hoffnung lebt noch. Weil bislang nur Sebastian Bayer die A-Norm geknackt hat, könnte noch ein Springer mit der B-Norm nomi-
niert werden, wie Bundestrainer Herbert Czingon bestätigt. Die liegt bei 8,05 Meter, das traut sich Stolz bis zum Fristende 2.
August zu. Eine Wunderheilung vorausgesetzt.

BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG vom 6. Juli 2009
Ludolph holt Silber und knackt die EM-Norm
Bronze für Hamm - Knipphals sprintet Landesrekord

Von Ute Berndt
Ulm. Auch die Läufer aus unserer Region präsentierten sich in Ulm unerwartet stark. Die LG Braunschweig feierte gleich zwei Me-
daillen, Silber durch Sören Ludolph über 800 Meter und völlig überraschend Bronze durch Jonas Hamm, der ein mutiges Rennen
über 1500 Meter bot. Noch besser: Ludolph erreichte mit seinem schnellen Rennen sein großes Ziel und unterbot die Norm für die
U-23-Europameisterschaft Ende Juli in Kaunas. 1:47,50 Minuten waren zu knacken, dazu musste der 21-Jährige seine Bestleist-
ung um 44 Hundertstel verbessern. Doch Ludolph schlug gleich richtig zu und lief im Sog von Titelverteidiger Robin Schembera
(1:46,53) starke 1:46,69, woraufhin der ihm im Ziel mitjubelnd um den Hals fiel.
"Ich bin so glücklich", freute sich der Braunschweiger, der nicht damit gerechnet hatte, dass ihn die Konkurrenz beim Tempo-
machen so gut unterstützt. Das Edelmetall war dem Bronzemedaillengewinner von 2008 dagegen erst mal egal. "Es geht darum,
dass ich mich bei der Europameisterschaft zeigen kann."
Die guten Bedingungen am Sonnabend nutzte auch der Wolfsburger Sprinter Sven Knipphals. Er stellte im Vorlauf über 100 Meter
in 10,34 Sekunden einen Landesrekord auf und qualifizierte sich als Zweiter seines Rennens fürs Finale. "Heute hat einfach alles
gepasst", jubelte der 23-Jährige. "Dass ich das geschafft habe, motiviert mich total." Die alte niedersächsische Bestmarke
stammte aus dem Jahr 1988 beziehungsweise 1996, als drei Athleten jeweils 10,40 gerannt waren. Mit dieser Zeit wurde Knipphals
im Finale Sechster. Über 200 Meter, seine Paradedisziplin, rannte er gestern auf Rang fünf. Sein ehrgeiziges Ziel, wie er verriet:
"Olympia 2012".

BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG vom 6. Juli 2009
"Das war heute wirklich Teamarbeit"
Ludolph dankt der Konkurrenz fürs Tempomachen bei der DM - Hamm jubelt über seine erste Medaille

Von Ute Berndt
"Welchen Platz hab’ ich denn?", fragte Sören Ludolph. Dabei war er für 15 500 Zuschauer im Ulmer Donaustadion klar erkennbar
als Zweiter ins Ziel gerannt. Doch der 800-Meter-Läufer hatte gestern nur eines im Kopf: Die Norm für die U-23-Europameister-
schaft. Erst sein Vater, die Trainingskollegen aus Hannover und Trainer Bernd Bröger vom Laufteam Braunschweig klärten den 21-
Jährigen auf, dass er nicht nur die Norm von 1:47,50 Min. mit seinen 1:46,69 klar geknackt, sondern auch noch DM-Silber ge-
wonnen hatte. "Aber der Platz war mir heute völlig egal, ich wollte zur EM", meinte Ludolph.
Dass er es schaffen könnte, hatte er vor dem Rennen nicht unbedingt gedacht. Den Vorlauf hatte er nach Absprachen mit den
Trainern als Zweiter souverän, aber nicht sonderlich schnell gestaltet. Im Finale schien er auf sich allein gestellt. Seine Anfragen,
ob ein Kollege für oder mit ihm Tempo machen würde, wurden zunächst abgelehnt. In Meisterschaftsrennen ist so etwas unüblich.
Der Braunschweiger preschte gleich an die Spitze des Feldes. Und prompt kam die Hilfe. Sebastian Keiner aus Erfurt übernahm
die Führungsarbeit und 600 Meter vor dem Ziel Robin Schembera aus Leverkusen. "200 Meter vor dem Ziel, wusste ich, es geht,
weil ich noch fit war", jubelte Ludolph. Er ließ sich von Schembera ins Ziel ziehen und dankte den Kollegen: "Geil, das hätte ich
nicht gedacht - das war heute wirklich Teamarbeit." Nun fliegt das junge Trio zusammen zur Europameisterschaft nach Kaunas.
Schembera und Keiner, der mit der Hilfe für Ludolph gestern sogar seine Bronzemedaille opferte, weil er entkräftet von Nils Schu-
mann überholt wurde, hatten die Norm schon.
Noch lauter als Ludolph hatte ein Rennen zuvor sein Vereinskollege Jonas Hamm seine Bronzemedaille über 1500 Meter mit lauten
"Ja"-Schreien bejubelt. "Heute habe ich alles richtig gemacht, ich bin mutig mit nach vorne gegangen und habe einfach mal was
riskiert." Nachdem er lange Führungsarbeit geleistet hatte, wurde Hamm wie erwartet von den Favoriten Carsten Schlangen und
Steffen Eberhardt überholt und auch von Moritz Waldmann. Aber seinen Trainingskollegen aus Hannover übersprintete der Braun-
schweiger mit eisernem Willen doch wieder, kam in 3:45,82 Minuten ins Ziel. Nächstes Jahr soll sein letztes als Leistungssportler
sein. "Da gibt es nicht mehr viele Gelegenheiten, eine Medaille zu holen", meinte der LG-Athlet. "Ich bin stolz auf mein Rennen."
Teamkollege Andreas Kuhlen war zufrieden mit dem Erreichen des Finales, dort aber mit seinem 10. Platz in 3:49,68 Minuten nicht
ganz.
Bei der 3-x-1000-Meter-Staffel der A-Jugendlichen waren die Braunschweiger nicht ganz so erfolgreich. Malte Weber, Titus Dose
und Max Knof liefen in 7:49,35 Minuten zwar Bestzeit, wurden aber nur Zwölfte.

WOLFSBURGER ALLGEMEINE ZEITUNG vom 6. Juli 2009
DM: Stolz verletzt, Knipphals stark

Der Traum von den Leichtathletik-Weltmeisterschaften ist für Christoph Stolz geplatzt. Bei der DM im Ulm wurde der Weitspringer
des VfL Wolfsburg mit 7,75 Metern nur Vierter. Stark trumpfte VfL-Sprinter Sven Knipphals auf, der über 100 und 200 Meter jeweils
persönliche Bestzeit lief. Der Samstag war nicht der Tag von Stolz. Mit dem ersten Sprung kam er überhaupt nicht klar, landete nur
bei sechs Metern. Die WM-Norm für Berlin beträgt 8,05 Meter. Nach dem ungültigen zweiten Versuch verletzte sich Stolz bei der
Landung des dritten Sprungs. “Er ist so unglücklich aufgekommen, dass er sich mit dem Ellenbogen eine starke Rippenprellung
zugezogen hat”, berichtet VfL-Coach Werner Morawietz. Auf den vierten und fünften Versuch verzichtete Stolz, riskierte im letzten
Sprung noch einmal alles, trat aber über. Morawietz: “Die Schmerzen waren so groß, dass sich Christoph nach dem Wettkampf im
Ulmer Klinikum untersuchen lassen musste.”
Besser lief es für Knipphals. Im Vorlauf über 100 Meter knackte der 23-jährige Wolfsburger mit 10,34 Sekunden den niedersächs-
ischen Rekord, im Finale landete er am Samstag in 10,40 Sekunden auf Rang sechs. Im 200-m-Vorlauf verbesserte er seine per-
sönliche Bestzeit von 21,49 auf 21,07 Sekunden. Und im Finale lief er das erste Mal unter 21 Sekunden. Mit 20,93 Sekunden
wurde er Fünfter. “Unter 21 Sekunden zu laufen, war mein Ziel”, strahlte der Student nach dem Rennen. Zwar reichte es auch bei
Knipphals nicht für die WM, doch als Lohn für seine guten Leistungen wurde der Sprinter zur DLV-Gala am 2. August in Watten-
scheid eingeladen.

DIE NORDDEUTSCHE (Weser Kurier) vom 6. Juli 2009
"DM eine komplett neue Erfahrung"
Inga Reschke wird in Ulm 14.

Von Matthias Thode
Bremen-Nord. Mit dem 14. Platz und vielen neuen Erfahrungen kehrte Diskuswerferin Inga Reschke von den deutschen Meister-
schaften aus Ulm zurück. Mit 45,14 Meter blieb die Werferin der LG Bremen-Nord letztlich vier Meter unter ihrer Qualifikations- und
Bremer Rekordweite. "Das muss man entschuldigen", sagte Trainer Steffen Reumann während der Heimfahrt. "Die DM war eine
komplett neue Erfahrung für Inga, dazu das gesamte Umfeld in einem Stadion vor 14 000 Zuschauern zu starten. Auch wenn letzt-
lich nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft wurden haben wir Bremen, neben der herausragenden Carolin Nytra und den überragen-
den Sebastian Bayer, auch im Wurf gut vertreten", analysierte der Trainer die DM-Premiere seines Schützlings. Schließlich wäre
durchaus noch mehr für Inga Reschke möglich gewesen. Nach dem Sicherheitswurf von 45,14 Metern legte die Nordbremerin alle
Kraft in den zweiten Versuch. Die ein Kilo schwere Scheibe flog weit über die 50-Meter-Marke, doch Inga Reschke konnte diesen
Wurf nicht ganz halten. "Es gab schon Applaus für diesen Versuch, bis die rote Fahne kam. Damit wären wir sogar in den End-
kampf gekommen und hätten für eine richtige Überraschung gesorgt", trauerte Steffen Reumann diesem ungültigen Versuch hinter-
her. Beim dritten und letzten Wurf (43,56 Meter) war der Druck für Inga Reschke, sich noch steigern zu müssen, um unter die
letzten Acht zu kommen, dann letztlich zu groß.
Im Kampf um den Sieg im Diskuswerfen sorgte Nadine Müller aus Halle mit ihren 59,98 Metern aus dem ersten Durchgang für eine
Wachablösung. Die dreifache Weltmeisterin Franka Dietzsch startete mit 59,09 Metern, konnte sich jedoch in den folgenden fünf
Versuchen nicht mehr steigern und musste sich unter dem großen Rummel der zahlreichen Medienvertreter auf der Anlage ge-
schlagen geben. Da der Diskuswettkampf bereits am frühen Mittag ausgetragen wurde, blieb Inga Reschke noch genug Zeit, von
der Tribüne aus weitere DM-Luft zu schnuppern, denn ihr Auftritt in Ulm soll keine einmalige Angelegenheit bleiben. "In zwei
Wochen bei den norddeutschen Meisterschaften in Lübeck greife ich erneut die 50-Meter-Marke an und möchte im nächsten Jahr
bei den ’Deutschen’ den Endkampfplatz erreichen", beschreibt Inga Reschke ihre künftigen Ziele.

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 6. Juli 2009 (Auszug)
Ostfriese verfolgte den Olympiasieger
Leichtathletik: Onken mit Ostfriesland-Rekord DM-Sechster über 800 Meter / Bronze für Bunjes

Von Georg Lilienthal
Ulm. Über die Gefühlslage entscheidet nicht immer das Edelmetall. Während sich bei den Deutschen Leichtathletik- Meister-
schaften die ostfriesische Hammerwerferin Andrea Bunjes trotz der Bronzemedaille über die magere Weite von 64,49 Meter maß-
los ärgerte, vollführte 800-Meter-Läufer Jan-Gerhard Onken (Germania Leer) in Ulm nach Platz sechs regelrechte Jubelsprünge.
“Das ist ein Traumergebnis”, strahlte der 20-Jährige. “Solch ein Resultat hätte ich nie für möglich gehalten.” Erstmals in seinem
Leben knackte er die 1:49-Minuten- Marke und steigerte seinen Ostfriesland-Rekord um mehr als eine Sekunde auf 1:48,76 Mi-
nuten. Letztlich war er nur 1,5 Sekunden von Rang drei entfernt. Diesen Platz nahm der Erfurter Ex-Olympiasieger Nils Schumann
ein (1:47,28), den Onken lange Zeit verfolgt hatte. Es siegte Robin Schembera (Bayer Leverkusen; 1:46,53) vor Sören Ludolph
(Braunschweig; 1:46,69).
Für den Ostfriesen ging schon mit der Finalteilnahme der sehnlichste Wunsch in Erfüllung. “Das war mein großes Ziel”, sagte er.
Deshalb mobilisierte er schon am Sonnabend im Vorlauf alle Kräfte, steigerte seine Bestmarke von 1:49,83 auf 1:49,40 Minuten
und schaffte den Finaleinzug. Im Endlauf reihte er sich zunächst auf Platz drei ein, fiel auf Rang fünf zurück und blieb bis 200 Meter
vor dem Ziel dem Olympiasieger Nils Schumann auf den Fersen. “Dann wurden die Beine schwer”, räumte Onken ein. So musste
er noch René Bauschinger (Quelle Fürth) passieren lassen und belegte vor den Augen seiner überglücklichen Eltern Jan-Heinrich
und Hilde Onken Rang sechs. 

STADER TAGEBLATT vom 7. Juli 2009  
Inga Maria Müller wird bei den Großen Sechste
Leichtathletik: Die Läuferin aus Ruschwedel pulverisiert über 400 Meter den 25 Jahre bestehenden Jugend-Rekord

Ulm/Ruschwedel
(db). Die 19-jährige Inga Maria Müller, die aus Ruschwedel bei Harsefeld stammt und mittlerweile für die die LG
Hannover startet, hat bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Ulm den sechsten Platz über 400 Meter belegt. Im End-
lauf lief Inga Maria Müller die Stadionrunde in 53,99 Sekunden. Damit gehört sie zu den besten Läuferinnen Deutschlands. Weil
Inga Maria Müller gerade 19 Jahre alt ist, geht ihre sensationelle Zeit aus dem Vorlauf in die Statistik der Jugendlichen ein. Im Vor-
lauf schaffte die Frau aus Ruschwedel die 400 Meter nämlich in 53,56 Sekunden und verbesserte damit den seit 25 Jahren be-
stehenden niedersächsischen Jugend-Landesrekord. Den Endlauf ging Inga Maria Müller zu schnell an und beraubte sich damit
aller Chancen, im Klassement weiter nach vorne zu laufen. Ihren nächsten großen Auftritt hat die Leichtathletin zwischen dem 23.
und dem 26. Juli bei den Jugend-Europameisterschaften in Serbien. Die 19-jährige hat durchaus Medaillenchancen. Schließlich
steht sie nicht nur auf der deutschen, sondern auch auf der europäischen Jugendrangliste auf dem Platz an der Sonne.
Bereits vor gut einem Monat sorgte Inga Maria Müller bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften in Göttingen für einen Pauken-
schlag. Über die 400-Meter-Hürdendistanz lief sie in 56,97 Sekunden der gesamten Konkurrenz davon. Durch diesen Lauf hat sich
die Leichtathletin für die Europameisterschaft in Serbien qualifiziert. Inga Maria Müller läuft übrigens erst seit Saisonbeginn für die
LG Hannover. Sie wechselte nach dem Abitur vom TSV Wiepenkathen in die niedersächsische Landeshauptstadt. Auch im Staffel-
wettbewerb zählt die junge und hochtalentierte Athletin aktuell zu den schnellsten Läuferinnen in Deutschland. Und so ist sie opti-
mistisch: "Ende Juli soll bei der U 20-Europameisterschaft dann mein Saisonhöhepunkt folgen"

Presseinformation vom 7. Juli 2009 (Von Markus Steinbrück)
Jana Sussmann Achte
Jugendstaffel verpasst Endlauf knapp

Winsen.
Nicht ins ganz große Rampenlicht treten konnten die Starter aus dem Landkreis Harburg bei den von prächtiger Stimm-
ung und jeweils 15.000 Zuschauern an beiden Tagen begleiteten 107. deutschen Leichtathletik-Meisterschaften im Donaustadion
von Ulm. Die noch jugendliche 1500-Meter-Läuferin Jana Sussmann (LG Nordheide) ergatterte bei den Frauen mit dem Finaleinzug
und dem achten Platz die angestrebte Teilnahme an der Siegerehrung. Die weibliche 4x400-Meter-Jugendstaffel der LG Nordheide
war nach dem um einen Platz verpassten Finaleinzug etwas geknickt. Und sogar tatenlos zusehen musste der von einer Muskel-
verhärtung geplagte Hürdensprinter Paul Dittmer (MTV Hanstedt).
Eine Woche nach Rang vier bei den deutschen Juniorenmeisterschaften und der Nominierung für die U20-EM in Serbien trat Jana
Sussmann in Ulm ohne jeglichen Druck an. Doch der erhoffte Leistungsschritt nach vorn gelang nicht. Zwar qualifizierte sich die
18-Jährige als Fünftschnellste aus zwei Vorläufen (4:25,87 Minuten) sicher für den Endlauf der besten Zwölf und führte das Finalfeld
etwa 600 Meter lang an. Als auf der letzten Runde dann aber der langgezogene Endspurt begann, konnte Jana Sussmann nicht
folgen. Sie fiel sieben Sekunden hinter die alte und neue deutsche Meisterin Denise Krebs (TV Wattenscheid) zurück und erreichte
in 4:26,17 Minuten den achten Platz.
Nach dem sehr guten neunten Platz unter 25 Jugendstaffeln waren die weiblichen 400-Meter-Läuferinnen der LG Nordheide zu-
nächst reichlich geknickt. Zu knapp hatten sie den Einzug in den Endlauf der deutschen Meisterschaft verpasst. Nach vier Vor-
läufen fehlten Lea Madlen Meyer, Nora Hemmert, Carlotta Meyer-Ranke und Kim Elisa Sussmann sieben Zehntelsekunden oder
ein Platz gegenüber der LG Festina Rupertiwinkel aus Bayern. Trösten durften sich die vier jungen Damen mit der 4x400-Meter-
Saisonbestzeit von 3:56,70 Minuten und einem dicken Lob von Trainer Gerd Prüsmann. Der erfahrene Coach hatte im Vorfeld arge
Zweifel gehabt, überhaupt ein halbwegs gesundes Quartett an den Ablauf schicken zu können. Kim Elisa Sussmann war krank von
einer Studienfahrt aus Irland zurückgekehrt und Nora Hemmert hatte mit einer vor drei Wochen erlittenen Bänderverletzung nur
zweimal ganz locker trainieren können. Letztlich ging die Staffel beim Saisonhöhepunkt an den Start und erreichte, gestützt auf die
Top-Zeiten der jeweils erst 15 Jahre alten Lea Madlen Meyer und Carlotta Meyer-Ranke, das Optimum.
Einen dicken Hals hatte Hürdensprinter Paul Dittmer (MTV Hanstedt), für den die deutschen Titelkämpfe in Ulm die letzte Möglich-
keit der Normerfüllung für die U23-Europameisterschaften in Litauen darstellten. Dittmer hatte das Training am Donnerstag mit einer
Muskelverhärtung im Oberschenkel abbrechen müssen. Trotz intensiver Behandlung und der Anreise nach Ulm war der Muskel bis
zum 110-Meter-Hürden-Start am Samstagnachmittag nicht locker zu bekommen. So muss der 22-Jährige auf eine Kann-Regelung
des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) hoffen, der diesem erlaubt, auch Athleten ohne Normerfüllung mit zur U23-EM zu
nehmen, wenn diese in der europäischen Bestenliste in den Top-Acht stehen. Vor dem Wochenende war Paul Dittmer noch
Achter...

BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG (Peine) vom 10. Juli 2009
Adelheid Rosenberg gehört zum Favoritenkreis
Leichtathletik: Deutsche Titelkämpfe der Senioren II in Vaterstetten

An diesem Wochenende finden im Sportzentrum in Vaterstetten, vor den Toren Münchens, die Deutschen Seniorenmeisterschaften
II (ab M/W 50) statt. Über 1000 Leichtathleten aus allen 16 Bundesländern haben ihre Meldungen abgegeben Darunter befinden
sich auch drei Aktive des NLV-Kreises Peine. Adelheid Rosenberg (Kugelstoß W75), Reintraut Rattay (5000m W65) und Werner
Weber (Kugelstoß M60), alle von der LG Peiner Land, haben die vom DLV geforderten Qualifikationsnormen erbracht und sich da-
mit für diese nationalen Titelkämpfe qualifiziert.
Adelheid Rosenberg wird bereits am heutigen Freitag um 16.45 Uhr den Wettkampf aufnehmen. Bei sieben gemeldeten Athletinnen
ist die Teilnahme am Finale für die Peiner Athletin bereits sicher. Bei einer Bestätigung ihrer bisherigen Jahresbestleistung von
7,25 m gehört die Kugelstoßerin durchaus zu den Medaillenkandidatinnen der Klasse W75.
Auf Rang fünf der Meldeliste steht der Peiner Kugelstoßer Werner Weber, der als Landesmeister bisher mit 13,33 m sein bestes
Ergebnis in diesem Jahr erzielte. Gemeldet haben zehn Kugelstoßer für den Vorkampf der M 60, die besten Acht werden sich für
das Finale am Freitagnachmittag um 17.45 Uhr qualifizieren.
Reintraut Rattay hat zwar für die 5000 m der W 65 mit der drittschnellsten Zeit gemeldet, wird die Reise nach Vaterstetten aber
höchstwahrscheinlich aus familiären Gründen nicht antreten können - die Entscheidung fällt kurzfristig. (ww)

OSTERHOLZER KREISBLATT vom 10. Juli 2009
Marg fährt gespannt zur DM
Konkurrent des Kreisstädters will morgen neuen Weltrekord stoßen

Von Carsten Spöring
Osterholz-Scharmbeck. Wird es morgen bei den Deutschen Senioren-Meisterschaften der Leichtathleten in Vaterstetten bei
München zum Zweikampf Karl-Heinz Marg - Fred Schladen kommen? Marg von der Startgemeinschaft Osterholzer Leichtathleten
(SOL) ist im Kugelstoßen der Altersklasse M 70 der Saisonführende (15,15 Meter) und hält den Weltrekord (15,89), doch der ein
Jahr jüngere Athlet vom LC Bonn hat seinen Hut in den Ring geworfen. "Wenn ich unter 16 Meter nach Hause fahre, soll mich der
Blitz erschlagen", wird er im Bonner General-Anzeiger zitiert.
Bislang schaffte der ehemalige deutsche Rekordhalter in diesem Jahr erst 14,58, will im Training aber schon 16,24 Meter gestoßen
haben. Nervös machen lässt sich Karl-Heinz Marg, der dem VSK Osterholz-Scharmbeck angehört, aber nicht. "Der Druck liegt nun
bei Fred Schladen", sagte Marg und fügte an, er werde jedenfalls locker und gut vorbereitet in den Wettkampf morgen um 13.15
Uhr gehen, freut sich aber auch angesichts der Schladen-Äußerungen: "Das wird je spannend". 

OSNABRÜCKER NACHRICHTEN vom 12. Juli 2009
DM in Ulm: Platz 17 für LGO-Staffel - 12.07.2009

Osnabrück
(eb). Matthias Wilke, Patrick Jochmann, Christian Röwekamp und Jascha Bahlmann liefen die 4x 400 m in 3:25,80
Minuten. Eine Zeit, die vor fünf Jahren noch zur Endlauf-Teilnahme gereicht hätte, bedeutete dieses Mal bei den deutschen A-
Jugendmeisterschaften der Leichtathleten in Ulm “nur” Platz 17 für die LG Osnabrück. Staffel-Trainer Anton Siemer sah bundesweit
ein “unglaubliches Leistungsniveau”.

ACHIMER KURIER / VERDENER NACHRICHTEN vom 13. Juli 2009
Dieter Watzlawick gewinnt Bronze
Mit dem Diskus 31,82 Meter geworfen

Von Helmut Behrmann
Verden. Drei Senioren der Leichtathletik-Gemeinschaft Kreis Verden (LGKV) starteten in Vaterstetten bei München bei der
Deutschen Senioren-Meisterschaft II für die Altersklassen ab 50. Auf der weitläufigen Anlage dieses kleinen Ortes sind in der Ver-
gangenheit schon verschiedene nationale Meisterschaften durchgeführt worden. So wurde M 75-Altmeister Dieter Watzlawick
(Verden) hier vor vier Jahren Deutscher Seniorenmeister im Diskuswurf, doch dieses Mal musste er sich zwei jüngeren Athleten
beugen und war mit dem dritten Platz zufriedener als mit der Leistung von 31,82 m. Gut platzieren konnte sich auch der Oytener
Bernd Kunze, der im Feld der elf angetretenen M 50-Läufer über 400 m Hürden mit 68,76 Sekunden Sechster wurde. Einen Tag
später kam er im 400-m-Vorlauf ohne Hürden mit leichter Oberschenkelverletzung kämpfend noch zu 60,95 Sekunden. Das reichte
nicht zum Einzug in den Endlauf. Im Diskuswurfwettkampf der W 55-Seniorinnen wurde Ursula Schmidt mit 22,38 m Fünfte.

BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG (Helmstedt) vom 15. Juli 2009
Souverän: Ulrich wirft zehn Meter weiter als alle anderen
Helmstedter Leichtathlet wird deutscher Meister

Helmstedt. Als einziger Helmstedter Leichtathlet nahm Bernhard Ulrich vom SV Germania Helmstedt an den deutschen Senioren-
Meisterschaften für die Altersklassen 50 Jahre und älter in Vaterstetten teil. Ulrich trat als Titelverteidiger in der Altersklasse M50
im Hammerwerfen an - und konnte souverän mit mehr als zehn Metern Vorsprung die Goldmedaille mit nach Hause bringen. Von
Beginn an dominierte der amtierende Senioren-Europameister den Wettbewerb, um schließlich im letzten von sechs Versuchen
auch noch mit 60,78 Metern die begehrte 60-Meter-Marke zu übertreffen. Mit dieser Form geht Ulrich in wenigen Wochen als einer
der Mitfavoriten im finnischen Lahti bei den Senioren-Weltmeisterschaften an den Start. (dill)

DEISTER- UND WESERZEITUNG (DEWEZET) vom 15. Juli 2009
Behrens holt Gold - Bronze für Bublitz

Leichtathletik
(red). Auch im “mittleren Seniorenalter” zeigt Renate Behrens von der LG Weserbergland weiterhin Topleistungen.
Bei den deutschen Meisterschaften der Senioren in Vaterstetten sicherte sich die Sportlerin in der AK 50 mit 9,82 Metern den Titel
im Dreisprung. Im Weitsprung blieb Behrens mit 4,59 m deutlich unter ihren Möglichkeiten. Auch Manfred Bublitz bewies in Vater-
stetten, dass er im fortgeschrittenen Sportleralter von 70 Jahren immer noch topfit und zu großartigen Leistungen fähig ist. Über
die 5000-Meter-Distanz benötigte der Routinier 20:51:54 Minuten und sicherte sich damit in der AK 70 die Bronzemedaille. Meister
wurde über diese Strecke nach 20:12:72 Minuten Karl Walter Trümper aus Dortmund. Über 10 000 m musste sich Bublitz in
42:15:41 Minuten mit dem undankbaren vierten Platz zufriedengeben.

GÖTTINGER TAGEBLATT vom 15. Juli 2009 (Auszug / Nur DM)
Komplette Medaillensammlung für Rolf Geese
Meetings in Alfeld und Korbach sowie die Deutschen Meisterschaften der Senioren II (M/W 50 und älter) in Vaterstetten standen
auf dem Programm der Göttinger Leichtathleten...
...Drei LGG-Senioren waren in Vaterstetten am Start. In der Klasse M 60 gewann Rolf Geese einen kompletten Medaillensatz mit
dem haushohen Sieg über 100 Meter Hürden (16,13 Sekunden), Rang zwei im Weitsprung (4,96 m), bei dem ihm nur drei Zenti-
meter am Titelgewinn fehlten, und Rang drei im Hochsprung (1,44 m).
Dreimal Zweite wurde Elisabeth Dwenger (W 75) im Kugelstoßen (7,45 m) sowie im Diskus- (19,33 m) und Speerwurf (17,88 m).
Hannelore Bezold (W 60) belegte über 1500 Meter den dritten Rang in 6:03,02 Minuten sowie über 400 Meter (1:29,89 Minuten) und
800 Meter (2:58,71) jeweils den vierten Platz.

PEINER ALLGEMEINE ZEITUNG vom 15. Juli 2009
Weber stößt die Kugel über 13 Meter weit

Kraft gepaart mit der richtigen Technik - darauf kommt es beim Kugelstoßen an. Dr. Werner Weber von der LG Peiner Land ver-
steht sein Handwerk, er nahm bereits an seiner 20. Deutschen Seniorenmeisterschaft teil. Im bayerischen Vaterstetten stieß er
sich auf Rang sechs. Mehr als 1000 Seniorenleichtathleten aus allen 16 Landesverbänden trafen sich im Sportzentrum Vater-
stetten, um in 179 Entscheidungen die Deutschen Meister der Altersklassen ab 50 Jahren zu ermitteln. Nach Absagen von Rein-
traut Rattay und Adelheid Rosenberg war Dr. Werner Weber (LG Peiner Land) einziger Peiner Vertreter.
Bereits am Nachmittag des ersten Wettkampftages traten die Kugelstoßer der Klasse M60 zum Finale an. Standesgemäß lag der
Titelverteidiger Reinhard Krone vom SC Magdeburg nach dem ersten Durchgang mit 14,35 Meter in Führung. Drehstoßtechniker
Stipo Knez (LG ESV Augsburg-TSV Neusäß) stieß zum Auftakt 13,46 Meter, gefolgt vom gebürtigen Serben Munib Kulovac
(Neckarsulmer Sport Union) mit 13,40 Meter. Werner Weber begann den Wettkampf mit 12,51 Meter und lag zunächst auf Rang
fünf. Nach dem zweiten Durchgang führte Krone bereits deutlich mit 15,07 Meter, vor Kulovac, der sich enorm steigerte und mit
14,56 Meter einen württembergischen Landesrekord aufstellte. Weber verbesserte sich auf 13,02 Meter und zog als Fünfter nach
dem Vorkampf in das Finale der besten Acht ein.
Im fünften Versuch verbesserte der führende Krone seine Deutsche Jahresbestleistung auf 15,30 Meter und holte sich damit über-
legen den Titel. Der Kampf um Silber wurde noch spannend, am Ende wurde Kulovac mit 14,56 Meter Vizemeister vor Knez, der
mit 14,04 Meter Bronze holte. Auf den weiteren Plätzen folgten Richard Bauder (Neckarsulmer Sport Union) mit 13,88 Meter und
Hans-Josef Weitz (Pullheimer Sportclub) mit 13,50 Meter, der Weber im sechsten und letzten Versuch noch von Platz fünf ver-
drängte. Am Ende blieb für den niedersächsischen Landesmeister der sechste Rang mit 13,02 Meter. “Nach dem bisherigen Sai-
sonverlauf war ich mit der erreichten Weite über 13 Meter und der Platzierung vollkommen zufrieden. Eine Medaille wäre selbst bei
Einstellung der persönlichen Bestleistung von 13,92 Meter unrealistisch gewesen”, bilanzierte Weber.

SALZGITTER ZEITUNG vom 17. Juli 2009
Heinrich Deutsch bester Kugelstoßer
Leichtathletik-Senior gewinnt Titel bei Deutscher Meisterschaft

Vaterstetten.
Nach der Landesmeisterschaft und dem Titel eines Norddeutschen Meisters bewies Heinrich Deutsch (MTV Salz-
gitter) bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften im bayrischen Vaterstetten, dass er auch den Süden der Nation in dieser Sai--
son fest im Griff hat. Deutsch (M75) wuchtete die Kugel im letzten Versuch auf auch international sehr beachtliche 11,54 m - ob-
wohl in diesem Wettkampf jeder seiner Stöße zum Sieg gereicht hätte. Einmal die weite Reise in die Münchener Gegend hinter
sich gebracht, verbesserte der starke Gitteraner am Nachmittag zuvor seine derzeitige Bestleistung im Diskuswurf auf 31,09 m,
was aufgrund starker Konkurrenz nur zum undankbaren vierten Platz reichte. Ein fünfter Platz im Hammerwurf mit 27,62 m kom-
plettierte einen erfolgreichen Tag.
Auch der Langstreckenläufer Werner Herbert (M60, LG Salzgitter) stellte sich in Vaterstetten der nationalen Konkurrenz und ver-
passte dabei das Treppchen nur knapp, als er nach 38:51,72 min. als Vierter die Ziellinie überquerte. Sprinter Andreas Zechmann
(M40, SV Union Salzgitter) erreichte bei den Deutschen Meisterschaften der jüngeren Senioren in St. Wendel das Finale der
besten Acht seiner Altersklasse. Er steigerte seine Bestzeit als Sechster noch einmal auf 12,03 s, die drittbeste Zeit der nieder-
sächsischen Bestenliste.

NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG vom 17. Juli 2009
Koop holt zweimal Gold

Dörpen.
Drei Wochen vor Beginn der Weltmeisterschaften der Leichtathletik-Senioren im finnischen Lahti ist Mastersläuferin
Annette Koop (LG Emstal Dörpen) in beeindruckender Form. Der Beweis: Zwei Goldmedaillen bei den deutschen Senioren-Meister-
schaften der Leichtathleten im oberbayrischen Vaterstetten bei München (Kreis Ebersberg).
Zunächst gewann Annette Koop in ihrer Altersklasse W 50 ihre Paradestrecke 800 Meter in 2:25,43 Minuten und lag damit rund elf
Sekunden vor der Zweitplatzierten Monika Hofmann (TV Haibach). Höhepunkt sollte dann der Auftritt der Lingenerin über 1500
Meter werden. Die Sportlehrerin gewann überlegen in 4:54,95 Minuten und deklassierte damit geradezu das gesamte weitere zwölf-
köpfige Starterfeld. Am Ende lag sie knapp 200 Meter vor ihren Konkurrentinnen. “Zum ersten Mal seit langer Zeit bin ich verletz-
ungsfrei durch den Winter und die Vorbereitung im Frühjahr gekommen. Das gibt Kraft und Selbstvertrauen”, analysierte die Lingen-
erin ihre aktuelle Leistungsstärke. Trainer Arno Kosmider (LG Emstal Dörpen) bewertete den Auftritt von Annette Koop, die er seit
inzwischen 35 Jahren trainiert, als “sehr beeindruckend” - schließlich handelte es sich jeweils um einen neuen Landesrekord. So
schnell die Mittelstrecklerin auch war, so lange dauerte die anschließende Dopingkontrolle. Erst nach 2,5 Litern “Flüssigkeitszu-
fuhr” und zwei Stunden Wartezeit “klappte es” endlich.
Ebenfalls in Vaterstetten am Start waren zwei Senioren-Leichtathleten des VfL Lingen. Fünfter im Finale über 800 Meter wurde
Georg Grave in der Altersklasse der 60- bis 64-Jährigen in 2:33,64 Minuten. Dr. Ludwig Remling kam über 1500 Meter in der Alters-
klasse M 65 in 5:52,59 Minuten auf den sechsten Rang. 

NORDWEST ZEITUNG vom 18. Juli 2009
Cordes gewinnt zweimal Bronze
Leichtathletik: BTB-Sportler bei deutschen Seniorenmeisterschaften erfolgreich

Oldenburg.
Sehr zufrieden ist Harald Cordes vom BTB Oldenburg von den deutschen Leichtathletik-Seniorenmeisterschaften der
Altersklassen (AK) der 50- bis 80-Jährigen zurückgekehrt. Schließlich stand der Wardenburger im bayerischen Vaterstetten gleich
zweimal auf dem Siegertreppchen, indem er sich mit zwei persönlichen Jahresbestleistungen sowohl im Hochsprung als auch im
Weitsprung die Bronzemedaille gesichert hatte. “Wenn ich ehrlich bin, hatte ich mir vorab sogar vorgenommen, einen der beiden
Titel zu gewinnen”, gesteht Cordes. “Aber ich habe kurz vor der DM eine schwere Grippe bekommen und stand in Vaterstetten
unter starken Erkältungseinflüssen - und unter diesen Umständen bin ich mit den beiden Bronzemedaillen sehr zufrieden.”
Nachdem Vereinskamerad Jan Hiller (BTB) eine Woche zuvor bei den deutschen Seniorenmeisterschaften der jüngeren Alters-
klassen eine erfolgreiche Titelverteidigung im Hochsprung der AK M 35 geglückt war, wollte Cordes (M 55) ebenfalls im Hochsprung
in Vaterstetten bei der Medaillenvergabe erfolgreich mitmischen. Denn mit dem bisherigen Saisonverlauf konnte der 56-Jährige sehr
zufrieden sein. Anfang Juni war er in Dessau mit übersprungenen 1,62 m norddeutscher Seniorenmeister der AK M 55 geworden.
Ein Vizemeistertitel im Weitsprung (4,97 m) rundete damals seine Erfolgsbilanz ab, so dass er - wenn auch gesundheitlich merk-
lich angeschlagen - selbstbewusst die Reise zu den deutschen Titelkämpfen antreten konnte.
Mit einer Höhe von 1,63 m, also einem Zentimeter höher als bei den norddeutschen Meisterschaften und höhengleich mit dem
Zweitplatzierten, freute sich Cordes über eine Jahresbestleistung und den dritten Platz. Es siegte Dieter Köhl vom VfL Sindelfingen
mit übersprungenen 1,71 m. Dritter war Cordes im Vorjahr auch bei den deutschen Titelkämpfen in Schweinfurt geworden, dort
hatte er jedoch mit übersprungenen 1,57 m noch sechs Zentimeter weniger erzielt.
Am zweiten Wettkampftag in Vaterstetten lieferte Cordes im Weitsprung-Wettbewerb exakt dieselbe Weite wie bei den deutschen
Meisterschaften 2008 ab. 5,17 m bedeuteten ebenfalls Bronze. Den Meistertitel sicherte sich Wolfgang Ritte (Weseler TV) mit
einer Siegerweite von 5,40 m. Eine Weite, die auch für Cordes im Bereich des Möglichen lag, doch er war zweimal knapp überge-
treten.

REGIONALE RUNDSCHAU / SYKER KURIER vom 18. Juli 2009
Drei Vereine starten in Lübeck

Lübeck
(cgo). Drei Vereine des Kreisleichtathletik-Verbandes Diepholz haben insgesamt zehn Athleten für die Norddeutschen
Meisterschaften der Männer, Frauen und B-Jugend gemeldet, die am Wochenende in Lübeck stattfinden. Die Medaillenhoffnungen
des TSV Asendorf ruhen auf Sven Schröder (Speerwurf Männer) und auf den beiden Schülerinnen Christin Bormann und Tabea
Brüning, die bei der B-Jugend antreten. Ebenfalls in der höheren B-Jugend startet ein starkes Schülerteam vom FTSV Jahn
Brinkum mit Niklas Ole Fugel, Anna Lena Freese, Henrike Prokopp, Denise Wessel und Janicke Wolpmann. Vom LC Hansa Stuhr
peilen Imme Ihli im Speerwurf der Frauen und Hanna Hübner bei der B-Jugend das Siegerpodest an. 

Presseinformation vom 20. Juli 2009 (Von Manfred Scholz)
Stefan Hölscher siegt im Dreisprung
Giebel Zweite und Dritte über 100 und 200 Mete
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Leichtathletik. Mit einem weiten Satz auf 13,34 Meter (Bestleistung) siegte der 17-jährige Stefan Hölscher von der LG Weserberg-
land bei den Norddeutschen Leichtathletik Meisterschaften in Lübeck im Dreisprung und das vor den Augen seiner begeisterten
Eltern, die an der Ostsee Urlaub machten. Spannend war der Wettkampf bis zum letzten Sprung, da Hölscher bis dahin noch mit
13,26 Metern auf dem Silberrang gelegen hatte. Beim letzten Sprung legte er noch mal 8 Zentimeter drauf und dem hatte Konkurr-
ent Aron Slabon vom SC Neubrandenburg nichts mehr hinzu zu setzen, der mit 13,28 Meter Zweiter wurde. “Stefan konnte in den
letzten Tagen wegen Fußproblemen wenig trainieren, deshalb waren seine neuerlichen Bestleistungen schon erstaunlich”, freute
sich auch sein Trainer Werner Scharf. Am Tag zuvor hatte er schon mit ordentlichen 6,46 Meter im Weitsprung den fünften Platz
belegt. Seine Mannschaftskameraden Patrick Conrad und Tim Rothmann kamen mit 6,04 und 5,72 Meter auf die Ränge elf und
vierzehn.
Mit zwei Vorlaufsiegen in 12,22 und 12,24 Sekunden konnten sich Nina Giebel und Karen Piel von der LG Weserbergland für das
Finale über 100 Meter qualifizieren. Gegen die Rostockerin Evelyn Hübner hatte das LG-Duo dann aber im Finale keine Chance,
waren aber mit dem Silber- und Bronzeplatz zufrieden. Hübner siegte in 11,96 Sekunden vor Giebel, die sich auf 12,17 Sekunden
steigerte und Piel, die noch einmal 12,24 Sekunden sprintete. Auch über 200 Meter hatte die Rostockerin die Nase im Finale vorn
und siegte in 24,23 Sekunden, Giebel kam mit neuer Bestleistung in 24,66 Sekunden auf den dritten Treppchen-Platz und Piel
wurde in 25,17 Sekunden Vierte. Auf das Finale über 200 Meter verzichtete die dritte LG-Sprinterin Sara Kruse nach 25,91 Sekun-
den im Vorlauf. Das zahlte sich über die 400 Meter letztendlich aus, denn hier erreichte sie den dritten Platz in 58,57 Sekunden.
Es siegte Paula Charlotte Wagner vom Schweriner SC in 57,31 Sekunden. Sechster im Speerwerfen wurde Tim Rothmann mit
48,72 Meter im vorletzten Versuch, dabei lagen alle sechs Versuche über 44 Meter.

MÜNSTERLÄNDISCHE TAGESZEITUNG vom 20. Juli 2009
Kuhlen holt 800-Meter-Titel
Jubiläum in Lübeck

Lübeck.
Im Lübecker Stadion Buniamshof gingen am Wochenende die Norddeutschen Leichathletik-Meisterschaften der Männer,
Frauen und B-Jugendlichen über die Bühne. Der für die LG Braunschweig startende Falkenberger Andreas Kuhlen holte den Titel
über die 800-Meter-Distanz. Am ersten Veranstaltungstag zählte Kuhlen zu den Mitfavoriten des 37-köpfigen Starterfelds - nicht
zuletzt wegen seines bärenstarken Auftritts in Osterode über die 1000 Meter. Direkt nach dem Startschuss setzte sich der 25-
jährige Falkenberger an die Spitze des Feldes und lief Seite an Seite mit Micha Heidenreich (OSC Berlin) die ersten 400 Meter in
“mäßigen” 58 Sekunden an. Da das Tempo nicht sehr hoch war, blieb das gesamte Feld des dritten und schnellsten Zeitlaufs eng
beisammen. Jetzt durfte man auf die zweite Runde gespannt sein. Kuhlen forcierte das Tempo anfangs noch mal und ging als Füh-
render auf die letzten 200 Meter. Mit einem Wimpernschlagfinale durchschlug Andreas die Siegesserie der Berliner (2005: Stefan
Beyer/OSC Berlin, 2006: Franek Haschke/LG Nord Berlin, 2007: Alexander Hudak/LG Nord Berlin, 2008: Merlin Rose/LG Nord
Berlin) und gewann in 1:52,50 Minuten vor Christoph Malik (SC Magdeburg/1:52,51), Daniel Gruber (LG Emstal Dörpen/1:52,86)
und Micha Heidenreich. (OSC Berlin/1:53,50)
Nebenbei feierte Andreas Kuhlen kleines Jubiläum: Er unterbot die 1:53-Minutenmarke bereits zum 20. Mal in seiner Laufbahn. Auf
den Start über die 1500-Meter-Strecke verzichtete Kuhlen, da am kommenden Mittwoch die Teilnahme über 1500 Meter beim Inter-
nationalen Meeting in Cuxhaven geplant ist.

WILHELMSHAVENER ZEITUNG vom 20. Juli 2009
Nadine Zähler musste sich mit Platz 2 begnügen
Im Finale der Norddeutschen Meisterschaften über 100 Meter herrschte starker Gegenwind

Wilhelmshaven
(mün). Landesmeisterin Nadine Zähler musste am Sonnabend bei den “Norddeutschen” (weibliche Jugend B) in
Lübeck einer Konkurrentin aus Hamburg den Vortritt lassen. Nach ihrem Sieg bei den Landesmeisterschaften vor vier Wochen in
Wilhelmshaven in Saisonbestzeit (12,04 Sekunden) reichten in Schleswig-Holstein angesichts des starken Gegenwindes ordent-
liche 12,26 Sekunden nur zu Platz zwei. Norddeutsche Meisterin wurde die zwei Jahre jüngere Jennifer Tuffour (LG Alsternord) in
12,13 Sekunden, die sich zuvor wie die Wilhelmshavenerin auch im Vor- und Zwischenlauf souverän durchgesetzt hatte. Auf Platz
drei kam in 12,55 Sekunden Stefanie Gotzheim (Neubrandenburg). “Das Ergebnis von Nadine liegt im Rahmen dessen, was ich
erwartet habe”, zeigte sich LGW-Trainer Klaus Dröge nicht unzufrieden mit dem Abschneiden der 17-Jährigen. 

SCHAUMBURGER ZEITUNG vom 21. Juli 2009
Horst Schäfer Deutscher Vize-Meister über 100 Meter Hürden

Leichtathletik
(cwo). Horst Schäfer von der VT Rinteln sprintete bei den Deutschen Senioren-Meisterschaften (Ü 50) in Vater-
stetten bei München zur Vize-Meisterschaft über 100-Meter-Hürden der Altersklasse M 65. Im 300-Meter-Hürden-Finale verpasste
der Weserstädter ganz knapp Edelmetall und belegte einen sehr guten vierten Rang. Beide Laufentscheidungen, für die der Rinteln-
er Mehrkämpfer gemeldet hatte, wurden am Nachmittag des Eröffnungstages ausgetragen.
Die 100-Meter-Hürdenläufe waren geprägt von Fehlstarts und dem Ausfall der Zeitmessanlage. Als großer Favorit nach den Qualifi-
kationszeiten ging Dr. Rolf Geese von der LG Göttingen an den Start. Geese setzte sich erwartungsgemäß direkt nach dem Start
von der Konkurrenz ab und gewann den Lauf sicher. Im erwartet knappen Kampf um Rang zwei setzte sich Horst Schäfer gegen
Enno Borchers vom VfL Rastede durch. Der Schreck fuhr den gestandenen Athleten jedoch in die Knochen, als ihnen nach dem
Zieleinlauf vom Kampfgericht eröffnet wurde, dass die elektronische Zeitmessung bei diesem Lauf ausgefallen war und der Lauf
wiederholt werden musste. Bereits eine halbe Stunde später wurde der Finallauf dann erneut gestartet. Das Ergebnis entsprach
dem des ersten Laufes. Unangefochten Erster wurde Rolf Geese in hervorragenden 16,13 Sekunden. Schäfer belegte mit einem
technisch sauberen Lauf in 19,09 Sekunden Rang zwei vor Enno Borchers, der 20,00 Sekunden benötigte.
Bereits 90 Minuten nach dem zweiten Lauf stand für Schäfer das 300-Meter-Hürden-Finale an. Den ersten von zwei Zeitendläufen
gewann der Favorit Guido Müller vom TSV Vaterstetten deutlich in neuer Deutscher- und Weltrekordzeit von 45,24 Sekunden.
Schäfer überquerte im zweiten Zeitendlauf nach 53,96 Sekunden als zweiter die Ziellinie, was ihn in Addition beider Läufer den
vierten Rang einbrachte. “Im Hinblick auf die vorangegangenen zwei 100-Meter-Hürden-Finals bin ich mit der Zeit zufrieden”, resü-
mierte Schäfer entspannt. “Das war ein gelungener letzter Test für die Weltmeisterschaften.” In wenigen Tagen macht sich der
Mehrkämpfer aus Rinteln auf den Weg ins finnische Lahti, um dort am internationalen Saisonhöhepunkt, den Weltmeisterschaften
der Senioren, teilzunehmen.

NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG vom 21. Juli 2009
Titelgewinn im Premieren-Lauf

Lübeck
(hsz). Bei den Norddeutschen Leichtathletik-Meisterschaften der Männer und Frauen sowie der männlichen und weiblichen
Jugend B hat Ellen Bröker von der LG Emstal Dörpen aus emsländischer Sicht “den Glanzpunkt gesetzt”, wie ihr Trainer Arno
Kosmider sagt. Bröker war erstmals über 400 Meter gestartet - und gewann prompt den Titel der weiblichen Jugend B. Im Finale
kam die hochgewachsene Läuferin auf Bahn eins nach 58,52 Sekunden ins Ziel. “Das war sehr beeindruckend”, schwärmte Kos-
mider von dem herausragenden Premieren-Lauf, den Bröker aus dem Sprinttraining heraus in Angriff genommen hatte. Sie quali-
fizierte sich damit zugleich für die Deutschen Jugendmeisterschaften, die vom 7. bis 9. August in Rhede stattfinden.
Brökers Vereinskamerad Daniel Gruber verpasste den Triumph im 800-Meter-Lauf der Männer hingegen um acht Zehntel und kam
auf Rang drei (1:52,86 Minuten). Kosmider: “Er ließ den Abstand zum Führungsduo zu groß werden und konnte die Lücke nicht
mehr schließen, obwohl der Titel drin gewesen wäre.” Ebenfalls den dritten Platz erreichte Katrin Arling (Dörpen) im 1500-Meter-
Finale der weiblichen Jugend B (4:44,68 Minuten). Laura Niehaus (LAV Meppen) wurde Fünfte (4:48,04), Franziska Deters (LAV
Meppen) Sechste (4:48,26).
Im Hochsprung der weiblichen Jugend B kam Alexandra Schulte (LAV Meppen) auf den dritten Rang (1,67 Meter). Den zweiten
Platz über 400 Meter Hürden verbuchte die B-Jugendliche Franziska Meyer (VfB Lingen, 1:05,40 Minuten). Über 400 Meter landete
sie auf Rang zehn (1:02,71). Mit guten Platzierungen kehrten auch die B-Jugendlichen Aline Ganita und Ingo Gruber (beide Dörpen)
zurück. Ganita wurde Vierte über 100 Meter (12,58 Sekunden) und Fünfte über 200 Meter (25,64). Gruber wurde Sechster im 100-
Meter-Lauf (11,44) und Fünfter im 200-Meter-Lauf (23,13). Ihre Vereinskollegin Christin Mäsker verpasste die Finalläufe. Für sie
wurden 13,23 Sekunden (Platz vier im Vorlauf über 100 Meter) und 26,71 Sekunden (Platz fünf im Vorlauf über 200 Meter) gestoppt.
Für die Jugendmeisterschaften in Rhede qualifizierten sich zudem im 3000-Meter-Lauf Katrin Arling (10:29,76 Minuten) und Fiona
Supritz (10:47,05) - jeweils mit persönlichen Bestzeiten. Adelheid Angermann (Meppen) komplettierte das gute emsländische Er-
gebnis mit Platz fünf im Diskuswerfen der B-Jugend (32,92 Meter).

OLDENBURGISCHE VOLKSZEITUNG vom 21. Juli 2009
OSC-Topleistungen in Lübeck

Lübeck
(ha). Persönliche 800-m-Bestzeit für Viktor Kuk, M-50-Weltrekord für Dreispringer Wolfgang Knabe: Das Duo vom OSC
Damme sorgte bei den Norddeutschen Meisterschaften in Lübeck für Topleistungen. Der 19-jährige Viktor Kuk bot ein bravouröses
800-m-Rennen und wurde in persönlicher Bestzeit von 1:53,49 Minuten Vierter. Den Titel holte sich Andreas Kuhlen von der LG
Braunschweig in 1:52,20 min.
OSC-Vereinschef Wolfgang Knabe maß sich in Lübeck kurz nach seinem 50. Geburtstag mit den Jüngeren der Dreisprunggilde.
Bis zum letzten Durchgang lag er mit 14,44 Meter vorn. Dann zogen Olaf Pusch (SSC Berlin/14,79 m) und Marcus Mai (SV Halle/
14,50 m) noch vorbei. Aber: Bronze-Gewinner Knabe lag mit der Serie von 14,09, 14,44, 14,39 und 14,43 m komplett über der alten
M-50-Weltrekordmarke des Finnen Stig Bäcklund (14,07 m aus 1990). Knabe hat 2005 in der Klasse M 45 mit 15,13 m bereits
einen Weltrekord aufgestellt.
Viktor Kuk hatte drei Tage vor Lübeck bei einem Meeting in Osterode über 1000 m eine weitere persönliche Bestleistung in 2:22,78
min aufgestellt. Sein nächstes Ziel ist die Cuxhavener Veranstaltung "Weltklasse hinterm Deich", während Knabe die Senioren-
WM in Lahti/Finnland Anfang August ins Visier nimmt.

DEISTER-LEINE-ZEITUNG vom 21. Juli 2009
Siekmann schafft endlich die DM-Norm

Lübeck
(mh). Bei den norddeutschen Leichtathletikmeisterschaften der Männer, Frauen und Jugend B in Lübeck hat Ronja Siek-
mann von der LG Wennigsen die Qualifikation für die deutschen Meisterschaften in trockene Tücher gebracht. Nachdem sie auf-
grund von Verletzungen und Trainingsrückstand bereits wiederholt nur knapp an den Normzeiten gescheitert war, war es in der
Hansestadt jetzt endlich soweit. In 14,56 Sekunden legte sie die 100 m-Hürden zurück, wurde Gesamtvierte und darf nun vom 7.
bis 9. August an den deutschen Titelkämpfen der weiblichen Jugend B in Rhede teilnehmen. Im Vorlauf war Siekmann sogar noch-
mal um zwei Hundertstel schneller, konnte diese Leistung im Finale aber nicht mehr wiederholen. Den 100 m-Sprint-Wettkampf
brach die Bredenbeckerin bereits nach dem Vorlauf auf Anraten ihres Trainers Björn Sterzel ab. Sie soll sich weiterhin schonen.
 Vereinskollegin Kim-Yoko Mispagel scheiterte über die 100 m bereits im Vorlauf. Dort wurde sie Fünfte in 13,41 Sekunden. Im
Weitsprung blieb Mispagel mit ihrem Satz über 4,91 Metern deutlich unter ihrer Bestweite von 5,35 Metern und wurde am Ende
19.. “Kim-Yoko kann mehr, ist aber noch zu unkonstant. Daran müssen wir arbeiten”, sagte Sterzel. Anja Paetel lief über die
200 m in 26,86 Sekunden auf den achten Rang, war im Vorlauf allerdings um fünf Zehntelsekunden schneller gewesen. “Anja hat in
diesem Jahr viel Hochsprung trainiert. Da steckt sie zwei Läufe an einem Tag noch nicht weg”, erklärte ihr Coach. Tobias Ehlers
scheiterte über die 200 m bereits im Vorlauf, kämpfte sich aber über die 800 m-Distanz in 2:03,03 Minuten auf den siebten Rang.
Vereinskollege Christian Dehne wurde über die 400 m (53,56) und 800 m (2:04,60) jeweils Zwölfter. Vanessa Wiche belegte über
die 400 m den siebten Rang (62,21) und wurde über 800 m in 2:26,35 Minuten elfte. Florian Sander musste seine Teilnahme in
Lübeck aufgrund einer Verletzung und nachfolgenden Leistenoperation absagen.

REGIONALE RUNDSCHAU / SYKER KURIER vom 21. Juli 2009 
Rückenschmerzen, schlechter Start und dann zu Gold gesprintet

Von Jens Hoffmann
Lübeck/Landkreis. Jetzt hat sie es auch einem größeren Publikum bewiesen: Anna-Lena Freese vom FTSV Jahn Brinkum ist
eine der größten Leichathletik-Hoffnungen aus unserem Verbreitungsgebiet. In Lübeck sicherte sie sich erstmals den Titel einer
Norddeutschen Meisterin der Jugend (U18). Über die 200 Meter war die 15-Jährige nicht zu schlagen, 25,19 Sekunden reichten für
Gold. Der Erfolg kam so überraschend nicht, immerhin gehörte die Brinkumerin mit einer Bestleistung von 24,69 Sekunden zum
engsten Favoritenkreis - zumindest auf dem Papier. In der Realität sah es ein wenig anders aus. Keiner, nicht einmal ihre Trainer
Nicole und Frank Krüger, vermochten exakt einzuschätzen, wie sehr die Fußverletzung, die sich ihr Schützling vor vier Wochen bei
einem 300-Meter-Sprint zugezogen hatte, behindern würde. Auf Grund dessen musste Anna-Lena Freese ihr Trainingspensum zu-
letzt arg reduzieren - ein weiteres Handicap. Und der Vorlauf bei den Norddeutschen Titelkämpfen verlief auch nicht gerade wunsch-
gemäß.
Zwar erzielte Freese die zweitbeste Zeit und zog souverän ins Finale ein, aber für den ganz großen Coup würde sie sich noch
steigern müssen - so viel stand fest. Läuferisch und vor allem taktisch war das Optimum noch nicht erreicht. "Wir wussten, dass
Anna-Lena gerade die ersten 100 Meter schneller angehen muss, um das Finale zu gewinnen", sagten Nicole und Frank Krüger
später. Aber mit den Worten ist es bekanntlich so eine Sache - schnell ausgesprochen müssen sie schließlich noch umgesetzt
werden. Und das gelang Anna-Lena Freese eigentlich nicht so, wie sie es sich selbst und die Brinkumer Verantwortlichen vorge-
stellt hatten. Die ersten 150 Meter waren bestenfalls mittelmäßig, Freese lag als Fünfte recht aussichtslos im Rennen.
Furioses Finale
Doch auf den finalen Metern erwachte ihr unbändiger Kampfgeist, und sie zog tatsächlich noch an allen Konkurrentinnen vorbei -
ein Sieg des Willens. Derart beflügelt beginnt für Anna-Lena Freese ab sofort die Vorbereitung auf die Deutschen Meisterschaften
vom 7. bis 9. August in Rhede/Westfalen. So nimmt sie am morgigen Mittwoch am Meeting "Weltklasse hinterm Deich" in Cux-
haven teil - dann über die 100 Meter. Neben Anna-Lena Freese wusste auch Vereinskollegin Janicke Wolpmann in Lübeck zu über-
zeugen. Als Vierte der Schülerinnen A über die 400 Meter schrammte sie haarscharf an einer Medaille vorbei. Nicht so gut lief es
für Niklas-Ole Fugel. 1,78 Meter im Hochsprung waren zwar okay, langten aber nur für Rang zehn.
Die Athleten des TSV Asendorf waren mit einer konkreten Zielsetzung nach Lübeck gereist: Alle drei Teilnehmer sollten den End-
kampf erreichen. Das gelang. Trainerin Ute Schröder durfte zufrieden sein. Im Speerwurf der Männer blieb ihr eigener Sohn Sven
Schröder im Rahmen seiner Möglichkeiten. Platz fünf stellte ein völlig normales Resultat dar, weil vor Schröder ausnahmslos
Werfer rangierten, die die 70 Meter jederzeit drin haben. So weit ist der Asendorfer noch nicht - im wahrsten Sinne des Wortes.
Seinen 60,87 Metern standen 76,34 Meter von Björn Lange (SC Magdeburg), 74,76 Meter von Manuel Nau (SCC Berlin) und 70,25
Meter von Christian Busch (VfB Germania Halberstadt) gegenüber. Nur der Vierte Jens Pankuweit bewegte sich mit 62,50 Metern
im Bereich von Sven Schröder.
Weder besonders gut, noch besonders schlecht entwickelte sich der Kugelstoß-Wettkampf der weiblichen Jugend B für Christin
Bormann. Mit 10,22 Metern wurde sie Siebte, ein bisschen behindert durch leichte Schmerzen an ihrer Hand. Auch Tabea Brüning
konnte die Norddeutschen Meisterschaften nicht schmerzfrei angehen, der Rücken machte ihr zu schaffen. Deshalb taktierte sie
und beendete den Weitsprung der weiblichen Jugend B nach drei Versuchen - trotz einer persönlichen Bestweite von 5,34 Metern.
Sie konzentrierte sich auf den Dreisprung und lag damit gold-, besser gesagt: silberrichtig. Mit 11,79 Metern holte sie sich die
Vizemeisterschaft und sprang dabei so weit wie nie zuvor. Damit hat sich Tabea Brüning einen Startplatz bei der DM in Rhede ge-
sichert. Ute Schröder zeigte sich angenehm überrascht: "Die DM-Teilnahme war gar nicht anvisiert, erst recht in Anbetracht der
Rückenprobleme." Gleichwohl wusste sie: "Tabea hat diese Weite drauf." Was ihr Schützling eindrucksvoll unter Beweis stellte.

ELBE-JEETZEL-ZEITUNG vom 21. Juli 2009
Silber mit Sternchen
Manfred Hintze deutscher Vizemeister im Hammerwerfen

Bülitz
(jw). Für Hammerwerfer Manfred Hintze aus Bülitz hat sich die 639 km lange Anreise bis ins bayerische Vaterstetten bei
München gelohnt. Der Seniorenleichtathlet des SC Lüchow hat sich bei den Deutschen Meisterschaften in seiner Paradedisziplin
in der Altersklasse M60 die Silbermedaille gesichert. Insgesamt gingen bei der laut Hintze "tadellos organisierten Veranstaltung"
900 Sportlerinnen und Sportler in den Altersklassen ab 50 in die Wettkämpfe.
Der Edelmetallgewinn sorgt bei Hintze nicht allein für Freude. Denn mit nur drei Startern war seine Konkurrenz schwach besetzt.
Um so mehr freute sich der Bülitzer über seine Leistung. Im vierten von sechs Versuchen wuchtete der Senior das Sportgerät auf
44,84 m und markierte damit eine persönliche Bestleistung mit dem 5-kg-Hammer. "Im Training habe ich Mühe, die 40 Meter zu
schaffen", wunderte sich Hintze ein wenig über sich selbst, "aber im Wettkampf, da läuft es rund." Mit nur zwei Drehungen ließ es
der SCL-Sportler in den ersten beiden Versuchen vorsichtig angehen und kam auf 40,45 m und auf 42,02 m. Damit lag er zwar be-
reits acht Meter hinter dem späteren Sieger Hermann Huppertsberg (DT Ronsdorf), aber auch schon fünf Meter vor dem am Ende
drittplatzierten Josef Kraus (LG Region Landshut). Hintze riskierte nun mehr, drehte dreimal und kam schließlich konzentriert und
mit mehr Schwung auf eine neue Bestmarke. Kraus (39,89 m im fünften Versuch) hielt er damit sicher auf Distanz. An Hupperts-
berg (52,19 m im fünften Versuch) war zwar kein herankommen, doch das konnte Manfred Hintze angesichts seines Erfolges, der
Silbermedaille mit Sternchen, leicht verschmerzen. 

BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG (Helmstedt) vom 22. Juli 2009
Balschuweit holt Nordtitel
Helmstedter Leichtathlet siegt über 100 Meter Hürden / Bronze für Homann

Von Torsten Dill
Helmstedt. Acht Helmstedter Leichtathleten nahmen an den norddeutschen Meisterschaften der Männer, Frauen und B-Jugend-
lichen in Lübeck mit größtenteils sehr guten Leistungen teil. Den einzigen Titel - bei mitunter riesigen Teilnehmerfeldern - holte sich
dabei in der männlichen Jugend B Titelverteidiger Leroy Balschuweit. Das Nachwuchstalent des TSV Helmstedt war in seiner Para-
dedisziplin, den 100 Meter Hürden, erneut nicht zu schlagen und wurde norddeutscher Meister. Nach seinem Vorlaufsieg siegte
der Favorit im Endlauf mit starken 14,19 Sekunden mit einer Zehntelsekunde Vorsprung vor einem Oldenburger Athleten. Mit dieser
aus vollem Training erzielten Zeit geht Balschuweit bei den deutschen Jugendmeisterschaften in Rhede als Medaillenkandidat ins
Rennen.
Ebenfalls für die deutschen Meisterschaften in Rhede haben sich die für den TSV Lelm startenden Katharina Homann und Benja-
min Thomsen qualifiziert. Homann holte sich in der weiblichen Jugend B die Bronzemedaille über 400 m Hürden mit neuem Kreis-
rekord in 65,64 Sekunden. Mit etwas Glück wäre sogar noch mehr möglich gewesen. Die Lelmerin gewann ihren Zeitlauf klar, doch
waren im zweiten Zeitlauf Athletinnen mit schnelleren Zeiten gemeldet. Diese puschten sich gegenseitig hoch - und zwei Läufer-
innen zogen noch an Katharina Homann vorbei.
Benjamin Thomsen startete dieses Mal eine Klasse höher bei den Männern - und wieder konnte er sich steigern. Im letzten Ver-
such übersprang der Stabhochspringer 4,60 m und erreichte damit einen guten vierten Platz. Nebenbei verbesserte Thomsen damit
seinen eigenen Kreisrekord um zehn Zentimeter. Ebenfalls bei den Männern startete Teamkollege Lasse Tietje. Der in England
studierende Tietje steigerte seine persönliche Bestleistung über 110 m Hürden auf nun 16,15 Sekunden (Vereinsrekord) und be-
legte einen ausgezeichneten vierten Rang. Endstation als Fünfter im Vorlauf war dagegen nach 11,64 Sekunden über 100 m für
Tietje.
Marvin Sandner vom MTV Schöningen belegte im Speerwerfen der Jugend B mit sehr guten 55,00 Metern den vierten Platz. Mann-
schaftskollege Robert Sievert wurde in der gleichen Altersklasse Vorlaufsechster über 200 m in 24,53 Sekunden und Achter seines
Zeitlaufs über 400 m (55,32 Sekunden). Vom TSV Helmstedt waren noch bei den Männern Tim Philip Waldow und die B-Jugend-
liche Isabell Arendes am Start. Während Waldow sich auf schnelle 50,07 Sekunden über 400 m steigerte und Zweiter seines Zeit-
laufes (16. Gesamtrang) wurde, verbesserte Isabell Arendes sich im Speerwerfen mit 35,99 m deutlich und konnte sich über Rang
6 freuen.

SALZGITTER ZEITUNG vom 22. Juli 2009
Neue Bestzeit für Julien Karn

Lisa Husmann (Schladen/Union Salzgitter) gewann bei den Norddeutschen Meisterschaften in Lübeck den Titel beim Hammerwurf
der B-Jugend. Sie warf 42,51 m und hatte drei Meter Vorsprung auf die Zweitplatzierte. Nina Giebel (Cramme/LG Weserbergland)
konnte sich über eine Vizemeisterschaft freuen. Die Sprinterin kam bei den Frauen über 100 Meter nach 12,17 sek ins Ziel. Über
200 Meter belegte Giebel nach 24,66 sek Rang drei. Isabell Arendes (Heiningen/TSV Helmstedt) gelang beim Speerwurf der B-
Jugend eine Steigerung auf 35,99 m - Platz sechs.
Nach drei Jahren gelang dem Schöppenstedter Julien Karn (TV Norden) eine neue persönliche Bestleistung beim Dreisprung der
Männer. Er landete bei 13,31m und kam damit auf Rang acht. Beim Weitsprung wurde er mit 6,32 m Elfter. Über 200 Meter ver-
passte Karn trotz Saisonbestleistung von 23,23 sek die Final-Qualifikation.

WESER KURIER vom 22. Juli 2009
Starke Auftritte
Werder-Leichtathleten überzeugen bei norddeutschen Titelkämpfen

Von Marc Gogol
Bremen. Der SV Werder war wie bereits in der Hallensaison der erfolgreichste Bremer Verein bei den norddeutschen Titelkämpfen
der Leichtathleten in Lübeck. Zwei Titel auf den Hürdenstrecken, ein Vize-Titel mit der Staffel und ein neuer Bremer Landesrekord
im Stabhochsprung waren die Highlights der grün-weißen Ausbeute. Gleich zu Beginn der Meisterschaften gelang Christian Sieg-
mund auf seiner Spezialstrecke, den 400 Metern Hürden, der perfekte Einstand. Der Schützling aus der Trainingsgruppe von Andriy
Wornart dominierte das Rennen von Beginn an und sicherte sich mit 52,84 Sekunden mit über einer halben Sekunde Vorsprung
den Titel. Gleich nach dem Weitsprung, bei dem Alexander Thyme mit Bestweite von exakt 7,00 Metern Vierter geworden war, ging
der Schützling von Eckhardt Schweiger über die 110-Meter-Hürden-Distanz an den Start. Dieses Rennen, an dem drei Werderaner
beteiligt waren, entwickelte sich zur kuriosen Disziplin. Der zunächst Führende, Malte Schwarting, erwischte zu Beginn eine Hürde
so stark, dass er ins Straucheln kam und stürzte. Zwei Hürden später widerfuhr dem nun Führenden, Dennis Griese aus Hamburg,
das gleiche Missgeschick. Griese stürzte in die Bahn von Felix Wedekämper, für beide kam das Aus. Unbeeindruckt lief Alexander
Thyme sein Rennen zu Ende und holte mit neuer Bestzeit von 14,59 Sekunden den Titel nach Bremen.
Für einen Überraschungserfolg sorgte die 4 x 100-Meter-Staffel des SVW. Trotz Umstellung - Jeffrey Muldrow war verletzt, so dass
Hürden-Sprinter Malte Schwarting an Position eins rückte - liefen Schwarting, René Schwarz, Alexander Thyme und Bruno Gärtner
nach 41,54 Sekunden als Zweitplatzierte über die Ziellinie. Zum Abschluss sorgte Patrick Hilbrecht im Stabhochsprung der Männer
für einen echten Paukenschlag. Nach leichten Problemen über die Höhen von 4,50 Metern und 4,60 Metern gelang dem Schützling
von Trainer Leszek Kass mit 4,70 Metern bereits eine neue Bestleistung. Davon beflügelt überquerte Patrick Hilbrecht gleich im
ersten Versuch auch die Höhe von 4,80 Meter, womit er den bisherigen Bremer Landesrekord von Michael Kass (4,72) pulverisierte.
In Norddeutschland platzierte sich Patrick Hilbrecht auf Rang drei.

DIE NORDDEUTSCHE (Weser Kurier) vom 22. Juli 2009
LGN-Aktive gehen leer aus
Auch Inga Reschke verpasst Medaille

Von Matthias Thode
Bremen-Nord. Bei den norddeutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Lübeck blieb den Aktiven der LG Bremen-Nord ein Erfolgs-
erlebnis in Form einer Medaille verwehrt. Claas Walter, gleich in drei Disziplinen der B-Jugend am Start, erreichte zweimal Platz
sieben. Diskuswerferin Inga Reschke kam im Frauenfeld auf Rang vier. Claas Walter erwischte im Diskuswurf einen schlechten
Auftakt. Zwei weite Versuche landeten knapp neben dem Sektor. Im dritten Versuch irritierte ihn dann die einsetzende Musik einer
Siegerehrung während der Drehung. Damit war er letztlich ohne gültige Weite. Im Kugelstoßen blieb ihm dieses Erlebnis erspart,
doch seine Weite von 13,71 Meter und damit Rang sieben stellten ihn keineswegs zufrieden.
Auch beim Hochsprung am zweiten Meisterschaftstag fand Claas Walter keinen Wettkampfrhythmus. Im Einspringen noch über
1,80 Meter stieg er bei 1,75 Meter in den Wettkampf ein, überquerte die Folgehöhe (1,78 Meter) erst im dritten Versuch und schei-
terte an 1,81 Meter. Damit rangierte der LG Nordler lediglich auf Platz sieben von 16 Springern, anstatt der erhofften Top-3-Platz-
ierung. "Claas hat in dieser Saison beachtliche Leistungen in den unterschiedlichen Disziplinen gebracht. Leider kann er sie auf
den Punkt nicht abrufen", bilanzierte der Vater und Betreuer Cord Walter den Saisonhöhepunkt seines Schützlings.
Eine Medaille verpasste auch Diskuswerferin Inga Reschke. In sechs Versuchen kam sie nicht über 44,69 Meter hinaus und be-
legte Platz vier hinter drei Kontrahentinnen, denen sie sich auch schon bei den deutschen Meisterschaften in Ulm beugen musste.
Richtiges Pech hatte Katrin Langer. Bei einem Radsturz am Vortag der Meisterschaften verletzte sich die jugendliche Hammer-
werferin am Fuß und konnte erst gar nicht die Reise an die Trave antreten.

NORDSEE ZEITUNG vom 22. Juli 2009
Fenja Hublitz mit tollen Sprüngen

Langen
(nz). Mit zwei Titeln und einem zweiten Platz überzeugten die Langener Leichtathleten bei den norddeutschen Meister-
schaften in Lübeck. Timothy Emch gewann über die 400 Meter, Fenja Hublitz entschied den Dreisprung für sich und wurde Zweite
im Weitsprung. Der B-Jugendliche Timothy Emch gewann überlegen mit 50,11 Sekunden. Der Landesmeister bestätigte seine gute
Form. Von Anfang an übernahm er das Tempo und war schon nach 250 Metern vorne und trug den Sieg mit deutlichem Vorsprung
ins Ziel. Für eine positive Überraschung sorgte die B-Jugendliche Fenja Hublitz, die den Dreisprung deutlich mit 12,08 m gewann.
Sie beendete den Wettkampf schon nach drei Sprüngen, weil sie tags zuvor auch im Weitsprung am Start war. Im Weitsprung ge-
lang ihr endlich etwas, worauf sie schon lange gewartet hatte. Mit ihren 5,88 m gleich im ersten Sprung wurde sie nicht nur Vize-
Meisterin, sondern steigerte ihre Bestleistung um 14 Zentimeter und sicherte sich die Qualifikation (5,75 m) zur deutschen
Meisterschaft.
Noch abgefangen
Mit Blick auf den Dreisprung am nächsten Tag, wurden die Sprünge drei und fünf ausgelassen. Erst im letzten Versuch wurde sie
von einer anderen Springerin mit 5,91 m abgefangen.
Die A-Jugendliche Jana Bindzus, die bei den Frauen startete, erlebte einen rabenschwarzen Tag und musste schon nach dem Vor-
kampf ihre Sachen packen. Zwei Sprünge waren ungültig, einer vor dem Brett abgesprungen. Sie kam auf 5,60 m. 5,65 m hätte sie
aber springen müssen. Bartosch Waade überzeugte bei den Männern über die 400 m Hürden, lief mit 54,69 Sekunden neue Best-
zeit und wurde Dritter. Damit hat er die Norm für die deutschen Juniorenmeisterschaften unterboten, allerdings zu spät. Er lief auch
noch die 400 m in sehr guten 50,12 Sekunden. Auch Janek Stein lief über die 400 m in 51,61 bei den Männern eine neue Bestzeit.
Er zeigte damit, dass er ebenfalls ein guter 400-m-Läufer werden kann. Der B-Jugendliche Sven Harms übersprang 1,78 m und
wurde damit Fünfter.

Presseinformation vom 22. Juli 2009 (Von Markus Steinbrück)
Jana Sussmann als Nordmeisterin zur U20-EM
Winsen/Hanstedt.
Nur einen Tag vor der Abreise zu den U20-Europameisterschaften nach Novi Sad (Serbien), wo sie am Freitag
den Vorlauf auf ihrer Spezialstrecke 1500 Meter bestreitet, testete Jana Sussmann von der LG Nordheide die aktuelle Form noch
einmal auf einer Unterdistanz. Bei den norddeutschen Meisterschaften auf dem Buniamshof in Lübeck gewann die 18 Jahre alte A-
Jugendliche aus Winsen-Tönnhausen den Nordtitel im 800-Meter-Lauf der Frauen. Sussmann setzt sich in der Saisonbestzeit von
2:10,03 Minuten gegen die bis zu zehn Jahre ältere Konkurrenz durch. Ihr am nächsten kam Julia Lange (Hamburger SV), die mit
einem Rückstand von lediglich einer Zehntelsekunde den Zielstrich passierte.
Einen guten Eindruck hinterließ erneut die von den längeren Distanzen kommenden Lea Madlen Meyer. Die 15 Jahre alte B-
Jugendliche, die wie Jana Sussmann dem MTV Laßrönne angehört, sprintete die 200 Meter in 25,57 Sekunden und wurde Vierte.
Bei ihrem Vorlaufsieg war Meyer sogar 25,53 Sekunden gelaufen. Die Rückkehr ins Wettkampfgeschehen feierte in Lübeck
Friedrich Kunst vom MTV Hanstedt. Der B-Jugendliche aus Bendestorf hatte sich im Juni bei einem Trainingssturz das Handgelenk
gebrochen und konnte drei Wochen nur auf dem Fahrradergometer trainieren. Trotz technischer Probleme nach der langen Pause
durfte Kunst mit seinem Auftritt über 110-Meter-Hürden zufrieden sein. Er belegte in 14,72 Sekunden den vierten Platz.
MTV-Vereinskamerad Tim Kelly Pahnke scheint sich rechtzeitig für die deutschen Jugendmeisterschaften am zweiten August-
Wochenende in Rhede (Westfalen) wieder in Form zu bringen. In Lübeck gewann der noch der A-Jugend zugehörige Pahnke den
200-Meter-B-Endlauf bei den Männern. Trotz eines Gegenwindes von mehr als zwei Metern pro Sekunden kam der 18-Jährige in
22,36 Sekunden bis auf wenige Hundertstel an seine Bestzeit heran.
Weitere Ergebnisse: Männer: 800 Meter: 26. Christian Schirner (LG Nordheide) 2:03,88 min. Männliche Jugend B: 100 Meter: 12.
Friedrich Kunst (MTV Hanstedt) 11,78 sec; 1500 Meter: 12. Jan Pottbacker (LG Nordheide) 4:28,57 min; Kugel: 8. Friedrich Kunst
13,52 m. Weibliche Jugend B: Diskus: 8. Kim-Corinna Konrad (LG Nordheide) 30,60 m.  

OSTERHOLZER KREISBLATT vom 23. Juli 2009
Marg holt DM-Titel mit 14,97 Metern

Von Thomas Müller
Osterholz-Scharmbeck. Mit einer Weite von 14,97 Metern im Kugelstoßen hat Karl-Heinz Marg von der Startgemeinschaft Oster-
holzer Leichtathleten den Titel in der Altersklasse M 70 bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften II in Vaterstetten (bei
München) geholt. Marg erreichte zwar nicht ganz seine Saisonbestleistung - in Dessau hatte er, wie berichtet, mit 15,15 Metern
brilliert und seine Weltrekord-Marke liegt bei 15,89 Metern -, doch sein Vorsprung war einfach nur souverän. Als Zweitplatzierter
kam Wilfried Hack (LG Hohenlohe) nur auf 13,55 Meter, Willi Verstegen (TG Nürtingen) lag mit 12,92 Meter noch etwas weiter da-
hinter. Etwas enttäuscht zeigte sich Marg nur darüber, dass es nicht zum Zweikampf mit Fred Schladen gekommen war. Der ein
Jahr jüngere Athlet vom LC Bonn war nämlich nicht erschienen. "Warum er nicht angetreten ist, konnte niemand erklären", meinte
Marg hinterher. Mit seinem Ergebnis war er auf jeden Fall zufrieden. Eine Steigerung sieht er gleichwohl als realistisch an: "Da ich
schon mehrfach über 15 Meter lag, bin ich optimistisch für die Weltmeisterschaft in Lahti in Finnland."
Der Vergleich mit dem Rheinländer hätte sicherlich für zusätzliche Spannung gesorgt. Schladen hatte nämlich großspurig ange-
kündigt: "Wenn ich unter 16 Meter nach Hause fahre, soll mich der Blitz erschlagen." So wurde er jedenfalls im Bonner General-
Anzeiger zitiert. Bislang schaffte der ehemalige deutsche Rekordhalter in diesem Jahr erst 14,58 Meter, will im Training aber schon
16,24 Meter gestoßen haben. Nervös machen ließ sich Karl-Heinz Marg aber nicht: "Der Druck lag ja bei Fred Schladen." Bei der
DM im bayerischen Vaterstetten hatten insgesamt 915 Athletinnen und Athleten aus 463 Vereinen ihre Meldung abgegeben. Karl-
Heinz Marg fand auch die Organisation dieser Meisterschaften gut.

ZEVENER ZEITUNG vom 23. Juli 2009
Helge Zabel Nordmeister über 400 Meter Hürden
Auch Tami Gerken präsentiert sich in Lübeck in Topform / Ferienbedingt nur vier Nachwuchsathleten der LAV Zeven
am Start

Lübeck
(nb). Die Leichtathleten der acht Norddeutschen Landesverbände ermittelten jetzt in Lübeck ihre Meister bei den Männern,
Frauen und B-Jugendlichen. Bedingt durch die Ferien waren nur vier Athleten der LAV Zeven in die Ostseestadt gereist. Mit einem
Titel, einer Vizemeisterschaft und weiteren vorderen Platzierungen, alle erzielt mit neuen Bestleistungen, kehrte die kleine Gruppe
um Trainer Hans-Hermann Neblung zurück.
Helge Zabel musste als erster LAV-Athlet in die Startblöcke. Aufgrund einer langen Verletzungspause hatte er 2009 erst wenige
Wettkämpfe bestreiten können. Dass er den Trainingsrückstand durch intensive Arbeit wettgemacht hat, zeigte bereits sein 800-
Meter-Lauf in Sottrum. Erstmals blieb er dort mit 1:59,3 unter der Zwei-Minuten-Grenze. Der Zevener kam vom Start weg sehr gut in
das Rennen und übernahm schon an der zweiten von zehn Hürden die Führung, die er anschließend nicht mehr abgab. Am Ende
blieb die Uhr nach 55,40 Sekunden stehen. Damit war er nicht nur überlegen Norddeutscher Meister geworden, er hatte auch seine
persönliche Bestzeit aus dem vergangenen Jahr um 1,5 Sekunden unterboten und zugleich einen neuen Kreisrekord aufgestellt.
Am zweiten Wettkampftag standen für Helge Zabel die 400 Meter auf dem Programm. Mit 51,83 Sekunden, einer Zeit, mit der er
nicht ganz zufrieden war, belegte er in einem starken Feld Platz 5.
Tami Gerken hatte - wie schon bei ihren Landesmeisterschaften in Wilhelmshaven - für 800 und 1500 Meter gemeldet. Die junge
Elsdorferein präsentierte sich dabei in bestechender Form. Sowohl über die zwei Stadionrunden (2:14,85 Minuten) als auch über
die 1500 Meter (4:44,22 Minuten) stellte sie neue persönliche Bestleistungen auf. Dabei war für die Zuschauer wieder einmal ihre
Spurtstärke auf den letzten Metern beeindruckend. Mit dieser tollen Vorstellung wurde Tami Gerken Dritte über 800 und in ihrer
Paradedisziplin 1500 Meter wurde sie Norddeutsche Vizemeisterin.
Anna Tomforde aus Selsingen wollte sich mit den besten Jugendlichen Norddeutschlands im Weitsprung messen. Mit 5,50 Meter
und weiteren Sprüngen, die alle weiter als 5,40 Meter waren, gelang ihr mit neuer Bestleistung als Fünfte der Sprung auf das
Siegertreppchen. Die Weite reichte allerdings noch nicht für die Teilnahme an den Deutschen Jugendmeisterschaften in Rhede vom
6. bis 8. August, doch die Selsingerin hat noch einen Wettkampf vor sich, bei dem sie die Qualifikation schaffen möchte. Chantal
Raas war über 100 Meter am Start und wurde in ihrem Vorlauf Dritte. 

SALZGITTER ZEITUNG vom 24. Juli 2009
Bronze zum Geburtstag
Union-Hammerwerfer holen zwei Medaillen bei der Norddeutschen Meisterschaft

Von Manfred Spittler
Lübeck. Auch in den Ferien sind die Leichtathleten aktiv. Die Norddeutschen Meisterschaften in Lübeck stellten sogar einen der
Höhepunkte für die Athleten dar. Mit Lisa Husmann und Björn Lippold vom SV Union nahmen zwei Salzgitteraner Hammerwerfer
erfolgreich an diesen Titelkämpfen teil. Husmann brachte es zwar nicht auf die angestrebten 45 Meter, den Titel ließ sie sich mit
guten 42,54 m jedoch nicht nehmen. Nach den Medaillengewinnen bei den Landeswinterwurfmeisterschaften und den Landes-
meisterschaften fügte die B-Jugendliche ihrer Sammlung eine weitere Goldene hinzu.
Für Björn Lippold war diese Saison auf Grund anderer Prioritäten eigentlich nur als Zwischenstation geplant. Überraschend machte
sich das Geburtstagskind des Tages jedoch selbst ein Geschenk. Mit einer Weite von 44,16 m zum Wettkampfauftakt lief es zu-
nächst zwar nicht optimal, doch mit seiner im letzten Versuch erzielten Jahresbestleistung von 50,43 m sicherte sich Lippold die
unerwartete Bronzemedaille. Mit trockenem Humor relativierte er anschließend den Erfolg: "Mein Jahreshöhepunkt wird allerdings
die Weltmeisterschaft in Berlin." Dort ist der Unioner ins Kampfrichterteam des DLV berufen worden.

ZEVENER ZEITUNG vom 25. Juli 2009
Helmut Meier bei DM erfolgreich

Vaterstetten/Heeslingen
(nb). Helmut Meier von der LAV Zeven wird immer schneller. Bei den Deutschen Meisterschaften der
Senioren in Vaterstetten bei München zeigte er sich wieder einmal in bestechender Form. Am ersten Wettkampftag trat er bei
guten äußeren Bedingungen über 100 und 400 Meter an.
Zunächst stand der Vorlauf über 400 Meter auf dem Zeitplan. Nach 58,42 Sekunden überquerte Helmut Meier die Ziellinie und hatte
damit seine erste Finalteilnahme gesichert. Danach fanden die Vorläufe über 100 Meter statt. Mit 12,55 Sekunden qualifizierte sich
Helmut Meier auch dort souverän für den Finallauf der besten sechs Sprinter, in dem er sich dann noch einmal auf 12,47 Sekunden
steigern konnte. Das reichte für die Bronzemedaille hinter Reinhard Michelchen (11,94) vom VfL Sindelfingen und Rudolf König
(12,26) aus Thüringen. Nur eine Stunde Pause musste zur Regeneration reichen, denn dann begann der Finallauf über die Stadion-
runde. Mit seiner Zeit von 58,50 Sekunden belegte Meier auch in diesem Lauf den dritten Platz. Der an diesem Tag überragende
Reinhard Michelchen gewann auch diesen Wettbewerb.
Am zweiten Wettkampftag waren über die 200-Meter-Distanz erneut die schnellsten Sprinter vom Vortag seine Gegner, auch der
Einlauf zeigte die gleichen drei Erstplatzierten wie über 100 Meter. Mit seiner Zeit von 25,62 Sekunden bestätigte Helmut Meier
einmal mehr, dass seine Form zurzeit hervorragend ist. Mit seinem Abschneiden zeigte sich der Heeslinger rundum zufrieden. “Mit
drei Medaillen hatte ich im Vorfeld nicht gerechnet. Schön, immer noch zur Deutschen Spitzenklasse zu gehören. Die Meister-
schaften in Vaterstetten waren ein absoluter Saisonhöhepunkt."

NORDWEST ZEITUNG vom 25. Juli 2009
Arne Surmann steht in Lübeck gleich zweimal auf Siegerpodest
Leichtathletik: Sechs Oldenburger bei norddeutschen Meisterschaften - Hartung unterbietet Norm

Oldenburg.
Mit sechs Startern aus den Vereinen BTB, DSC und VfL war das Oldenburger Aufgebot bei den norddeutschen Leicht-
athletik-Meisterschaften der Männer, Frauen und Jugend B in Lübeck recht überschaubar. Mit dem Gewinn der Vizemeisterschaft
über 110 m Hürden und dem dritten Platz über 100 m war der B-Jugendliche Arne Surmann (BTB) erfolgreichster Teilnehmer des
Oldenburger Teams. Über die Hürdenstrecke lag Surmann im Endlauf in 14,29 Sek. nur knapp hinter dem Helmstedter Leroy Bal-
schuweit (14,19 Sek.). Der BTBer ließ gegenüber den Landesmeisterschaften vor einigen Wochen weitere Fortschritte erkennen,
denn die Differenz zu dem damals ebenfalls vorn liegenden Balschuweit hatte dort noch 23/100 Sekunden betragen. Über 100 m
lief Surmann als bester Niedersachse bei Gegenwind 11,26 Sek. und belegte hinter seinen Gegnern aus Mecklenburg-Vorpommern
und Schleswig-Holstein Rang drei.
Behrens steigert Bestzeit
Über 800 m der männlichen Jugend B hatte Dennis Behrens (VfL) schon mehrfach in der Saison seine persönliche Bestzeit ver-
bessert - der große Schritt Richtung 2:00 Min. war jedoch nach seinen letzten Ergebnissen kaum zu erwarten gewesen. Mit
2:00,25 Min. steigerte er seine Bestleistung gleich um mehrere Sekunden und lag am Ende mit seinem vierten Platz überraschend
weit vorn. Sein Clubkamerad Lazaro Rivero lief in den Vorläufen der B-Jugend die 100 m in 12,00 Sekunden und die 200 m in 24,07
Sekunden. Seine letzte Gelegenheit, sich noch für die deutsche Jugendmeisterschaft in Rhede (7. bis 9. August) zu qualifizieren,
nutzte der A-Jugendliche Leonard Hartung. Der Mittelstreckler hatte schon früh in der Saison 1:56,89 Min. über 800 m erzielt, war
danach aber vergeblich den geforderten 1:56,70 Min. hinterhergelaufen. In der Männer-Konkurrenz blieb der DSCer nun mit 1:55,50
Min. deutlich unter der Qualifikationsnorm und kann für die deutschen Titelkämpfe in Rhede rüsten.
Hungar verpasst Endlauf
Für diese Jugendmeisterschaften konnte Constanze Hungar (DSC) schon länger planen. Mit 12,40 Sekunden hatte sie sich bereits
bei den Landesjugendmeisterschaften dafür qualifiziert. In Lübeck lief sie im Zwischenlauf mit 12,78 Sek. nur um 2/100 Sek. an der
Endlaufteilnahme vorbei. Eine Winzigkeit fehlte auch Thea Schmidt (DSC), die als A-Schülerin im Weitsprung der weiblichen
Jugend B mit 5,32 m das Finale um einen Zentimeter verpasste.  

NORDWEST ZEITUNG vom 27. Juli 2009
Hackstedt verbessert Kreisrekord

Lübeck.
Ordentliche Bilanz: Die Leichtathleten des VfL Löningen haben bei den Norddeutschen Meisterschaften der Männer und
Frauen sowie der B-Jugendlichen in Lübeck gute Leistungen gezeigt. Im Speerwurf warf Anke Meyer mit 40,89 Metern eine hervor-
ragende Weite. Damit verfehlte sie ihren eigenen Kreisrekord, den sie 2004 aufgestellt hatte, nur um zwölf Zentimeter. Sie belegte
den fünften Platz. Auch im Dreisprung blieb sie mit 11,29 Metern nur knapp unter ihrem Kreisrekord (11,54 Meter) aus dem Jahr
2001. Im Dreisprung wurde sie Siebte.
Im Hochsprung der männlichen Jugend B meisterte Hinnerk Künnen bei schwierigen Bedingungen 1,78 Meter. Er erreichte mit
Rang vier die beste Platzierung des VfL-Teams. Über 400 Meter Hürden der weiblichen Jugend B steigerte sich Maria Hackstedt
auf 67,20 Sekunden und verbesserte den Kreisrekord deutlich. Sie wurde ebenfalls Siebte. Im Speerwerfen erreichte die 17-jährige
Mareike Kleene mit 36,49 Metern den fünften Platz. Die A-Schülerin Nadine Aselage lief bei durchweg älterer Konkurrenz über 800
Meter in 2:23,40 Minuten auf Rang acht. Sarah Baumann konnte sich mit 15,52 Sekunden im 100 Meter Hürden Vorlauf nicht für
den Endlauf qualifizieren.

ACHIMER KURIER / VERDENER NACHRICHTEN vom 28. Juli 2009
Carstens Zweiter mit dem Diskus

Verden
(bhm). Bei der Norddeutschen Meisterschaft in Lübeck war der Verdener Lennart Carstens als Zweiter im Diskuswurf der
B-Jugend stärkster Athlet der LG Kreis Verden. Mit 47,22 m blieb er nur 87 Zentimeter unter seiner bei der Landesmeisterschaft
erreichten Bestweite. Nicht so gut wie dort konnten sich Geronimo von Wartburg (Verden) und Lisa Schulz (Etelsen) präsentieren.
Der Langstreckler musste sich über 5000 m der Männer mit 15:36,01 Minuten und Platz neun zufrieden geben. Hochspringerin
Lisa Schulz übersprang 1,60 m und wurde Sechste der Frauen. 

NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG vom 29. Juli 2009
Startnummer = Rekordweite

Lübeck.
Startnummer = Rekordmarke. Als ob die Veranstalter bei den Norddeutschen Meisterschaften der Leichtathleten in
Lübeck den richtigen Riecher gehabt hätten. Sie gaben Svenja Rieck die Startnummer 584, und genau so viele Zentimeter weit
sprang die 16-jährige OTBerin, die damit Bronze auf Nordebene holte und den Osnabrücker Uralt-Stadtrekord von Ulla Farthmann
(OTV) aus dem Jahr 1966 um fünf Zentimeter verbesserte. Bronze Nummer zwei verdiente sich das Riesentalent aus Hasbergen für
sehr gute 14,43 Sekunden über 100 Meter Hürden nach 14,57 Sekunden im Vorlauf.
Nicht ganz zu Edelmetall reichte es für ihren Vereinskollegen Gerrit Hahn, doch der B-Jugendliche verbesserte seinen “Hausrekord”
über 800 Meter um 1,5 Sekunden auf 2:01,05 Minuten und seine Bestmarke über 1500 Meter um acht Sekunden auf 4:24,47 Mi-
nuten, was immerhin Platz 5 bzw. 10 bedeutete.
Hinter seinen Möglichkeiten blieb Fredrik Branscheidt (OTB) als dennoch beachtlicher Sechster im Dreisprung mit 13,75 Metern.
Tina Wollherr (LG Osnabrück) wurde Siebte in guten 2:16,13 Minuten über 800 Meter. Über 400 Meter Hürden behauptete sich
Sascha Bahlmann (LGO, 58,08) knapp vor Max Tute (OTB, 58,15) und dem frisch gekürten deutschen Seniorenmeister Heiko Tute
(OTB, 60,33). Matthias Wilke (LGO) überzeugte als Achter über 100 Meter in 11,62 (Vorlauf 11,48, Zwischenlauf 11,52) sowie als
Siebter über 200 Meter (23,72, Vorlauf 22,96). Seine Vereinskollegen Christian Röwekamp (100 m in 11,50, 200 in 22,96) und
Jesse Okpure (100 m in 11,53, 200 in 23,17) fanden zudem Respekt. Als Neunter über 800 Meter (2:03,70) und auf Platz 18 über
400 Meter (54,99) kam Marvin Dierker ins Ziel. Der Meller Axel Keil lief 5000 Meter als Zwölfter in 16:14,92 Minuten. 
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