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NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG vom 2. Juli 2010 Koop Favorit - ein Traum für Velt Emsland (can). Bereits am heutigen Freitag beginnen die deutschen Senioren-Meisterschaften der Leichtathleten im Hülspark- stadion in Kevelaer (Nordrhein-Westfalen). Mit Annette Koop (LG Emstal Dörpen) und Heiner Velt (LG Papenburg Aschendorf) nehmen zwei Emsländer teil. Koop gilt als klare Titelfavoritin über 800 und 1500 Meter der Seniorinnen W 50. Seit 2008 ist die Sportlehrerin aus Lingen ununterbrochen deutsche Senioren-Meisterin der Mittelstrecken und führt auch in diesem Jahr mit weitem Abstand die Meldelisten an. Den Traum, “einmal an deutschen Meisterschaften teilzunehmen”, erfüllt sich Velt in Kevelaer. Der Hochsprung-Landesmeister der Senioren M60 tritt über 200 Meter und in seiner Paradedisziplin, dem Hochsprung, an. Einen weiteren Start im Weitsprung ver- sagte ihm der Deutsche Leichtathletik-Verband, weil er die Qualifikationsweite um zwei Zentimeter verfehlte.
NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG vom 2. Juli 2010 DM-Normen sind in Berlin Ziel der Emsländer Emsland (can). Das Stadion Lichterfelde im Süden Berlins ist an diesem Wochenende Austragungsort der norddeutschen Meister- schaften in den leichtathletischen Einzeldisziplinen. Den teilnehmenden Emsländern geht es allerdings weniger um Meisterehren. Vielmehr nutzt ein Großteil der Athleten diese Meisterschaften, um sich für die deutschen Meisterschaften ihrer Altersklassen zu qualifizieren. Über 400 Meter Hürden der Männer gilt Sven Kösters (LG Papenburg-Aschendorf) als einer der Favoriten. Eine kleine Sensation wäre eine Verbesserung der persönlichen Bestzeit um eine Sekunde und somit die Teilnahmeberechtigung an den deutschen Meisterschaften in Braunschweig. Bruder Jens Kösters (LG Papenburg-Aschendorf) ist bereits über 110 Meter Hürden für die DM qualifiziert. Nur eine ebenso sensationelle Steigerung von einer Zehntelsekunde im 100-Meter-Sprint würde ihn zu einem weiteren Start in Braunschweig berechtigen. Ähnlich geht es Aline Ganita (LG Emstal Dörpen). Sie startet bei den Frauen und will sich in erster Linie mit ihren Zeiten für die deutschen Jugend-Meisterschaften in Ulm qualifizieren. Noch fehlen ihr auf den 100- und 200- Meter-Sprintdistanzen wenige Zehntel zur erforderlichen Qualifikationszeit. Jeweils fünf Sekunden trennen Katrin Arling über 1500 Meter und Fiona Supritz (beide LG Emstal Dörpen) über 3000 Meter von der ersehnten Quali für die Jugend-DM. Diese wollen die B-Jugendlichen Hendrik Vinke (LG Papenburg-Aschendorf) und Bernd Heermann (Sparta Werlte) über 100 Meter erreichen. Über 200 Meter gehört Vinke in Berlin zum engeren Favoritenkreis. Deters hat zwei Ziele Franziska Deters (LAV Meppen) will zweierlei: zum einen ihren Titel auf der 1500-Meter-Hindernisstrecke verteidigen und anderer- seits die Qualifikation für die Jugend-DM. Noch fehlen ihr gut sieben Sekunden. “Bei Franzi steht und fällt alles mit der Tagesform, ist sie gut drauf, sind die Quali und der Titel kein Problem”, sagt ihr Trainer Klaus Bohn. Unterschiedliche Wettkampfambitionen verfolgen die beiden emsländischen Werferinnen bei dieser Meisterschaft. Adelheid Angermann (LAV Meppen), die sich bereits im Frühjahr für die Jugend-DM qualifizierte, gilt als klare Favoritin im Hammerwurf der B-Jugend und strebt den Titel an. Nadine Völker (LG Papenburg-Aschendorf) nutzt die Meisterschaften, um nach langer Krankheit den Trainings- und Wettkampfrückstand aufzu- holen. Sollte eine Weite über der DM-Norm erreicht werden, nimmt Völker dieses billigend in Kauf.
PEINER ALLGEMEINE ZEITUNG vom 2. Juli 2010 Senioren hoffen auf Medaillen Für die besten Leichtathleten über 50 Jahre: Von heute bis Sonntag finden im Hülsparkstadion im niederrheinischen Kevelaer die Deutschen Seniorenmeisterschaften II statt. Dreifachstarterin Reintraut Rattay (LG Peiner Land) hat sich viel vorgenommen. Sie wird heute über die 800 Meter, Sonntag über 1500 Meter und Sonnabend über 5000 Meter in der W65 am Start sein. Vereinskameradin Ulla Hornbostel (LG) startet in der W50 über ihre Spezialstrecken 800 und 1500 Meter. Beide können in die Medaillenränge laufen. Carl Cramm (Anker Gadenstedt) ist zum zweiten Mal bei einer DM dabei und hat für den Hochsprung der M75 gemeldet. NLV-Meister Werner Weber (LG) will sich bei seinen 15. nationalen Titelkämpfen fürs Kugelstoß-Finale der M60 qualifizieren. (ww)
DIE NORDDEUTSCHE (Weser Kurier) vom 2. Juli 2010 LGN-Trio will Edelmetall holen Bremen-Nord (mde). Mit Katrin Langer und Inga Reschke entsendet die LG Bremen-Nord am Wochenende zwei Werferinnen zu den norddeutschen Meisterschaften der B-Jugend und der Erwachsenen nach Berlin. Beim Diskuswurf der Frauen hegt Inga Reschke Hoffnungen auf einen Podestplatz. Die mit einem Wurf auf 49,52 Meter am Burgwall erreichte Qualifikation für die deutschen Meisterschaften soll ihr dabei frischen Rückenwind geben. Berechtigte Medaillenhoffnungen hat auch Hammerwerferin Katrin Langer, die für die deutschen Jugendmeisterschaften allerdings noch einen Wettkampfwurf jenseits der 40-Meter-Marke be- nötigt. Silvia Janke gibt ihre Visitenkarte bereits am heutigen Freitag bei den deutschen Meisterschaften im Stabhochsprung der Senioren in Kevelaer ab und hat dabei den Titel im Visier. Ihre Empfehlung ist der in diesem Jahr von ihr gesprungene Europarekord in der Altersklasse Frauen 50.
DEISTER- UND WESERZEITUNG vom 2. Juli 2010 (Hier veröffentlicht am 3. Juli / Auszug - Nur NDM) Peest hat Finale im Visier Leichtathletik (mha). Gegen massenweise Kontrahenten müssen sich die Sprinter der LG Weserbergland in Berlin durchsetzen. Im Stadion Lichterfelde geht es um die norddeutschen Titel. Allein über 100 Meter der Männer stehen 59 Athleten in den Melde- listen. Joachim Peest als Nummer eins der LGW bringt es mit seinen 10,83 Sekunden auf immerhin Platz elf der Vorabliste und darf vom Finale träumen. “Joachim ist in Topform. Dem traue ich noch eine Steigerung zu”, sagte Scharf. Johannes Grossner (10,99) kann immerhin das Halbfinale anpeilen. Peest will auch über 200 Meter angreifen, Sebastian Stöckl auf der 400-Meter- Runde für eine Überraschung gut. Die besten Aussichten haben die Weserbergländer jedoch gemeinsam. In der viermal 100-Meter- Staffel ist für Peest, Grossner, Stöckl, Henrik Prinzhorn und Ersatzläufer Etienne Diatta auch Bronze möglich. Roswita Schlachte steht vor einem Dilemma. Von heute bis Sonntag steigt in Kevelaer die deutsche Meisterschaft der Senioren ab der Klasse W50 und die Rennerin steht gleich viermal in der Meldeliste. Bei den Sprints über 200 und 400 Meter und den Mittel- strecken über 800 und 1500 Meter hat sie gute Aussichten. “Aber alle vier Strecken kann ich nicht laufen. Das ist zu viel”, sieht Schlachte ein, will sich aber erst vor Ort festlegen, wo sie antritt. Beste Aussichten hätte sie bei den langen Strecken.
NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG vom 3. Juli 2010 Schafft Jochmann DM-Qualifikation über 200 Meter? Osnabrück. 14 Osnabrücker Leichtathleten (LG Osnabrück 11, OTB 3) gehen am Wochenende bei den norddeutschen Meister- schaften der Männer und Frauen (20 Jahre und älter) sowie der 16/17-jährigen B-Jugend in Berlin-Lichterfelde an den Start. Das Hauptaugenmerk ist auf Patrick Jochmann gerichtet, der mit seiner Steigerung auf 10,64 Sekunden das bisherige Saisonhighlight aus Osnabrücker Sicht lieferte. Seine Konzentration gilt allerdings den 200 Metern. Als erster Osnabrücker möchte er auf der halben Stadionrunde die DM-Qualifikation (21,60 Sekunden) schaffen. Gespannt sein darf man auf das Abschneiden von Maik Wollherr (OTB), der nach längerer Pause über 3000 m Hindernis ein Wörtchen mitreden möchte.
DEISTER-LEINE-ZEITUNG vom 3. Juli 2010 (Auszug - Nur NDM) Champignon kämpft um Quali Region (mh). Nicht überall dreht sich die Welt an diesem Wochenende nur um den Fußball in Südafrika. Zumindest an zwei Orten steht die Leichtathletik im Vordergrund. In Berlin finden heute und morgen die Norddeutschen Meisterschaften der Männer, Frauen und der B-Jugend statt. Die Kirchdorfer Philip Champignon und Florian Reichert wollen über die 5000 Meter die 15-Minuten-Grenze knacken und sich somit für die Deutschen Meisterschaften qualifizieren. Leicht wird dies nicht, lautet die Bestzeit des 22-jährigen Champignon bisher 15:19 Minuten. Reichert ist noch langsamer. Dirk Schwarzbach, Kirchdorfs Medaillenhoffnung, ist dagegen über die 3000 Meter Hinderniss für die DM in Braunschweig bereits qualifiziert. Er will sich in Berlin die nötige Wettkampferfahrung aneignen, da er die HindernisStrecke eher selten läuft. Mit Max Bergmann ist ein weiterer Kirchdorfer in der Hauptstadt am Start. Er geht über die 800 Meter ins Rennen. Von der LG Wennigsen werden in Berlin Rosana Wiens (B-Jugend) und Ronja-Julie Mispagel vertreten sein. Wiens startet über die 100 Meter in der Frauen-Konkurrenz. Nachdem ihr das Kunststück vor kurzem schon über die 200 Meter geglückt ist, möchte sie sich nun auch über den kurzen Sprint für die Deutsche Jugendmeisterschaft in Ulm sowie die Juniorenmeisterschaften in Regens- burg qualifizieren. 12,56 Sekunden lautet ihre Bestzeit. Bei 12,40 hätte sie das Ticket. Mispagel ist über die 400 Meter Hürden be- reits Niedersachsenmeisterin. Laut Trainer Björn Sterzel ist sie “heiß”, in Berlin den nächsten Titel einzufahren.
DELMENHORSTER KURIER vom 3. Juli 2010 Leichtathleten bestens gerüstet Senioren-Titelkämpfe in Kevelaer Von Oliver Meibohm Ganderkesee. Die Leichtathleten Silvia Braunisch und Bernd Logemann von der LGG Ganderkesee sowie Kurt Riep vom TV Hude stehen an diesem Wochenende im Blickpunkt. Denn in der am unteren Niederrhein gelegenen Stadt Kevelaer finden die Deutschen Seniorenmeisterschaften II statt. An den Start gehen dort Aktive der Altersklassen 50 bis 85 (Männer) beziehungsweise 50 bis 80 (Frauen). Silvia Braunisch, die in der Altersklasse 50 antritt, unterstrich jüngst ihre hervorragende Form und hat sich daher auch für die DM einiges vorgenommen. In Kevelaer mischt die Ganderkeseerin gleich in vier Wettbewerben mit. Braunisch beteiligt sich an den Läufen über die 100, 200 und 400 Meter langen Strecken und rechnet sich außerdem beim Hochsprung einen Platz auf dem Siegerpodest aus. Ihr Vereinsgefährte Bernd Logemann, der ebenfalls der Altersklasse 50 angehört, strebt beim Speerwurf eine gute Platzierung an. Kurt Riep aus Hude sorgte vor kurzem in Bremerhaven mit einem Landesrekord im Werfer-Fünfkampf für einen Paukenschlag. Da- bei gelangen ihm gleich drei persönliche Bestleistungen. Bei der DM gehört er in der Altersklasse 70 der Konkurrenz der Diskus- werfer an.
DELMENHORSTER KREISBLATT vom 5. Juli 2010 Für Silvia Braunisch läuft es sehr gut Leichtathletik: Ganderkeseerin erringt bei der DM zwei Titel / Bernd Logemann ebenfalls Erster Von Klaus Erdmann Ganderkesee. “Es ist sehr gut gelaufen.” Silvia Braunisch, eines der Aushängeschilder der LGG Ganderkesee, hat sich gestern nach Beendigung ihrer Wettkämpfe bei den Deutschen Meisterschaften der Leichtathletik-Senioren im nordrhein-westfälischen Kevelaer sehr zufrieden gezeigt. Das verwundert nicht, denn die erfolgreiche Aktive, die sich in der Altersklasse 50 an diesen Titel- wettkämpfen beteiligte, errang zwei Titel (200 und 400 Meter) sowie Platz zwei (100 Meter) und Rang drei (Hochsprung). Ihr Ver- einskollege Bernd Logemann, der in der Altersklasse 50 den Speerwurf-Wettbewerb gewann, und Kurt Riep (TV Hude), der bei den Diskuswerfern der Altersklasse 70 die Vizemeisterschaft verbuchte, komplettierten das erfreuliche Abschneiden der hiesigen Be- werber. Für Silvia Braunisch stand zunächst der 100m-Wettbewerb auf dem Zeitplan. Sie erreichte mit 13,71 Sekunden die beste Vorlauf- zeit aller Teilnehmerinnen. Im Finale belegte sie mit 13,74 Sekunden hinter Carola Borgwardt (Königs Wusterhausen), die nach 13,66 Sekunden die Ziellinie überquerte, Position zwei. Beide Zeiten bedeuteten für Braunisch (“Es war tierisch warm”) Jahresbest- leistung. Titel Nummer eins stellte sich beim 400m-Lauf ein, den die Ganderkeseerin nach 66,12 Sekunden und vor Helga Ulrich (DJK Käfertal-Waldhof), die den Lauf nach 66,54 Sekunden beendete, gewann. “Nach den 400 Metern folgte die Dopingprobe”, be- richtet die zweifache Titelträgerin. “Danach musste ich ohne Vorbereitung im Hochsprung starten.” Unter diesen Umständen konnte sie sich mit Position drei und 1,38 Meter anfreunden. Während ihre ersten drei Wettkämpfe am Sonnabend innerhalb weniger Stunden stattfanden, folgte gestern der 200m-Lauf. Mit dem Ergebnis über diese Distanz zeigte sich Braunisch “voll zufrieden”. 28,41 Sekunden bedeuteten Platz eins vor Ulrich, die für diesen Wettkampf 29,15 Sekunden benötigte. Die Strapazen haben sich für Silvia Braunisch gelohnt: “Ich bin sehr zufrieden.” Am Sonnabend startet sie für den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) bei einem Vergleichskampf in Yutz (Frankreich). Franzö- sische und deutsche Seniorinnen und Senioren messen dann ihre Kräfte. “Ich war mit der drittbesten Weite gemeldet und wollte einen Platz unter den drei Ersten erreichen”, betont Bernd Logemann. Der Speerwerfer (“Deutsche Meisterschaften sind für mich immer ein zusätzlicher Ansporn”) erreichte im zweiten Versuch mit 55,22 Metern die beste Weite (Saisonbestleistung). Reinhold Paul (VfL Waldkraiburg) wurde Zweiter (53,00). Mit den Witterungsbeding- ungen kam Logemann, der bereits am Freitag angereist war, gut zurecht: “Bei unserem Wettkampf waren es nur 36 Grad”, erzählt er lachend. Kurt Riep bestätigte seine gute Form mit der Vizemeisterschaft beim Diskuswurf. Der Huder verbuchte in seiner Spezialdisziplin 41,24 Meter. Damit belegte der erfolgreiche Routinier sicher den zweiten Rang. Er musste lediglich Weltrekordhalter Klaus Albers den Vortritt lassen. Der für den GTV Bremerhaven startende Athlet warf den Diskus 45,86 Meter weit.
DEISTER- UND WESERZEITUNG vom 5. Juli 2010 (Auszug - Nur NDM) "Norddeutsche" in Berlin “Es war übel heiß hier in Berlin. Deshalb habe ich auf das 100-m-Finale verzichtet, um mich für die 200 Meter zu schonen” ent- schied sich Sprinter Joachim Peest von der LG Weserbergland nach dem ersten Tag bei den Norddeutschen Meisterschaft in Berlin. Eine richtige Entscheidung, denn so qualifizierte er sich für das B-Finale. Hier lief Peest trotz Gegenwind mit 21,85 Se- kunden neue Bestzeit, verpasste die DM-Norm aber um 15/100 Sekunden. Sebastian Stöckl schied am ersten Tag über 100 Meter mit 11,40 Sekunden im Vorlauf aus. Gestern steigerte er sich über 400 Meter auf 49,34 Sekunden und freute sich am Ende nicht nur über den sechsten Platz, sondern auch für das Erreichen der Qualifikation für die Junioren-DM, die im August in Regensburg ausgetragen wird.
NORDWEST ZEITUNG vom 5. Juli 2010 Starker Nerkamp erkämpft sich in Berlin Bronze Leichtathletik: Garreler Läufer holt bei norddeutschen Titelkämpfen Medaille - Auch Bamstedt Dritter Von Wolfgang Grave Berlin. Jens Nerkamp (BV Garrel/Männer) hat am Sonnabend bei den norddeutschen Leichtathletik-Meisterschaften (Männer, Frauen, Jugend B) im Berliner Stadion Lichterfelde die Bronzemedaille in seiner Paradedisziplin über 5000 Meter gewonnen. Er be- wältigte die Strecke in 15:03,10 Minuten. Die Goldmedaille gewann Fabian Clarkson (Berliner SV/14:41,47 Minuten). Silber holte Ken Fessel (Halle/14:50,93 Minuten). Auch das größte Talent des VfL Löningen nahm eine Medaille mit nach Hause: Nicolaus Bamstedt (männliche Jugend B) holte Bronze über 400 Meter Hürden (56,24 Sekunden). Seine Teamkollegin Nadine Aselage (weibliche Jugend B) setzte mit Platz fünf über 1500 Meter (4:58,25 Minuten) ebenfalls ein Ausrufezeichen. Fabian Kühling (BV Garrel/Männer) rannte die 800 Meter in 1:56,56 Minuten. Das reichte zum 15. Platz. Über 1500 Meter wurde er in 3:59,67 Minuten Zwölfter. Kühlings Teamkollege Michael Majewski (männliche Jugend B) musste sich über 3000 Meter in 9:57,32 Minuten mit dem vierten Platz zufriedengeben. Auch Löningens Steffen Brümmer (männliche Jugend B) schrammte knapp an einer Medaille vorbei. Er belegte über 1500 Meter ebenfalls Platz vier (4:08,17 Minuten). Bronzemedaillengewinner Marc Land- mann (Berlin) war nur einen Wimpernschlag schneller gewesen (4:08,01 Minuten). Mareike Maaß vom STV Barßel hatte in Berlin gleich drei Starts absolviert. Über die 100 Meter schied sie im Vorlauf in 13,43 Se- kunden aus. Auch über 200 Meter verpasste sie das Finale: Mit 27,06 Sekunden belegte sie Platz drei im ersten Zeitvorlauf. Im Diskuswerfen reichten 36,38 Meter zum zehnten Platz. Ihr Teamkollege Hendrik Thelken (männliche Jugend B) blieb im Vorlauf über 200 Meter in 23,92 Sekunden deutlich über der Zeit bei seinem Kreisrekord (23,66 Sekunden). Er schied damit im Vorlauf aus. Auch über 100 Meter blieb ihm der Sprung ins Finale verwahrt. 12,04 Sekunden bedeuteten Platz drei im sechsten Vorlauf. Unterdessen zeigte Viktoria Domnick (weibliche Jugend B) von der SG Essen-Garthe-Molbergen im Weitsprung einen hervor- ragenden Wettkampf. 5,27 Meter reichten zum fünften Platz. Über 200 Meter belegte sie im vierten Zeitvorlauf in 27,19 Sekunden Platz sechs. Den Traum vom Finale konnte sie sich also nicht erfüllen. Ihre Teamkollegin Tabea Themann, die noch in der Jugend A startberechtigt ist, erkämpfte sich mit Platz fünf im 1500-Meter-Finale der Frauen einen Achtungserfolg (4:46,76 Minuten). Über 800 Meter belegte sie in 2:16,28 Minuten Platz sieben. Anke Meyer (VfL Löningen/Frauen) sicherte sich im Speerwerfen mit 37,84 Metern immerhin Platz sieben.
Presseinformation vom 5. Juli 2010 (Von Manfred Scholz) Einmal Gold und zweimal Silber für Roswita Schlachte Leichtathletik. “Ich bin ganz, ganz glücklich”, sprudelte es aus Roswita Schlachte von der LG Weserbergland heraus nach ihren Erfolgen mit einer Gold- und zwei Silbermedaillen bei den Deutschen Meisterschaften der Senioren in Kevelar. Vielmehr als die ehrgeizige 55-jährige Abteilungsleiterin des ESV Eintracht Hameln kann man auch wirklich nicht erreichen. Ihr erster Streich war der zweite Platz am Freitagabend über 800 Meter, bei dem sie den von ihr gehaltenen Niedersachsenrekord auf 2:40,65 Minuten verbesserte. Die zweite Silbermedaille holte sie sie sich am Samstag im Rennen über 400 Meter in 72,96 Se- kunden und das bei großer Schwüle und starkem Gegenwind. Ein sehr deutlicher Sieg gelang ihr dann am Sonntag über die 1500 Meter in 5:38,19 Minuten. Dabei verwies sie Traudel Hoschke vom Homburger TV in 6:03,05 Minuten und Gabriele Keinert vom DJK Käfertal-Waldhof in 6:07,56 Minuten deutlich auf die Plätze. “Diese Erfolge habe ich natürlich auch meinem Trainer und Top-Läufer Helmut Nothdurft zu verdanken, der mich seit zweieinhalb Jahren intensiv trainiert”, fügt sie dankbar an und blickt schon ihrer nächsten großen Herausforderung, den Senioren Europameisterschaften im ungarischen Nyiregyhaza (15. bis 24.Juli) entgegen. “Über 2000m-Hindernis träume ich schon von einer Medaille”. Mit dabei in Kevelar war auch Manfred Bublitz, der in der Altersklasse M70 auf starke Konkurrenz stieß. Er hatte sich für die 25 Stadionrunden über 10.000 Meter entschieden und belegte bei extremen Bedingungen in 45:41 Minuten den sechsten Platz.
REGIONALE RUNDSCHAU / SYKER KURIER vom 5. Juli 2010 Christin Bormann Norddeutsche Vize Berlin/Asendorf (jeh). Der tolle Erfolg von Neele Eckardt bei der DLV-Junioren-Gala war nicht die einzige Leistung, über die sich Ute Schröder am Wochenende freuen durfte. In Berlin sicherte sich Kugelstoßerin Christin Bormann vom TSV Asendorf die Nord- deutsche Vizemeisterschaft der weiblichen Jugend B. Ihre Weite von 12,27 Meter trennte sie recht deutlich von der Siegerin Madlin Dossow (Premnitz; 13,02m) und noch deutlicher von der Drittplatzierten Hanne Beth (Kronshagen; 11,39m). Nicht ganz so optimal lief es im kleinen Stadion von Berlin-Lichterfelde für den Asendorfer Sven Schröder im Speerwurf der Männer: 61,68 Meter sind eigentlich unter seinen Möglichkeiten, jedoch hatte Schröder mit dem gleichen Problem zu kämpfen, wie die Konkurrenz. "Die Anlage hier sieht hübsch aus", kommentierte Ute Schröder, "aber der Boden ist sehr grobkörnig und ermöglicht keinen optimalen Stand." So resümierte die Trainerin und Mutter: "Die Weite ist für Sven nicht unbedingt okay, der fünfte Platz aber schon”.
VERDENER ALLER-ZEITUNG vom 6. Juli 2010 Watzlawick: DM-Titel mit dem Diskus Verden (hbm). Schon seit Jahren werden die Deutschen Leichtathletik-Senioren-Meisterschaften für die Altersklassen von 30 bis 85 auf zwei Veranstaltungen (DM Senioren I von 30 bis 45 und DM Senioren II ab 50) aufgeteilt. Dabei werden bis ins hohe Alter gute Leistungen gezeigt. Bestes Beispiel ist der 80-jährige Dieter Watzlawick (Verden), der in Kevelaer wieder einmal nicht zu be- siegen war. Als einziger der acht angetretenen Diskuswerfer beförderte er das 1 kg schwere Gerät auf über 30 Meter und siegte sicher mit neuem Bezirksrekord für seine Altersklasse M 80 von 31,18 m. Über 3 x 800 m der Seniorinnen W40 mit sieben angetretenen Staffeln zeigten die LGKV-Läuferinnen Birgit Schwers, Dominique Pannevis und Carola Vömel (alle Verden) starke Rennen und ließen nach 7:42,37 Minuten nur die Läuferinnen vom FTSV Straubing vor. 2008 waren sie in gleicher Besetzung mit 7:51,84 Min. dritter geworden. Das hätte diesmal nur zu Platz fünf gereicht. Zwei Stunden nach dem Staffeleinsatz trat Dominique Pannevis zum 400 m Lauf ihrer Altersklasse W50 an und wurde nach 70,77 Sek. noch sechste. Platz zehn gab es für Diskuswerferin Ursula Schmidt (Verden) im Wettkampf der W55 mit 21,72m. Wieder erholt war sie am zweiten Tag auch über 200m aktiv und belegte mit der persönlichen Bestzeit von 29,42 Sekunden Platz drei.
VERDENER ALLER-ZEITUNG vom 6. Juli 2010 Der nächste Triumph für Paul Krempel Norddeutscher Meister im Kugelstoßen Verden (hbm). Seiner diesjährigen Titelsammlung fügte der Verdener LGKV-Werfer Paul Krempel in Berlin bei der Norddeutschen Meisterschaft einen weiteren Erfolg hinzu. Mit neuer Freiluftbestleistung von 17,01 Metern gewann er den Kugelstoßwettbewerb der B-Jugend und wurde Vizemeister mit dem Diskus. Mit dem letzten Kugelstoßversuch, alle sechs Durchgänge waren gültig, setzte sich Krempel um 40 Zentimeter von seinem stärksten Konkurrenten, Marten Ohde aus Mecklenburg-Vorpommern, deutlich ab, nachdem bis dahin 16,72 m zu 16,61 m notiert worden waren. Zweiter Platz mit dem Diskus Mit ihm, Matthias Fischer vom SC Potsdam und Robert Fölsner vom Sportclub Magdeburg trafen beim Diskuswettbewerb drei alte Bekannte aus der nationalen Spitzenklasse aufeinander. Wie schon im Mai in Wiesbaden und Halle setzte sich der Potsdamer mit 56,15 m zu 52,61 m für Krempel und 51,64 m für Fölsner durch. Auf das Ergebnis beim nächsten Aufeinandertreffen bei der Deutschen Jugendmeisterschaft Anfang August in Ulm darf man nun gespannt sein.
NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG vom 6. Juli 2010 Silber für Kösters und Deters Berlin (can). Die berühmte Berliner Luft hat die emsländischen Leichtathleten bei den Norddeutschen Meisterschaften der B- Jugend, Frauen und Männer im Stadion Lichterfelde im Süden Berlins ausgebremst. Viele Athleten blieben hinter ihren Erwartung- en und verpassten bei Temperaturen über 38 Grad Celsius die erhofften Qualifikationen für die deutschen Meisterschaften ihrer Altersklassen. Erfolgreichste Emsländer waren Franziska Deters (LAV Meppen) und Sven Kösters (LG Papenburg-Aschendorf), die jeweils Vizemeister wurden. Die B-Jugendliche Deters schaffte durch einen beherzten 1500-Meter-Hindernislauf die Qualifikation zur Deutschen Jugendmeisterschaft im August in Ulm. “Der Meistertitel wäre drin gewesen, wenn er nicht vor fast jeder Hürde getippelt hätte”, kommentierte Charly Assmann den Vizetitel von Kösters über 400 Meter Hürden der Männer. Weniger erfolgreich verliefen die “Norddeutschen” für Bruder Jens Kösters (LG Papenburg-Aschendorf). Als Vorlaufdritter erreichte er nicht den Zwischenlauf über 100 Meter, im Finale des 110-Meter-Hürden- laufes wurde er disqualifiziert, weil er eine Hürde nicht korrekt überquerte. Für Aline Ganita (LG Emstal Dörpen) war dieses Wochenende zweigeteilt. Die A-Jugendliche startete bei den Frauen über 100 und 200 Meter. In beiden Rennen verpasste sie die angestrebten Qualis für die Jugend-DM und schied in den Vorläufen aus. Trotz Mittagshitze lief sie über 200 Meter in 25,60 Sekunden neue Saisonbestleistung. Auch Hendrik Vinke (LG Papenburg-Aschendorf) und Bernd Heermann (SV Sparta Werlte) kamen im 100-Meter-Sprint der Jugend B nicht über den Vorlauf hinaus. Während Vinke anschließend über 200 Meter den fünften Platz erreichte, wurde es für Heermann besonders bitter. Ohne einen gültigen Wurf been- dete er den Speerwurf. Ungültige Würfe verfolgten auch die B-Jugendliche Adelheid Angermann (LAV Meppen) an diesem Wochen- ende. Mit großen Schwierigkeiten beim Abwurf erreichte sie den sechsten Platz im Diskuswurf und den fünften Platz im Hammer- wurf. Keine Probleme mit dem Abwurf hatte Nadine Völker (LG Papenburg-Aschendorf), alle Versuche landeten jenseits der Zehn- Meter-Marke und bedeuteten den sechsten Platz im Kugelstoß. Im Speerwurf verpasste sie den Finaleinzug und wurde Zwölfte der weiblichen Jugend B.
NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG vom 6. Juli 2010 Koop holt wieder das Titel-Double Kevelaer (can). Zum dritten Mal in Folge hat sich Annette Koop (LG Emstal Dörpen) im rheinischen Kevelaer die deutschen Seni- orenmeistertitel über die 800 Meter und die 1500 Meter gesichert. Die Lingener Lehrerin demonstrierte ihre Ausnahmestellung in der Altersklasse W 50. Jederzeit ungefährdet lief sie allen Konkurrentinnen davon. Waren es über 800 Meter noch fünf Sekunden Vorsprung, deklassierte sie ihre Mitstreiterinnen über 1500 Meter völlig. Fast 20 Sekunden später lief die Zweitplatzierte ins Ziel. Heiner Velt (LG Papenburg Aschendorf) erfüllte sich seinen Teilnahmetraum und erreichte mit 1,38 Metern den neunten Platz im Hochsprung der Senioren M 60.
OSTFRIESISCHER KURIER vom 6. Juli 2010 Mareike Blum floppt zur Bronzemedaille Hochsprung: Norderin startet in Berlin Berlin (jan). Mareike Blum ist derzeit in keiner einfachen Situation. Die Hochspringerin des Norder TV ist praktisch Einzelkämpfer- in. Ihre bisherige Trainerin Tanja Davids steht aus privaten und beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung, so dass sich Nordens Sportlerin des Jahres in Eigenregie auf die Wettkämpfe vorbereiten muss. Für die Norddeutsche Meisterschaft der Frauen in Berlin gelang ihr dies recht ordentlich. In Berlin-Lichterfelde floppte sie zur Bronzemedaille. Nach ihrem gerade bestandenen Abitur und vielen Verletzungs-Zwangspausen präsentierte sich die Norderin in der Hauptstadt in guter Form. Trotz brütender Hitze von fast 40 Grad Celsius lieferte sie einen guten Wettkampf ab. “Ich bin insgesamt sehr zufrieden”, sagte die 19-Jährige, die dem- nächst ein Lehramtsstudium in Angriff nimmt und voraussichtlich nach Hannover zieht. Bei 1,65 m stieg sie in den Wettkampf ein und nahm die Anfangshöhe ebenso wie die 1,68 m im zweiten Versuch. 1,71 m meisterte sie im ersten. Nach zwei Fehlversuchen bewies sie Nervenstärke und schwang sich auch noch über 1,74 m, ehe bei 1,77 m - wenn auch dreimal sehr knapp - Endstation war. Den Titel holte sich die Potsdamerin Anne Engel mit 1,86 m vor Meike Kröger (LG Nord Berlin, 1,83 m). Julien Karn vertrat die NTVFarben im Drei- und Weitsprung der Männer. Mit 13,41 m und 6,38 m belegte er die Ränge sechs und acht.
DIE NORDDEUTSCHE (Weser Kurier) vom 6. Juli 2010 Titel gewonnen, DM-Norm erreicht Von Matthias Thode Bremen-Nord. Norddeutscher Meistertitel, Bremer Landesrekord und die Qualifikation zu den deutschen Jugend-Meisterschaften: Die 16-jährige Hammerwerferin Katrin Langer von der LG Bremen-Nord legte in Berlin den perfekten Wettkampftag hin. Mit 41,11 und 42,23 Metern im zweiten und vierten Versuch flog der Vier-Kilo-Hammer gleich zweimal über die anvisierte Qualifikationsnorm für die deutschen Jugendmeisterschaften Anfang August in Ulm von 40 Metern. Der Abstand zur zweitplatzierten Lisa Wagner (39,21) aus Halle fiel in der B-Jugend-Konkurrenz dabei recht deutlich aus. "Das Training seit Mittwoch mit Steffen Reumann im Bundesleistungszentrum Kienbaum hatte mir die nötige Sicherheit in den Würfen gegeben. Dabei haben wir kleine Technikfehler ausgemerzt. So blieb ich in der Drehachse diesmal stabil", begründete Katrin Langer ihren sensationellen Erfolg im Trikot der LG Bremen-Nord. Inga Reschke konnte ihre starken Trainingseindrücke dagegen nicht in den Wettkampf umsetzen. Mit 46,40 Metern blieb die Diskuswerferin deutlich unter ihrer in der Vorwoche erzielten Qualifikationsweite zu den Deutschen in Braunschweig von 49,52 Metern: "Nach den Würfen im Training von über 50 Meter war ich zu verkrampft. Somit traten bei mir wieder alte fehlerhafte Beweg- ungsmuster auf", so eine unzufriedene Inga Reschke, die letztlich nur den undankbaren vierten Platz bei den Frauen belegte.
REGIONALE RUNDSCHAU / SYKER KURIER vom 6. Juli 2010 Platz vier für Imme Ihli Berlin·Stuhr (jeh). Imme Ihli vom LC Hansa Stuhr erreichte bei den Norddeutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Berlin den vierten Platz im Speerwurf der Frauen. Ihre Weite von 40,18 Metern sei “ganz okay gewesen”, fand die Asendorfer Trainerin Ute Schröder, die Ihli bei diesem Wettkampf betreute.
NORDWEST ZEITUNG vom 6. Juli 2010 Kurt Riep holt sich Silbermedaille im Diskuswerfen Leichtathletik: Huder feiert Erfolg bei deutschen Senioren-Meisterschaften Hude. Großer Erfolg für den Leichtathleten Kurt Riep vom TV Hude: Bei den deutschen Senioren-Meisterschaften II in Kevelaer (Nordrhein-Westfalen) sicherte er sich am vergangenen Wochenende die Silbermedaille im Diskuswerfen der Altersklasse M 70. “Die hochsommerlichen Temperaturen waren eine besondere Anforderung. Zum Glück konnte ich meine gute Frühform bestätigen”, freute sich der Huder. In seiner Spezial-Disziplin, dem Diskuswerfen, gelang Kurt Riep gleich im zweiten Versuch ein hervorragen- der Wurf. Die Scheibe landete bei 41,24 Metern. Damit hatte sich Riep die Silbermedaille gesichert. Diese Weite wurde in der Altersgruppe M 70 nur von dem Weltrekordhalter in dieser Klasse, Klaus Albers aus Bremerhaven, überboten. Dieser schaffte 45,86 Meter. Dritter wurde Gerhard Tilman mit 40,52 Metern.
BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG (Helmstedt) vom 7. Juli 2010 Ulrichs bleiben in der Erfolgsspur Leichtathletik: Vater und Sohn überzeugen erneut Von Torsten Dill Helmstedt. Der amtierende Seniorenweltmeister und deutsche Seniorenmeister im Hammerwerfen, Bernhard Ulrich vom SV Ger- mania Helmstedt, trat zur Titelverteidigung bei den deutschen Meisterschaften in Kevelaer an. Ulrich war der einzige Starter aus dem Kreis und trat in der Klasse 50 Jahre und älter in seiner Paradedisziplin "dem Hammerwerfen" an. Und er war wieder einmal nicht zu schlagen. Der weiteste seiner sechs Versuche mit dem sechs Kilogramm schweren Hammer landete bei 57,41 m. Dies bedeutete die sichere Goldmedaille mit mehr als acht Metern Vorsprung auf Rang 2. Trotz der Urlaubszeit fanden indes zwei Starter aus dem Kreis Helmstedt den Weg zu den norddeutschen Meisterschaften der Jugend und Erwachsenen nach Berlin. Im Stadion Lichterfelde trugen die sechs norddeutschen Verbände ihre Regionalmeister- schaft aus. Bei tropischen Temperaturen gingen Michael Ulrich vom SV Germania und Pauline Langbecker vom TSV Lelm an den Start. Michael Ulrich startete im Speerwurf der männlichen Jugend B und konnte in diesem Wettkampf noch einmal zeigen, dass sein Kreisrekord von den Landesmeisterschaften kein Ausrutscher war. Um unter den 15 teilnehmenden Sportlern in diesem Wett- bewerb einen Podestplatz zu erreichen, war wieder eine große Weite erforderlich. Mit seinem letzten Versuch konnte er sich den Bronzerang mit einer Weite von 56,45m erobern. Pauline Langbecker startete im 100-m-Hürdenlauf und im Hochsprung und konnte ihre in dieser Saison gezeigten Leistungen in diesem großen Wettkampf bestätigen.
OLDENBURGISCHE VOLKSZEITUNG vom 7. Juli 2010 Norddeutscher Vizetitel für Kuk Damme (sl). In zwei Wochen startet Viktor Kuk bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Braunschweig und möchte dort den Finallauf der Männer über 1500 m erreichen. Auf dem Weg dorthin nahm der 20-jährige Läufer des OSC Damme den Vize- titel bei den Norddeutschen Meisterschaften mit. Bei diesen Titelkämpfen in Berlin lief Viktor Kuk seine Paradedisziplin in 3:49,57 Minuten. "Etwas ärgerlich war, dass ich den Titel auf den letzten 200 Metern an Johannes Raabe verloren habe", sagte der nicht ganz zufriedene Abiturient. Im Sog des OSC-Zugpferdes mischten auch zwei Nachwuchsläufer aus dem Südkreis in der Bundes- hauptstadt mit. Der 16-jährige Alexander Hasselbach, wie Kuk über die 1500 m aktiv, verbesserte sich um glatte sieben Sekunden und erreichte als B-Jugendlicher des jüngeren Jahrgangs in persönlicher Bestzeit von 4:27,01 min den 16. Platz. Der ein Jahr ältere Jannes Wilkens belegte im Dreisprung mit 11,75 m den neunten Rang. Dammes Klubchef Wolfgang Knabe verschlug es derweil zu den Senioren-Meisterschaften in Kevelaer am Niederrhein. Der "ge- lernte" Dreispringer ging hier nur im Weitsprung ans Brett. Nachdem er vor zwei Wochen einen deutschen M-50-Rekord (6,58 m) aufgestellt hatte, reichten ihm jetzt 6,52 m zum Titel.
BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG vom 7. Juli 2010 Eriksen geht gestärkt in die EM Die Braunschweiger Senioren kehrten erfolgreich von ihren Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften aus Kevelaer zurück. Im Hammerwerfen erreichte Klaus Schmidt (TuRa) in der M 65 mit 37,26 m Platz vier, Rainer Boese (Eintracht) erzielte mit 44,92 m in der Altersklasse M 60 Rang fünf. Anne-Kathrin Eriksen (W 65) landete im Weitsprung mit 3,68 m auf Platz zwei und wurde mit einer Verbesserung auf 16,87 Sekunden im 100-m-Finale Vierte. "Der Saisonaufbau stimmt, sodass ich auf weitere Steigerungen bei den Europa-Meisterschaften vom 15. bis 24. Juli in Nyiregyhaza hoffen kann", meinte die Einträchtlerin. (JüH)
MÜNSTERLÄNDISCHE TAGESZEITUNG vom 7. Juli 2010 Nerkamp: “Aufgeben nicht gut für den Kopf” Garreler Leichtathlet holt in Berlin Bronze Berlin/Garrel. Der Berliner Leichtathletik-Verband war zuletzt Ausrichter der Norddeutschen Meisterschaften für Erwachsene und B-Jugendliche (U 18). Im vor einem Jahr komplett überholten Stadion Lichterfelde durfte ein Trio des BV Garrel mit den präsentier- ten Leistungen durchaus zufrieden sein. Platz drei für Jens Nerkamp über 5000 Meter der Männer, Rang vier für Michael Majewski über 3000 Meter der B-Jugend sowie die überragende Bestzeit über 800 Meter (1:56,56) von Fabian Kühling spiegeln die derzeit gute Form der Garreler Leichtathleten wieder. Der 5000 Meterlauf der Männer fand bei glühender Hitze statt. Nur 19 der 29 gemeldeten Teilnehmer traten an. Darunter allerdings die Medaillenanwärter, zu denen auch Jens Nerkamp zählte. Zusammen mit Hagen Brosius (SCC Berlin), Jonas Endler (OSC Berlin) und Fabian Clarkson (Berliner SV 92), setzte sich Nerkamp bereits nach der ersten Runde vom Feld ab. Als der Garreler dem Berliner Trio nicht mehr folgen konnte, wurde er von Ken Fessel (Hallesche LAF) eingeholt und fand sich jetzt auf Platz fünf wieder. Kurze Zeit später gaben Brosius und Endler auf. “Ich bin noch nie bei solch einer Hitze gelaufen, aber ich dachte: Aufgeben ist nicht gut für den Kopf”, sah Nerkamp jetzt wieder Chancen auf einen Medaillenplatz. Fabian Clarkson wurde in 14:41,47 Minuten Norddeutscher Meister. Den Kampf um die Vizemeisterschaft gewann der die letzten zwei Runden wie entfesselt laufende Ken Fessel. Sicherer Dritter wurde Jens Nerkamp in 15:03,10 Minuten. “Das wäre vor zwei Jahren noch Bestzeit gewesen und das bei solch einer Hitzeschlacht, unglaublich”, sieht Nerkamp für die Zukunft noch Perspektiven. Obwohl der 3000 Meterlauf der B-Jugend in der Anfangsphase eher “gemütlich” zurückgelegt wurde, hatte sich nach noch nicht ein- mal einem Kilometer bereits eine Fünfergruppe abgesetzt, darunter der Garreler Michael Majewski. Allerdings wollte bei der seng- enden Sonnenglut kein Läufer unbedingt das Tempo machen, der hohe Favorit John-Philip Bartholomäi (Halle) schon gar nicht. So leistete Michael Majewski stellenweise sogar ungewollte Führungsarbeit. Doch irgendwann erwachte das Feld und Bartholomäi zog einen langen Spurt durch, den der deutsche Crossmeister in 9:28,43 sicher nach Hause lief. Dahinter folgte ein Trio aus Nieder- sachsen: Jeremy Hübner (Braunschweig/9:44,59 Minuten, Andreas Jagdhuber (Cuxhaven/9:53,96) und Michael Majewski als Vierter in 9:57,32 Minuten. “Berlin war eine Reise wert. Meine beste Platzierung in der Jugend bei einer großen Meisterschaft. Nach der Meldeliste hatte ich höchstens mit Platz sieben gerechnet”, freute sich der 17-jährige Langstreckler. Einen Doppelstart über 800 und 1500 Meter absolvierte unterdessen Fabian Kühling. Der 22-jährige Garreler startete im ersten der vier Zeitläufe. Kühling zeigte eine starke taktische Leistung, hielt immer Tuchfühlung zur Spitze und gewann seinen Zeitlauf im Spurt in neuer Bestzeit von 1:56,56 Minuten (bisher 1:58,03). Obwohl diese Zeit die sechstbeste Leistung, die jemals im Kreis Cloppenburg erzielt wurde, bedeutet, reichte sie in Berlin nach Auswertung der vier Zeitläufe nur zu Rang 15. Sieger wurde Carsten Schlangen (LG Nord Berlin) in 1:49,57 Minuten. Deutschlands bester 1500 Meter-Läufer zeigte auch über 800 Meter seine Quali- täten. Am zweiten Wettkampftag startete Fabian Kühling über 1500 Meter. Als Vierter seines Zeitlaufes wurde er mit 3:59,67 Mi- nuten Gesamtzwölfter. Den Titel holte Johannes Raabe (LG Hannover) in 3:48,60 Minuten.
PEINER ALLGEMEINE ZEITUNG vom 7. Juli 2010 Eklat beim Kugelstoßwettbewerb Zwei Bronzemedaillen und fünf Finalplätze schafften die Peiner Senioren-Leichtathleten bei den Deutschen Meisterschaften in Kevelaer. Für Kugelstoßer Werner Weber bleibt der Wettbewerb aber in keiner schönen Erinnerung. Großes Pech hatte der NLV- Meister Werner Weber von der LG Peiner Land im Kugelstoßwettbewerb der M60. Ziel war zunächst die Qualifikation für das Finale der besten Acht. Nach 12,03 Meter im ersten Versuch gelang dem Jahner Kugelstoßer im zweiten Versuch offenbar eine Super- weite. Die Fünf-Kilo-Kugel landete nahe an der 14 Meter-Marke und wurde vom Kampfrichter mit 13,85 Meter gemessen. “Diese Steigerung von Platz acht auf Rang eins im Vorkampf wurde von einigen Konkurrenten angezweifelt”, erläuterte Weber. Es gab Protest, Diskussionen und eine fast 30-minütige Wettkampfunterbrechung. Der Schiedsrichter “Wurf” wurde hinzugezogen. “Schließlich wurde willkürlich eine Weite von 12,61 Meter festgelegt, die ich zähneknirschend akzeptieren musste, um den Ab- bruch des Wettkampfes zu verhindern”, ärgerte sich Weber. Danach sei für ihn die Luft raus gewesen, eine Steigerung gelang in den weiteren drei Versuchen des Finales nicht mehr, es blieb am Ende bei einem enttäuschenden siebten Platz, die schon greif- bare Bronzemedaille war weg. Dennoch fiel die Peiner Bilanz bei den Meisterschaften der über 50-Jährigen positiv aus. Trotz tropischen Temperaturen um 42 Grad gelang Karl Cramm vom SV Anker Gadenstedt im Hochsprungwettbewerb der M75 eine Steigerung seines von ihm selbst gehaltenen Kreisrekordes auf 1,22 Meter. Mit dem fünften Platz im Feld der acht Finalisten erzielte der NLV-Ranglisten-Erste eine gute Platzierung, zu Bronze fehlten lediglich drei Zentimeter. Anlass genug für den ehemaligen Turner, seinen veralteten Sprungstil, künftig auf Flop oder Straddle umzustellen. Sehr erfolgreich verliefen die nationalen Titelkämpfe für Ulla Hornbostel (LG Peiner Land). Die Norddeutsche Meisterin verbesserte im 800-Meter-Lauf der W50 ihren eigenen Kreisrekord auf 2:42,13 Minuten und belegte damit den vierten Rang hinter der überra- genden Annette Koop von der LG Emstal Dörpen, die in 2:28,81 erneut Deutsche Meisterin wurde. Nach einem Regenerationstag, den die Neu-Fünfzigerin im benachbarten Holland verbrachte, startete die auf den Punkt vorbereitete Peiner Mittelstrecklerin noch einmal. Im 1500-Meter-Lauf belegte sie nach einem taktisch klugen Rennen in 5:36,88 Minuten Platz drei und erkämpfte sich trotz einer Wadenmuskelverletzung die erhoffte Bronzemedaille. Und: Sie verbesserte auch den Kreisrekord. Vereinskameradin Reintraut Rattay hatte sich trotz der Gluthitze ein volles Programm vorgenommen. Im Zeit-Endlauf über 800 Meter der W65 belegte die Jahnerin in 3:30,31 Minuten ebenso Rang vier wie im 5000-Meter-Lauf, den sie in 25:05,56 Minuten ab- solvierte. Zum Abschluss erkämpfte die Deutsche Hallen- und Crossmeisterin dann doch noch ihre Medaille, nachdem sie als Dritte die Ziellinie im 1500-Meter-Lauf in 6:53,09 Minuten überquert hatte.
NORDWEST ZEITUNG vom 7. Juli 2010 “15 Grad und Regen sind für mich ideal” Leichtathletik: Nicolaus Bamstedt peilt Finale der Deutschen Meisterschaft über 400 Meter Hürden an - Kreisrekord- halter startet bald für LG Braunschweig Von Wolfgang Grave Im Frühjahr haben ihn gesundheitliche Probleme an einem vernünftigen Trainingsaufbau gehindert. Vom 19. bis zum 26. Juli nimmt er an einem Trainingslager des Landeskaders teil. Frage: Sie haben in Berlin in 56,24 Sekunden Platz drei belegt, waren aber mit der schnellsten Zeit gemeldet. Sind Sie zufrieden? Bamstedt: Nicht ganz. Es wäre mehr drin gewesen. Frage: Warum hat es nicht zu Gold oder Silber gereicht? Bamstedt: Ich habe im Frühjahr nicht so gut trainieren können. Viele Grippen und einige Allergien haben meinen Trainingsrhythmus gestört und mich ein ums andere Mal zurückgeworfen. Momentan bin ich aber topfit und freue mich auf das Trainingslager des Landeskaders in Hannover. Frage: War’s am Sonnabend vielleicht auch ein bisschen zu warm? Bamstedt: Die Hitze hat sicherlich auch eine Rolle gespielt. Ich bin halt ein totaler Regenläufer. 15 Grad und Regen sind einfach ideale Bedingungen für mich. Frage: Die 400 Meter Hürden gelten als härteste Strecke in der Leichtathletik. Warum haben Sie sich für diese Tortur entschie- den? Bamstedt: Als ich noch jünger war, bin ich die 300 Meter flach gelaufen. Dann habe ich irgendwann mal die 400 Meter Hürden aus- probiert und sofort gewusst, dass das meine Strecke ist. Frage: Warum? Bamstedt: Auf der 400 Meter Flachstrecke, die ja auch schon ziemlich hart und eine große Belastung ist, fällt es mir einfach schwerer, dass Tempo bis zum Schluss durchzuziehen. Auf der Hürdenstrecke denke ich einfach nur von Hürde zu Hürde - und plötzlich bin ich im Ziel. Frage: Welche Ziele haben Sie sich für dieses Jahr gesetzt? Bamstedt: Ich will in den Endlauf der Deutschen Meisterschaft. Mit etwas Glück ist vielleicht eine Medaille drin. Außerdem will ich unter 54,50 Sekunden laufen. Frage: Wie viele Trainingseinheiten investieren Sie dafür pro Woche? Bamstedt: Meistens stehe ich sechs Mal in der Woche auf der Bahn. Frage: Wo haben Sie noch Schwächen? Bamstedt: Momentan feile ich an meinem Hürdensprung im erschöpften Zustand. Ich muss lernen, auch die letzten drei Hürden in einem vernünftigen Rhythmus zu überlaufen. Hintergrund: Nicolaus Bamstedt ist 17 Jahre alt und startet für den VfL Löningen. Bei den norddeutschen Meisterschaften im Berliner Stadion Lichterfelde holte er am Wochenende über 400 Meter Hürden die Bronzemedaille. In der Altersklasse “männliche Jugend B” hält er mit 55,62 Sekunden den Kreisrekord. Bamstedt wird sich im kommenden Jahr der LG Braunschweig anschließen. Der Abiturient wird dann zusammen mit den Topathleten Matthias Strotmann (aus Herzlake) und Andreas Kuhlen (aus Falkenberg) in einer Mann- schaft stehen.
PEINER ALLGEMEINE ZEITUNG vom 8. Juli 2010 Mit Fliege im Auge zum Kreisrekord Norddeutsche Leichtathletik-Meisterschaften “Hätte ich doch bloß nicht auf meine Brille verzichtet”, sagte Victoria Sack von der LG Peiner Land im Ziel der Norddeutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Berlin. Trotz eines kleinen Problems sprintete sie überraschend zum Titel. Im Stadion in Berlin- Lichterfelde startete aus dem Peiner Land neben Victoria Sack auch Tobias Frie (TSV Mehrum). Sack, die in diesem Jahr vor- wiegend 400 Meter läuft, hatte sich bereits vor ein paar Wochen für die Deutschen Jugendmeisterschaften qualifiziert und ging halbwegs beruhigt ins Titelrennen. Die Bedingungen waren alles andere als optimal: 38 Grad machten den Athleten zu schaffen. Im Vergleich zu anderen Hitze-Wett- kämpfen verzichtete Sack diesmal auf ihre Sonnenbrille, da die Sonne nicht blendete. Dass dies keine gute Idee war, bekam sie direkt nach dem Start zu spüren. “Eine Fliege hatte sich in mein Auge verirrt, das war sehr irritierend für mich.” Die Folge: Sack hielt auf der Gegengerade nicht mit und belegte nach 300 Meter einen der letzten Plätze. Da sie ihr “Fliegenproblem” zu diesem Zeitpunkt aber wieder vergessen hatte, zündete sie den Turbo und schob sich noch an allen Läuferinnen vorbei. Drei Meter vor dem Ziel überholte sie die bis dahin Führende aus Neubrandenburg, die schon austrudelte und sich über ihren vermeintlichen Sieg freute. Mit 57,51 Sekunden stellte Sack nicht nur eine neue persönliche Bestleistung auf, sie verbesserte auch ihren Kreisrekord aus dem Vorjahr um 0,01 Sekunden. Dass sowohl der Titel, als auch eine neue Bestzeit möglich waren, daran hatte selbst die neue Meisterin nicht gedacht: “Wenn man berücksichtigt, dass ich im Winter nur sehr wenig trainieren konnte und ich mich im Training jetzt erst einmal von den 800 auf die 400 Meter umstellen musste, dann ist das schon eine tolle Leistung. Dafür möchte ich mich auch bei meinem Trainer Helmward Möller bedanken.” Nach dem “Seuchenjahr” 2009 mit vielen Verletzungen ist bei Sack ein deutlicher Aufwärtstrend festzustellen. Athletin und Trainer sind gespannt, welchen Platz sie bei den Deutschen Jugendmeister- schaften vom 6. bis 8. August in Ulm erreicht. Tobias Frie verpasst “Quali” Der 21-jährige Tobias Frie litt bei den Norddeutschen Titelkämpfen ebenfalls unter der Hitze. Der Spezialist über die Langhürden hatte sich für diesen Wettkampf ein Ziel gesetzt: Die “Quali” für die Deutschen Meisterschaften der Junioren. Mit 58,63 Sekunden blieb er jedoch über zwei Sekunden hinter seiner Bestzeit zurück und erreichte damit den achten Platz. Nun verbleiben ihm noch vier Wochen, in denen er die Norm von 55,50 Sekunden erfüllen muss, damit er sich den Traum erfüllen kann. Unmöglich ist das nicht, steht seine Bestzeit in diesem Jahr doch bei 56,00 Sekunden.
NIEDERELBE ZEITUNG vom 8. Juli 2010 Titelgewinn bei der DM über 5000 Meter Anne Fischer vom ATS Cuxhaven erfolgreich bei den Senioren-Leichtathletik-Meisterschaften in Kevelaer Von Frank Lütt Cuxhaven. Nachdem sich Anne Fischer, Langstreckenläuferin des ATS Cuxhaven, bei der Deutschen Meisterschaft im Marathon während des Laufes in Mainz eine Zerrung zugezogen hatte und sie unter ihren Möglichkeiten blieb, lief sie nun wieder ein über- ragendes Rennen bei der DM der Senioren II in Kevelaer. Über 5000 Meter gewann sie den Titel. Schon zum fünften Mal wurden die Titelkämpfe der Senioren vom örtlichen Sportverein KSV ausgerichtet. In insgesamt 192 Entscheidungen in den verschiedenen Altersgruppen wurden die Meister ermittelt. Aus 430 Vereinen waren 876 Teilnehmer gemeldet. Nach den Wetterprognosen wussten die Langreckenläufer, dass sie unter extremen Bedingungen starten würden. Anne Fischer hatte sich entschieden, die 5000 Meter auf der Bahn zu laufen. Der Start war vormittags, die Sonne brannte bereits gnadenlos vom Himmel. Fischers Altersklasse (W55) und die W50 liefen zusammen in einem Lauf. "Ich hatte mich sehr gut eingelaufen, lief aber nach Beratung mit mehreren Freunden diese Strecke zum ersten Mal ohne Spikes, weil ich meine Muskeln für die kommende Europameisterschaft schonen musste", so die Cuxhavenerin, deren Verletzung vom Marathon in Mainz gerade erst verheilt war. Nach dem Start ging die Favoritin aus der W 50 in Führung, gefolgt von der Titelverteidigerin dieser Altersklasse. An dritter und vierter Stelle wechselte sich Fischer mit einer weiteren Läuferin der W50 ab, dieses Duo kam immer näher an die Zweite des Laufes heran, die in der großen Hitze viel zu schnell angelaufen war. "Uns wurden in jeder Runde Schwämme gereicht, mit denen wir uns Abkühlung verschaffen konnten, so habe ich diesen Hitzelauf gut überstanden. Wir hatten zum Glück auf der Gegengera- den etwas Gegenwind, der auch etwas zur Abkühlung beitrug", berichtet Fischer. Nach ziemlich gleichmäßigen Runden zog die Cuxhavenerin auf der Zielgeraden einen Endspurt an. Sie wurde Dritte des Gesamteinlaufes in 19:30,45 Minuten. Damit war sie Deutsche Meisterin in der Altersklasse W55. Die Zweitplatzierte, Traudel Hoschke (Homberger TV, 21:44,52), folgte mit großem Abstand vor Gabriele Perschke (Marathon Soest, 26:00,79).
NIEDERELBE ZEITUNG vom 8. Juli 2010 Sean Hahnefeld für Deutsche qualifiziert Die Otterndorfer Leichtathleten trotzten der Hitze bei den Norddeutschen Meisterschaften in Berlin Otterndorf. Trotz teilweise fast unerträglicher Hitze ließen es sich die Otterndorfer Mittelstreckler nicht nehmen, bei den Nord- deutschen Meisterschaften der B-Jugend in Berlin im Stadion Lichterfelde an den Start zu gehen. Sie boten gute Leistungen, Sean Hahnefeldt qualifizierte sich sogar für die Deutsche Meisterschaft. Am ersten Tag fanden die Zeitläufe über 800 Meter statt, bei denen auch Sean Hahnefeldt (Jahrgang 1994) antrat, um seine Best- zeit unter die 2-Minuten-Grenze zu schrauben. Er landete mit seiner gemeldeten Zeit nicht im schnelleren Lauf zweier Zeitläufe. Er gewann diesen Lauf zwar sicher mit 2:02,24 Minuten, wurde im Gesamtklassement aber nur Achter. Im sich anschließenden 3000- Meter-Lauf starteten Joost Voß und Sebastian Dierking (beide Jahrgang 1993). Voß, der sich aufgrund seiner Meldezeit und seines guten Trainingszustandes einen Platz unter den ersten Drei ausgerechnet hatte, lag bis in die vorletzte Runde hinein sehr gut im Rennen auf Platz Zwei, musste dann aber wegen starker Rückenschmerzen 600 Meter vor dem Ziel vorzeitig aussteigen. Dierking hatte sich im Verfolgerfeld mal im vorderen Bereich und mal ganz hinten aufgehalten, setzte sich dann aber in der Endphase des Rennens auf den fünften Platz, den er bis ins Ziel hielt. Eine für ihn wirklich erfreuliche Platzierung. Am zweiten extrem heißen Tag der Meisterschaften versuchten sich alle drei Athleten über die 1500-m-Strecke, wobei Voß und Dierking im langsameren Lauf starteten. Nach einer zunächst schnellen ersten Runde verlangsamte sich das Rennen zusehends. Voß konnte diesen Zeitlauf mit 4:16,81 Minuten zwar deutlich für sich entscheiden, blieb aber unter seinen Möglichkeiten. Auch für Dierking war keine Bestzeit nach dem 3000-m-Rennen des Vortages mehr möglich. Er blieb aber dennoch mit 4:28,76 Minuten erneut unter 4:30 Minuten und verfehlte eine neue Bestzeit nur knapp. Im zweiten Zeitlauf, für den sich Hahnefeldt mit seiner ge- meldeten Zeit qualifiziert hatte, ging es richtig zur Sache. Der diesjährige mehrfache Niedersächsische Landesmeister der LG Braunschweig, Fabian Brunswig (1993), führte das Feld vom Start weg an, gewann das Rennen und beflügelte alle hinter ihm ein- laufenden Athleten zu neuen Bestzeiten. So auch Hahnefeldt, der als Fünfter die Ziellinie in neuer persönlicher Bestzeit von 4:09,66 Minuten überquerte. Kadernorm auch erreicht Mit dieser Zeit verbesserte Hahnefeldt nicht nur seine bisherige Bestleistung um mehr als sechs Sekunden, sondern er unterbot damit auch die Qualifikationszeit für die Deutschen B-Jugendmeisterschaften um fast vier Sekunden. Außerdem erreichte er die geforderte D-Kadernorm des Niedersächsischen Leichtathletikverbandes, die immerhin bei 4:10,00 Minuten liegt.
DIEPHOLZER KREISBLATT vom 9. Juli 2010 Bormann greift sich Silber Asendorfer Kugelstoßerin ist Norddeutsche Vizemeisterin / Bronze für Vömel Syke (el). Die norddeutschen Meisterschaften der Männer, Frauen und der Jugend waren für die Leichtathleten des TSV Asendorf, des FTSV Jahn Brinkum und des LC Hansa Stuhr eine vielversprechende Zwischenstation auf dem Weg zu den deutschen Meister- schaften. Alle sechs gestarteten Athleten schafften den Sprung aufs Siegertreppchen. Die beste Platzierung gelang Christin Bor- mann als Vizemeisterin im Kugelstoßen der B-Jugend. Die in Berlin ausgetragenen norddeutschen Titelkämpfe hatten erwartungs- gemäß durchweg ein deutlich höheres Niveau als die vorangegangenen Landesmeisterschaften. Das bekam auch Christin Bormann vom TSV Asendorf zu spüren. Der Landesmeisterin gelangen wiederum gleich mehrere Stöße jenseits der Zwölfmeter-Marke. Mit ihrem weitesten Versuch von 12,27 Metern konnte Bormann allerdings Siegerin Madlin Dossow (TSV Chemie Premnitz, 13,02) nicht mehr gefährden. Vereinskamerad Sven Schröder kam auf der Anlage im Stadion Lichterfelde nicht an seine zuletzt gezeigten Leistungen heran. Mit 61,68 Metern wurde der 22-Jährige im Speerwurf der Männer Fünfter. In der Frauenkonkurrenz belegte Imme Ihli vom LC Hansa Stuhr mit einer Weite von 40,18 Metern Rang vier. Henrike Prokopp wird Sechste Sehr gute Zeiten liefen in Berlin Malyzia Catjana Vömel und Janicke Wolpmann, beide vom FTSV Jahn Brinkum. Vömel wurde über 1500 Meter der B-Jugend in 4:53,37 Minuten Dritte. Wolpmann qualifizierte sich über 200 Meter mit 25,90 Sekunden für das A- Finale und belegte hier mit einer Zeit von 26,11 Sekunden den sechsten Platz. Vereinkameradin Henrike Prokopp unternahm einen weiteren Abstecher über 1500 Meter Hindernis, mit passablem Ergebnis: 6:14,08 Minuten reichten zu Rang sechs.
NORDSEE ZEITUNG vom 9. Juli 2010 Serowinski dreimal am Titel vorbei Kevelaer. Bei den deutschen Leichtathletik-Seniorenmeisterschaften in Kevelaer haben die Aktiven der Unterweser-Region einen Titel und drei Vizetitel geholt. In der Klasse M70 wurde Klaus Alters (GTV) im Diskuswurf mit 45,86 m deutscher Seniorenmeister. Im Hammerwurf kam er mit 41,58 m auf Platz 4. Gleich drei Vizemeisterschaften holte Peter Serowinski (Langen) in der Klasse M55. Im Hochsprung wurde er mit 1,57 m, im Weitsprung mit 5,42 m und im Dreisprung mit 11,31 m Zweiter. Die 4-x-100-m-Staffel M50 der LG Wesermünde (Heino Heins, Axel Harms, Ulrich Axhausen, Günter Griffel) lief mit 53,04 Sekunden auf Platz fünf. Reinhold Mertens (LG WEM) wurde im Stabhochsprung M70 mit 2,00 m Siebter. (le)
ZEVENER ZEITUNG vom 13. Juli 2010 LAV-Nachwuchs holt drei Titel Tami Gerken, Sarina Holsten und die 4x100-Meter-Staffel bei Norddeutschen Meisterschaften erfolgreich Zeven/Berlin. Die Norddeutschen Meisterschaften der Jugend B, Männer und Frauen wurden in diesem Jahr vom Berliner Landes- verband ausgerichtet. Dabei sicherte sich der Nachwuchs der LAV Zeven drei Meistertitel. Die Wettkampforganisatoren hatten da- bei zum einen mit hochsommerlichen Temperaturen zu tun und zum anderen mit der Fußball-WM. Beides lösten die Verantwort- lichen bravourös. Immer wieder wurden die Wettkampfstätten gewässert und auch den Aktiven standen Wasserduschen auf dem Platz zur Verfügung. In Zelten und Wurstbuden waren Fernseher aufgestellt, sodass Aktive, Trainer und Zuschauer immer mal wieder einen Blick auf den aktuellen Stand in Südafrika werfen konnten. Die Nachwuchsathleten der LAV störte die Hitze wenig, die erfolgreichen Jugendlichen zeigten auch bei den extremen Bedingung- en, dass sie zu recht zur Niedersächsischen Spitze ihrer Altersklasse gehören. Die vier Jugendlichen Sarina Holsten, Chantal Raas, Anna Tomforde und Mareike Schuster konnten nur zwei Wochen nach dem Landesmeistertitel mit der 4 x 100-Meter-Staffel erneut jubeln. Mit einer erneuten Verbesserung ihrer persönlichen Bestzeit auf 48,32 Sekunden siegten die Athleten der LAV Zeven vor den Mannschaften der SG TSV Kronshagen/Kieler TB (49,15) und dem SV Großhansdorf. Man darf gespannt sein, zu welchen Leistungen das Quartett bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Ulm fähig sein wird. Die Stärke der Staffel liegt vor allem in der Sprintfähigkeit der vier Jugendlichen. Zwar wurde Sarina Holsten nach einem Fehlstart zum ersten Mal in ihrer Karriere disquali- fiziert, doch Chantal Rass scheiterte erst im Zwischenlauf und Mareike Schuster belegte den sechsten Platz im Endlauf über 100 Meter. Holsten siegt über 200 Meter Unbeeindruckt vom Missgeschick über die 100 Meter ging Sarina Holsten am zweiten Wettkampftag über die halbe Stadionrunde an den Start. Mit der schnellsten Vorlaufzeit qualifizierte sie sich für den Endlauf, in dem sie es nach langer Führung noch spann- end machte, denn Laura Thomsen vom Köpenicker SC kam im Endspurt bis auf zwei Hundertstel an die Zevenerin heran. Über- glücklich nahm Sarina Holsten bei der Siegerehrung ihren ersten Wimpel für eine Einzelleistung in Empfang. Chantal Raas und Katharina Klose beendeten den Wettkampf über 400 Meter in neuen persönlichen Bestzeiten von 61,00 beziehungsweise 63,54 Sekunden. Tami Gerken dominiert Unbeeindruckt von der Hitze, dem starken Teilnehmerfeld und mehreren Stürzen während des 1500-Meter-Laufs zeigte Tami Gerken, dass sie taktisch von ihrem Trainer hervorragend eingestellt war. Zunächst hielt sie sich in der Spitzengruppe, ohne allzu viel Führungsarbeit zu leisten und konnte dann - wie so oft - auf ihre Spurtstärke bauen. Mit 4:50,52 min siegte die Elsdorferin vor Ines Zimmermann von der LG Hannover und Malyzia Vömel vom FTSV Jahn Brinkum. Eine Bronzemedaille sicherte sich Tami Gerken zudem über die 800- Meter-Strecke. Gleich im ersten Versuch flog der Diskus von Niclas Schmidt-Foster auf seine persönliche Bestweite von 44,65 Meter. Damit be- legte er einen sehr guten fünften Platz in einem starken Teilnehmerfeld. Mit 13,92 Meter im Kugelstoßen bekam er für seinen achten Platz eine zweite Urkunde. Die Norddeutsche Vizemeisterschaft errang Anna Tomforde im Weitsprung mit der Saisonbest- leistung von 5,43 Meter. Weiter sprang an diesem Tag nur Lisa Günther vom SV Halle (5,58). Helge Zabel, der lange verletzt war, wollte in Berlin seine Chance auf eine Qualifikation für die Deutschen Jugendmeisterschaften in Ulm über die 400 Meter Hürden wahrnehmen, doch die Muskulatur ließ ein erfolgreiches Abschneiden bei seinem ersten Start nach sechs Wochen noch nicht zu. Auch Niels Michaelis wollte nach seinem Bruch im Ellenbogen angreifen, konnte an seine Erfolge über die 100 Meter jedoch noch nicht ganz anknüpfen. Beide hoffen, bei ihrem Staffelauftritt über 4 x 400 Meter im Rahmen der deutschen Meisterschaften der Männer und Frauen in Braunschweig wieder fit zu sein. (nb)
NIEDERELBE ZEITUNG vom 13. Juli 2010 Dritter bei der Norddeutschen Andreas Jagdhuber auf dem Treppchen / Starke Leistungen von Giulia Hering und Vivian Menke Von Frank Lütt Cuxhaven. Trotz eines für Langstreckenläufer besonders schwierigen Trainingsrückstandes wurde Andreas Jagdhuber (Rot-Weiss Cuxhaven) Dritter bei den Norddeutschen Jugendmeisterschaften. Im schmucken Stadion von Berlin-Lichterfelde fanden die Nord- deutschen Meisterschaften der Erwachsenen und der B-Jugendlichen statt. Aus acht Landesverbänden wurden an den zwei Wett- kampftagen die Meister und Platzierten ermittelt. Für Andreas Jagdhuber ging es in erster Linie darum, wieder einen Wettkampf zu bestreiten. Der 16-jährige Langläufer von Rot- Weiss Cuxhaven musste sein Training zwischen Mitte Mai und Mitte Juni krankheitsbedingt unterbrechen. Da kein Läufer in dem 3000-Meter-Rennen bei den hohen Temperaturen ein hohes Tempo anschlagen wollte, war das Feld der Spitzenläufer nach 2000 Metern eng beisammen. Die letzten 800 Meter wurde Tempo gemacht und hier konnte Jagdhuber nicht mehr folgen. In 9:53,69 Mi- nuten wurde er dennoch guter Dritter dieser Norddeutschen Meisterschaft. Für die DM ist er aber noch nicht qualifiziert, denn dafür muss er eine Norm unterbieten. Diese Norm hatte der dem jüngeren Jahrgang angehörende Jagdhuber im Frühjahr um lediglich 17 Hundertstel verpasst. Hannes Mahler, RW-Leichtathletik-Trainer, hatte noch zwei Athletinnen in Berlin am Start, die ihre Sache ebenfalls sehr gut mach- ten. Vivian Menke wurde über 100-m-Hürden Siebte in 15,28 Sekunden. Dabei hatte sie etwas Pech. Es gab drei Vorläufe, bei ihrem herrschte 1,5 Meter pro Sekunde Gegenwind, bei den anderen beiden lediglich 0,1 beziehungsweise 0,2. Die sechs Schnell- sten aus den drei Läufen kamen in den Endlauf. Giulia Hering erreichte in persönlicher Bestzeit von 2:26,20 Minuten über 800 m Platz neun. Sie hat in den vergangenen Wochen einen erheblichen Leistungssprung gemacht. Bei der Landesmeisterschaft in Verden vor wenigen Wochen hatte sie erst ihre Bestmarke von 2:33 auf 2:29 Minuten verbessert, also hat sie sich innerhalb kurzer Zeit um sieben Sekunden verbessert.
REGIONALE RUNDSCHAU / SYKER KURIER vom 13. Juli 2010 Brinkumer Leichtathletik-Talente bereiten sich auf DM vor Brinkum (jeh). Gestern Mittag trafen sie sich zu einer weiteren Trainingseinheit: die Leichtathletinnen des FTSV Jahn Brinkum, die am kommenden Wochenende zu den Deutschen Meisterschaften nach Braunschweig reisen. Besonders im Blickpunkt steht da- bei die 4x400-Meter-Staffel des FTSV, die unter 30 Teams des weiblichen Jugendbereichs derzeit an Position sieben gelistet ist. Entsprechend optimistisch ist das Quartett, was ihre DM-Chancen anbelangt: "Wir wollen ins Finale", bekräftigten Anna-Lena Freese, Nicole Oltmanns und Henrike Prokopp gestern nochmals. Die Vierte im Bunde, Janicke Wolpmann, war gestern zwar nicht zugegen, hätte aber bestimmt nichts anderes gesagt. "Vielleicht kommen wir ja sogar aufs Treppchen", spekuliert Anna-Lena Freese sogar mit Edelmetall. Allerdings ist es gerade sie, die derzeit für das dickste Fragezeichen sorgt. Bei der DLV-Jugend-Gala in Mannheim zog sie sich unlängst eine Muskelblockade zu, die zwar mittlerweile gelöst ist - nur: Die Schmerzen sind geblieben. Ob Freese bei der DM starten kann, ist deshalb ungewiss. Die Athletin kann nur hoffen. Das tun auch die Mitglieder der Brinkumer 3x800-Meter-Staffel, die in Braunschweig an den Start gehen wird. Das Ziel von Nicole Oltmanns, Natascha und Franziska Schröder ist klar umrissen: "Wir wollen nicht Letzter werden", sagen die Drei. Auf Nicole Olt- manns wartet somit am kommenden Wochenende "ein großes Programm", wie es FTSV-Trainer Frank Krüger betont. Sie ist als einzige in beiden Jahn-Staffeln gefordert. Bis es soweit ist, wird sie - genau wie die anderen auch - trainieren. Viel trainieren. Be- reits am heutigen Morgen stand die nächste Einheit an. Darüber hinaus arbeitet jede Läuferin nach einem individuellen Plan.
WESER KURIER vom 14. Juli 2010 Tolle Rennen Bremer Leichtathleten überzeugen bei norddeutschen Titelkämpfen Von Marc Gogol Bremen. Die Norddeutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Berlin brachten für die Bremer Vertreter einige erfreuliche Leistung- en und Platzierungen mit sich. Den einzigen Titel für die Hansestadt holte Katrin Langer von der LG Bremen-Nord im Hammerwurf der B-Jugend mit Landesrekordweite von 42,23 Metern. Bei außerordentlich heißen Witterungsbedingungen setzten die Werder- Hürdensprinter Alexander Thyme und Malte Schwarting über die 110 Meter gleich einen ersten Glanzpunkt. Trotz Gegenwindes ge- lang es Alexander Thyme, in 14,49 Sekunden auf den zweiten Platz zu laufen. Direkt hinter ihm überquerte Malte Schwarting in 14,61 Sekunden die Ziellinie. Einen nahezu perfekten Lauf zeigte Klubkamerad Sergej Denhof über 400 Meter Hürden der Jugend B. Nach 55,79 Sekunden lief der Schützling von Trainer Andriy Wornart auf den zweiten Rang in Norddeutschland und verbesserte seine bisherige Bestzeit um acht Zehntel Sekunden. Ebenfalls über 400 Meter Hürden, allerdings in der Männerklasse, startete mit Niclas Aleff ein weiterer grün-weißer Nachwuchsathlet, der eigentlich noch der A-Jugend-Klasse angehört. Er ließ sich jedoch wenig beeindrucken, lief sein eigenes Rennen, und kam in persönlicher Bestzeit von 55,46 Sekunden ins Ziel. Neben dem damit erreichten dritten Platz bedeu- tete Niclas Aleffs Zeit gleichzeitig die Qualifikation zu den Deutschen Juniorenmeisterschaften, die Mitte August in Regensburg stattfinden. Ebenfalls nach Regensburg wird Mannschaftskollegin Yvonne Jungen reisen. Die A-Jugendliche zeigte in Berlin ein tolles Rennen über 400 Meter der Frauen, in dem sie als Sechste nach 58,08 Sekunden ins Ziel kam und die Qualifikation für die Deutschen Juni- orentitelkämpfe und die Deutschen Jugendmeisterschaften in Ulm schaffte. Mit Svea Kittner machte in Berlin eine weitere jugend- liche Werder-Sprinterin auf sich aufmerksam. Nach einem überraschenden dritten Platz auf der 100-Meter-Sprintdistanz der Jugend B in 12,52 Sekunden setzte die Athletin aus der Trainingsgruppe von Andrei Fabrizius über 200 Meter noch etwas drauf. In neuer Bestzeit von 25,55 Sekunden im Vorlauf qualifizierte sich Svea Kittner für die Deutschen Jugendmeisterschaften in Ulm.
WALSRODER ZEITUNG vom 14. Juli 2010 Eugen Reinhardt: Schwitzen im ICE, kühler Kopf bei DM Leichtathletik: Silber für Walsroder Kugelstoß-Hüne / Kossel zur EM Walsrode. Es war eine Art Déjà-vu-Erlebnis: Nach zehn Jahren kehrte der Walsroder Kugelstoß-Spezialist Eugen Reinhardt er- neut nach Kevelaer (am Niederrhein) zu einer Deutschen Senioren-Meisterschaft der Leichtathleten zurück. Und - als wäre es ge- rade erst gewesen - fand sich der Hüne aus der Heide nach kräftigem Stoß erneut als Silbermedaillen-Gewinner auf dem Sieger- treppchen wieder. Ebenfalls sehr erfolgreich verlief die DM für Speerwurf-Bronze-Gewinner Hartmut Kossel (TSV Dorfmark) und Harald Dexheimer (SVE Bad Fallingbostel). Am vergangenen Wochenende geriet Eugen Reinhardt nächtig ins Schwitzen: Gemeinsam mit seiner Frau wurde er Opfer des Klimaanlagen-Ausfalls in einem der ICE-Züge auf der Rückreise aus München, vom Besuch ihrer Kinder. Bei den Deutschen Seni- oren-Meisterschaften kam der Altmeister aus Walsrode dagegen wesentlich besser mit der Hitze klar und ließ eher die Konkurrenz schwitzen. “Ich bin sehr zufrieden”, strahlte der 69-Jährige nach seinen 12,95 Metern, die ihm Platz zwei und damit die DM-Silber- medaille in der AK70 einbrachten. Auch Hartmut Kossel schaffte im Speerwurf der M70 den Sprung aufs Siegertreppchen. Mit 38,78 Meter holte der Dorfmarker die Bronzemedaille. Unmittelbar nach der DM ist Hartmut Kossel bereits zur Senioren-Europameisterschaft nach Ungarn aufgebroch- en. Harald Dexheimer (M 65) vom SVE Bad Fallingbostel komplettierte die guten Ergebnisse mit dem sechsten Platz beim Weit- sprung. Ausführlicher Bericht heute in der WZ-Printausgabe. (Hier nicht verfügbar).
CELLESCHE ZEITUNG vom 14. Juli 2010 Celler Athleten lösen Ticket für Jugendmeisterschaften Celle. Kilian Grünhagen und Laurin Forstreuter, zwei Läufer aus der Region Celle, haben den weiten Weg nach Berlin auf sich ge- nommen, um an den Norddeutschen Leichtathletik Meisterschaften teilzunehmen. Das erklärte Ziel der beiden war es, die Quali- fikationszeit für die Deutschen Jugendmeisterschaften zu unterbieten. Dieses Kunststück sollte ihnen, trotz sommerlicher Hitze im Stadion Lichterfelde, auch gelingen. Besonders für Kilian Grünhagen, der über die längere Distanz startete, waren 33 Grad Celsius im Schatten nicht die optimalen Be- dingungen. Bei seinem Lauf über 1500 Meter stand gegen 15 Uhr die heiße Luft förmlich über der Tartanbahn. Trotzdem stellte der B-Jugendliche in 4:11 Minuten seine persönliche Bestzeit ein. Womit er, genau wie kurz darauf sein Vereinskamerad Laurin Forst- reuter, das Ticket für die Anfang August stattfindenden Deutschen Jugendmeisterschaften in Ulm löste. Obwohl Laurin Forstreuter mit 17 Jahren noch der A-Jugend angehört, lief er über die 400 Meter in der Erwachsenen-Konkurrenz mit und gewann souverän seinen Zeitlauf. Mit 49,9 Sekunden rannte er die Stadionrunde schneller als jeder andere Niedersachse seiner Altersklasse in diesem Jahr. Die beiden Celler haben damit zu Ole Böhl aus ihrem Team aufgeschlossen, der die Qualifika- tion schon vor drei Wochen bei den Landesmeisterschaften in Göttingen erreichte. Jetzt wollen sie die schulfreie Zeit zur intensiven Vorbereitung nutzen, um bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in fünf Wochen noch einmal ihre Bestleistungen zu steigern. Betreut werden sie dabei von ihrem Trainer Sinowij Rybizki, der hocherfreut über die jüngsten Ergebnisse, voll des Lobes für seine erfolgreichen Schützlinge ist und ihnen auch in Zukunft noch einiges zutraut.
ZEVENER ZEITUNG vom 15. Juli 2010 Pradzynski Deutscher Vizemeister Fünf Podiumsplätze für LAV-Senioren bei DM Zeven/Kevelaer. Nicht überall drehte sich die Welt nur um den Fußball in Südafrika. Im nordrhein-westfälischen Kevelaer fanden bereits zum fünften Mal die Deutschen Seniorenmeisterschaften der Leichtathleten statt. Mit neuen Jahres-Bestzeiten auf den Sprintstrecken und fünf Podiumsplätzen kehrten Czeslaw Pradzynski (M 50) und Helmut Meier (M 55) nach Zeven zurück. Für Czeslaw Pradzynski begannen die Deutschen Meisterschaften bei den 100-Meter-Vorläufen recht verheißungsvoll, denn mit der schnellsten Vorlaufzeit von 11,84 Sekunden gewann er seinen Lauf überlegen. Für das anschließende Finale hatte sich der Zeven- er Trainer viel vorgenommen. Bis zur Ziellinie lieferte er sich mit Frank Becker (LC Schifferstadt) ein packendes Finale. Mit 11,65 Sekunden ging der Sieg zwar an den Schifferstädter, doch in neuer persönlicher Jahresbestzeit von 11,79 Sekunden wurde Czeslaw Pradzynski Deutscher Vizemeister. Im Langsprint über 200 Meter trafen beide Kontrahenten wieder aufeinander, mit Ger- hard Zorn (TSV Vaterstetten) war ein weiterer Sprinter am Start, der schon im Vorlauf mit einer schnellen Zeit seine Ambitionen für die Titelvergabe anmeldete. Im Finallauf entwickelte sich dann auch ein an Spannung kaum zu überbietender Zieleinlauf. Nur um 1/100 Sekunde geschlagen, musste sich Czeslaw Pradzynski mit der Bronzemedaille begnügen. Mit 24,75 Sekunden war ihm aber erneut eine Verbesserung seiner vorigen Bestzeit gelungen. Helmut Meier mit Bestzeiten Im letzten Jahr seiner Zugehörigkeit zur Altersklasse 55 präsentierte sich Helmut Meier in blendender Form. Schon bei den Vor- und Endläufen über 100 Meter erreichte er mit 12,46 Sekunden neue Bestzeiten. In einem Wimpernschlagfinale musste er sich dann jedoch mit dem vierten Platz begnügen. Ein Ergebnis, dass ihn für die weiteren Rennen über 200 und 400 Meter trotz tro- pischer Temperaturen zuversichtlich stimmte. Bei der noch am ersten Wettkampftag anstehenden Stadionrunde baute Helmut Meier auf den Rat seines Vereinskameraden Czeslaw Pradzynski, der ihm ein recht schnelles Anfangstempo empfohlen hatte. Mit seiner Endzeit von 59,76 Sekunden erreichte der Heeslinger fast seine Wunschzeit. An den erreichten Platz vier im zweiten Final- lauf hatte sich Helmut Meier schon fast gewöhnt. Für den zweiten Meisterschaftstag wurden die Langsprints über 200 Meter bei brennender Sonne zu einer besonderen Bewährungsprobe. Drei Wettbewerbe mit Vor- und Endläufen an zwei Tagen ließen die Kräfte und die Spritzigkeit schwinden. Mit 26,38 Sekunden erzielte Helmut Meier eine weitere persönliche Jahresbestzeit, musste sich aber erneut mit dem vierten Platz begnügen. Das Fazit der beiden LAV-Sprinter: “Es war unerträglich heiß hier in Kevelaer. Wir sind aber ganz glücklich mit unseren Ergeb- nissen. Schnelle Bestzeiten und fünf Podestplätze bei Deutschen Meisterschaften - ein tolles Ergebnis für uns.” (nb)
NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG vom 15. Juli 2010 Zielvorgabe sind die Endläufe Dörpen. (hsz). Die Farben des Emslands bei der 110. Deutschen Leichtathletik-Meisterschaft der Männer und Frauen in Braun- schweig vertreten Maren Kock und Daniel Gruber (beide LG Emstal Dörpen). Zudem starten am Samstag und Sonntag mit Carsten Schlangen (Meppen/LG Nord Berlin) und Cornelia Schwennen (Emsbüren/LG Braunschweig) zwei Buten-Emsländer. Zielvorgabe für Kock und Gruber sind jeweils gute Platzierungen in den DM-Endläufen und möglichst Bestzeiten, sagt Trainer Arno Kosmider. Über 1500 Meter (Vorlauf: Sa., 13.55 Uhr; Endlauf: So., 15.30 Uhr) steht Kock mit ihrer jüngst beim Meeting im nieder- ländischen Uden gelaufenen Zeit von 4:22,28 Minuten an achter Stelle der 20 gemeldeten Frauen. Kosmider: “Ich sehe der Sache positiv entgegen. Maren präsentiert sich im Moment in sehr guter Form, auch im Training.” Über 5000 Meter startet sie nicht. In Absprache mit Bundestrainer Detlef Uhlemann nimmt Kock diese Strecke bei der Deutschen Juniorenmeisterschaft in Regensburg in Angriff (14./15. August). “Dort sind die Chancen recht hoch”, so Kosmider. Ihr Vereinskamerad Daniel Gruber trifft im Vorlauf über 1500 Meter (Sa., 14.30 Uhr) auf den amtierenden Titelträger Carsten Schlangen. “Für Daniel ist die Aufgabe, das Finale zu erreichen, etwas schwerer”, verweist Kosmider auf die im Vergleich zu den Frauen “wesentlich härtere Konkurrenz”. Bei 22 Bewerbern steht Gruber mit seiner persönlichen Bestzeit (3:45,46 Min.) an 16. Stelle der Meldeliste. Bessere Karten hat Schlangen als Zweitplatzierter. “Drei bis vier Läufer heben sich stark ab”, sagt Kosmider. “Alle anderen Zeiten liegen sehr eng beieinander, da entscheidet die Tagesform.” Der Endlauf steigt am Sonntag um 14.50 Uhr. Derweil hat Cornelia Schwennen ein Heimspiel, startet sie doch für die LG Braunschweig. Die Emsländerin läuft im Finale über 5000 Meter (Sa., 18.35 Uhr).
DIE NORDDEUTSCHE (Weser Kurier) vom 15. Juli 2010 Inga Reschke bei “Deutschen” zu Gast Bremen-Nord (mde). Zum zweiten Mal nach Ulm 2009 startet Inga Reschke von der LG Bremen-Nord am Sonnabend in Braun- schweig bei den nationalen Titelkämpfen der Leichtathleten. Nach einigen verpatzten Wettkämpfen sicherte sich die Nordbremer Diskuswerferin vor knapp drei Wochen am Burgwall mit einem Wurf auf 49,52 Meter die Startberechtigung für die "Deutschen" (Qualifikationsweite 49 Meter). Für ihren Saisonhöhepunkt hat Inga Reschke nun nur einen Wunsch: "Endlich auch einmal im Wettkampf meine Trainingswürfe über die 50 Meter bestätigen".
DEISTER- UND WESERZEITUNG (DEWEZET) vom 16. Juli 2010 Diatta fällt für DM aus Leichtathletik (aro). Hiobsbotschaft für die LG Weserbergland: Etienne Diatta fällt für die an diesem Wochenende stattfindende deutsche Meisterschaft in Braunschweig verletzt aus. Eigentlich sollte Diatta mit der viermal 100-Meter-Staffel an den Start gehen. Doch eine hartnäckige Verletzung, mit der sich der Afrikaner schon seit August vergangenen Jahres herumplagt, machte ihm einen Strich durch die Rechnung. “Mit Etienne wäre unsere Staffel wesentlich stärker gewesen”, sagt Trainer Werner Scharf, der Sebastian Stöckl, Joachim Peest, Johannes Grossner und Henrik Prinzhorn für die Staffel nominiert hat. “Wir wollen die 42-Se- kunden-Marke knacken. Ob es für einen Platz unter den Top 10 reicht, werden wir sehen”, so Scharf.
WOLFSBURGER NACHRICHTEN vom 16. Juli 2010 Knipphals sagt 100-Meter-Start ab Wolfsburger Sprinter hat Muskelprobleme und läuft nur die 200 Meter Von Ute Berndt Wolfsburg. Ein Triumphzug wird die DM für Sven Knipphals nicht mehr. Der Sprinter des VfL Wolfsburg hat seine Starts über 100 Meter wegen Muskelproblemen im Oberschenkel abgesagt. Sein großes Ziel, noch in die deutsche EM-Staffel zu rennen, kann er nicht erreichen. "Ich hatte schon seit dem Trainingslager in Orlando damit zu tun, habe es aber mit Ibuprofen dann in den Griff ge- kriegt", erzählt er. Doch vor drei Wochen waren die Schmerzen wieder größer geworden. Er musste kürzer treten, konnte zwar noch alles mögliche trainieren, aber nicht mehr sprinten. "Im Nachhinein hätte ich besser mal zwei Wochen Pause gemacht", räumt der 24-Jährige ein. Nun bekommt er eine Stoßwellentherapie. "Das fühlt sich an, als ob ein kleiner Presslufthammer 5000 Mal auf die Haut über meinem Muskel schlägt", schildert er. Bis Sonntag will er wieder so weit hergestellt sein, dass er über seine Paradestrecke 200 Meter starten kann. "Da ist die Konkurrenz in den Vorläufen nicht so stark wie über 100 Meter", sagt Knipp- hals. Über 100 Meter hat es keinen Sinn zu starten, wenn man nicht hundertprozentig vorbereitet ist." Was er auf der doppelten Strecke zu bieten hat, kann er nicht einschätzen. "Ich weiß einfach nicht, wie weit mich das fehlende Training zurückwirft, denn sonst bin ich körperlich sehr gut drauf, die Kraftwerte sind besser denn je und ich bin frisch." Die ur- sprünglich angepeilte EM-Norm von 20,65 Sekunden rückt trotzdem in weite Ferne. "Wichtig ist unter den jetzigen Umständen erst mal, dass ich gesund durchkomme und das Finale erreiche."
OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 16. Juli 2010 Leichtathletik: Melanie Schütte: “Der Einzug ins Finale wird ganz schwer” Diskuswerferin des SV Georgsheil startet Samstag bei Deutschen Meisterschaften / Neue Bestleistung fürs Finale nötig Georgsheil. Melanie Schütte freut sich auf die “Deutschen”. Die Diskuswerferin des SV Georgsheil hat sich mit 50,40 m, die sie beim ersten Freiensportfest in Oldenburg erzielte, für die nationalen Titelkämpfe qualifiziert. Die finden am Wochenende in Braun- schweig statt. Dass der Einzug ins Finale der besten acht Athletinnen schwer wird, weiß die amtierende Niedersachsenmeisterin sehr wohl. Denn der Wurf mit der 1 kg schweren Scheibe zählt zu den leistungsstärksten Disziplinen im Deutschen Leichtathletikverband. Rang 16 belegt Schütte in der aktuellen Deutschen Bestenliste, die souverän von Nadine Müller (SV Halle) angeführt wird. Deren 67,78 m bedeuten zugleich Position 1 in der Weltbestenliste, was einmal mehr die dominante Stellung der bundesdeutschen Werferinnen verdeutlicht. In Braunschweig haben jedenfalls alle Athletinnen drei Versuche, dann aber dürfen nur die acht Finalistinnen für wei- tere drei Durchgänge den Diskuskreis betreten. Deutlich über 52 m wird Schütte für den Endkampf anbieten müssen, ist sie sich mit ihrem Trainer Voß ziemlich sicher. Dazu wäre eine neue Bestleistung der Georgsheilerin nötig, die alles daran setzen wird, bei diesen Titelkämpfen ihr momentanes Leistungsvermögen voll auszuschöpfen. Und sollte es am Samstag um 14 Uhr dennoch nicht reichen, wird allein das Wurferlebnis vor vielen tausend Zuschauern für den großen Trainingsaufwand entschädigen.
OSTFRIESEN ZEITUNG vom 17. Juli 2010 Junker ist Deutsche Senioren-Vizemeisterin Leichtathletik: Auricherin gewann in ihrer Altersklasse das Hammerwerfen Kevelaer. Christel Junker vom MTV Aurich errang bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften der Senioren in Kevelaer in der Altersklasse W55 die Vizemeisterschaft im Hammerwerfen. Sie erzielte 34,79 Meter. Ihr Klubkamerad Eberhard Willms belegte im Kugelstoßen Rang fünf in der Altersklasse M55. Christel Junker ging an drei Tagen in vier Wurfdisziplinen an den Start. Im Diskuswerfen erzielte sie 25,10 m und belegte Rang sechs. Es siegte Claudia Vollert (Radolfzell) mit 29,41m. Zwei Disziplinen standen am zweiten Tag auf dem Programm. In der Mittagshitze reichten Junker im Speerwerfen 21,00 m für den vierten Platz. Nur eine Stunde später begann die Hammerwurf-Entscheidung. Hier errang die Auricherin mit einer Weite von 34,79 m die Vize-Meister- schaft. Den Titel holte Jutta Neumann vom SSV Planeta Radebeul mit einer Weite von 38,71 m. Seit Monaten trainiert Christel Junker in der Trainingsgruppe von Klaus Beyer in Holtland mit, doch sie konnte ihre bisherige Bestweite von 37,46 m nicht erreich- en. Sie warf mit angezogener Handbremse, zwei Würfe landeten sogar im Netz. Am Sonntag stieß sie die Kugel auf 9,45 m. Das langte zum sechsten Rang. Meisterin wurde Angelika Holder vom LG Filder mit 10,80 m. Eberhard Willms erreichte einen guten 5. Platz mit 38,20 m. Er konnte seine Saisonbestweite von 39,59 m nicht erreichen. Es ge- wann Bernd Liebke (Düsseldorf) mit 46,15 m.
WESER KURIER vom 17. Juli 2010 Auf dem Weg zur EM-Medaille ... will Nytra sich auch heute beeilen Von Olaf Dorow Bremen. Oma ist auch da. Zum ersten Mal. Eine Cousine von Carolin Nytra bringt sie aus Hamburg mit. Oma ist schon über 80, weite Reisen sind beschwerlich, aber diesmal sind die Deutschen Meisterschaften nicht ganz so weit weg, in Braunschweig. Also wird die Großmutter miterleben, wie ihre Enkelin über die Hürden fliegt. Und siegt, was sonst? Die Deutschen Meisterschaften sind für Carolin Nytra vom Bremer LT/TuS Komet Arsten nichts Besonderes mehr und gleichzeitig etwas ganz Besonderes. Natürlich auch wegen Oma, aber vor allem, weil sie zum vierten Mal in Folge den Titel über 100 Meter Hürden gewinnen kann. "Der Titel bedeutet mir trotz allem sehr sehr viel", sagt sie. Sie habe in dieser Woche vor Braunschweig so hart trainiert wie noch nie vor einer Deutschen Meisterschaft. Trotz allem - damit ist gemeint, was letztens in Lausanne geschah. Nytra, 25, rannte dort die sagenhafte Zeit von 12,57 Sekunden. Weswegen sie nun von der Fachwelt als EM-Favoritin - und ihr nationaler Titel Nummer vier als Selbstverständlichkeit angesehen wird. Für 18.05 Uhr ist heute in Braunschweig der Endlauf angesetzt. Sie war so schnell in Lausanne, sie will jetzt alles: a) heute nachweisen, dass das keine Eintagsfliege war, b) nächstens in Barcelona eine EM-Medaille, c) in Kauf nehmen, dass sie wegen des harten Trainings nicht locker genug ist für eine Superzeit, aber d) trotzdem den Meisterschaftsrekord brechen. Der steht seit einem Jahr bei 12,78 Sekunden. Er wird gehalten: von ihr selbst. Sie ist ja seit Jahren die deutsche Hürdensprinterin. International gesehen, war sie bislang noch nicht die Hürdensprinterin. Lausanne brachte eine Art Ritterschlag. Lausanne brachte das, was sich schon anderthalb Jahre lang andeutete, aber nie auf der Anzeigetafel stand. Erst wegen einer Saison voller Verletz- ungen, dann auch wegen einer gewissen Hippeligkeit bei starker Konkurrenz. Bei der Weltmeisterschaft im großen Berliner Olym- piastadion schaute sie mehr auf die Konkurrenz als auf sich selbst. Seitdem arbeitet sie auch mit einem Mentaltrainer. "Mein Körper macht seit zwölf Jahren Leichtathletik", sagt sie, "mein Kopf noch nicht". Zumindest nicht im Spitzenbereich. "Im Spitzen- bereich zählt jedes Sandkörnchen", sagt sie. Gleich nach Lausanne schrieb sie dem Mentaltrainer eine E-Mail. Woran sie selbst merkte, wie wichtig ihr dieser Teil des Trainings inzwischen ist. "Ich habe bislang gedacht, sie ist am besten, wenn sie vorneweg rennt", sagt ihr Bremer Trainer Jens Ellrott, aber sie muss natür- lich auch lernen, dagegen zu halten." In Lausanne hat Carolin Nytra gezeigt, wie gut sie gelernt hat. Jetzt träumt auch Ellrott von einer EM-Medaille, auch für ihn wäre es egal, welche es wird. "Nur bei Rang vier, da wären wir beide enttäuscht." Es sei denn, sie saust schneller durch den Hürdenwald als in Lausanne. 12,57 - das ist derzeit die schnellste Zeit in Europa. Nytra, mental ge- rüstet, sieht einen "mentalen Vorteil". Sie sagt: "Weil ich mir sagen kann: Ja, lauf' den anderen einfach weg."
WESER KURIER vom 17. Juli 2010 Marchewski mit Final-Chancen Bremen (odo). Schafft heute in Braunschweig neben Carolin Nytra noch eine zweite Sprinterin aus der Trainingsgruppe des Bremer LT/TuS Komet Arsten den Sprung in den Endlauf über 100 Meter Hürden? Anna Marchewski, 22, wird ebenfalls von Jens Ellrott be- treut. Marchewski schaffte bislang 13,49 Sekunden, was Rang neun der deutschen Bestenliste bedeutet. Acht kommen ins Finale der Deutschen Meisterschaften. Am Start sind mit Malte Schwarting, Luca Willmann, Jeffrey Muldrow, Kim-Christoph Jokel, Bruno- Philipp Gärtner, Christian Siegmund, Alexander Thyme und Stephan-Markus Schöl auch acht Athleten des SV Werder.
OSTFRIESEN ZEITUNG vom 17. Juli 2010 (Auszug - Nur Niedersachsen) Leichtathleten ermitteln Deutsche Meister Titelkämpfe: Sieben Ostfriesen treten heute und morgen gegen nationale Konkurrenz an Braunschweig. Die nationale Leichtathletik-Elite trifft sich an diesem Wochenende in Braunschweig. In Ost-Niedersachsen werden die Deutschen Meisterschaften ausgetragen. Mit dabei sind auch sieben Ostfriesen - vier von ihnen starten inzwischen je- doch nicht mehr für heimische Vereine. Das trifft nicht auf Anna Raukuc (Emder LG), Melanie Schütte (SV Georgsheil) und Jan- Gerhard Onken (Germania Leer) zu. Raukuc hat sich für die 400-Meter-Hürden qualifiziert. Die Saisonbestleistung der Emderin liegt bei 61,52 Sekunden. Damit liegt sie im hinteren Bereich des Starterfeldes. Das gilt nicht für Jan-Gerhard Onken. Der 800-Meter- Läufer schaffte in dieser Serie bereits 1:48,33 Minuten - nur drei Athleten erreichten im Vorfeld der Titelkämpfe bessere Zeiten. Die Georgsheiler Diskuswerferin Melanie Schütte hat sich mit 50,40 m, die sie beim ersten Feriensportfest in Oldenburg erzielt hatte, für die nationalen Titelkämpfe qualifiziert. Dass der Einzug ins Finale der besten acht Athletinnen schwer wird, weiß die amtierende Niedersachsenmeisterin sehr wohl. Denn der Wurf mit der 1 kg schweren Scheibe zählt zu den leistungsstärksten Disziplinen im deutschen Leichtathletikverband. Rang 16 belegt Schütte in der aktuellen deutschen Bestenliste.
DEISTER-LEINE-ZEITUNG vom 17. Juli 2010 Schwarzbach hofft auf eine Urkunde Kirchdorf (mh). Objektiv betrachtet hat er keine Chance - doch die will er nutzen. Dirk Schwarzbach, laufendes Aushängeschild der Leichtathleten des TSV Kirchdorf, startet heute Nachmittag bei den Deutschen Meisterschaften im Braunschweiger Eintracht- Stadion. Qualifiziert hat sich der mehrfache Landesmeister für die 3000-Meter-Hindernis. Seine Bestzeit in diesem Jahr lautet 9:02,97. Eine beachtliche Leistung, doch liegt zwischen Schwarzbach und den besten deutschen Läufern derzeit noch eine gute halbe Minute. So lief zum Beispiel Steffen Uliczka von der SG TSV Kronshagen/Kieler TB bereits 8:26,44 Minuten über dieselbe Distanz. Auch Filmon Ghirmai (LAV Asics Tübingen; 8:28,43) und Hannes Liebach (LC Cottbus; 8:50,84) laufen in anderen Sphären. Dirk Schwarzbach lässt sich jedoch nicht entmutigen. Er setzt auf mögliche Überraschungen und will sich zunächst nur auf sich konzentrieren. “Ich würde gerne auf einen Urkundenplatz laufen, also unter die ersten acht. Darüber hinaus ist gerade beim Hindernislauf so viel möglich - Läufer können stürzen und ausscheiden. Ich bin auf jeden Fall gespannt. Für Schwarzbach ist es bereits der zweite Hindernis-Start bei einer Deutschen Meisterschaft. “Natürlich bin ich aufgeregt, in einem so guten Feld und auch vor wahrscheinlich recht großem Publikum zu laufen.” Heute ab circa 18 Uhr dürfte feststehen, ob der Kirchdorfer es auf einen Ur- kunden-Platz geschafft hat.
NORDWEST ZEITUNG vom 17. Juli 2010 Interview: Ruth Spelmeyer äußert sich zu ihrem Start bei der Leichtathletik-DM Frage: Frau Spelmeyer, erstmal einen herzlichen Glückwunsch zum bestandenen Abitur. Nach Ihrer bislang erfolgreichsten Saison im Jahr 2009 läuft es in diesem Jahr noch nicht wie erhofft. Woran liegt das? Spelmeyer: Danke. Das stimmt, für meine Abitur-Prüfungen musste ich natürlich viel tun und konnte deshalb zu Beginn des Jahres leider nicht ausreichend trainieren. Dadurch bin ich auch jetzt noch nicht hundertprozentig fit, das schlägt sich leider in den bisherigen Leistungen nieder. Frage: Dazu kommt, dass Sie in diesem Jahr erstmals nicht mehr in der Jugend, sondern offiziell in der Frauenklasse an den Start gehen. Wie verlief diese Umstellung für Sie? Spelmeyer: Es war nicht einfach, weil die Konkurrenz jetzt viel größer ist. Dadurch steigt auch der Druck. Frage: Was ist es für ein Gefühl, so weit hinter seinen gewohnten Leistungen zurückzubleiben? Spelmeyer: Es ist schwer, momentan nicht an die Zeiten aus dem vergangenen Jahr heranzukommen und somit meine und auch die Erwartungen meines Trainers zu enttäuschen. Dennoch mache ich mir nicht zu große Sorgen, denn ich bin ja noch jung und habe viel Zeit, um mich an die Spitze zu kämpfen. Frage: Wie gehen Sie mit der Situation um? Spelmeyer: Ich denke, ich muss mich jetzt einfach durchbeißen. Dabei hilft mir das Wissen, dass ich letztes Jahr in der Lage war, die erforderlichen Leistungen zu erbringen und dass ich mich jetzt einfach in einem Leistungsloch befinde. Frage: Vor Ihnen liegen nun an diesem Wochenende die deutschen Meisterschaften in Braunschweig (17. und 18. Juli). Was ist Ihr Ziel? Platzt vielleicht dort der Knoten? Spelmeyer: Ich hoffe es. Nachdem ich letztes Jahr mit meinen Zeiten gut hätte mitlaufen können, versuche ich in diesem Jahr ein- fach, mein Bestes zu geben.
KURIER AM SONNTAG (Weser Kurier) vom 18. Juli 2010 So nervös - und so schnell Carolin Nytra wird zum vierten Mal in Folge Deutsche Meisterin über 100 m Hürden Von Olaf Dorow und Sebastian Stiekel Braunschweig/Bremen. Sie war nervös. Hippelig, wie sie sagt. Vielleicht lag das daran, dass sie sich hätte blamieren können. Man schaut neuerdings noch viel genauer hin, wenn sie läuft. Aber Carolin Nytra hat sich nicht blamiert. Sie ist gestern zum vierten Mal in Folge Deutsche Meisterin über 100 Meter Hürden geworden. In 12,71 Sekunden. Es ist ein neuer Meisterschaftsrekord. "Das zeigt ihre krasse Stabilität", sagte Jens Ellrott hinterher, ihr Trainer. Er hat sich sehr gefreut, er fand den Lauf nämlich gar nicht so gut. Trotzdem hat Bremens flinke Hürden-Flitzerin die Superzeit von Lausanne bestätigt. Vor zwei Wochen war sie bei einem international besetzten Meeting in der Schweiz - unter idealen Bedingungen - 12,57 Sekunden gelaufen. So schnell war in Deutschland 20 Jahre lang niemand. Jetzt kann Carolin Nytra mit einem guten Gefühl das Projekt EM-Medaille in Angriff nehmen. In zwei Wochen, am 1. August, gibt es in Barcelona das Finale. Ihr Finale. Ihre Hippeligkeit war gestern vor dem Vorlauf noch viel größer als vorm Endlauf zwei Stunden später. "Ich bin heute Morgen aufge- wacht", sagt sie, "und dachte, o je, was machst du nur im Vorlauf?" Sie wollte einerseits Kräfte sparen und andererseits um Gottes Willen nicht überheblich wirken. "Die Hürden liegen auch im Vorlauf 8,50 Meter auseinander, da kann man ja auch nicht so rum- dödeln", sagt sie. Sie wurschelte sich dann irgendwie durch und lief 13,04 Sekunden. "Das war ehrlich gesagt eines der schwer- sten Rennen der letzten Jahre", gab sie hinterher zu. Das Finale war für sie - psychologisch gesehen - einfacher. "Da wusste ich, dass ich nur volle Lotte durchziehen muss." Wie ihr Trainer fand sie den Lauf, den zweitschnellsten ihrer Karriere, nicht so toll. "Er war bei weitem nicht so rund wie der von Lousanne", sagte sie auf der Pressekonferenz. Allerdings lohnt es sich auch, abseits aller Psychologie, einen statistischen Wert zu bemühen. In Lausanne herrschten 0,3 m/s Rückenwind, gestern in Braunschweig gab es 0,9 m/s Gegenwind. Die Zeit von 12,71, aus hartem Training heraus gelaufen, hat eine Medaille in Barcelona wieder etwas wahr- scheinlicher gemacht. So gesehen war es ein sehr guter Sprint gestern. "Ich wollte einfach 'ne Bestätigung der Lausanne-Zeit", sagte sie. Das hatte die Fachwelt erwartet, das hat sie dann auch geschafft. Nach ihrem Sieg musste sie allerdings ihren Freund Sebastian Bayer trösten. Der Weitspringer verfehlte mit 7,71 Metern die Norm für Barcelona und wurde Zweiter in seiner Disziplin. Die zweite Bremer Spitzenathletin, Jonna Tilgner, wird sich womöglich auch nicht für die EM qualifizieren. Sie wird aber in Braunschweig heute um eine Medaille kämpfen. Mit 57,24 Sekunden über 400 Meter Hürden blieb sie zwar erneut weit über ihrer Bestzeit. Aber so schnell war sie in dieser Saison überhaupt noch nicht. "Ich lass' mich mal überraschen, was da am Sonntag passiert", sagte Ellrott gestern.
BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG vom 19. Juli 2010 "Ich bin wie auf einer Welle geritten" Sören Ludolph von der LG Braunschweig dankt nach seinem Sieg den Zuschauern und spürt Genugtuung Von Hans-Dieter Schlawis Es ist fast still am Sonntag um 14.17 Uhr im Braunschweiger Eintracht-Stadion. Noch Sekunden, dann fällt der Startschuss für das 800-Meter-Finale der Männer. Mit dabei auf Bahn 5: Sören Ludolph. Nach einer taktischen Meisterleistung und 110,54 Se- kunden ist der 22-Jährige am Ziel seiner Träume. Deutscher Meister! Das Stadion steht Kopf. "Uns war klar, dass wir die viel zu hohe EM-Norm nicht mehr angreifen wollten, es ging nur um den Titel", sagt Ludolph. Ein taktisches Rennen, eins, in dem sich die Läufer belauern, bis es auf die letzten 150 Meter geht, steht allen bevor. "Auf der Zielgeraden heißt es dann nur noch: volle Kante! Mein Plan ist von Anfang bis Ende aufgegangen, ich bin deutscher Meister - ein unbeschreibliches Gefühl." Der Moderator holt ihn nochmal auf den Rasen zurück, inszeniert mit den 17 500 Zuschauern eine La Ola, eine Welle, und tauft das Eintracht-Stadion für einen Nachmittag um in das "Sören-Ludolph-Stadion". Das eher gemächliche Tempo der Anfangsrunde ziehen die drei Medaillenkandidaten schon nach 600 Metern mächtig an. Eingangs der Zielgeraden hat sich Robin Schembera aus Leverkusen ein wenig abgesetzt - der 800-Meter-Läufer, der sich rühmt, noch nie gegen einen deutschen Konkurrenten verloren zu haben. Drei Meter hat Schembera Vorsprung, als nur noch 50 Meter zu absolvieren sind, Ludolph liegt auf Platz drei noch hinter Sebastian Keiner. Die Vorentscheidung? Doch dann fährt ihm der donnernde Applaus der Zuschauer bei seiner Heim-DM in den Rücken, wie eine riesige Welle spült ihn die Begeisterung nach vorn, pirscht er sich Zentimeter um Zentimeter heran. "Da wo Robin ist, da will ich hin", sagt er sich auf den letzten Metern und macht die Sensation wahr. Im Ziel hat er zwei Hundertstelsekunden Vorsprung - ein Wimpernschlag, aber ein entscheidender. "Als Athlet merkt man, wenn man vorn liegt, auch wenn der Vorsprung nur so hauchdünn ist", sagt der LG-Mittelstreckler hinterher und gibt zu, ein wenig Genugtuung zu spüren - immer nur Schembera und Keiner waren als Titelfavoriten gehandelt worden. "Das Braunschweiger Publikum ist einfach phantastisch. Dass die Menschen mich so nach vorn getrieben haben, toll. Danke, vielen Dank", sprudelt es aus ihm hervor. Schembera dagegen flucht und schimpft auf sich. "Ich habe total versagt. Sören war stark, aber ich hätte den Vorsprung ins Ziel bringen müssen." Hat er nicht. Prima.
BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG vom 19. Juli 2010 Knipphals schafft als Vierter beste Platzierung Wolfsburger Sprinter zeigt gutes Rennen über 200 Meter - Braunschweiger Hamm und Kuhlen nicht zufrieden Von Ute Berndt Braunschweig. Nachdem Sören Ludolph gestern so sensationell mit dem 800-Meter-Titel vorgelegt hatte, wollten die anderen Athleten aus unser Region den Rückenwind der Kulisse ebenfalls zu besonderen Leistungen nutzen. Sprinter Sven Knipphals vom VfL Wolfsburg hatte trotz des in den vergangenen Wochen arg lädierten Oberschenkels seinen 200-Meter-Vorlauf gewonnen. "Aber da habe ich schon gesehen, dass die drei anderen schneller sind", erzählt er nach dem Finale, in dem er in 21,34 Sekunden Vierter geworden war. Die EM-Norm anzugreifen war für die Läufer angesichts von 1,7 Meter Gegenwind pro Sekunde illusorisch, es ging nur um die Medaillen. "Ich hatte gehofft, um Platz drei mitlaufen zu können", meinte Knipphals, war aber auch mit dem Platz dahinter zufrieden: "Immerhin war das bislang meine beste DM-Platzierung." Auch mit seinem Rennen war der 24-Jährige zu- frieden: "Mehr war heute nicht drin." So sah es auch sein Trainer Werner Morawietz: "Sven ist gut gelaufen und hat sich toll durch- gebissen." Die Titelkämpfe könnten für Knipphals schon das Saisonende gewesen sein. Er will seine Verletzung richtig auskurier en, um sich dann im nächsten Jahr an der WM-Norm zu versuchen. "Man hat ja gesehen, dass er nicht weit hinter den anderen liegt", sagte Morawietz angesichts von 17 Hundertstel Rückstand auf den Dritten Robert Hering. "Ohne die Verletzung hätte er um Platz zwei mitlaufen können." Die 1500-Meter-Läufer der LG Braunschweig hatten es in den Endlauf geschafft. Doch dort ging Jonas Hamm und Andreas Kuhlen dann die Luft aus. Als gut eine Runde vor Schluss das Tempo verschärft wurde, fielen sie zurück. Jonas Hamm war enttäuscht. Der Vorjahres-Dritte konnte im Endspurt mit Sieger Carsten Schlangen und Co nicht mehr mitgehen. "Wenn ich gucke, wer vor mir gelandet ist, muss ich sagen, Platz drei oder vier hätten möglich sein müssen", meinte er selbstkritisch. "Aber hinten raus fehlten mir einfach die Körner. Mit Platz sieben in 3:4952 Minuten sei höchstens das "absolute Minimalziel" erreicht. Hamm kann sich mit der EM-Teilnahme trösten, wo er dank seiner doppelten Staatsbürgerschaft für Finnland antreten kann. Andreas Kuhlen hatte schon mit dem Endlaufs sein Ziel erreicht. "Ich wäre gerne unter die Top-Acht gekommen, aber dafür hatte ich eine zu schlechte Ausgangsposition, als vorne die Post abging", meinte der 27-Jährige, der als Elfter eintrudelte (3:52,21). Die Braunschweiger 5000-Meter-Läufer enttäuschten. Cornelia Schwennen hatte ihren Start wegen einer Fußentzündung kurzfristig abgesagt, Heiko Baier stieg nach 3600 Metern aus. "Meine Wade war verhärtet, da dachte ich, ich muss aufhören, ehe noch was reißt."
WOLFSBURGER ALLGEMEINE ZEITUNG vom 19. Juli 2010 Knipphals Vierter über 200 Meter Es war gut, es war einen Platz besser als im Vorjahr - doch es war keine Medaille: Sven Knipphals vom VfL Wolfsburg belegte gestern bei den deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Braunschweig im Finale über 200 Meter Platz vier. Knipphals sagte: “Vor einer Woche war nicht mal klar, ob ich überhaupt starten kann, vor einem Jahr war ich Fünfter. Ich bin zufrieden.” Knipphals hatte kurz vor der DM einige Wochen mit muskulären Problemen nicht trainieren können. “Ich konnte keine Tempoläufe absolvier- en, so gesehen ist es in Braunschweig gut gelaufen.” In 21,34 Sekunden wurde er Vierter hinter Daniel Schnelting (Rhede/20,73 Sekunden), Sebastian Ernst (Wattenscheid/21,06) und Robert Hering (Jena/21,17). “Wenn ich meine Zeiten mit denen der Kon- kurrenz vergleiche, war es optimal”, so Knipphals. Er blieb knapp vier Zehntel über seiner Jahresbestleistung. Die bei der DM vor ihm eingelaufenen Konkurrenten büßten im Braunschweiger Gegenwind im Vergleich zu ihren Top-Saisonleistungen teils mehr ein. Knipphals sorgte bei den Zuschauern für Verwunderung. Auf seinem Anzug prangt groß das alte VfL-Logo (mit Burgzinnen). “Ich finde es schöner als das neue”, sagt er. Für den zweiten Wolfsburger bei der DM lief es nicht gut. Christoph Stolz (seit dieser Sai- son beim TV Langen) belegte Platz acht im Weitsprung.
DEISTER- UND WESERZEITUNG vom 19. Juli 2010 Trauben hängen für LGW Staffel zu hoch Leichtathletik (olz). Bei der deutschen Meisterschaft in Braunschweig hingen die Trauben für die Viermal-100-Meter-Staffel der LG Weserbergland zu hoch. Dementsprechend enttäuscht war Joachim Peest: “Wir hatten uns sicherlich etwas mehr erwartet.” Doch nach dem Ausfall von Etienne Diatta, der aufgrund einer Verletzung auf seinen Start verzichten musste, war es gestern nicht mög- lich die angepeilte 42-Sekunden-Marke zu knacken. Trainer Werner Scharf (“Alle vier Sprinter sind gut gelaufen”) war zwar mit seinen Läufern im Großen und Ganzen zufrieden. Aber die Wechsel waren diesmal alles andere als optimal. Das kostete bei der Staffelübergabe etwas Zeit. Trotzdem reichte es für Sebastian Stöckl als Startläufer, Joachim Peest auf der Gegengeraden, Johannes Grossner in der zweiten Kurve und Schlussläufer Hendrik Prinzhorn mit 42,29 Sekunden gerade noch für die Top-10. Während sich die siegreichen Wattenscheider in 39,67 Sekunden den Titel holten, musste das Quartett der LG Weserbergland diesmal mit dem zehnten Platz zufrieden sein. “Wir werden uns verbessern und nächstes Jahr wieder angreifen”, blickt Diatta, der diesmal nur Zuschauer war, optimistisch in die Zukunft. Auch sein Trainer glaubt, dass in dem neuformierten Team viel Potenzial steckt. Immerhin war es für drei der vier Sprinter das DM-Debüt bei den Männern.
OLDENBURGISCHE VOLKSZEITUNG vom 19. Juli 2010 Kuk läuft in deutsche "Top 10" Braunschweig (sl). Auf der Rückfahrt von Braunschweig übte sich Viktor Kuk zunächst noch in Bescheidenheit. "Das war in Ord- nung so", sagte der 20-jährigen Läufer des OSC Damme ganz cool. Ein wenig später schlug die Freude aber voll durch: "Besser hätte es nicht laufen können. Das Finale erreicht und dort nicht abgehängt worden, das war schon sehr gut." So locker kommen- tierte Viktor Kuk den bislang größten Erfolg seiner Karriere: In 3:52,12 Minuten belegte er bei den Deutschen Leichtathletik- Meisterschaften den zehnten Platz im 1500-m-Lauf der Herren. Erstmals bei den Herren das Finale erreicht und dann noch in Deutschlands "Top 10" - besser hätte es in Braunschweig wahrlich nicht laufen können. Zeitmäßig lief er am Samstag im Vorlauf noch schneller, nämlich 3:48,21 min. "Ich habe 800 bis 1000 m lang das Tempo gemacht, denn es war der erste Lauf und ich musste was tun, sonst hätten die anderen im zweiten Lauf über die Zeit vorbeiziehen können", erklärte Kuk. Ein Stolperer brachte ihn dann etwas aus dem Rhythmus, doch er rettete sich ins Finale. Mit seiner persönlichen Bestzeit von 3:47,31 min, die er vor einem Monat in Dortmund gelaufen war, hätte er gestern gar Bronze holen können. Aber so vermessen war der Dammer natürlich nicht: "Man kann nicht jeden Tag Bestzeit laufen. Und ich habe einen Daniel Lipus hinter mir gelassen, der schon 13:45 gelaufen ist". Zudem fing er im 12er-Feld des Finales seinen bekannten Weser- Ems-Rivalen und Mühlener Silvesterlaufsieger Andreas Kuhlen (Garrel) ab. Mit den Juniorenmeisterschaften in Regensburg (15. August) verabschiedet sich Viktor Kuk nun aus Deutschland: Am 18. August fliegt er für vorerst ein Jahr zum Studium in die USA.
OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 19. Juli 2010 (Auszug - Nur Niedersachsen) Leichtathletik: Schütte überraschend im Diskuswurf-Finale Deutsche Meisterschaft: Werferin des SV Georgsheil mit 50,16 m Achte Braunschweig (sm). Einen fantastischen Wettkampf lieferte Melanie Schütte (SV Georgsheil) bei den Deutschen Meisterschaften im Diskuswurf. Riesig ihre Freude über 50,16 Meter im besten Versuch und Platz acht. “Der Einzug ins Finale wird ganz schwer”, hatte sie im Vorfeld für sich nur eine kleine Chance gesehen, zu den besten acht Werferinnen zu gehören, die nach drei Durch- gängen im Wettbewerb bleiben und weitere drei Würfe absolvieren dürfen. “Eigentlich bin ich in Wettkämpfen ja immer ziemlich nervös. Aber diesmal bin ich ganz selbstsicher an die Sache rangegangen. Ja, und es lief einfach perfekt”, war die 29-Jährige, die von Wolfgang Voss trainiert wird, glücklich mit dem Resultat. “Das ist einfach nur klasse”, freute sich Michael Mücher für den SV Georgsheil über den Erfolg. Sie hat damit eindrucksvoll ihren Platz in der Bestenliste bestätigt. 13 Teilnehmerinnen waren insgesamt am Start. Schütte stieg mit einer Weite von 48,31 Metern in den Wettkampf ein, steigerte sich im zweiten Versuch auf 48,78 m und im dritten auf 49,00 m. Mit diesen 49 Metern hatte sie die Scheibe um drei Zentimeter weiter geschleudert als die bis dahin achtplatzierte Anna-Katharina Weller (LG Dortmund, 48,97 m). Schütte hatte ihr großes Ziel erreicht, die Teilnahme am Endkampf. “Es herrschte eine super Atmosphäre”, ließ sich Schütte auch von der Stimmung zur her- ausragenden Leistung tragen. Unter diesen Voraussetzungen warf die Georgsheilerin im Finale völlig befreit auf. Und steigerte sich weiter. Im vierten Durchgang auf 49.79 m. Und im fünften auf 50.16 m. Der sechste und letzte Versuch, in dem Schütte alles ris- kierte, war dann ungültig. Es blieb der achte Platz. Platz sieben belegte Alexandra Göbel (LG Eintracht Frankfurt) mit 50,40 m. Eine Weite, die Schütte in diesem Jahr auch schon geschafft hat. An die Marke, mit der Weltklasse-Athletin Nadine Müller von den Halleschen Leichtathletik-Freunden den Wettbewerb gewann, kamen beide nicht heran. 63,07 m.
NORDWEST ZEITUNG vom 19. Juli 2010 Kuhlen Elfter bei Deutscher Meisterschaft Braunschweig. Der für die LG Braunschweig startende Falkenberger Andreas Kuhlen hat am Sonntag bei den 110. deutschen Leichtathletik Meisterschaften in Braunschweig über 1500 Meter Rang elf erreicht. Die Uhr blieb für den 26-Jährigen bei 3:52,21 Mi- nuten stehen. Damit blieb Kuhlen mehr als fünf Sekunden über seiner Bestzeit (3:46,79 Minuten). Im Finale der besten zwölf wurde der Dammer Viktor Kuk Zehnter (3:52,12 Minuten). Am Sonnabend hatte sich Kuhlen als Fünfter seines Vorlaufs in der Zeit von 3:48,00 Minuten mit der elftschnellsten Zeit für den Endlauf qualifiziert.
NORDWEST ZEITUNG vom 19. Juli 2010 “Damit ist der Knoten zumindest annähernd geplatzt” Leichtathletik: Ruth Spelmeyer sprintet bei Deutschen Meisterschaften über 200 Meter auf Rang sechs Braunschweig. “Ich werde einfach mein Bestes geben” - dies hatte die Oldenburgerin Ruth Spelmeyer vor den Deutschen Leicht- athletik-Meisterschaften in Braunschweig im Interview mit der NWZ als Ziel ausgegeben. Und ihr Bestes gab die Abiturientin im wahrsten Sinne des Wortes: In einer Saisonbestleistung von 24.27 Sekunden sprintete die 19-Jährige über 200 Meter auf Rang sechs und überraschte damit vor allem sich selbst. Bereits im Vorlauf übertraf sie die eigenen Erwartungen. In 24.40 Sekunden erreichte die Oldenburgerin den Finallauf. “Ich hätte nicht gedacht, dass ich es überhaupt in den Endlauf schaffen würde. Darüber habe ich mich sehr gefreut”, sagte Spelmeyer. Nach dem Vorlauf blieben nur zwei Stunden Zeit bis zum Finale, die sie vor allem zum Verschnaufen nutzte: “Nach dem ersten Lauf ist man immer ein wenig müde. Je näher der Endlauf dann rückt, desto mehr weicht die Müdigkeit der Nervosität.” Kein Wunder - immerhin ruhten die Blicke von tausenden Zuschauern im Stadion und vor den Fernsehern auf der Athletin. “Dieses Ge- fühl kannte ich zwar schon von vorherigen Wettkämpfen, dennoch ist man immer nervös. Gleichzeitig ist es aber auch ein großer Ansporn”, erklärte die Abiturientin. Gegen die ältere und erfahrenere Konkurrenz ließ die Oldenburgerin dann ihr Talent noch einmal aufblitzen. Als Sechste kam sie ins Ziel und ließ somit noch zwei Konkurrentinnen hinter sich. “Ich bin zufrieden. Mit meinen Zeiten aus dem letzten Jahr hätte ich hier ganz vorne mitlaufen können, aber ich habe mich die ganze Saison über in einem Leistungsloch befunden und bin hier nun die beste Zeit bisher in diesem Jahr gelaufen. Damit ist der Knoten zumindest annähernd geplatzt”, bilanzierte Spelmeyer, die im August noch bei den Deutschen Junioren-Meisterschaften in Regensburg (14. und 15. August) an den Start geht.
WESER KURIER vom 19. Juli 2010 EM verpasst, Bronze gewonnen Jonna Tilgner wird DM-Dritte Von Tobias Dohr Braunschweig. Das gute Gefühl hatte nicht getrogen: Bereits vor den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Braunschweig hatte Jonna Tilgner vom Bremer LT selbstbewusst angekündigt: "Ich laufe Saisonbestleistung." Und die Athletin vom Bremer LT ließ ihren Worten Taten folgen. Und zwar gleich doppelt. Der persönlichen Jahresbestzeit vom Sonnabend (57,24 Sekunden) ließ die 25-Jährige im Finallauf der 400 Meter Hürden eine respektable 56,82 folgen. Das reichte am Ende zwar nicht für die Verteidi- gung des Meistertitels und - was noch wichtiger gewesen wäre - für die EM-Norm, doch die Bronzemedaille war ein gern genomm- enes Trostpflaster. So überwog am Ende sowohl bei Tilgner als auch bei ihrem Trainer Jens Ellrott die Zufriedenheit: "Bis 250 Meter war es die alte Jonna, die ich aus den letzten beiden Jahren kenne", sagte der Coach, fügte im gleichen Atemzug aber auch hinzu: "Platz drei war das Minimalziel." Das große Saisonziel hingegen, nämlich die Qualifikation für die Europameisterschaften Ende Juli in Spanien, habe man deutlich verpasst. "Da brauchen wir natürlich gar nicht drumrum reden." Dennoch: Mit der (doppelten) persönlichen Jahresbestzeit holte Tilgner wohl das Optimum in Braunschweig. Mehr war am gestrigen Tag einfach nicht möglich, da die neue Deutsche Meisterin Fabienne Kohlmann (56,14) und die Zweitplatzierte Jill Richards (56,34) in einer anderen Liga liefen. "Jonna war nach dem Lauf trotzdem zufrieden", wusste Ellrott. Die seit einigen Wochen wieder ansteigende Form wollen der Trainer und sein Schützling nun nutzen, um noch an ein paar Meetings teilzunehmen. "Ich denke schon, dass Jonna in diesem Jahr noch Zeiten zwischen 56 und 56,5 Sekunden laufen kann", blickt Ellrott wieder optimistisch in die Zukunft. Am liebsten würde Tilgner auch noch wieder auf Rang zwei der nationalen Bestenliste vorrücken. Nach gestern belegt sie Platz vier. Um noch zwei Plätze zu klettern, müsste sie eben jene Zeit von Jill Richards - also 56,34 Se- kunden - unterbieten. Ein ehrgeiziges Ziel für die letzten Wochen der Saison. Ellrott glaubt seit gestern wieder daran. Und kann seine Hoffnung auch begründen: "Es war beeindruckend zu sehen, wie positiv Jonna im Vergleich zu den Enttäuschungen der letzten Jahre mit den Ereignissen hier umgegangen ist.”
WINSENER ANZEIGER vom 20. Juli 2010 Enttäuschung pur bei Paul, Jubel über Silber bei Jana! Braunschweig. Sie wollten beide Medaillen, doch während Paul Dittmer (MTV Hanstedt) im Ziel seine Enttäuschung über den er- neut verpassten Treppchenplatz nicht verbergen konnte, durfte 3000-m-Hindernis-Neuling Jana Sussmann (LG Nordheide/Stamm- verein MTV Laßrönne) ihrem Jubel freien Lauf lassen: In persönlicher Bestzeit von 10:11,15 min freute sich die Ausnahmeläuferin über die Silbermedaille bei den Deutschen Meisterschaften (DM) der Leichtathleten in Braunschweig! “Naja, die 3000 m Hindernis sind natürlich eine andere Strecke als die 1500 m, die ich bislang gelaufen bin. Man ist zwar im Ziel weniger aus der Puste, aber heute merke ich meine Beine doch etwas”, berichtet Jana Sussman gestern immer noch richtig happy. Für sie und ihren Trainer Andre Prüsmann lief schon im Vorfeld der Meisterschaften alles auf einen Medaillenplatz hin. “Eine Medaille war eigentlich Pflicht, weil eine Favoritin fehlte und die andere außer Form ist. Wenn man dann auf die Zeiten schaut, durften wir uns einiges ausrechnen”, bestätigt denn auch Prüsmann, der stolz auf seinen Schützling sein darf. Denn für die frischgebackene Abiturientin sind die 3000 m Hindernis noch echtes Neuland. Tatsächlich wurde auf den ersten 1000 m etwas gebummelt, danach zog sich das Feld etwas auseinander. Prüsmann hatte seine Läuferin angewiesen, stramm vorne mitzugehen. Jana wurde sowohl bei 1000 wie auch bei 2000 m als Erste in 3:24,03 und 6:52,54 min gemessen. “Die letzten 500 m waren wir dann nur noch zu zweit”, erzählt Jana. Susi Lutz, eine etwas ältere und vor allem erfahrenere Hindernis-Läuferin, griff an. “200 m konnte ich noch gut gegenhalten. Aber am Wassergraben hat sie mich dann über- holt”, schildert eine keineswegs enttäuschte Jana. “Ich hab alles gegeben, aber am Ende fehlten ein paar Körner. Da hat Susi ein- fach mehr Erfahrung.” Mit 10:11,15 min musste sich die junge Tönnhäuserin knapp gegen Susi Lutz (LG Telis Finanz Regensburg, 10:09,20 min) geschlagen geben. Jana selbst sieht ihre Zukunft eindeutig auf dieser neuen Distanz. Die 3000 m Hindernis bedeuten für sie eine neue Herausforder- ung und Motivation. “Das Ausdauertraining, das haben auch alle sportmedizinischen Tests ergeben, fällt mir deutlich leichter und macht mir mehr Spaß. Außerdem kenne ich die Konkurrenz kaum, das macht es auch interessant - und ich hab natürlich bessere Chancen!”, sagt Jana, auf die am 14. August die Junioren-DM wartet. Am 1. August beginnt sie ihre Ausbildung bei der Haspa. *) Somit wird sie weiter in Winsen trainieren können, auch wenn die Möglichkeiten für sie vor Ort etwas eingeschränkt sind. “Wir haben uns Hürden bislang selbst basteln müssen”, schildert ihr Trainer Andre Prüsmann. Den Wassergraben hat das Trainingsduo mit einer Hürde vor der Sprunggrube auf dem Jahnplatz simuliert. “Da haben andere Hindernisläufer natürlich deutlich bessere Möglichkeiten”, weiß Prüsmann. Er hofft, dass Winsen seine Top-Sportlerin in Sachen Trainingsausstattung etwas unterstützen kann. *) Haspa = Hamburger Sparkasse. Es war nur ein Wimpernschlag, der Paul Dittmer fehlte, um aufs Treppchen zu rennen. Im Finale über 110 m Hürden ging es so eng zu, dass die Plätze 2 bis 6 hinter Sieger Matthias Bühler (LG Offenburg, 13:59 sec) innerhalb von 7/100 sec vergeben wurden. Pauls Zeit von 13:81 sec war um 2/100 sec schlechter als die des Zweitplatzierten Helge Schwarzer (Hamburger SV). Gar nur 1/100 sec fehlten dem Schützling von Trainer Wolfgang Striezel auf den Dritten, Marlon Odom (LAZ Zweibrücken). Die 110 m Hürden zählen deutschlandweit zu einer der stärksten Disziplinen. Die Elite liefert sich regelmäßig Kopf-an-Kopf-Rennen. Bereits sechs Athleten haben die Norm für die Europameisterschaft in Barcelona von 13:60 sec geknackt; mit einer Saisonbestleistung von 13:73 sec fehlen auch Paul nur 13/100 sec dafür. Auch wenn der junge Leichtathlet nach dem Zieleinlauf maßlos über Rang 4 enttäuscht war: Paul Dittmer gehört über 110 m Hürden eindeutig zur deutschen Spitze und hat sich dort auch etabliert! Riesige Freude dürfte auch bei den Nachwuchshoffnungen der LG Nordheide geherrscht haben: Das Trio Nora Hemmert, Carlotta Meyer-Ranke und Lea-Madlen Meyer wurde über 3 x 800 m der weiblichen Jugend A in Saisonbestleistung von 6:55,15 min Fünfte! Und ein früherer Läufer der LG Nordheide feierte sogar eine Deutsche Meisterschaft: Über 800 m siegte der Amelinghäuser Sören Ludolph (LG Braunschweig) hauchdünn in 1:50,54 min bei seiner Heim-DM vor Robin Schembera (TSV Bayer Leverkusen) in 1:50,56 min.
REGIONALE RUNDSCHAU / SYKER KURIER vom 21. Juli 2010 Kreisrekord für Brinkumer Staffel Leichtathletinnen belegen Rang 14 bei Deutscher Meisterschaft in Braunschweig Von Nils Hartung Stuhr-Brinkum. Zwölf Sekunden, das ist mehr als eine Welt. Das sind Welten in der Leichtathletik. Um fast zwölf Sekunden haben die drei Brinkumer Leichtathletinnen Nicole Oltmanns sowie die Schwestern Franziska und Natascha Schröder am Wochen- ende ihren eigenen Kreisrekord über 3x800 Meter verbessert. Der Rahmen für diese Glanzleistung war dann auch mehr als ange- messen: Die Drei liefen ihre 7:11,72 Minuten beim Vorlauf der Deutschen Leichtathletikmeisterschaften in Braunschweig. Damit belegten sie in der Gesamtwertung den 14. Rang. Sehr zur Zufriedenheit ihres Trainers Frank Krüger. "Ich wusste, dass die Mäd- chen gut trainiert haben und in der Lage sind, eine Zeit um 7:12 Minuten zu laufen. Das wir nun sogar noch schneller waren, hat mich sehr gefreut", lobte der Coach. Auf der Setzliste der DM waren die drei Brinkumerinnen zuvor auf Platz 24 eingestuft worden - sie machten am Ende zehn Plätze gut. "Es ist schön, dass die Mädchen zu den besten 15 Staffeln in Deutschland gehören", freute sich Krüger. Eine andere Vertretung aus Brinkum war in Braunschweig dagegen nicht gerade vom Glück verfolgt: Die 4x400-Meter-Staffel mit Henrike Prokopp, Nicole Oltmanns, Janicke Wolpmann und Anna-Lena Freese musste das Rennen absagen. Bei Anna-Lena Freese war in der Aufwärmphase kurz vor dem Startschuss die alte Zerrung wieder aufgebrochen. "Wir hoffen, dass Anna-Lena bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Ulm wieder fit ist", erklärte Krüger. Dieser Wettbewerb findet in knapp drei Wochen statt.
DIE NORDDEUTSCHE (Weser Kurier) vom 21. Juli 2010 Fehler nicht komplett bereinigt Von Matthias Thode Bremen-Nord. Mit Platz elf mit einer Weite von 46,11 Metern begnügen musste sich Diskuswerferin Inga Reschke bei den deutschen Meisterschaften in Braunschweig. Damit konnte die Athletin der LG Bremen-Nord ihre diesjährige Qualifikationsleistung von 49,52 Meter, mit der sie in den Endkampf der besten acht Werferinnen eingezogen wäre, nicht bestätigen. "Dieses Jahr habe ich mich in den Wettkämpfen sehr schwer getan und meine Weiten aus dem Training nicht ansatzweise zeigen können", so eine enttäuschte Inga Reschke, die ihr Potenzial auch schon zuvor bei den norddeutschen Titelkämpfen in Berlin nicht zum entschei- denden Zeitpunkt abliefern konnte. Eine mögliche Ursache sieht Inga Reschke in der Entfernung zum Trainer Steffen Reumann aus Sachsen-Anhalt: "Bei den vor wichtigen Wettkämpfen gemeinsam durchgeführten Trainingseinheiten konnten wir die technischen Fehler, die sich bei meinen alleinigen Trainingseinheiten eingeschlichen hatten, nicht komplett bereinigen." Den Titel sicherte sich die Favoritin Nadine Müller aus Halle mit der Weite von 63,07 Meter vor der nach vier Durchgängen noch führenden Sabine Rumpf (62,21) aus dem Taunus.
HARBURGER RUNDSCHAU (Hamburger Abendblatt) vom 21. Juli 2010 Jana Sussmann in ihrem Element 19-Jährige von der LG Nordheide wird deutsche Vizemeisterin über 3000-Meter-Hindernis / DM-Plätze drei und vier für Nils Winter und Paul Dittmer Von Markus Steinbrück Winsen/Hanstedt. Die Geschichte klingt fast wie ein Märchen, das sein vorläufiges Happyend gefunden hat. Weil 1500-Meter- Läuferin Jana Sussmann (LG Nordheide) auf ihrer Spezialstrecke nicht so recht vorwärts kommt, wagt sie gemeinsam mit Trainer André Prüsmann einen Ausflug auf die 3000-Meter-Hindernisstrecke. Trainingskamerad Andreas Eggers bastelt ein Hindernis für das Training auf dem heimischen Jahnplatz, die Weitsprunggrube dient als Ersatz für die Landung im Wassergraben und eine ordentliche Hürdentechnik hat die Abiturientin aus Winsen-Tönnhausen auch zu bieten. Der erste Ausflug in die eher ungewöhn- liche Frauen-Disziplin Anfang Juni in Regensburg begeistert selbst die Bundestrainer. Es folgt die Nominierung für einen U-23- Länderkampf gegen Polen und eine Woche später der Sieg in Polen. Jetzt bei den deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Braunschweig zählte Jana Sussmann auf der Hindernisstrecke urplötz- lich zum Kreis der Mitfavoritinnen. Erst recht, nachdem die deutsche Rekordhalterin Antje Möldner (Potsdam) schwer erkrankte und sich die Jahresbeste Verena Dreier (Sieg) bei der Team-EM in Norwegen verletzte. Schon vor dem DM-Rennen attestierte Bundestrainerin Beate Conrad der Hindernis-Novizin aus der Nordheide daher Siegchancen. “Mit Susi Lutz kannst Du alles mit- machen. Lass Dich nicht einschläfern, geh Dein eigenes Tempo und versuch einfach Spaß zu haben”, lauteten ihre Ratschläge. In der Tat schien Sussmann, die in Kürze eine Ausbildung bei der Hamburger Sparkasse mit genügend Zeit für das Training be- ginnt, Spaß an der Entscheidung über 3000-Meter-Hindernis zu haben. Nach knapp 1000 Meter übernahm sie die Spitze, ging et- waigen Rangeleien aus dem Weg und führte das Feld als Führende in die letzte Runde. Dort kam es zum fast schon erwarteten Zweikampf mit Susi Lutz (Regensburg), die im Vorjahr Bronze bei der U-23-Europameisterschaft gewonnen hatte. Bis 200 Meter vor dem Ziel konnte Sussmann mithalten, dann setzte sich das größere Stehvermögen und die größere Erfahrung der Bayerin durch. Lutz siegte in 10:09,20 Minuten mit zwei Sekunden Vorsprung und hechelte im Anschluss: “Ich habe auf den letzten 500 Metern richtig Gas gegeben und bin so gespurtet wie noch nie in meinem Leben.” Jana Sussmann freute sich nicht nur über die vor Wochen noch völlig undenkbare DM-Silbermedaille, sondern auch über eine Verbesserung ihrer persönlichen Bestzeit und des eigenen Bezirksrekords um acht Zehntelsekunden auf 10:11,15 Minuten. Endgültig in der nationalen Spitze über 110-Meter-Hürden hat sich Paul Dittmer (MTV Hanstedt) etabliert. Dabei lagen für den 23- Jährigen unbändige Freude und leichte Enttäuschung nur Sekunden auseinander. Nach der sicheren Finalqualifikation in 13,84 Se- kunden ging es im Endlauf mächtig eng zu. Fünf Läufer kamen innerhalb von acht Hundertsteln ins Ziel. Einen Augenblick lang wies die Anzeigetafel den Hanstedter als Gewinner der Bronzemedaille aus. Die Freude blieb Dittmer im Halse stecken, als er in 13,81 Sekunden schließlich doch auf Platz vier gesetzt wurde. Nur eine Hundertstel blieb er hinter dem Dritten Marlon Odom (Zwei- brücken) und eine weitere hinter Vizemeister Helge Schwarzer (Hamburger SV) zurück. “Eine zwar hervorragende, aber dennoch undankbare Platzierung”, haderte Hanstedts Trainer Wolfgang Striezel mit dem Hundert- stepech seines Schützlings, das diesen schon mehrfach ereilt hatte. Deutscher Meister wurde Matthias Bühler (Offenburg), der nach der in 13,59 Sekunden erfüllten EM-Norm den DLV gemeinsam mit dem im Finale gestürzten Alexander John (Leipzig) bei der EM in Barcelona vertreten wird. “Lehnke ist die Beste!”, hatte sich Paul Dittmer im Finale auf die Unterseite beider Arme ge- schrieben und damit einen, medienwirksam über das Fernsehen verbreiteten, Gruß an seine Ex-Freundin geschickt. Der Traum von der EM-Teilnahme ist für Weitspringer Nils Winter (Buxtehuder SV) ausgeträumt. Die letzte Gelegenheit, die ge- forderten 8,00 Meter zu springen, konnte der 33-Jährige ebenso wie der lange verletzte Hallen-Europarekordler Sebastian Bayer (Hamburger SV) nicht nutzen. Beide flogen im Eintracht-Stadion auf 7,71 Meter. Bayer gewann wegen des besseren zweiten Ver- suchs die Silbermedaille vor Winter. “Warum es im Wettkampf trotz richtig guter Technikeinheit in den Tagen zuvor nicht hinge- hauen hat, ist mir ein wenig ein Rätsel”, haderte Winter. DM-Titel und EM-Ticket gingen an den mit 8,18 Meter überragenden Christian Reif (Ludwigshafen). Das hervorragende Abschneiden komplettierte die weibliche 3x800-Meter-Jugendstaffel der LG Nordheide mit Lea Madlen Meyer (Winsen-Laßrönne), Nora Hemmert (Lüneburg) und Carlotta Meyer-Ranke (Handeloh). Das Trio steigerte seine Bestzeit im Vorlauf zunächst um zehn Sekunden und legte im Finale am Sonntag abermals um zwei Sekunden zu. In 6:53,19 Minuten belegten die sympathischen LG-Lauftalente den exzellenter fünften Platz.
HARBURGER RUNDSCHAU (Hamburger Abendblatt) vom 21. Juli 2010 “Sören-Ludolph-Stadion” 17 500 Fans schreien den 22-Jährigen aus Amelinghausen zum DM-Heimsieg in Braunschweig Von Markus Steinbrück Amelinghausen. “Auf Bahn fünf der Vorlaufschnellste Sören Ludolph von der LG Braunschweig.” Schon als sein Name über die Lautsprecher geht, scheint das Eintracht-Stadion an der Hamburger Straße mehr denn je an diesem zweiten Tag der deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Braunschweig zu brodeln. Viele der 17 500 Zuschauer kennen ihn persönlich, haben den Weg des Jungen aus Amelinghausen in der LG Lüneburg und der LG Nordheide jahrelang begleitet, drücken dem sympathischen Blond- schopf deshalb ganz besonders die Daumen. Andere freuen sich einfach, dass ein Niedersachse nach dem deutschen Meistertitel, nach dem Heimsieg greift. Der junge Mann unten auf der Kunststoffbahn registriert den aufbrandenden Jubel mit hoch erhobenen Atmen. Kurz dreht er sich um, dann ist er wieder voll konzentriert. Selbst die Fernsehkamera, die ihm bis wenige Sekunden vor dem Startschuss ins Gesicht zu krabbeln scheint, kann ihm nichts anhaben. Dann geht es los. Nach wenigen Meter ist klar, dass die drei Protagonisten im 800- Meter-Finale, neben Ludolph noch WM-Teilnehmer Robin Schembera (Leverkusen) und Sebastian Keiner (Erfurt), keine Jagd auf die EM-Norm (1:46,00 Minuten) für Barcelona machen. Das Tempo ist moderat, ein typisches Meisterschaftsrennen. Ludolph hält sich an dritter oder vierter Stelle auf. Außenseiter Tim Jurich führt das Feld nach 55 Sekunden in die letzte Runde, auch nach 600 Metern liegt der Hallenser an der Spitze. Dann der Endspurt. Sören Ludolph stürmt 130 Meter vor dem Ziel an die Spitze, sofort gekontert vom innen laufenden Robin Schembera. Der Titelverteidiger liegt einen Meter in Front, als er sich 50 Meter vor Schluss einen Schulterblick auf seinen Braun- schweiger Widersacher gönnt. Für Ludolph ein Zeichen von Schwäche, das Startsignal für den ultimativen Angriff. Zentimeter um Zentimeter schiebt sich der angehende Polizeikommissar an Schembera heran. Die Masse reißt es von den Sitzen. Sie können kaum glauben, dass ihr Lokalmatador Brust an Brust mit dem Favoriten um die Goldmedaille kämpft. Bis zum Zielstrich ist kaum ein Unterschied auszumachen. Die Uhr bleibt bei 1:50,54 Minuten stehen. Sören Ludolph ballt die Faust, reißt die Arme hoch. Auch wenn es nur zwei Hundertstel Differenz sind, ist allen sofort klar: “Unser Sören hat gewonnen!” Für den neuen deutschen Meister von der LG Braunschweig schließt sich ein Kreis. Vor fünf Jahren war er an gleicher Stelle als B- Jugendlicher erstmals deutscher 800-Meter-Meister geworden. Vor einem Jahr in Ulm hatte der ebenfalls 1988 geborene Schem- bera den Angriff von Ludolph knapp abgewehrt. Jetzt ist er da, der erste deutsche Meistertitel bei den Männern für den Jungen aus Amelinghausen. “Nur einmal hab ich ihn bisher geschlagen, beim Crosslauf”, erzählt Ludolph später. Da hat er eine Gratulationskur hinter sich. Inklusive eines Live-Interviews mit Moderator Markus Othmer direkt im Stadion, das wenigen Siegern vorbehalten ist. Schon im Vorlauf habe er gemerkt, dass er von den Zuschauern förmlich getragen werde, gibt Ludolph Einblick in seine Gefühle. “Heute war es dann noch bombastischer. Die letzten 100 Meter bin ich wie auf einer Welle ge- laufen”, bedankt er sich bei seinem Publikum. Und gibt wie aufs Stichwort das Startsignal zu einer LaOla-Welle. Selbst Othmer kann sich dieser Begeisterung nicht entziehen und erklärt das Braunschweiger Eintracht-Stadion kurzerhand “für einen Tag zum Sören-Ludolph-Stadion”.
NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG vom 22. Juli 2010 Bestzeit nach Patzer Osnabrück. Die 4x100-m-Staffel der LG Osnabrück hat mit dem achten Platz bei den deutschen Meisterschaften der Leichtath- leten in Braunschweig eine beachtliche Leistung geschafft. In der Besetzung Jesse Okpure, Patrick Jochmann, Christian Röwe- kamp und Matthias Wilke sowie Ersatzläufer Jascha Bahlmann lief sie in 42,08 Sekunden Bestzeit (bis dahin 42,13). Dabei war der Beginn alles andere als optimal. Okpure rutschte der Startblock beim Antritt weg. Dem ersten Wechsel folgte ein guter Lauf von Patrick Jochmann, der die Gegner auf der Gegengeraden förmlich stehen ließ. Es folgte ein Klassewechsel zu Christian Röwe- kamp, dem man die über fünf gemeinsame Trainings- und Wettkampfjahre gesammelte Erfahrung anmerkte. Schlussläufer Matthias Wilke spielte wie gewohnt seine Stärke auf den letzten Metern aus - Platz zwei im ersten Vorlauf und Bestzeit - das konnte sich sehen lassen. Nach dem zweiten und dritten Finallauf dann Jubel im Lager der Rothemden. Rang acht bedeutete die bisher beste DM-Platzierung einer Osnabrücker 4x100-m-Männerstaffel. Nur gute vier Zehntel fehlten zu Silber, drei Zehntel zu Bronze. “Jesse hat durch die Pro- bleme am Start zwei Zehntel verloren, wie die Reaktionszeiten zeigen. Dabei ist er in der Regel der schnellste Starter”, analysiert Trainer Anton Siemer. Patrick Jochmann gab sein Debüt über 100 m mit 10,78 Sekunden im Männerbereich. Es war sein bestes Ergebnis in einem Vor- lauf. Bei den deutschen Juniorenmeisterschaften am 14./15. August in Regensburg wollen die Staffel und Patrick die guten Ergeb- nisse von Braunschweig bestätigen und in den Kampf um die Medaillen eingreifen. Über 4x400 m liefen Jesse Okpure, Niklas Greiten, Marvin Dierker und Jascha Bahlmann niedersächsische Jahresbestzeit in 3:26,02 Minuten.
ZEVENER ZEITUNG vom 31. Juli 2010 Nachwuchsathleten sammeln Erfahrung Zeven/Braunschweig. Die Deutschen Leichtathletikmeisterschaften der Männer und Frauen wurden jetzt im Jahnstadion in Braunschweig ausgetragen. Die gesamte Spitzenklasse war am Start, da hier die letzten Startberechtigungen für die Europa- meisterschaften in Barcelona erzielt werden konnten. Im Rahmenprogramm ermittelten die 16- bis 19-Jährigen ihre Jugendmeister in der 4 x 400-Meter-Staffel. Im Vorfeld der Titelkämpfe hatten es sowohl die männliche als auch die weibliche Jugend der LAV Zeven geschafft, unter der geforderten Norm zu bleiben. Hoch motiviert und nervös gingen die Jugendlichen an ihre Aufgabe. Es war schon sehr aufregend, sich auf dem Aufwärmplatz neben Deutschen Spitzenathleten wie Tobias Unger, Marion Wagner oder Carolin Nytra einzulaufen und den Callroom mit Betty Heidler und Robert Harting zu teilen. Zunächst galt es am ersten Wettkampftag, die Endlaufteilnehmer zu ermitteln. In einem starken Teilnehmerfeld zeigte das jüngste Quartett der Veranstaltung mit Sarina Holsten, Katharina Klose, Chantal Raas und Tami Gerken durchgängig gute Leistungen in ihrem Vorlauf, den sie nach 4:03,90 Minuten beendeten. Die männliche Jugend A musste in ihrem Lauf Helge Zabel ersetzen, dessen erneute Verletzung doch gravierender war als zu- nächst angenommen. Zum Glück stand mit Jascha Mehrkens ein Ersatzläufer bereit, der so zu seinem ersten Auftritt in einer 4 x 400-Meter-Staffel kam und mit seinen Mannschaftskollegen Maximilian Klose, Jens Schmidt und Niels Michaelis ein gutes Er- gebnis (3:35,99) erzielte. Beide Staffeln der LAV verpassten mit diesen Zeiten allerdings den Endlauf der besten Acht. Sie wurden aber entschädigt durch das Beobachten der Spitzenathleten an den zwei Wettkampftagen, wobei so manche Technik oder auch Startvorbereitung abge- guckt werden konnte. Auch die Autogrammjäger kamen bei den Spitzenathleten voll auf ihre Kosten. (nb) ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ Neuste (Presse)-Berichte vom 31.7.+++++++++Ergebnisse Kevelaer (2.-4.7.)+++++++++Ergebnisse Berlin-Lichterfelde (3./4.7.) Ergebnisse Braunschweig (17./18.7.)+++++Home-Page des NLV+++++Home-Page des BLV+++++Zur Übersicht (Extra-Seiten) Nach oben++++++Zurück zur Startseite ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ Hinweis: Presseberichte, die erst später als eine Woche nach den Meisterschaften verfügbar sind, werden nur noch ohne einen Hinweis auf der Startseite auf dieser Extraseite veröffentlicht. (Ausnahmen sind aber möglich)
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