29. Ossiloop von Bensersiel nach Leer vom 27. April - 14. Mai 2010

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ANZEIGER FÜR HARLINGERLAND vom 21. Dezember 2009 .
Etappenplan des Ossiloops 2010 umgedreht
Statt von Leer nach Bensersiel geht es nächstes Jahr “Van’t Meer na Leer”

Ostfriesland
(ron). Der Ossiloop macht kehrt. Die Etappen des beliebten Volkslaufes durch Ostfriesland werden im kommenden
Jahr 2010 in der umgedrehten Reihenfolge des Jahres 2009 absolviert. Das geht aus der Ausschreibung zum 29. Ossiloop hervor.
Somit begibt sich die Läufermeute nicht von Leer nach Bensersiel, sondern unter dem Motto “Van’t Meer na Leer” eben von Benser-
siel nach Leer. Der starke Gegenwind sowie eine kalte Brise bei der Abschlussfeier des Ossiloops in Bensersiel hätten den Aus-
schlag für die Umkehrung des Tourplans gegeben. Die Rückmeldung der Läufer zu diesem Vorhaben seien bisher durchaus positiv
gewesen. Darüber hinaus gäbe es außerdem organisatorische Gründe. 2011, zum 30. Jubiläum, solle es aber wieder in die be-
kannte Richtung gehen. Die Etappen 2010 im Überblick: 1. Bensersiel - Dunum, 27. April; 2. Dunum - Plaggenburg, 30. April; 3.
Plaggenburg - Holtrop, 4. Mai; 4. Holtrop - Bagband, 7. Mai; 5. Gut Stikelkamp - Holtland, 11. Mai; 6. Holtland - Leer, 14. Mai;
Start ist jeweils 19 Uhr. Meldungen sind noch bis zum 26. April möglich. 

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 23. Dezember 2009
Ossiloop rückwärts: Vom Meer nach Leer
Leichtathletik: Gravierende Änderung im neuen Jahr / Das Ziel ist in der Fußgängerzone

Von Georg Lilienthal
Leer. Von Leer bis ans Meer - dieser Slogan gilt nicht mehr. Bei der 29. Auflage wird der Ossiloop rückwärts absolviert. Der Start-
schuss erfolgt am 27. April 2010 in Bensersiel - also dort, wo sonst die Läufer nach der sechsten und letzten Etappe das Ziel er-
reichen. Und Schluss ist im kommenden Jahr, wo sonst immer alles anfängt: in Leer. Am 14. Mai beenden die Ossilooper dort das
Rennen mitten in der Fußgängerzone am Denkmalsplatz. “Wir wollen mal sehen, wie das bei den Läufern und Zuschauern an-
kommt”, sagt Organisator Edzard Wirtjes. Er will aber nicht endgültig mit Traditionen brechen. “2011 laufen wir dann wieder von
Leer bis ans Meer. Und danach wechseln wir vielleicht in jedem Jahr die Richtung.”
Ein flapsiger Spruch hat Wirtjes auf die Idee gebracht, den Streckenverlauf einmal auf den Kopf zu stellen. “Immer dieser Gegen-
wind auf der Strecke nach Bensersiel”, hatte im Mai ein Athlet nach der Abschlussetappe gestöhnt. “Lass uns doch mal anders-
rum laufen!” Edzard Wirtjes schmunzelte damals nur. Später dachte er ernsthaft darüber nach, sprach mit Lauffreunden über solch
ein Experiment und erhielt fast nur Zustimmung. Denn das große Finale im Hafen von Bensersiel wurde allzu oft vom kalten Winde
verweht. “Im vergangenen Mai waren deshalb alle Läufer nach dem Zieleinlauf ruck, zuck verschwunden.” Abschlussparty-Stimm-
ung mochte deshalb nicht aufkommen. Das könnte nun in der Fußgängerzone von Leer ganz anders werden. Doch der Idee stand
anfangs ein logistisches Problem im Wege. “Es war schwierig, eine Strecke zu finden, bei der die Läufer in Leer nirgends Bahn-
schienen überqueren müssen”, erklärt Wirtjes. “Denn ansonsten würden auf jeden Fall irgendwelche Läufergruppen vor verschloss-
enen Schranken stehen.”
Und mitten in der Stadt sollte das Ziel nach den Vorstellungen des Chef-Organisators auf jeden Fall sein. Wirtjes schaute sich den
Verlauf der Bahnlinien genau an und fand tatsächlich eine Art Geheimstrecke. Sie führt zum Stadtring. Dort geht es rund 30 Stufen
hinauf. Es folgt ein kleines Stück Fußweg direkt neben dem Stadtring entlang. Dann geht es weiter in die Innenstadt. Die neue
Strecke ist 2,4 Kilometer länger als die bisherige Leeraner Etappe. Mit 13,2 Kilometern ist sie nur unwesentlich kürzer als die
Königsetappe zwischen Plaggenburg und Holtrop (13,5). Die Gesamtlänge des Ossiloops bleibt trotzdem mit 69 Kilometern in etwa
gleich. Denn bei der “Rückwärtsversion” wird auf den Schlenker durch Holtland verzichtet, so dass die vorletzte Etappe auf eine 8,5
Kilometer lange “Sprintstrecke” reduziert wird.
Eine weitere Änderung beim 29. Ossiloop betrifft die Tagesläufer. Ab der 2. Etappe gibt es für sie keine Zeitmessung mehr. Wer
also nur zwischendurch eine Etappe absolviert, kann den Gesamtläufern nicht mehr den Tagessieg streitig machen. “Die Tages-
läufer erhalten keine Chips mehr. Dadurch reduziert sich der Aufwand bei der Zeitmessung erheblich” erklärt Wirtjes. Er freut sich,
dass im neuen Jahr vieles anders wird. “Ich bin gespannt auf den Ossiloop 2010.” 

OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 23. Januar 2010
Laufsport: Ossilooper müssen bald Treppen steigen
Schon mehr als 900 Anmeldungen für den Kultlauf

Leer.
Zum ersten Meldetermin des 29. Ossiloops vom 27. April bis 14. Mai am 15. Januar hat es deutlich mehr Anmeldungen als
im Vorjahr gegeben. Mit 850 Meldungen (aktueller Stand 926) waren es über 300 mehr als 2009. Drei Gründe spielten dabei eine
Rolle, meint Cheforganisator Edzard Wirtjes von Fortuna Logabirum: mehr Läufer nutzen den ersten Meldetermin, der Ossiloop be-
ginnt eine Woche früher und, drittens, die Umkehrung scheint sogar mehr Teilnehmer anzusprechen als erwartet.
Als 2009 die ersten Gerüchte über eine Umkehrung des Ossiloops auftauchten, schwankten die Meinungen zwischen Schnaps-
und guter Idee. Der kalte Wind im Zieleinlauf, der die Läufer besonders bei der Siegerehrung 2009 frieren ließ, forcierte die Über-
legungen. Mit einem Zieleinlauf in der Fußgängerzone von Leer sollen die Läufer länger zum Bleiben motiviert werden. Außer den
beiden letzten, sonst ersten Etappen, verändern sich die Strecken nicht. Die letzte Etappe wird etwa zwei Kilometer länger, dafür
die vorletzte entsprechend kürzer, so dass die Gesamtkilometerzahl fast gleich bleibt. Für die letzte Etappe musste eine Strecken-
führung über die Bahnlinie Leer-Emden gefunden werden, um die Fußgängerzone zu erreichen. Das gelang “Zwischen den Bahnen”,
verbunden allerdings mit einer Treppe, deren 30 Stufen etwa 1,5 Kilometer vorm Ziel bezwungen werden müssen. Eine weitere
Änderung betrifft die Tagesläufer. Sie werden nur bei der ersten Etappe mit Zeitnahme gewertet.   

OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 11. März 2010 
Immega hat für Ossiloop gemeldet
Sechseinhalb Wochen vor dem Start schon über 1400 Anmeldungen / Ubbo-Emmius-Klinik mit 52 Läufern dabei

Von Silke Meyer
Aurich. Das hat es noch nie gegeben. Sechseinhalb Wochen sind es noch bis zum Start der ersten Etappe des Ossiloops. Und
schon jetzt kommt die Zahl der Voranmelder bereits nahe an die Zahl der Teilnehmer heran, die im vergangenen Jahr gestartet
sind. 1550 waren es 2009. 1430 stehen für 2010 auf der Meldeliste. Stand gestern. “Und rund ein Drittel kommt in den letzten vier
Wochen noch dazu”, weiß Organisator Edzard Wirtjes aus Erfahrung.
Vor allem die, für die eine Teilnahme mehr als nur ein Erlebnis ist, die vorne laufen, entscheiden sich meist erst in der Endphase
für einen Start. Nicht so Stephan Immega (LG Harlingerland). Der vierfache Ossiloop-Sieger hat bereits seine Zusage gegeben.
“Mal gucken, was geht und wie die nächsten Wochen so laufen. Riesenziele habe ich mir jetzt nicht gesetzt”, ist sein Start-Motto,
obwohl er sich nach seiner gesundheitsbedingten Zwangspause in der Wettkampf-Szene zurückgemeldet hat. Der erste sportliche
Höhepunkt steht für ihn bereits zwei Wochen vor dem Ossiloop an. Bei den Landesmeisterschaften über die 10 Kilometer in
Wolfenbüttel. Im vergangenen Jahr hatte Immega zwar am Ossiloop teilgenommen, musste aber eben aus gesundheitlichen
Gründen mehrere Gänge zurückschalten und war einer unter vielen. Der Oldenburger Georg Diettrich, der für die LG Braunschweig
startet, trat in seine Sieger-Fußstapfen, hat aber noch nicht gemeldet. Ebenso wie die Titelverteidigerin bei den Frauen, Eva Brink-
mann (VfL Germania Leer). Während Brinkmann allerdings angekündigt hat, auch in diesem Jahr dabei zu sein, ließ Diettrich einen
Start offen. Bei den Frauen bereits gemeldet hat hingegen mit Sonja Hoogestraat eine Vereinskollegin von Immega, die 2008 Ossi-
loop-Gesamtsiegerin war.
Auf große Resonanz stößt auch in diesem Jahr wieder die Firmenwertung. Die Leeraner Hartmann-Reederei ist erneut stark ver-
treten. Neu hingegen dabei ist die Ubbo-Emmius-Klinik Aurich / Norden mit 52 Teilnehmern. “Im vergangenen Jahr sind Bedienstete
für sich und ihren Verein gelaufen. Da kam uns die Idee, beim nächsten Mal als Gruppe für die Klinik anzutreten”, sagt Andreas
Langensiepen, der die Teilnahme zusammen mit Marion Meyer und Martina Janssen ins Laufen gebracht hat. Seit Anfang Januar
trifft sich die Gruppe, zu der Läufer aus allen Abteilungen der Klinik gehören, Ärzte, Pflegepersonal, Verwaltungsmitarbeiter, immer
montags und läuft rund um oder auf dem Ellernfeld zwischen sieben und zehn Kilometer.
Auch immer mehr Läufer von außerhalb Ostfrieslands melden trotz des erheblichen Zeitaufwandes für die einzigartige Veranstalt-
ung. Zehn Läufer von Schwarz Weiß Oldenburg zum Beispiel wollen dabei sein und animieren über das Internet weitere Teilnehmer
aus ihrer Region zum Mitmachen. An- und Abreise soll organisiert per Bus erfolgen. Wieso das Interesse so früh schon so groß
ist? Wirtjes kann da nur mutmaßen: “Vielleicht liegt es daran, dass im vergangenen Jahr mal kurz über eine Teilnehmergrenze
nachgedacht worden ist. Und jetzt wollen viele rechtzeitig sicher gehen dabei zu sein.” Ein Teilnehmerlimit ist aber kein Thema
mehr. “Ganz sicher liegt es auch daran, dass erstmals in umgekehrter Richtung, also von Bensersiel nach Leer gelaufen wird. Das
hat sicher den ein oder anderen zusätzlich motiviert”, glaubt Wirtjes.
Am Dienstag, 27. April, wird die erste Etappe von Bensersiel nach Dunum gelaufen. Damit beginnt der Lauf so früh wie noch nie.
“Das liegt an den Feiertagen im Mai”, nennt Wirtjes den Grund. Würde die erste Etappe erst Anfang Mai sein, wären sowohl das
lange Himmelfahrts- als auch das Pfingstwochenende mit dem Ossilauf belegt gewesen. “Der frühe Termin ist jetzt vielleicht für die
Läufer mit Blick auf die Vorbereitung etwas unglücklich. Andererseits sind jetzt die Pfingsttage familienfreundlich frei”, hat Wirtjes
bei der Terminplanung das Für und Wider einbezogen. Und scheinbar alles richtig gemacht. Die Zahlen sprechen für sich. 

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 31. März 2010
29. Ossiloop knackt 2000-Läufer-Marke
Noch nie so viele Teilnehmer am Start / Strecke führt erstmals vom Meer nach Leer

Leer
. Premieren, Änderungen und eine Rekordmarke. Die 29. Auflage des Ossiloops, der am 27. April in Bensersiel beginnt, hat
einiges zu bieten. “Es werden diesmal mehr als 2000 Leute auf die Strecke gehen, diese Marke wird wohl erstmals fallen", sagte
Organisator Edzard Wirtjes gestern auf einer Pressekonferenz. Schon jetzt haben sich 1755 Sportler für die Kultveranstaltung an-
gemeldet. “Erfahrungsgemäß kommen im letzten Monat vor Beginn noch viele dazu", weiß Wirtjes. Die werden wie alle anderen
Teilnehmer in diesem Jahr nicht von Leer ans Meer laufen, sondern die sechs Etappen in umgekehrter Richtung absolvieren. Vor
allem ein Grund hat den Ausschlag für diese Premiere gegeben. “Die Idee entstand auch durch den kalten Wind, der oft im Ziel in
Bensersiel blies. Dadurch hat sich die Abschlussveranstaltung meist schnell aufgelöst", sagte Wirtjes. So endet die letzte Etappe
des Ossiloops diesmal auf dem windgeschützten Leeraner Denkmalsplatz. Dort wird eine Musikgruppe spielen und auch kulina-
risch soll es an nichts fehlen. “Ich hoffe, dass so viele Läufer länger bleiben und wir einen gemütlichen Abschluss feiern können",
sagte der Organisator.
Auf der insgesamt knapp 70 Kilometer langen Strecke wird es neben der grundsätzlich “falschen Richtung" weitere kleinere Än-
derungen geben. So wird etwa die ursprünglich 13,25 Kilometer lange Königsetappe von Plaggenburg nach Holtrop um nochmals
rund 700 Meter verlängert. Die Sportler werden in Aurich nicht mehr über die vielbefahrene Esenser Straße, sondern über die Sand-
horster Allee laufen. Der daraus resultierende “Umweg" wird aber durch eine Verkürzung der vorletzten Etappe von Gut Stikelkamp
nach Holtland aufgefangen.
Von Jahr zu Jahr beliebter wird offenbar die Betriebswertung des “VR-Firmencups". “2009 waren 22 Betriebe dabei, diesmal werden
es wahrscheinlich mehr. Viele wollen ihre Chefs offenbar mal in Turnhose sehen", sagte Edzard Wirtjes schmunzelnd. Auch eine
Gruppe aus Oldenburg hat sich diesmal angesagt. Beim Ossiloop an den Start gehen werden zudem viele Mitarbeiter der Volks-
banken und Raiffeisenbanken in Ostfriesland, die seit vielen Jahren als Hauptsponsor fungieren. “Sportförderung ist uns sehr wich-
tig", sagte Klaas Müller, Vorstandsmitglied der Raiffeisenbank Moormerland. “Es ist schon toll, wie sich diese Veranstaltung eta-
bliert hat", stimmte Johannes Bruns aus dem Vorstand der Ostfriesischen Volksbank Leer zu.
Obwohl während des Ossiloops vor allem frische Beine gefragt sind, spielt bei den Vorbereitungen von Organisator Edzard Wirtjes
wegen der Rekord-Teilnehmerzahl ein Verkehrsmittel eine wichtige Rolle. “Ich hoffe, dass viele Sportler in Bussen zu den Etappen
kommen, sonst könnte es erhebliche Verkehrsprobleme geben", sagte er. Auch organisatorisch, ökologisch und für die Stimmung
der Lauf-Fans habe die gemeinsame Anreise Vorteile. “In 40 Bussen könnten alle zu den Etappen kommen", hofft Wirtjes und
lacht. Um die Läufer bei den sechs Wettkämpfen tatkräftig zu unterstützen, wollen wieder mehr als 500 Freiwillige helfen. Während
der Etappen werden sie Getränke reichen, Startnummern ausgeben und Oberschenkel lockern, um für einen tollen Ossiloop 2010
zu sorgen. 

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 14. April 2010 
Ossiloop knackt Marke von 2000 Läufern
Beteiligung stellt die Organisatoren vor logistische Herausforderungen

Von Heiko Abbas
Uplengen/Leer. Gestern war der Tag der guten Nachrichten für Edzard Wirtjes. Zunächst erhielt der Organisator des Ossiloops
einen Scheck über 9000 Euro von der Arbeitsgemeinschaft (AG) der Volksbanken-Raiffeisenbanken in Ostfriesland. Dafür schwang
sich Wirtjes gerne auf sein Rennrad und fuhr die rund 30-Kilometer-Strecke von Leer nach Uplengen, wo die Spende beim Schul-
zentrum überreicht wurde. Dort konnte Wirtjes einen neuen Rekord vermelden: “Wir haben jetzt die Marke von 2000 Teilnehmern
geknackt." Bis gestern Vormittag hatten sich 2008 Läufer für den Ossiloop angemeldet. Da freuten sich auch die Vertreter der ost-
friesischen Volksbanken und Raiffeisenbanken, Reinhard Schoon, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen-Volksbank Aurich, Marke-
tingleiter Manfred Gerjets von der Raiffeisen-Volksbank Aurich und der Sprecher der AG, Klaas Müller vom Vorstand der Raiffeisen-
bank Moormerland.
Doch sofort kamen auch Fragen auf. “Wie wird das denn dann mit der An- und Abreise geregelt?", wollte Manfred Gerjets wissen,
der auch selbst beim Ossiloop mitläuft. “Wir hoffen, dass möglichst viele Leute die Busse nutzen werden", sagte Wirtjes. Bei rund
2200 Läufern, mit so vielen rechnen die Ossiloop-Veranstalter insgesamt. Es sei unmöglich, genügend Parkflächen bereitzustellen.
Darum werden rund 20 Busse die Läufer aus ganz Ostfriesland und sogar aus Oldenburg abholen. “Wir hoffen, dass das klappt",
so Wirtjes. Ein dickes Lob für ihn und die rund 500 ehrenamtlichen Helfer bekam er von Reinhard Schoon: “Ohne ihren Einsatz
wäre Ostfriesland um eine attraktive Veranstaltung ärmer." Die Raiffeisen- und Volksbanken wollten mit der 9000-Euro-Spende
diese Leistung honorieren. Edzard Wirtjes bedankte sich und machte klar: “Ohne Spenden wie diese kann der Ossiloop schlicht
nicht stattfinden."
Am Ende des Pressetermins waren sich alle einig: “Der diesjährige Ossiloop wird wieder ein Riesenerfolg." Und zwar nicht nur
wegen der Rekordzahl der Anmeldungen, sondern auch weil die neue Streckenführung super ankomme. “Es war ein Risiko, wir
haben einen großen logistischen Mehraufwand. Aber das wird sich auch alles einspielen", ist sich Wirtjes sicher. “Den Zieleinlauf
nach Leer zu verlegen, war absolut richtig." Für den Ossiloop-Organisator Edzard Wirtjes geht es heute bereits mit der nächsten
guten Nachricht weiter: Er nimmt in Aurich einen Z1 von BMW entgegen, als Streckenfahrzeug für den Ossiloop.
Der Ossiloop:
Bereits zum 29. Mal wird der Ossiloop in diesem Jahr veranstaltet. Er startet am 27. April und dauert bis zum 14. Mai.
Die Läufer legen die gut 70 Kilometer lange Strecke von Bensersiel nach Leer in sechs Etappen zurück. Diese starten jeweils
dienstags und donnerstags um 19 Uhr.
Anmelden kann man sich noch auf der Internetseite www.ossiloop.fortuna-logabirum.de oder bei “Spaß mit Sport" in der Hafen-
straße 2 in Leer. Anmeldeschluss ist der 26. April. Tagesläufer können sich vor jeder Etappe noch anmelden. 

OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 27. April 2010 
29. Ossiloop: Vorjahressieger ist zunächst nur Tagesläufer
Heute von Bensersiel nach Dunum / Georg Diettrich hat gestern gemeldet, Eva Brinkmann auf Hamburg-Marathon
verzichtet

Bensersiel
. Heute (27. April) geht er los, der 29. Ossiloop. Und Ostfriesland ist für drei Wochen wieder im Lauffieber. Eigentlich
wie immer in den vergangenen Jahren um diese Zeit. Und doch sind alle diesmal (an-)gespannter. Schließlich geht es nicht von
Leer nach Bensersiel, sondern andersherum. Start ist heute um 19 Uhr in Bensersiel. Ziel der ersten, 11,2 Kilometer langen
Etappe ist Dunum. Es haben so viele Teilnehmer wie noch nie gemeldet. 2175 waren es bis gestern Vormittag. “Und es kommen
immer noch welche dazu”, sieht Hauptorganisator Edzard Wirtjes noch kein Ende. Heute 17.30 Uhr ist letzter Meldeannahme-
schluss. Wirtjes rechnet mit etwa 2200 Läufern auf der ersten Etappe.
Es ist die einzige, auf der auch Tagesläufer mit einer elektronisch gestoppten Zeit ins Ziel kommen, weil sie dann noch bis Freitag
für den Gesamtlauf nachmelden können. Auf den fünf folgenden Etappen wird die Zeit der Tagesläufer, im Gegensatz zu den Vor-
jahren, nicht mehr per Chip am Schuh erfasst. “Zu hoch der organisatorische Aufwand”, sagt Wirtjes. Zunächst zu den Tagesläufern
zählt heute Vorjahressieger Georg Diettrich (LG Braunschweig). Schon im vergangenen Jahr hatte er bei seiner Zielankunft eine
Titelverteidigung offen gelassen. “Diettrich ist Lehrer an einer Schule in Oldenburg und kann noch nicht sagen, ob er alle Etappen
laufen wird”, ist Wirtjes gespannt, wie sich der 29-Jährige in dieser Woche entscheiden wird. Zumindest heute aber zeichnet sich
damit ein packendes Kopf-an-Kopf-Rennen an der Spitze ab. Denn mit Stephan Immega (LG Harlingerland) hat der vierfache Ossi-
loop-Sieger gemeldet, der nach seinen gesundheitlichen Problemen im vergangenen Jahr diesmal wieder ein Anwärter auf den
Gesamtsieg ist.
Bei den Frauen ist ein ähnlich prickelnder Verlauf an der Spitze zu erwarten. Die Kandidaten dafür: Vorjahressiegerin Eva Brink-
mann (VfL Germania Leer), Sonja Hoogestraat (LG Harlingerland) und Inga Jürrens (Emder LG). “Brinkmann hat extra auf einen
Start am Sonntag beim Hamburg-Marathon verzichtet, um sich ganz auf den Ossiloop zu konzentrieren. Hoogestraat und Jürrens,
die beide im vergangenen Jahr nicht am Start waren, sind gut in Form”, weiß Wirtjes um die Voraussetzungen.
Der Start zum 29. Ossiloop erfolgt in zehn Gruppen, eingeteilt nach Laufzeiten. Vorne weg sind die schnellsten. Die Gruppen
werden heute in Bensersiel auf dem großen Parkplatz vor der Tourismuszentrale eingeteilt. Für den Ossiloop haben nicht nur viele
Einzelläufer gemeldet. Auch die Firmenwertung ist erneut auf ein breites Echo gestoßen. Über 20 sind es. Die ersten Drei des
vergangenen Jahres (Hartmann-Reederei, Hilbrands, OBW) sind wieder dabei. Während bei der Firmenwertung die Anzahl der
Läufer ins Verhältnis zur Gesamt-Beschäftigtenzahl gesetzt wird, wenn es um die Sieger und Platzierten geht, kommt es im Wett-
bewerb um den Bünting-Tee-Cup auf Tempo an. Bei den Männern werden die schnellsten vier, bei den Frauen die schnellsten drei
eines Vereins gewertet. Bei den Männern ist die LG Harlingerland klarer Favorit. “Bei den Frauen kommen mehrere Vereine in
Frage”, sagt Wirtjes und nennt mit dem VfL Germania Leer, der Emder LG und dem TV Norden seine Favoriten.

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 27. April 2010
2200 Ossilooper starten heute in Bensersiel
Leichtathletik: Neuer Rekord bei 29. Auflage / Im Ziel warten Traubensaft und Salzstangen

Von Horst Kruse
Ostfriesland. Bei Edzard Wirtjes stand gestern das Telefon kaum still. Immer wieder meldeten sich Leichtathleten für den 29.
Ossiloop an. Dabei lagen dem Organisator des Etappenlaufs bis zum frühen Nachmittag schon 2175 Meldungen vor. “Es kommen
laufend Nachmeldungen rein", sagte Wirtjes. So knackt die beliebte Laufveranstaltung mal wieder einen Teilnehmerrekord. “Ich
denke, es werden mehr als 2200 Läufer dabei sein." Zum Vergleich: 2009 waren 1984 Läufer auf dem ersten Abschnitt dabei. Start
zur ersten Etappe von Bensersiel bis nach Dunum über 11,2 Kilometer ist heute (27. April) um 19 Uhr. Im Ziel gibt es eine spezi-
elle Nährstoff-Versorgung.
Mit 24 Teilnehmern startete der Ossiloop 1982. Nach bescheidenen Anfängen ist der Etappenlauf zu einer einzigen Erfolgsge-
schichte geworden. Als 2007 erstmals knapp 1100 Teilnehmer alle sechs Etappen liefen, hielten viele eine Steigerung kaum noch
für möglich. Doch im vergangenen Jahr waren fast 2000 Athleten auf allen Streckenabschnitten dabei. In diesem Jahr gibt die ver-
änderte Laufrichtung der Veranstaltung offenbar einen zusätzlichen Schub. Erstmals geht es umgekehrt vom Meer bis nach Leer.
Anmeldungen sind heute in Bensersiel noch bis 17.30 Uhr möglich. Ab 16 Uhr sind die Organisatoren beim Startpunkt vor der
Tourismuszentrale. Dort können sich auch Tagesläufer anmelden. Hunderte Teilnehmer reisen zum Ossiloop gemeinsam an, um
einem befürchteten Verkehrsstau zu entkommen. “Es sind mindestens 23 große Busse im Einsatz", sagt Wirtjes. “Etliche Läufer
bilden auch Fahrgemeinschaften oder kommen mit kleineren Bussen."
“Sportlich könnte der Ossiloop 2010 ein echter Leckerbissen werden", meint Wirtjes. Bei den Frauen verzichtete Titelverteidigerin
Eva Brinkmann (VfL Germania Leer) am Sonntag auf einen Start beim Hamburg-Marathon. Denn die Konkurrenz in Ostfriesland ist
stark. Sonja Hoogestraat (LG Harlingerland) und Inga Jürrens (Emder LG) sind gut in Form. Bei den Männern hat der Vorjahres-
sieger Georg Diettrich (LG Braunschweig) gestern seine Meldung für die erste Etappe abgegeben. Da der vierfache Ossiloop-Sieger
Stephan Immega (LG Harlingerland) dabei ist, könnte es das erwartet spannende Duell geben. Wegen der großen Teilnehmerzahl
erfolgt der Start im 20-Sekunden-Takt in zehn Leistungsgruppen, die nach ihren Laufzeiten eingeteilt sind. Die schnellsten Läufer
gehen zuerst auf die Strecke.
Im Ziel bietet Organisator Edzard Wirtjes den Teilnehmern Traubensaft sowie ein eiweißhaltiges Sportgetränk mit Magnesium und
Zink und außerdem Salzstangen an. Das ist eine Empfehlung des Nährstoff-Experten Dr. Wolfgang Feil. “Wer sofort nach dem
Wettkampf je einen Becher Traubensaft und Eiweißgetränk zu sich nimmt und noch eine Handvoll Salzstangen isst", sagt Feil,
“der erholt sich doppelt so schnell." 

Ergebnisse 1. Etappe (27. April 2010)
==> Ergebnisse (bei den "Ostfriesischen Nachrichten")
==> Ergebnisse (bei der "Ostfriesen Zeitung")
==> Ergebnisse (auf der "Website der Veranstaltung")   

OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 28. April 2010 
29. Ossiloop: 400 Meter vor dem Ziel zieht Diettrich ab
1. Etappe von Bensersiel nach Dunum: Georg Diettrich und Stephan Immega liefern sich Kopf-an-Kopf-Rennen

Bensersiel/Dunum
(wrs/mwe). Premiere geglückt. Georg Diettrich bei den Männern und Inga Jürrens bei den Frauen haben
gestern Abend die erste Etappe von Bensersiel nach Dunum beim 29. Ossiloop gewonnen. Sie sicherten sich einen Eintrag in die
Ossiloopgeschichte. Grund: Sie waren die ersten Etappensieger in neuer Laufrichtung. Statt von Leer nach Bensersiel, bewegte
sich der Läuferwurm andersherum durch Ostfriesland. Pünktlich um 19 Uhr verließen die ersten Läufer Bensersiel. Gruppenweise
wurden Frauen, Männer, Mädchen und Jungen auf die 11,2 Kilometer lange Etappe geschickt. Hinausgetragen von einem leichten
Rückenwind und musikalisch untermalt mit dem Lied “Time to say goodbye”. Abschiednehmen, Rhythmus und das richtige Tempo
finden, lautete die Devise der Läufer. Nach rund zehn Minuten waren knapp 2200 Ossilooper auf den Beinen und hielten Kurs land-
einwärts. Das Zuschauerinteresse hielt sich beim Start in Grenzen. Viele Freunde, Verwandte und Betreuer der Läufer hatten sich
rechtzeitig vor dem ersten Startschuss auf den Weg nach Dunum gemacht, um rechtzeitig den Zieleinlauf zu verfolgen.
Bis kurz vor dem Ziel lieferten sich Diettrich und Stephan Immega ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die Konkurrenz war schon lange abge-
hängt, als die beiden Führenden nach rund 35 Minuten zum Schlussspurt anzogen. Rund 400 Meter vor dem Ende musste Immega
seinen Konkurrenten ziehen lassen. “Diettrich war einfach zu schnell und nicht zu halten”, gestand Immega. Diettrich passierte
nach 35:24 Minuten den Zielstrich, sechs Sekunden später lief Immega ein. Dahinter folgten Gerd Wolzen (37:43), Martin Buss
(38:10) und Achim Groenhagen (38:32). Der Etappensieger sprach von einen schnellen Rennen. “Der Rückenwind auf dem Deich
hat das Rennen schnell gemacht. Die Bedingungen waren super”, erklärte Diettrich. Ob er alle sechs Etappen bis nach Leer ab-
solviert, war gestern Abend noch fraglich. Die Chancen stünden dafür nicht gut, meinte Diettrich, der als Lehrer sein Geld verdient.
Eine Klassenfahrt könne ihm einen Strich durch die Rechnung machen.
Bei den Frauen kam Inga Jürrens von der Emder LG als Erste ins Ziel. Ihre Zeit 44:01 Minuten. Sie ließ die Vorjahressiegerin Eva
Brinkmann (44:28/VFL Germania Leer) und Sonja Hoogestraat (45:09/LG Harlingerland) hinter sich. Brinkmann hatte noch vom
Wochenende rund 21 Kilometer vom Hamburg-Marathon in den Knochen. Sie ging mit Seitenstechen ins Rennen und verlor rund
eine halbe Minute auf Jürrens. Ossiloop-Organisator Edzard Wirtjes zog nach dem ersten Teilstück eine positive Zwischenbilanz.
Er freute sich über den problemlosen Start und den “optimalen Bedingungen.” Die Richtungsumstellung sei bei den Läufern gut an-
gekommen.

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 28. April 2010 
Rückenwind beflügelt die Ossilooper
Georg Diettrich und Inga Jürrens haben auf dem ersten Teilstück die Nase vorn / Neuer Rekord: 2036 Läufer absol-
vierten erste Etappe

Von Sören Siemens und Günther Czempiel
Bensersiel/Dununm
. Mehr als 2000 Läufer nahmen gestern beim 29. Ossiloop die erste Etappe in Angriff, die erstmals in Benser-
siel gestartet wurde und nach Dunum führte. Auch wenn das Gedränge beim Start groß war, so klappte alles reibungslos. “Es ist
alles super gelaufen", freute sich Organisator Edzard Wirtjes aus Leer. “Und das Wetter spielte toll mit." Bei Sonnenschein und
Rückenwind gingen 2036 Sportler auf die Strecke - so viele wie noch nie. Sie nahmen in zehn Leistungsgruppen innerhalb von ein
paar Minuten den Wettkampf auf. Angemeldet hatten sich fast 2200 Sportler, doch einige blieben der Auftakt-Etappe fern. Am Start
und auf den ersten Metern herrschte großes Gedränge, doch große Probleme blieben aus. Auf dem Weg zum Startort waren über-
all Teilnehmer zu sehen, die sich Richtung Bensersiel begaben. Und den einen oder anderen kleinen Stau nahmen die Teilnehmer
gerne in Kauf.
Dafür wurden die Ossilooper - unter ihnen nur 16 Tagesläufer - auf dem 11,2 Kilometer langen Teilstück mit Rückenwind belohnt,
der die Sportler beflügelte. “Das war die schnellste Etappe, die ich jemals gelaufen bin", sagte der vierfache Ossiloop-Sieger
Stephan Immega. Der Sportler der LG Harlingerland erreichte nach 35:30 Minuten das Ziel. Noch schneller war allerdings Georg
Diettrich von der LG Braunschweig, für den 35:24 Minuten gestoppt wurden. Ob Diettrich an allen Etappen teilnehmen kann, ist
allerdings fraglich. Wahrscheinlich muss der Sportlehrer in der nächsten Woche die Basketball-Mannschaft seiner Schule zum
Bundesentscheid “Jugend trainiert für Olympia" nach Berlin begleiten. “Vielleicht muss ich doch nicht mit", hat Dietrich die Hoff-
nung nicht aufgegeben, seinen Vorjahressieg verteidigen zu können. Denn auch ihn hat, wie viele andere auch, das Ossiloop-Fieber
gepackt.
Der beste A-Jugendliche erreichte bereits als vierter Läufer das Ziel: Martin Buss von der LG Harlingerland beendete den Wett-
kampf nach 38:10 Minuten. Bei den Frauen hatte Inga Jürrens die Nase vorn. “Ich habe mich seit Wochen auf diese Veranstaltung
gefreut", sagte die Läuferin der Emder LG, die wegen ihres Studiums in Heide zuletzt im Jahr 2005 an der Sechs-Etappen-Veran-
staltung teilgenommen hatte. Sie erreichte nach 44:01 Minuten das Ziel, 27 Sekunden später folgte Vorjahressiegerin Eva Brink-
mann als zweitschnellste Frau. Sie lief bis Kilometer sechs gemeinsam mit Jürrens, musste die ELG-Sportlerin dann aber ziehen
lassen. “Ich hatte keine Kraft mehr, um gegenzuhalten. Meine Beine waren schwer", erklärte Brinkmann hinterher. Am Sonntag
hatte die Läuferin von Germania Leer noch am Hamburg-Marathon teilgenommen und war nach etwa der Hälfte der Strecke ausge-
stiegen. “Das war mit meinem Trainer so abgesprochen", sagte Brinkmann. “Die Vernunft musste siegen. Schließlich gibt es beim
Ossiloop mit Inga Jürrens und Sonja Hoogestraat starke Konkurrenz für mich."
==> Ergebnisse  

OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 29. April 2010 
29. Ossiloop: Na, wie ist‘s gelaufen? - Viel zu schnell
1. Etappe von Bensersiel nach Dunum: Umgekehrte Richtung ist bei Teilnehmern im Ziel kaum noch ein Thema

Von Silke Meyer
Dunum. Wie war‘s denn nun - das erste Mal “Ossiloop annersüm”? Also nicht zum Abschluss der Sechs-Etappen-Veranstaltung
von Dunum nach Bensersiel zu laufen sondern von Bensersiel nach Dunum und zum Auftakt des Laufspektakels. “Ach ja, stimmt.
Wir sind ja in die andere Richtung gelaufen”, müssen die meisten der über 2000 Gestarteten im Ziel erst daran erinnert werden.
Groß aufgefallen ist das kaum einem. “Anstrengend war‘s. Und schnell”, dreht sich im Ziel alles um das Thema Sport. Wie immer.
Das Anders-als-sonst-Gefühl am Start ist da schon wieder vergessen. Haben in den vergangenen Jahren in Bensersiel die Zu-
schauer als Menschentraube am Hafen und als Spalier auch schon kurz vorher auf dem Deichabschnitt jeden Ossilooper mit
großem Hallo empfangen, bilden jetzt die Läufer eine geordnet-disziplinierte Masse, die von einer überschaubaren Touristen-Reihe
auf dem Deich auf die 11,2 Kilometer lange Strecke verabschiedet werden. “Guck mal, da rennt die ganze Mannschaft”, schaut
auch der jüngste Urlauber dem in allen Trikotfarben schillernden Läuferwurm hinterher.
Die meisten passiv am Ossiloop Beteiligten sind da schon längst mit dem Auto in Richtung Dunum unterwegs, um rechtzeitig als
Empfangskomitee im Ziel zu sein. Sie bekommen nicht mit, dass die über 2000-köpfige Läuferfamilie gruppenweise in Sekunden-
abständen unter den Klängen des Henry-Maske-Liedes “Time to say good bye” den Hafen verlässt, so wie die Kreuzfahrtschiffe der
Meyer-Werft musikalisch auf der Ems ins weite Meer entlassen werden. Und die Aktiven hören es auch nur mit halbem Ohr.
Andere bekommen eine Gänsehaut. Und das hat nicht an den Temperaturen gelegen.
Für all die, die nicht bis zum Startschuss warten konnten: die Schnellsten sind in der ersten Gruppe gewesen, die Top-Läufer in
der ersten Reihe ganz locker drauf. “Na, Rollo?”, wird Roland Klaue begrüßt. “Mensch, Stephan, bist du braun”, wird der mehrfache
Ossiloop-Sieger Immega von seinen Läuferkollegen um seine Hautfarbe beneidet. “War auf den Kanaren. Aber das ist schon vier
Wochen her. Nee, hab Sonntag auf der Terrasse gesessen.” Einer fehlt kurz vor dem Start. Vorjahressieger Georg Diettrich. Ge-
sehen worden ist er aber schon. Und auch dabei, als es dann schneller als gedacht losgeht. Ein Knall aus der Pistole - der 29.
Ossiloop ist gestartet. Und die Läufer in den folgenden Gruppen tippeln jetzt nicht mehr auf der Stelle von einem Fuß auf den
anderen, sondern Stückchen für Stückchen in Richtung Start.
Im engen Zielraum in Dunum ist es dann wie immer. Ein unglaubliches Gewusel. Spätestens jetzt ist auch beim letzten Außen-
stehenden, der bis dahin versucht hat, sich ganz gelassen zu geben, vom Ossilauf-Kribbel-Gefühl geweckt. Die meist gestellte
Frage im Ziel: “Wie ist‘s gelaufen?” Die Antworten haben sich in all den Jahren nicht geändert. “Viel zu schnell. Man rennt da all
gegen an”, hat der Ehrgeiz bei den meisten dann doch über die Grundeinstellung gesiegt, nicht zu überdrehen und sich nicht von
den Fersen des Vordermanns oder der Vorderfrau anziehen zu lassen. “Na, wie ist‘s gelaufen?” “Ich hab dich doch überholt. Hast
mich nicht gesehen?” “Nee.” Und neidisch blickt ein Verschwitzter auf einen vom Ossiloop-Anhang im Graben geparkten Skooter,
einem Tretroller der neuen Generation mit größeren Rädern: “Das Ding hätte ich unterwegs ein Stück haben müssen.”
Schnell, schneller - am schnellsten ist Vorjahressieger Diettrich. Immega hatte es schon am Start geahnt. Er selbst hat sich zwar
gut gefühlt: “Eigentlich ist Diettrich schneller als ich.” Aber nicht viel. Und auch erst auf den letzten 400 Metern. Bis dahin sind die
beiden gemeinsame Spitze gewesen. Immega hat keine Chance gesehen, seinen Mitkonkurrenten um den Sieg unterwegs mal zu
überlisten: “Dafür ist Diettrich zu gut.” Auf den letzten Metern hat Immega dann das Nachsehen. Wie schnell er gewesen ist?
“Keine Ahnung. Ich hab irgendwann meine Uhr ausgeschaltet. Das wurde mir zu schnell.” Überhaupt sind viele flott unterwegs ge-
wesen. Das Wetter hat seinen Teil dazu beigetragen. Angenehme Läufertemperaturen. Und auf dem Deich gleich hinter Bensersiel
endlich einmal den Wind nicht von vorne.
“Perfekt”, sind die äußeren Bedingungen auch für die Siegerin bei den Frauen, Inga Jürrens, gewesen. Was nichts daran geändert
hat, dass es eine harte erste Etappe gewesen ist. Kein Wunder, bei dem Tempo. Dem hat Vorjahressiegerin Eva Brinkmann Tribut
zollen müssen. 27 Sekunden ist sie hinter Jürrens ins Ziel gelaufen. Brinkmann hat sich durchgebissen. Mit Seitenstechen. Und
einem Start am Sonntag in Hamburg in den Beinen. Zwar ist sie nicht die Marathondistanz gelaufen. Bei Kilometer 21 ist sie aus-
gestiegen. Erst bei Kilometer 21. “Eigentlich sollte ich schon vorher raus. Aber ich konnte mich nicht zügeln”, hat sie sich über die
Vorgabe ihres Trainers hinweggesetzt. “Das alles sind aber keine Ausreden, dass ich jetzt nicht gewonnen hab. Inga hat‘s ver-
dient”, sagt die sympathische Zweite. “Es sind ja noch fünf Etappen”, schaut sie nach vorn. Auch wenn die drittplatzierte Sonja
Hoogestraat am Dienstag auf dem Weg zum Start nach Bensersiel schon das Gefühl gehabt hat, ins Ziel gefahren zu sein. Ossi-
loop anders herum eben. “Das hat was”, findet Hoogestraat. Eigentlich hat der Ossiloop immer etwas. Egal in welche Richtung.
Am Freitag geht‘s weiter. Über 11,9 Kilometer von Dunum nach Plaggenburg. 

OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 30. April 2010 
Ossiloop versetzt Maibaum
2. Etappe heute von Dunum nach Plaggenburg / Diettrich nachgemeldet

Dunum
(sm). Der Ossiloop sprengt nicht nur von Jahr zu Jahr neue Rekorde, sondern auch manch anderen Veranstaltungsplan.
Die Läufer versetzen heute den Plaggenburger Maibaum. Der wird am Abend des 30. April eigentlich dort aufgestellt, wo die Läufer
ab etwa 19.40 Uhr im Ziel erwartet werden. Das werden um die 2000 sein. Plus (Fan)-Anhang. In Absprache mit Ossiloop-Organi-
sator Edzard Wirtjes machen die Maibaum-Feierer deshalb Platz für die Ossilooper. Sie ziehen in diesem Jahr zur Feuerwehr um.
 Die Schlange der Ossilooper zieht sich heute auf dem Ostfriesland-Wanderweg auf der zweiten Etappe über 11,9 Kilometer von
Dunum nach Plaggenburg. Wie viele es sein werden? Wirtjes ist gespannt. Die Zahl derjenigen, die für den Ossiloop gemeldet
hatten und dann am Dienstag doch nicht gestartet sind, war deutlich höher als in den vergangenen Jahren. “Über 2200 Meldungen
lagen vor. Gestartet sind letztlich 2010”, sagt Wirtjes. Er führt die Differenz auf den harten Winter zurück, der einigen einen Strich
durch die Vorbereitung gemacht hat. Denn für so manchen ist der Ossiloop das einzige Laufereignis in einem Jahr. Um Weihnach-
ten herum beginnt da für viele die Vorbereitung. Im Januar und Februar war aber nur schwer ein Laufen möglich. Dennoch ist die
Teilnehmerzahl immer noch überwältigend. “Knapp über 2000. Das ist das erste Mal”, freut sich Wirtjes, die Marke geknackt zu
haben. Viel mehr kommen auch nicht dazu.
Nur 16 Tagesläufer waren auf die erste Etappe gegangen. Sie haben bis heute noch die letzte Chance, sich für eine Gesamtteil-
nahme zu entscheiden. Von einem hat Wirtjes die Zusage bereits. Vorjahres-Gesamtsieger Georg Diettrich (LG Braunschweig),
der sich am Dienstag im Endspurt gegen Stephan Immega (LG Harlingerland) durchgesetzt hatte und als Erster über die Ziellinie
lief, hat seine Zusage für weitere Starts gegeben. Das war zunächst aufgrund schulischer Verpflichtungen (Diettrich ist Lehrer in
Oldenburg) nicht sicher. Deutet bei den Männern auch heute wieder alles auf einen Zweikampf an der Spitze hin, ist es bei den
Frauen ein Dreikampf zwischen Inga Jürrens (Emder LG), Eva Brinkmann (VfL Germania Leer) und Sonja Hoogestraat (LG Harling-
erland). Die Masse der Teilnehmer aber wird auch heute Abend einfach nur wieder stolz sein, 11,9 Kilometer gelaufen zu sein.

ANZEIGER FÜR HARLINGERLAND vom 30. April 2010 
Ostfrieslandwanderweg führt Ossiloper nach Plaggenburg
Ausdauersport: 2. Etappe startet in Dunum / Feuerwehr sagt: “Wasser marsch”
Dunum/Plaggenburg
(kg). Heute Abend machen sich um 19 Uhr über 2000 Läufer in Dunum auf die zweite Etappe des 29. Ossi-
loops. Die 11,9 Kilometer lange Strecke verläuft nahezu ausschließlich auf dem Ostfrieslandwanderweg nach Plaggenburg. “Es
herrscht eine super Stimmung unter den Läufern”, resümiert Cheforganisator Edzard Wirtjes die erste der insgesamt sechs Etapp-
en von Dienstag. Die Veränderung, in diesem Jahr mal nicht innerhalb von drei Wochen von Leer nach Bensersiel, sondern anders-
rum von Bensersiel nach Leer zu laufen, stieß auf breite Zustimmung. Die Begeisterung für den Lauf ist so groß, dass einige Läufer
sogar zu ungewöhnlichen Mitteln griffen, um noch einen der Zeitnahmechips zu ergattern, die jeder Läufer am Bein tragen muss.
“Ein Läufer hatte sein Geld vergessen, das er als Pfand hätte einzahlen müssen. Er hat kurzerhand seinen Ehering bei uns ver-
pfändet, ihn nachher aber auch wieder abgeholt”, berichtet Wirtjes mit einem Schmunzeln auf den Lippen von den Anekdoten rund
um den Lauf.
An der Spitze wird es bereits heute spannend werden, ob der Vorjahressieger Georg Diettrich (LG Braunschweig), der die erste
Etappe in 35:24 Minuten gewann, den sechssekündigen Vorsprung auf den vierfachen Ossiloopsieger Stephan Immega (LG Har-
lingerland) ausbauen wird, oder ob Immega sich heute das Gelbe Trikot des Führungsläufers holt. Bei den Frauen führt derzeit Inga
Jürrens (Emder LG) mit 27 Sekunden Vorsprung vor Vorjahressiegerin Eva Brinkmann (Germania Leer). Jürrens gewann den Ossi-
loop bereits in den Jahren 2002, 2003 und 2005. Bei den Jungen ist Martin Buss (LG Harlingerland) auf dem besten Weg zum
Sieg. Bei den Mädchen beträgt der Vorsprung von Mareike Bruhnken (MTV Jever) auf Dorothea Heldt (NIGE Esens) bereits fast
zwei Minuten.
Wirtjes Wunsch für die zweite Etappe: “Die Läufer sollen sich entsprechend ihren Plätzen richtig in die Startgruppen einreihen.” Bei
der ersten Etappe gab es laut Wirtjes kleine Engstellen beim Lauf, weil langsamere Läufer zu weit vorne gestartet waren. Zwischen
Kilometer sechs und sieben sagt die Feuerwehr Middels “Wasser marsch”. Die Blauröcke haben dort eine Wasserstelle für die
Aktiven eingerichtet. Sollte es heute Abend noch sehr warm sein, werden noch zusätzliche Wasserstellen eingerichtet. 

Ergebnisse 2. Etappe (30. April 2010)
==> Ergebnisse (bei den "Ostfriesischen Nachrichten")
==> Ergebnisse (bei der "Ostfriesen Zeitung")
==> Ergebnisse (auf der "Website der Veranstaltung")

ANZEIGER FÜR HARLINGERLAND vom 3. Mai 2010 
Immega lässt Diettrich ziehen
Ossiloop 2010 Oldenburger gewinnt die zweite Etappe und geht diese Woche nicht mehr an den Start
Dunum/Plaggenburg
. Vorjahressieger Georg Diettrich hat auf der zweiten Etappe des Ossiloops von Dunum nach Plaggenburg
erneut unter Beweis gestellt, dass in puncto Gesamtwertung wohl auch in diesem Jahr kein Weg an ihm vorbei geführt hätte. Mit
46 Sekunden Vorsprung lief der Oldenburger nach den 11.9 Kilometern in 35:24 Minuten vor Stephan Immega von der LG Harlinger-
land (35:30) als Erster über die Ziellinie. Allerdings war dies die vorerst letzte Etappe für den Starter der LG Braunschweig. Morgen
wird Dietrich aus beruflichen Gründen nicht mehr an den Start gehen können. “Ich bin sehr traurig, dass ich nicht mehr dabei sein
kann, vor allem, weil jetzt ja auch die Königsetappe ansteht”, sagte Diettrich nach dem Rennen, dass er einmal mehr dominiert
hatte. “Es war ein toller Lauf. Auch der Gegenwind auf der zweiten Hälfte der Strecke hat mich nicht gestört. Ich war gut drauf”,
freute sich der Sieger trotzdem über seinen ersten Platz.
Somit dürfte nun wieder der Weg frei sein für Stephan Immega, den Gesamtsieg beim Ossiloop zu holen. “Es sieht so aus, als
wenn ich jetzt der Favorit bin”, sagte Immega selbstbewusst. Trotzdem er an Diettrich erneut nicht vorbei kam, war der Ossiloopge-
winner von 2005 bis 2008 zufrieden mit seinem Rennen. “Es lief gut für mich. Das Tempo war nicht zu hoch”, so Immega. Diettrich
habe er bewusst ziehen lassen, wohlwissend, dass er selber noch vier Etappen vor sich hat, während Dietrich alle Kraft in seinen
vorerst letzten Lauf beim Ossiloop stecken konnte. Dritter der männlichen Hauptklasse wurde abermals Gerd Wolzen (VfL German-
ia Leer) in 40:28 Minuten. Mit einem Jubelschrei schoss Martin Buss über die Ziellinie. Der Wittmunder lieferte sich mit Wolzen ein
packendes Duell, das Buss für sich entschied. Hinter Stephan Immega überquerte er als Dritter in 40:28 Minuten die Ziellinie und
stellte somit die Konkurrenz in der Jungenklasse einmal mehr in den Schatten. “Es war ein gutes, taktisches Rennen. Ich habe
mich lange an Gerd Wolzen gehalten und am Ende meine Chance genutzt, vorbeizuziehen”, sagte Martin Buss.
In der Frauenklasse hatte Inga Jürrens von der Emder LG erneut die Nase vorn. In 44:01 Minuten siegte sie vor Eva Brinkmann (VfL
Germania Leer, 44:28) und Sonja Hogestraat (LG Harlingerland, 45:09). Auch Dorothea Held vom Niedersächsischen Internatsgym-
nasium in Esens hatte einmal mehr allen Grund zur Freude. Wie schon vergangene Woche lief sie als Zweitbeste der weiblichen
Jugend durch das Ziel. Eine Stunde und 47 Sekunden brauchte sie für die Strecke. Schneller war nur Mareike Bruhnken (MTV
Jever). Sie gewann die zweite Etappe in 57:25 Minuten. Bereits morgen steht die dritte Etappe des Osiloops auf dem Tourplan.
Von Plaggenburg nach Holtrop müssen die über 2200 Ossilopers dann auf der längsten Etappe, der Königsetappe, 13,5 Kilometer
bewältigen.

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 3. Mai 2010 (Zwei Artikel)
Rhauderfehntjer ist wieder Herr des Eherings
Leichtathletik: Markus-Hinderk Brouwer hinterließ Schmuckstück als Pfand bei erster Etappe - er hatte kein Startgeld
dabei


Georg Diettrich: Basketball in Berlin statt Laufen in Ostfriesland
Schule: Sportlehrer muss aus beruflichen Gründen aussteigen

Diese beiden Artikel finden Sie hier (PDF / 371 KB)     

OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 4. Mai 2010 
Ossiloop: Die Königsetappe im neuen Gewand
Dritter Abschnitt heute von Plaggenburg nach Holtrop / Lauf-Erfinder Beyer als Fan wieder auf Aktiven-Geschmack
gekommen

Plaggenburg
(sm). Warm anziehen müssen sich heute die Läufer auf der dritten Etappe des Ossiloops. Im wahrsten Sinn der
Worte, denn die Temperaturen werden sich laut Vorhersage im einstelligen Bereich bewegen. Und im übertragenen Sinn. Denn da
kommt was auf die Teilnehmer zu. Sie haben den längsten Streckenabschnitt des Sechs-Etappen-Laufs vor sich. Es geht über
13,9 Kilometer von Plaggenburg nach Holtrop. Start der Königsetappe ist um 19 Uhr in Plaggenburg.
Die hohe Teilnehmerzahl macht insbesondere diesen Streckenabschnitt zu einer logistischen Herausforderung für die Organisa-
toren, weil in Aurich einige Straßen für den Autoverkehr gesperrt werden, damit die Läufer sie gefahrlos queren können. Kritische
Stelle ist die viel befahrene Fockenbollwerkstraße. Um das Läuferfeld zu entzerren und damit für Autofahrer ein größeres “Schlupf-
loch” zum Stau-Abbau zu lassen, wird die sechste Startgruppe in Plaggenburg erst etwa sieben Minuten nach der fünften Gruppe
auf die Strecke gelassen. Jetzt sind die Organisatoren gespannt, ob ihre Rechnung aufgeht. Gespannt sind sie auch auf die Reso-
nanz der neuen Streckenführung. Die Teilnehmer laufen nicht mehr ein langes Teilstück an der vierspurigen Esenser Straße,
sondern biegen in Sandhorst beim ehemaligen Selbstbaumarkt links auf einen Waldweg, laufen die Sandhorster Allee bis sie bei
der “Dahlhofsburg” auf den Hoheberger Weg stoßen, halten sich dann rechts und kommen beim Arbeitsamt wieder auf den Ost-
friesland-Wanderweg.
1908 Läufer waren nach der zweiten Etappe noch im Rennen, die im Ziel von vielen Ossiloop-Fans empfangen wurden. Unter den
Beifallklatschenden auch der “Ossiloop-Erfinder”, Klaus Beyer (SV Holtland). “Eine tolle Sache”, beurteilt er die Entwicklung, die
der Lauf noch unter seiner Leitung und auch in den vier Jahren, in denen jetzt Edzard Wirtjes für die Organisation verantwortlich ist,
genommen hat. Auch die Idee, nach 28 Jahren die Richtung zu ändern, nicht von Leer nach Bensersiel, sondern von Bensersiel
nach Leer zu laufen, findet er gut: “Das hat bestimmt viele ehemalige Ossilooper neu motiviert teilzunehmen.” Die Faszination
dieses Laufs zieht Beyer auch ohne Funktion im Organisationsteam immer wieder an die Strecke. Und vielleicht ja auch noch mal
als Aktiven auf die Strecke? Ausgeschlossen ist das nicht. Die Euphorie im Ziel am Freitag hat ein derart starkes Kribbeln in
seinen Beinen verursacht, dass er am Sonntag nach langer, langer Zeit erstmals wieder gelaufen ist. “Und ich habe auf Anhieb 40
Minuten durchgehalten”, ist Beyer mit sich zufrieden. Was für viele selbstverständlich ist, darf ihn absolut stolz machen. Im ver-
gangenen Jahr hatte sich Beyer einer Herzklappen-Operation unterziehen müssen. Seitdem hält er sich mit viel Radfahren und
Schwimmen sportlich fit. Aber Laufen, dass er früher immer dem Radfahren vorgezogen hätte, war ganz aus seinem Fitness-Pro-
gramm gestrichen. Bis zum vergangenen Sonntag. Auf der vorletzten Etappe ist Beyer auch in diesem Jahr wieder indirekt in den
Ossilauf eingebunden, wenn der SV Holtland im Rahmen der Veranstaltung den traditionellen Bambinilauf anbietet.
Heute in Holtrop wird es aber erst einmal einen neuen Etappen-Sieger geben. Denn der zweimalige Erste und Gesamtführende,
Georg Diettrich (LG Braunschweig), muss, wie berichtet, berufsbedingt aussteigen. Einen Führungswechsel hat es nach der
zweiten Etappe bereits in den Teamwertungen gegeben. Im Firmen-Cup haben die Heizungslopers die Mannschaft der OBW
Emden überholt, die auf der zweiten Etappe weniger Läufer am Start hatte als auf der ersten. Für die Wertung wird die Zahl der
Ossilooper in Relation zu den Beschäftigten der Firma insgesamt gesetzt. Im Wettbewerb um den Bünting-Tee-Cup geht es um die
Schnellsten. Dort führt bei den Frauen jetzt der VfL Germania Leer (Eva Brinkmann, Frauke Bronn, Liza Brinkmann - 4:55:33 Std.)
vor der Emder LG (Inga Jürrens, Katharina Hubert, Gabi Sünkel - 5:13:23) und dem TV Norden (Irmi Hartmann, Elke Gronewold,
Andrea Rückbrod - 5:16:32). Bei den Männern hat sich die Rangfolge auf den ersten drei Plätzen nicht geändert. Es führt die LG
Harlingerland (Stephan Immega, Martin Buss, Achim Groenhagen, Hermann Fleßner - 5:19:42) vor dem VfL Germania Leer (Gerd
Wolzen, Peter Steinke, Ralf Taube, Hermann Leemhuis - 5:30:49) und der Emder LG (6:05:40). 

Ergebnisse 3. Etappe (4. Mai 2010)
==> Ergebnisse (bei den "Ostfriesischen Nachrichten")
==> Ergebnisse (bei der "Ostfriesen Zeitung")
==> Ergebnisse (auf der "Website der Veranstaltung")

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 5. Mai 2010 
Kalte Kilometer auf der Königsetappe
Ossiloop: Mehr als 2000 Läufer bewältigten eine der kältesten Etappen seit Jahren / Immega siegte

Von Georg Lilienthal und Heiko Abbas
Plaggenburg/Holtrop. Schwitzend kamen die mehr als 2000 Ossilooper auch gestern Abend nach der dritten Etappe wieder ins
Ziel. Doch die Hitzegefühle mussten sich die meisten Athleten auf dem Weg von Plaggenburg nach Holtrop hart erarbeiten. “Es war
eine der kältesten Etappen, an die ich mich erinnern kann", schnaufte der gestrige Sieger Stephan Immega (LG Harlingerland) un-
mittelbar nach dem Lauf. “Erst nach zwei oder drei Kilometern wurde mir richtig warm." Bei einer Temperatur von nur sieben Grad
hatten die Athleten den längsten Streckenabschnitt der Ossiloop-Geschichte zu meistern. Denn durch eine Streckenänderung
führte die Etappe nunmehr über 13,9 Kilometer. Der “Kaiser" auf der Königsetappe war angesichts der Temperaturen froh, dass der
Ossiloop diesmal in umgekehrte Richtung absolviert wird. “So hatten wir jedenfalls Rückenwind. Deshalb war es nicht ganz so
unangenehm."
Im Gleichschritt mit seinem Teamkollegen Martin Buss lief Immega die ersten 13 Kilometer, setzte sich erst im Schlussspurt ab
und kam nach 48:11 Minuten ins Ziel. Platz drei belegte Gerd Wolzen von Germania Leer mit fast einer Minute Rückstand auf den
Sieger. Schnellste Frau war erneut Inga Jürrens (Emder LG) in 55:38 Minuten. “Ich wollte Martin ein bisschen ziehen", erklärte der
souveräne Spitzenreiter der Gesamtwertung, Stephan Immega. “Deshalb bin ich etwas verhaltener gelaufen."
Zu solchen taktischen Sperenzchen hat Hanna Dreesch-Rosendahl weder Lust noch Zeit. Die 15-Jährige aus Rhauderfehn ist der
Gegenpol zu Immega und verkörpert den gemütlichen Teil des Ossiloops. Die Schülerin rangiert auf dem letzten Platz der Wertung,
ist aber beileibe nicht ohne Ehrgeiz. “Ich würde schon noch gerne Vorletzte werden." Hanna Dreesch-Rosendahl ist aber auch ganz
am Ende des Feldes zufrieden. “Mir macht es Spaß." Diese Freude teilt sie mit ihren Brüdern Simon (14) und Jonas (17), die eben-
falls zum Läuferfeld gehören. Gestern schaffte sie es als Vorletzte ins Ziel - mehr als eine Stunde nach dem Sieger (1:52:03
Stunden). In der Gesamtwertung belegte die 15-Jährige aber weiterhin den letzten Platz.
Zu den Bestplatzierten bei der weiblichen Jugend gehört hingegen Ilka Janssen von der LG Ostfriesland. Sie ist Vierte dieser
Altersklasse, wurde im Ziel aber wie eine Siegerin empfangen. Denn weil sie gestern 18 Jahre alt wurde, überraschten Freunde sie
mit einem bunten Bogen. “Sie hat bisher extra noch keine Geschenke bekommen", erzählte Michael Wilken. So sei die Überrasch-
ung noch größer gewesen. Man sah der 18-jährigen Oldeborgerin die Freude an, als sie durch den kurz vor dem Ziel aufgestellten
Bogen lief. Für viele andere Läufer war der bunte Bogen mit der herunterbaumelnden 18 allerdings eher ein Hindernis beim Schluss-
spurt. 

OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 5. Mai 2010 
29. Ossiloop: Fast 14 Kilometer nur bergab gelaufen
3. Etappe von Plaggenburg nach Holtrop: Stephan Immega siegt und klettert auf Rang eins in der Gesamtwertung

Holtrop
(wrs). Halbzeit. Nach der dritten von sechs Etappen des 29. Ossiloops gab es in der Gesamtwertung bei den Männern
einen neuen Führenden. Stephan Immega (LG Harlingerland) kletterte am Dienstagabend nach dem längsten Teilstück des Lauf-
spektakels von Plaggenburg nach Holtrop auf Rang eins. Er profitierte vom Fehlen des bisherigen Ersten Georg Diettrich, der aus
beruflichen Gründen auf einen Start verzichten musste. Gleichwohl unterstrich Immega seine dominante Rolle im Feld. Er absol-
vierte die sogenannte Königsetappe in 48:11 Minuten. Sechs Sekunden langsamer war sein Mannschaftskollege Martin Buss, der
in der Gesamtwertung von Rang drei auf zwei kletterte. Er schob sich an Gerd Wolzen (Germania Leer) vorbei, der auf Buss fast
eine Minute einbüßte.
Locker und mit einem lachenden Gesicht kam Immega ins Ziel auf dem Parkplatz der Holtroper Raiffeisen-Volksbank an. Für den
neuen Gesamtführenden war es ein “schönes Gefühl”, nach zwei zweiten Plätzen wieder einmal als Erster über den Zielstrich zu
laufen. “Der Lauf war entspannter als die beiden zuvor. Gegen Diettrich musste ich immer hohes Tempo gehen. Jetzt kam wieder
das richtige Ossiloopgefühl heraus”, sagte Immega. Er sei das Rennen mit seinem Vereinskamerad Buss taktisch gelaufen, habe
ihn gezogen. Mit Erfolg. Weniger erfolgreich lief es für den Auricher Roland Klaue. Der bisherige Zehnte erlebte bei Kilometer acht
einen schweren Einbruch. Dann ging nicht mehr viel. Der Grund: “Das war nicht mein Wetter. Es war viel zu kalt”, stellte Klaue
fest. Seine Ambitionen auf einen einstelligen Platz in der Gesamtbilanz gab er auf. “Jetzt will ich nur noch Spaß haben und in Leer
ankommen”, lautete sein Motto für die kommenden Etappen.
Bei den Frauen feierte Inga Jürrens (Emder LG) den dritten Tagessieg in Folge. Sie benötigte 55:38 Minuten. Dahinter folgten Vor-
jahressiegerin Eva Brinkmann (VfL Germania Leer, 56:20) und Sonja Hoogestraat (LG Harlingerland, 56:57). In dieser Reihenfolge
fanden sich die schnellsten drei Frauen auch in der Gesamtwertung wieder. Brinkmann fand reichlich lobende Worte für das dritte
Teilstück, das durch Aurich führte. “Es macht einfach mehr Spaß, wenn Leute an der Strecke stehen und uns anfeuern.” Ihrem
Gefühl nach, sei es auf den fast 14 Kilometern nur bergab gegangen. Ihrer Meinung nach sei die Vorentscheidung zugunsten von
Jürrens gefallen, die rund zwei Minuten besser als sie in der Zwischenbilanz stehe. Brinkmann konzentriert sich ganz auf Rang
zwei. Ihr Vorsprung auf Hoogestraat beträgt gegenwärtig rund eine Minute. Bei der weiblichen Jugend führt Mareike Bruhnken (MTV
Jever), die ihre 3. Etappe gewann.
==> Ergebnisse    

OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 7. Mai 2010  
29. Ossiloop: Über Kanäle hinweg durch das Fehngebiet
4. Etappe von Holtrop nach Bagband: Landschaftlich abwechslungsreichstes Teilstück wartet auf Ossilooper

Ostfriesland
(gaw). Halbzeit beim Ossiloop 2010. Drei Etappen sind absolviert, drei sind noch zu laufen. Nach der Königsetappe
von Plaggenburg nach Holtrop am Dienstag sind bei etlichen Läuferinnen und Läufern die Beine schwer. Heute, nach nur zwei
Tagen Regeneration, steht das vierte Teilstück von Holtrop nach Bagband auf dem Programm. Der Läuferwurm wird deutlich kürzer
sein. Die dritte Etappe beendeten nur noch 1843 Läuferinnen und Läufer. Erfahrungsgemäß sind es nach der schweren Königs-
etappe noch einmal weniger.
Es ist die sogenannte Mühlenetappe, die heute um 19 Uhr in Angriff genommen wird. Es geht in das Fehngebiet, auf Brücken über
Kanäle hinweg und durch typische Fehnsiedlungen. Vier Mühlen werden am Rand der 11,2 Kilometer langen Strecke zu sehen
sein. Von Holtrop aus erreichen die Ossilooper in Aurich-Oldendorf den Geestrücken mit seiner typischen Wallheckenlandschaft.
Über Großefehn führt die Strecke nach Spetzerfehn, wo auch in diesem Jahr der Ortsrat eine Aktion startet: Wenn die Läufer, dies-
mal aus Ostgroßefehn kommend, Spetzerfehn durchqueren, warten Erfrischungen auf sie. In den vergangenen Jahren waren stets
etwa 200 Zuschauer an der Strecke am Wanderweg in Höhe des Unterendes. Dieser Abschnitt gehört zu den attraktivsten des ge-
samten Laufes, weil dort ein Fehnkanal zu überqueren ist und die Mühle Steenblock in Sichtweite liegt. Der Ortsrat bietet den Zu-
schauern auch wieder Bratwürste und Getränke an. Raus aus Spetzerfehn, wartet das Geestdorf Bagband auf die Ossilooper. Es
gilt als eines der schönsten Dörfer im Landkreis Aurich und ist diesmal nicht Start-, sondern Zielort. Die Wetterdienste sagen für
heute Temperaturen knapp unter zehn Grad und Regen voraus. Keine guten äußeren Bedingungen, um die landschaftlich ab-
wechslungsreichste Etappe zu genießen.
An der Spitze sind die Vorentscheidungen gefallen. Stephan Immega ist der Gesamtsieg bei drei Minuten Vorsprung unter normal-
en Umständen nicht mehr zu nehmen. Auch Inga Jürrens wird ihren ersten Platz behaupten. Spannung versprechen die Duelle um
Platz zwei. Bei den Männern liegen Martin Buss und Gerd Wolzen dicht beieinander, bei den Frauen sind Eva Brinkmann und
Sonja Hoogestraat nur durch wenige Sekunden getrennt. Für einen Läufer wird die heutige Etappe eine ganz besondere sein.
Wilfried Gieseler, beim Ossiloop für die Ubbo-Emmius-Klinik am Start, absolviert heute seine 100. Etappe. 

Ergebnisse 4. Etappe (7. Mai 2010)
==> Ergebnisse (bei den "Ostfriesischen Nachrichten")
==> Ergebnisse (bei der "Ostfriesen Zeitung")
==> Ergebnisse (auf der "Website der Veranstaltung")

ANZEIGER FÜR HARLINGERLAND vom 8. Mai 2010 
LG-Express erreicht Fehndorf
Ossiloop Drei Starter der LG Harlingerland bei 4. Etappe vorne / Immega gewinnt

Bagband
(gaw). Es roch nach Land gestern Abend beim Ossiloop: Maibaum, provisorischer Bratwurststand in einer Scheune,
Misthaufen. Der enge Zieleinlauf auf dem Bohlweg in Bagband verbreitete zudem ein besonderes Ambiente. Stephan Immega war
der Erste, der es im Schnelldurchlauf erlebte. Er gewann die vierte Etappe von Holtrop nach Bagband in 36:10 Minuten und darf
sich als sicherer Sieger des 29. Ossiloops fühlen. Immega hatte gemeinsame Sache gemacht mit seinen Kollegen von der Lauf-
gemeinschaft (LG) Harlingerland, Martin Buss und Achim Groenhagen. Als Trio waren sie darauf aus, den 2. Platz von Buss gegen-
über Gerd Wolzen vom VfL Germania Leer zu festigen. Was auch gelang. “Das war abgesprochen. Wir sind ein taktischen Rennen
gelaufen”, sagte Immega. Bis Kilometer sechs war Wolzen zwar der bestimmende Läufer. “Wir mussten schauen, dass wir mit ihm
mithielten”, zollte Immega dem Konkurrenten Respekt. “Er hat ein tolles Rennen geliefert und ordentlich Tempo gemacht.” Und
Buss bemerkte: “Gerd hat versucht, uns müde zu laufen.” Was nicht klappte. Bei Kilometer sechs zogen die drei LG-Läufer ge-
meinsam das Tempo an und Wolzen hatte das Nachsehen. Als LG-Express erreichten sie schließlich das Fehndorf, herzlich
empfangen von mehreren hundert Zuschauern. “Das war gute Teamarbeit”, strahlte Immega. Buss und Groenhagen kamen zeit-
gleich nach 36:37 Minuten ins Ziel, Wolzen folgte mit 17 Sekunden Rückstand.
Bei den Frauen kämpfen Eva Brinkmann vom VfL Germania Leer und Sonja Hoogestraat von der LG Harlingerland weiter verbissen
um den zweiten Platz. Nach 43:08 Minuten überquerte sie die Ziellinie und war diesmal acht Sekunden schneller als ihre Wider-
sacherin. Inga Jürrens von der Emder LG läuft ihren komfortablen Vorsprung locker nach Hause, ohne in Bedrängnis zu geraten.
Nach 42:56 Minuten, also nur zwölf Sekunden vor Brinkmann, kam sie in Bagband an. Das Wetter gestern war für die Läuferinnen
und Läufer gut. Der ganz feine Nieselregen störte kaum. Die Temperatur knapp unter zehn Grad hätte etwas höher liegen können.
Am Dienstag beginnt um 19 Uhr die 5. Etappe beim Gut Stikelkamp und führt nach Holtland.
==> Ergebnisse 

OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 11. Mai 2010 
Ossiloop: Keine Sensationen auf der kürzesten Etappe
5. Etappe von Gut Stikelkamp nach Holtland: Spannende Kämpfe erst um die zweiten Plätze erwartet

Holtland
(wrs). Das kürzeste Teilstück steht den Läufern heute Abend beim Ostfrieslandlauf bevor. 8,5 Kilometer ist die Etappe
zwischen Gut Stikelkamp und Holtland lang. “Das ist die kürzeste Etappe, die jemals beim Ossiloop gelaufen wurde”, sagt Orga-
nisator Edzard Wirtjes. Aus organisatorischen Gründe wurde auf die sonst übliche rund zwei Kilometer lange Schleife in Holtland
verzichtet. Dort ist der Sportplatz das Ziel. Der eingesparte Streckenabschnitt wird für Parkplätze benötigt, erklärt Wirtjes auf ON-
Nachfrage. Mit dem größeren Läuferfeld sind automatisch auch mehr PKW´s zwischen Start- und Zielort unterwegs. Wirtjes appell-
iert noch einmal an die Parkenden im Ziel, die Stellflächen für die Busse nicht zu belegen.
Wirtjes erwartet in den einzelnen Klassen an der Spitze keine Veränderungen. Bei den Frauen und Männern werden die Gesamt-
führenden Inga Jürrens (Emder LG) und Stephan Immega (LG Harlingerland) als Tagessieger gehandelt. Als interessant stuft er
noch die Kämpfe um die jeweils zweiten Plätze in den Hauptklassen ein. Bei den Frauen liegen zwischen der Zweiten Eva Brink-
mann (VfL Germania Leer) und der Dritten Sonja Hoogestraat (LG Harlingerland) 84 Sekunden. Bei den Männer sieht Wirtjes Achim
Groenhagen im Aufwind. Der Gesamtvierte habe sich zuvor wegen der Teilnahme an der Landesmeisterschaft im Duathlon beim
Ossiloop geschont. Auf der vierten Etappe sei er wieder in der Spitzengruppe dabei gewesen. Das wertete Wirtjes als Kampfan-
sage auf Platz zwei. Dort rangiert gegenwärtig Martin Buss. Sein Vorsprung auf Groenhagen beträgt mehr als viereinhalb Minuten.
Kaum aufzuholen. Buss muss da schon eher auf den Dritten Gerd Wolzen (VfL Germania Leer) aufpassen. Der Leeraner liegt nur
49 Sekunden zurück. Spannung verspricht auch die Firmenwertung. Dort liefern sich die “de Heizungslopers” und die OBW Emden
an der Spitze ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Ausgang ungewiss.
Rund 400 Läufer haben seit Start des Laufspektakels die Segel gestrichen. Das Läuferfeld ist von rund 2200 gemeldeten Akteuren
auf 1794 abgeschmolzen. Wirtjes nennt zwei Gründe. “Es gibt Läufer, die für die Betriebswertungen laufen, aber aus dienstlichen
Gründen nicht an allen Etappen teilnehmen können”, sagt er. Andererseits gibt er zu bedenken, dass wegen des langen Winters
die Vorbereitungszeit um sechs bis acht Wochen kürzer als üblich gewesen sei. Die Folge sei ein höheres Verletzungsrisiko. Die
Läufer seien anfälliger und manchmal auch noch nicht topfit. Auf Nachfrage dieser Zeitung hat es bisher noch keine Disqualifika-
tionen wegen des Tragens von mehr als einem Zeitchip beim Ossiloop gegeben. “Wir schauen schon mal auf die Füße, ob jemand
mit mehreren Chips läuft. Aber genauer kontrollieren wir nicht”, stellt Wirtjes klar. 

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 11. Mai 2010 
Fünfte Etappe ist die kürzeste aller Zeiten
Ossiloop: Strecke von Gut Stikelkamp nach Holtland ist nur 8,6 Kilometer lang

Stikelkamp/Holtland
(tib). Wenn heute auf Gut Stikelkamp um 19 Uhr der Startschuss fällt, beginnt für die knapp 2000 Läufer die
kürzeste Ossiloop-Etappe aller Zeiten. “Die Strecke von Gut Stikelkamp nach Holtland ist nur 8,6 Kilometer lang, eine kürzere
Etappe dürfte es in der Geschichte des Ossiloops nicht gegeben haben”, sagt der Organisator des Traditionslaufes, Edzard
Wirtjes. Nicht einmal eine halbe Stunde werden die schnellsten Sportler für diese Distanz gebraucht haben, wenn sie den Zielein-
lauf am Fußballplatz des SV Holtland erreichen.
Zeitgleich mit den “großen” Ossiloopern, gehen auf der Sportanlage heute Abend traditionell die kleinen Läufer bei einer Bambini-
Veranstaltung an den Start. Bereits seit 1994 bietet der Sportverein in Zusammenarbeit mit den Raiffeisen- und Volksbanken einen
Lauf für Kinder bis zwölf Jahre an, die unter den Augen und dem Beifall vieler Zuschauer rund 800 Meter zurücklegen werden. Wer
Interesse hat, kann sich bis 18.45 Uhr in der Nähe des Vereinsheims anmelden. Die Gebühr für die Starteilnahme beträgt einen
Euro. Im Anschluss an den Bambini-Lauf, bei dem jedes teilnehmende Kind eine Urkunde und ein kleines Geschenk erhält, haben
die Kleinen die Möglichkeit, den Zieleinlauf ihrer knapp 2000 Ossiloop-Vorbilder hautnah zu erleben.
Wegen des geänderten Streckenverlaufs der letzten Etappe des Ossiloops, werden die Läufer in diesem Jahr im Übrigen nicht wie
sonst üblich in Nortmoor, sondern an der Ecke Siebenbergen/Zoostraße in Logabirum durch Trommeln und Rufe angefeuert.

Ergebnisse 5. Etappe (11. Mai 2010)
==> Ergebnisse (bei den "Ostfriesischen Nachrichten")
==> Ergebnisse (bei der "Ostfriesen Zeitung")
==> Ergebnisse (auf der "Website der Veranstaltung")

ANZEIGER FÜR HARLINGERLAND vom 12. Mai 2010 
Immega und Jürrens ist der Sieg nicht mehr zu nehmen
Ossiloop: Vorletzte Etappe erneut von den Spitzenläufern dominiert

Holtland.
Beim Gut Stikelkamp, dem einstigen Vorwerk des ehemaligen Johanniterklosters Hasselt, drängten sie sich gestern
Abend rund 2000 Ossilooper beim Start um 19 Uhr noch dicht an dicht in der Buchenallee. 27:47 Minuten und 8,5 Kilometer später
kam Stephan Immega (LG Harlingerland) als Erster ins Ziel - ganz allein. Ihm ist der Sieg nicht mehr zu nehmen und auch für Inga
Jürrens (Emder LG; 32:35), die schnellste Frau des Ossiloops 2010, ist der Zieleinlauf am Freitag in Leer nach drei Wochen und
69,3 Kilometern nur noch pro forma. Für sie ist es nach 2002, 2003 und 2005 der vierte Sieg beim ostfriesischen Traditionslaufs.
Für Immega wird es nach den Erfolgen 2005, 2006, 2007 und 2008 der fünfte Titel sein. .
Auf Platz zwei kamen gestern Martin Buss (LG Harlingerland) und Gerd Wolzen (VfL Germania Leer) gemeinsam Hand in Hand
nach 28:35 Minuten ins Ziel. Buss ist der schnellste Jugendliche des Ossiloops 2010 und Wolzen liegt derzeit auf Platz drei bei
den Männern. Gestern auf Platz drei, aber insgesamt weiterhin auf Platz zwei in der Gesamtwertung der Männer rangiert Achim
Groenhagen (LG Harlingerland). Er lief die kürzeste der sechs Etappen in 29:18 Minuten. Zweitschnellste Frau war Eva Brinkmann
(VfL Germania Leer) mit 32:59 Minuten. Platz drei ging wieder an Sonja Hoogestraat (LG Harlingerland; 33:25).
Viele der Läufer litten gestern unter den widrigen Witterungsverhältnissen. Heißer Tee und wärmende Kleidung, egal ob schickes
Sportoutfit oder zweckmäßige Mülltüte, waren sehr begehrt. Kälter als gestern Abend war es nur am 10. Mai 2005 und am 27. Mai
1983 bei jeweils acht Grad, bewölktem Himmel und leichtem Regen. Viele Läufer freuten sich daher, dass gestern sie die vorletzte
Etappe Richtung Leer, und nicht wie in den vergangenen Jahren in Richtung windige Nordseeküste gelaufen sind. Endspurt ist am
Freitag, 14. Mai, ab 19 Uhr. Im Ziel der sechsten und letzten Etappe gibt es für die Aktiven, die alle sechs Etappen geschafft haben
das bei Sammlern hoch im Kurs stehende Ossiloop-Shirt.

OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 12. Mai 2010 
Ossiloop: Zwei Freunde machen gemeinsame Sache
5. Etappe von Gut Stikelkamp nach Holtland: Onno Ringering zieht Hermann Fleßner / Sieger wie gehabt

Holtland
(sm). Super gelaufen. Unglaublich schwere Beine. Die Bandbreite der eigenen Laufeinschätzungen konnte am Ziel der
fünften, der vorletzten Etappe gestern auf dem Sportplatz in Holtland kaum größer sein. Ein Spalier von Zuschauern empfing die
Ossilooper, die mit 8,5 Kilometern von Gut Stikelkamp bis Holtland den kürzesten Streckenabschnitt hinter sich hatten. Mit den
Siegern wie gehabt. Deutlich der Vorsprung von Stephan Immega (LG Harlingerland). Zur Überraschung: auf zwei Zweitplatzierte.
Martin Buss (LG Harlingerland) und Gerd Wolzen (VfL Germania Leer) liefen Hand in Hand über die Ziellinie. Immegas Vorsprung
auf die beiden: fast eine Minute. Bei Kilometer 5,5 hatte er sich abgesetzt. “Ich wollte mal gucken was geht. Wie weit meine Form
ist. Und wie lange ich das Wettkampftempo halten kann.” Das Fazit fiel positiv aus. 27:47 Minuten brauchte er für die Strecke.
Während Immega gestern sein Ding lief, machten Onno Ringering und Hermann Fleßner gemeinsame Sache. Zwei Ihlower. Der
eine, Ringering, läuft in dieser Saison Meisterschaften und eben beim Ossiloop für den VfL Germania Leer. “Peter Steinke hat das
beim Meilenlauf auf Borkum eingefädelt”, erklärt er seinen Wechsel von den Ihlower Rennschnecken, für die er nach wie vor Volks-
läufe bestreitet, zum VfL. Der andere, Fleßner, tritt bereits seit längerem für die LG Harlingerland an. Was die beiden nicht daran
hindert, sich gegenseitig zu unterstützen. “Unter die ersten 15 wollte ich kommen”, hatte sich Fleßner, der im vergangenen Jahr
nicht am Ossiloop-Start war, für dieses Mal zum Ziel gesetzt. Das hat er schon lange erreicht. Jetzt kann‘s noch etwas mehr sein.
Und da half ihm gestern Ringering, dem Platz sechs in der Gesamtwertung kaum noch zu nehmen ist. Aber bei Fleßner, da ging
noch was. Bis gestern vor dem Start belegte er Platz acht. Mit sieben Sekunden Rückstand auf den siebtplatzierten Christian
Rose (ENOVA). Im Ziel war Fleßner gestern Sechster, drei Sekunden schneller als Ringering und 25 Sekunden schneller als Rose.
“Onno hat mich richtig gut gezogen”, lobte Fleßner seinen Freund für gelungene Teamarbeit.
Deutlich enger als auf den bisherigen Etappen war diesmal die Reihenfolge bei den Frauen. Keine Minute lagen die ersten Drei
auseinander. “Ziemlich flott war‘s”, fanden Eva Brinkmann (VfL Germania Leer) und Sonja Hoogestraat (LG Harlingerland). Weil sie
so schnell waren, mussten sie auch nicht lange warten, um sich anschließend die Beine massieren lassen zu können. “Inga hat
gleich ganz schön Tempo vorgelegt”, berichteten Brinkmann und Hoogestraat. So einfach ziehen lassen wollten sie die Führende
dann aber auch nicht. “Die Plätze sind vergeben. Jetzt lassen wir die Schlussetappe locker ausklingen”, sind sich die beiden einig.
Am Freitag wird sich dann zeigen, was die beiden unter locker verstehen.  

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 12. Mai 2010 
Rückenwind für die Ossilooper
Leichtathletik: Stephan Immega und Inga Jürrens bauten ihre Führung weiter aus

Von Günther Czempiel und Heiko Abbas
Holtland. Erst als die meisten Ossilooper das Ziel der fünften Etappe auf dem Sportplatz des SV Holtland erreicht hatten, begann
es gestern stärker zu regnen. So bekam der Großteil der Läuferinnen und Läufer auf dem 8,6 Kilometer langen Teilstück nur weni-
ge Tropfen ab. Nur diejenigen, die sich beim Zieleinlauf länger aufhielten, wurden richtig nass. Dafür wurden die knapp 2000 Teil-
nehmer auf der bei Gut Stikelkamp gestarteten “Klaus-Beyer-Etappe” über weite Strecken mit Rückenwind belohnt.
Der führende Stephan Immega von der LG Harlingerland erreichte als erster Läufer das Ziel und baute seinen Vorsprung in der Ge-
samtwertung weiter aus. Nach etwa fünf Kilometern setzte er sich ab. “Ich wollte mal testen, wie meine Form ist”, sagte der vier-
malige Ossiloop-Sieger hinterher. Ebenfalls zufrieden war hinterher Martin Buss: “Heute lief es super. Der ganz leichte Nieselregen
war schön, weil es nicht zu kalt und nicht zu windig war.” Der 17-Jährige festigte mit einer Zeit von 28:35 Minuten seinen zweiten
Platz in der Gesamtwertung. Sein ärgster Verfolger, Gerd Wolzen von Germania Leer, holte die 50 Sekunden Rückstand nicht
mehr auf und lief zusammen mit Buss ins Ziel. “Den gemeinsamen Zieleinlauf haben wir vorher so abgesprochen”, sagte Wolzen.
“Ich habe mich auf der Etappe nicht absetzen können, Martin ist bärenstark gelaufen”, so Wolzen weiter. Auch bei den Frauen gab
es keine Veränderung an der Spitze. Inga Jürrens von der Emder LG bewältigte die Etappe am schnellsten und festigte Rang eins.
Für den Ossiloop-Erfinder Klaus Beyer ließ sich sein Heimatverein SV Holtland etwas Besonderes einfallen und fertigte eine
Werbebande mit seinem Namen und dem Namen der Veranstaltung an. Seit einer Woche ist sie am Sportplatz angebracht. “So
weiß gleich jeder, wo er sich befindet”, sagte Vereinsvorsitzender Johann Janssen dazu. Die Fußball Jugend des SV Holtland
kümmerte sich auf dem Sportplatz um die Bewirtung der Gäste. Die A-Jugend besetzte den Bratwurst-Stand, die Eltern der F- und
G-Junioren waren im extra aufgebauten Zelt für Kaffee und Kuchen verantwortlich. Für Verwunderung sorgte bei dem ein oder ander-
en nur ein verschlossener Toiletten-Wagen. Doch der stand eher zufällig schon dort und soll auf jeden Fall am Freitag zur Verfüg-
ung stehen, wenn um 19 Uhr auf dem Sportplatz die letzte Etappe gestartet wird.  

ANZEIGER FÜR HARLINGERLAND vom 14. Mai 2010  
Nach 13,5 Kilometern ist das Ziel erreicht
Laufsport: Letzte Etappe endet in Leer / Umkehrung positiv aufgenommen / Gesamtsieger stehen fest

Holtland/Leer
(ron). Noch einmal Ossiloop. Auch heute Abend werden wieder über 2000 Läufer an den Start gehen, wenn die
letzte Etappe des beliebten Volkslaufes in Holtland gestartet wird. Empfangen werden sie im Zentrum von Leer. Mitten in der Fuß-
gängerzone ist dann ein bisschen Volksfestatmosphäre zu erwarten, wenn neben diversen Ständen und einer Live-Band zahlreiche
Anwohner und angereiste Zuschauer die Ossilopers gebührend empfangen werden. Zuvor allerdings müssen die Sportler 13,5 Kilo-
meter absolvieren. Damit ist die sechste Etappe die zweitlängste des diesjährigen Ossiloops und nochmals eine echte Hürde für
die Läufer. Kurz vor dem Ziel erwartet die Starter sogar so etwas wie ein Hindernis. Bei Kilometer elf muss eine Treppe gemeistert
werden, um eine Eisenbahnstrecke zu überqueren.
Die Gesamtsieger stehen mindestens seit Dienstagabend so gut wie fest. Stephan Immega (LG Harlingerland) führt die Gesamt-
wertung seit Etappe Nummer drei mit 3:07:53 Stunden an. Spannend dürfte es noch um Platz zwei der Gesamtwertung werden.
Martin Buss (LG Harlingerland, 3:12:07) belegt diesen derzeit, 50 Sekunden dahinter lauert Gerd Wolzen (VfL Germania Leer), der
am Ende Zweiter der Männerwertung werden dürfte. Martin Buss wird Sieger der Jungenklasse. Auch Inga Jürrens von der Emder
LG ist der Titel wohl nicht mehr zu nehmen. Die schnellste Frau des Feldes (3:42:10) hat den Dreikampf mit Eva Brinkmann (VfL
Germania Leer, 3:44:38) und Sonja Hoogestraat (LG Harlingerland, 3:46:27) wohl für sich entschieden.
Edzard Wirtjes, Veranstalter des Ossioops, ist vor dem letzten Durchgang zufrieden mit dem bisherigen Verlauf. Die Umkehrung
der Richtung “Van’t Meer na Leer” sei von den Teilnehmern überwiegend positiv aufgenommen worden. “Es war mal was anderes.
Viele Läufer nahmen die Umkehrung gut auf, weil sie überwiegend Rückenwind hatten”, sagt Edzard Wirtjes. Im nächsten Jahr
werde zum 30. Jubiläum die Strecke wieder wie zuvor üblich von Leer nach Bensersiel bestritten. Möglich sei in den dann folgen-
den Jahren den Verlauf zu wechseln. Eine abschließende Entscheidung über diese Idee sei jedoch noch nicht gefallen.

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 14. Mai 2010 (Drei Artikel)
- Party beim Finale
- Vom Ehrenamt zum Nebenjob
- Focko-Weiland-Schule zum ersten und letzten Mal beim Ossiloop
 
Diese Artikel finden Sie hier (PDF / 310 KB)  

Ergebnisse 6. und letzte Etappe (14. Mai 2010)
==> Ergebnisse (bei den "Ostfriesischen Nachrichten")
==> Ergebnisse (bei der "Ostfriesen Zeitung")
==> Ergebnisse (auf der "Website der Veranstaltung")

EMDER ZEITUNG vom 15. Mai 2010
Immega und Jürrens sind Ossi-Loop-Sieger

Von Gerd-Arnold Ubben und Sonja Bloempott
Holtland/Leer. Es ist geschafft! Der Ossi-Loop 2010 ist Geschichte. Gestern Abend absolvierten die Läufer die letzte der insge-
samt sechs Etappen von Holtland nach Leer und wurden sogleich für ihre Bemühungen der vergangenen drei Wochen belohnt:
Tausende Zuschauer bejubelten sie beim Zieleinlauf in der Leeraner Fußgängerzone auf dem Denkmalsplatz und sorgten für eine
Wahnsinns-Stimmung. Als Erster wurde - wie bereits erwartet - Stephan Immega von der LG Harlignerland empfangen, der gestern
seinen insgesamt fünften Ossi-Loop-Sieg nach 43:23 Minuten sicher hatte. Ihm folgten Martin Buss (45:51 Minuten), Gerd Wolzen
(45:52 Minuten), Onno Ringering (47:05 Minuten) und Achim Groenhagen (47:19 Minuten). “Ich konnte noch einmal richtig Gas
geben. Auf der Strecke waren sehr breite Wege und viel Asphalt, da konnte ich richtig flott laufen”, sagte der Sieger nach dem
Zieleinlauf. Zwar war Immegas Gesamtsieg nach dem Ausscheiden des Vorjahres-Gewinners Georg Diettrich keine große Über-
raschung mehr, aber nachdem es dann tatsächlich geschafft war, “ist man doch sehr glücklich und zufrieden.”
Vierter Gesamtsieg
Neun Minuten später als Immega lief dann die Siegerin in der Frauenwertung, die Emderin Inga Jürrens, über die Ziellinie und ließ
sich kräftig feiern (52:25 Minuten). Für sie ist es nach 2002, 2003 und 2005 der vierte Gesamtsieg. Sie dürfte ob ihre Sieges richtig
erleichtert gewesen sein, sah es doch zwischenzeitlich so aus, als könnte es kurz vor dem Ende noch gefährlich für sie werden.
Ab Kilometer sechs verspürte sie Schmerzen im Oberschenkel und drosselte das Tempo: “Ich musste etwas langsamer laufen.
Das war es nicht wert, mir auf den letzten Metern noch eine Verletzung einzuhandeln.” Doch wie bereits mehrfach erwähnt, wäre
der Ossi-Loop nicht der Ossi-Loop, wenn sich die Teilnehmer nicht gegenseitig helfen und motivieren würden. Und so geschah es
auch gestern Abend wieder. Denn die Zweitplatzierte Eva Brinkmann eilte zur Hilfe und zog Jürrens bis zur Ziellinie mit. Somit
liefen sie beide nach der selben Zeit ins Ziel ein und der Sieg der Emderin war besiegelt. “Ich bin beim Ossi-Loop angetreten, um
zu gewinnen. Nach der ersten Etappe war ich mir noch nicht so ganz sicher, aber danach habe ich gewusst, dass ich es schaffen
werde”, freute sich die Läufern der Emder LG anschließend.
“Ein toller Lauf!”
Auch die Zweitplatzierte Eva Brinkmann, die im vergangenen Jahr noch auf dem Siegertreppchen gestanden hatte, zeigte sich nach
dem Lauf begeistert: “Die Stimmung hier ist wieder super. Es war wieder einmal ein ganz toller Ossi-Loop!” Und das, obwohl doch
in diesem Jahr alles etwas “anders” lief als sonst. Schließlich wurde der 29. Ossi-Loop erstmals “rückwärts” gelaufen. Diesmal ging
es nicht von Leer bis ans Meer, sondern umgekehrt, und auch einige Streckenänderungen mussten vorgenommen werden. Eine
Umstrukturierung, die Ossi-Loop-Organisator Edzard Wirtjes keinesfalls bereut. “Die Umkehrung ist sehr gut angekommen”, resü-
mierte er. Dass der Zieleinlauf diesmal in Leer statt in Bensersiel stattgefunden hat, habe sich bewährt. “Hier ist es nicht so kalt
und windig”, sagte er lachend. Aber nicht nur die Streckenänderung sieht er positiv. Auch von der Atmosphäre zeigte sich Wirtjes
begeistert: “Die Stimmung war toll und entspannt und überhaupt nicht hektisch oder motzig” - ein Kompliment für die Läufer und ein
Hinweis auf die besondere Atmosphäre des Laufes. Das bestätigte auch Sieger Immega. “Die Idee, die Strecke umzukehren, war
sehr gut. Wir hatten immer Rückenwind und der Lauf hat dadurch ganz neue Reize bekommen”, lobte er.
Insgesamt legten die “Ossi-Looper” gestern eine Strecke von 13,2 Kilometer zurück. Größte Hürde - im wahrsten Sinne des
Wortes - waren die 30 Treppenstufen 15 Kilometer vor dem Zieleinlauf. Diese mussten absolviert werden, um die Bahnlinie Leer-
Emden problemlos auf dem Weg in die Fußgängerzone überqueren zu können. “Das war sehr hart”, resümierten die Läufer an-
schließend. Doch sie wurde für ihre Anstrengungen belohnt und anschließend gefeiert wie große Stars.
Doch wer denkt, dass der Sechs-Etappen-Lauf nun vorbei ist, der sieht sich getäuscht. Denn in Läuferkreisen werden bereits Pläne
für den Ossi-Loop 2011 geschmiedet. Große Ziele hat dafür besonders die Drittplatzierte Emderin Sonja Hoogestraat: “Es ist wohl
das erste Mal, dass die drei erstplatzierten Teilnehmerinnen so nah zusammen gelaufen sind. Für das nächste Mal verspreche ich
eine Revanche!” Da ist es dann beim Laufen wohl fast genauso wie beim Fußball: Nach dem Ossi-Loop ist vor dem Ossi-Loop!

JEVERSCHES WOCHENBLATT vom 15. Mai 2010
Immega gewinnt Ossiloop 2010
Laufsport: Stimmung im Zieleinlauf auf dem Siedepunkt / Jürrens Frauensiegerin

Leer
. Punkt 19 Uhr war es endlich soweit. Dann fiel der Startschuss für die letzte der sechs Etappen des Ossiloops 2010. Noch
einmal hieß es gestern Abend für die rund 2000 Laufbegeisterten alle Kräfte für das 13,2 Kilometer lange Teilstück zu mobilisieren.
Doch es sollte sich lohnen. Als ob Edzard Wirtjes, Veranstalter der Sportveranstaltung, es so bestellt hatte: Das Wetter zeigte
sich von seiner besten Seite. Ein Grund mehr dafür, dass sich bereits lange Zeit vor dem Start Menschenmassen im Zieleinlauf
drängten. Wer sich zu spät auf den Weg machte, hatte schlechte Karten, überhaupt in die Innenstadt von Leer vorzudringen.
Bestenfalls Schritttempo war angesagt. Denjenigen, die das Glück hatten, zum Ziel vorzustoßen, wurde jedoch richtig was ge-
boten. Neben den obligatorischen Getränkeständen und Imbissbuden sorgte eine Live-Band für gute Stimmung.
Richtig laut wurde es, als die Spitzenläufer in Sichtweite kamen. Es war Stephan Immega (LG Harlingerland), der erneut dem Feld
davongeeilt war und mit knapp einer Minute Vorsprung vor Martin Buss (LG Harlingerland) auch die sechste Etappe für sich ent-
schied. “Noch minutenlang nachdem er die Zielinie überquert hatte, war er sprachlos angesichts des tosenden Applauses. “Wahn-
sinn”, war denn auch das erste Wort, das ihm über die Lippen kam. “Das war wieder ein einmaliges Gefühl”, betonte der Ossiloop-
Sieger. Die Reaktion war nicht weiter verwunderlich, wurde er doch auf den letzten Metern von lauten “Stephan”-Rufen von den
tausenden Schaulustigen begleitet. Nicht minder begeistert, war der Zweitplatzierte der Gesamtwertung Martin Buss: “Ich bin über-
glücklich. Beim Lauf muss man sich immer quälen. Das habe ich dieses Jahr gemacht”, sagte der Athlet erschöpft. Buss wurde
zudem Sieger der Jungenwertung. Erwartungsgemäß sicherte sich Inga Jürrens (Emder LG) den Sieg bei den Frauen. In der
Mädchenwertung war Mareike Bruhnken (MTV Jever) nicht zu schlagen.
Letztlich waren sich nahezu alle Ossiloper einig. Die Umkehrung der Laufstrecke von Bensersiel nach Leer hat sich gelohnt. Nicht
nur der anhaltende Rückenwind sorgte für angenehme Bedingungen, auch der einmalige Zieleinlauf in Leer habe den Ossiloop 2010
noch einmal richtig aufgewertet.

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 15. Mai 2010 
Der Sieger verneigte sich vor dem Publikum
Leichtathletik: Stephan Immega holte sich in Leer zum fünften Mal den Gesamtsieg beim Ossiloop

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OSTFRIESEN ZEITUNG vom 15. Mai 2010
Experiment geglückt
Ossiloop endete erstmals in Leer

Kommentar von Til Bettenstaedt
Von Leer bis ans Meer - das war fast drei Jahrzehnte lang das Motto des Ossiloops. In den vergangenen Wochen - bei der 29. Auf-
lage des Traditionslaufs - wagte Organisator Edzard Wirtjes das Experiment, den Ossiloop rückwärts von Bensersiel nach Leer zu
absolvieren. Spätestens nach der Abschlussparty in Leer kann man es als geglückt bezeichnen. Tausende Läufer, Fans und Neu-
gierige waren in der Innenstadt, um das Finale der wohl größten Sportveranstaltung Ostfrieslands zu feiern. Nicht nur wegen des
gelungenen Abschlusses in der Leeraner Fußgängerzone ist der Ossiloop auf dem besten Weg, seinen Kultstatus weiter zu festi-
gen. Das beweisen vor allem die Teilnehmerzahlen - mehr als 2000 Ossilooper bedeuten einen Rekord. Kritische Stimmen über die
“verkehrte” Strecke waren von den Sportlern kaum zu vernehmen. Auch wenn der Ossiloop im kommenden Jahr wieder nach dem
traditionellen Motto von Leer bis ans Meer führen soll, wird Wirtjes wohl über eine Wiederholung des geglückten Experiments nach-
denken.
==> Ergebnisse   
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