29. Ossiloop von Bensersiel nach Leer vom 27. April - 14. Mai 2010

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ANZEIGER FÜR HARLINGERLAND vom 21. Dezember 2009
Etappenplan des Ossiloops 2010 umgedreht
Statt von Leer nach Bensersiel geht es nächstes Jahr “Van’t Meer na Leer”

Ostfriesland
(ron). Der Ossiloop macht kehrt. Die Etappen des beliebten Volkslaufes durch Ostfriesland werden im kommenden
Jahr 2010 in der umgedrehten Reihenfolge des Jahres 2009 absolviert. Das geht aus der Ausschreibung zum 29. Ossiloop hervor.
Somit begibt sich die Läufermeute nicht von Leer nach Bensersiel, sondern unter dem Motto “Van’t Meer na Leer” eben von Benser-
siel nach Leer. Der starke Gegenwind sowie eine kalte Brise bei der Abschlussfeier des Ossiloops in Bensersiel hätten den Aus-
schlag für die Umkehrung des Tourplans gegeben. Die Rückmeldung der Läufer zu diesem Vorhaben seien bisher durchaus positiv
gewesen. Darüber hinaus gäbe es außerdem organisatorische Gründe. 2011, zum 30. Jubiläum, solle es aber wieder in die be-
kannte Richtung gehen. Die Etappen 2010 im Überblick: 1. Bensersiel - Dunum, 27. April; 2. Dunum - Plaggenburg, 30. April; 3.
Plaggenburg - Holtrop, 4. Mai; 4. Holtrop - Bagband, 7. Mai; 5. Gut Stikelkamp - Holtland, 11. Mai; 6. Holtland - Leer, 14. Mai;
Start ist jeweils 19 Uhr. Meldungen sind noch bis zum 26. April möglich. 

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 23. Dezember 2009
Ossiloop rückwärts: Vom Meer nach Leer
Leichtathletik: Gravierende Änderung im neuen Jahr / Das Ziel ist in der Fußgängerzone

Von Georg Lilienthal
Leer. Von Leer bis ans Meer - dieser Slogan gilt nicht mehr. Bei der 29. Auflage wird der Ossiloop rückwärts absolviert. Der Start-
schuss erfolgt am 27. April 2010 in Bensersiel - also dort, wo sonst die Läufer nach der sechsten und letzten Etappe das Ziel er-
reichen. Und Schluss ist im kommenden Jahr, wo sonst immer alles anfängt: in Leer. Am 14. Mai beenden die Ossilooper dort das
Rennen mitten in der Fußgängerzone am Denkmalsplatz. “Wir wollen mal sehen, wie das bei den Läufern und Zuschauern an-
kommt”, sagt Organisator Edzard Wirtjes. Er will aber nicht endgültig mit Traditionen brechen. “2011 laufen wir dann wieder von
Leer bis ans Meer. Und danach wechseln wir vielleicht in jedem Jahr die Richtung.”
Ein flapsiger Spruch hat Wirtjes auf die Idee gebracht, den Streckenverlauf einmal auf den Kopf zu stellen. “Immer dieser Gegen-
wind auf der Strecke nach Bensersiel”, hatte im Mai ein Athlet nach der Abschlussetappe gestöhnt. “Lass uns doch mal anders-
rum laufen!” Edzard Wirtjes schmunzelte damals nur. Später dachte er ernsthaft darüber nach, sprach mit Lauffreunden über solch
ein Experiment und erhielt fast nur Zustimmung. Denn das große Finale im Hafen von Bensersiel wurde allzu oft vom kalten Winde
verweht. “Im vergangenen Mai waren deshalb alle Läufer nach dem Zieleinlauf ruck, zuck verschwunden.” Abschlussparty-Stimm-
ung mochte deshalb nicht aufkommen. Das könnte nun in der Fußgängerzone von Leer ganz anders werden. Doch der Idee stand
anfangs ein logistisches Problem im Wege. “Es war schwierig, eine Strecke zu finden, bei der die Läufer in Leer nirgends Bahn-
schienen überqueren müssen”, erklärt Wirtjes. “Denn ansonsten würden auf jeden Fall irgendwelche Läufergruppen vor verschloss-
enen Schranken stehen.”
Und mitten in der Stadt sollte das Ziel nach den Vorstellungen des Chef-Organisators auf jeden Fall sein. Wirtjes schaute sich den
Verlauf der Bahnlinien genau an und fand tatsächlich eine Art Geheimstrecke. Sie führt zum Stadtring. Dort geht es rund 30 Stufen
hinauf. Es folgt ein kleines Stück Fußweg direkt neben dem Stadtring entlang. Dann geht es weiter in die Innenstadt. Die neue
Strecke ist 2,4 Kilometer länger als die bisherige Leeraner Etappe. Mit 13,2 Kilometern ist sie nur unwesentlich kürzer als die
Königsetappe zwischen Plaggenburg und Holtrop (13,5). Die Gesamtlänge des Ossiloops bleibt trotzdem mit 69 Kilometern in etwa
gleich. Denn bei der “Rückwärtsversion” wird auf den Schlenker durch Holtland verzichtet, so dass die vorletzte Etappe auf eine 8,5
Kilometer lange “Sprintstrecke” reduziert wird.
Eine weitere Änderung beim 29. Ossiloop betrifft die Tagesläufer. Ab der 2. Etappe gibt es für sie keine Zeitmessung mehr. Wer
also nur zwischendurch eine Etappe absolviert, kann den Gesamtläufern nicht mehr den Tagessieg streitig machen. “Die Tages-
läufer erhalten keine Chips mehr. Dadurch reduziert sich der Aufwand bei der Zeitmessung erheblich” erklärt Wirtjes. Er freut sich,
dass im neuen Jahr vieles anders wird. “Ich bin gespannt auf den Ossiloop 2010.” 

OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 23. Januar 2010
Laufsport: Ossilooper müssen bald Treppen steigen
Schon mehr als 900 Anmeldungen für den Kultlauf

Leer.
Zum ersten Meldetermin des 29. Ossiloops vom 27. April bis 14. Mai am 15. Januar hat es deutlich mehr Anmeldungen als
im Vorjahr gegeben. Mit 850 Meldungen (aktueller Stand 926) waren es über 300 mehr als 2009. Drei Gründe spielten dabei eine
Rolle, meint Cheforganisator Edzard Wirtjes von Fortuna Logabirum: mehr Läufer nutzen den ersten Meldetermin, der Ossiloop be-
ginnt eine Woche früher und, drittens, die Umkehrung scheint sogar mehr Teilnehmer anzusprechen als erwartet.
Als 2009 die ersten Gerüchte über eine Umkehrung des Ossiloops auftauchten, schwankten die Meinungen zwischen Schnaps-
und guter Idee. Der kalte Wind im Zieleinlauf, der die Läufer besonders bei der Siegerehrung 2009 frieren ließ, forcierte die Über-
legungen. Mit einem Zieleinlauf in der Fußgängerzone von Leer sollen die Läufer länger zum Bleiben motiviert werden. Außer den
beiden letzten, sonst ersten Etappen, verändern sich die Strecken nicht. Die letzte Etappe wird etwa zwei Kilometer länger, dafür
die vorletzte entsprechend kürzer, so dass die Gesamtkilometerzahl fast gleich bleibt. Für die letzte Etappe musste eine Strecken-
führung über die Bahnlinie Leer-Emden gefunden werden, um die Fußgängerzone zu erreichen. Das gelang “Zwischen den Bahnen”,
verbunden allerdings mit einer Treppe, deren 30 Stufen etwa 1,5 Kilometer vorm Ziel bezwungen werden müssen. Eine weitere
Änderung betrifft die Tagesläufer. Sie werden nur bei der ersten Etappe mit Zeitnahme gewertet.   

OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 11. März 2010 
Immega hat für Ossiloop gemeldet
Sechseinhalb Wochen vor dem Start schon über 1400 Anmeldungen / Ubbo-Emmius-Klinik mit 52 Läufern dabei

Von Silke Meyer
Aurich. Das hat es noch nie gegeben. Sechseinhalb Wochen sind es noch bis zum Start der ersten Etappe des Ossiloops. Und
schon jetzt kommt die Zahl der Voranmelder bereits nahe an die Zahl der Teilnehmer heran, die im vergangenen Jahr gestartet
sind. 1550 waren es 2009. 1430 stehen für 2010 auf der Meldeliste. Stand gestern. “Und rund ein Drittel kommt in den letzten vier
Wochen noch dazu”, weiß Organisator Edzard Wirtjes aus Erfahrung.
Vor allem die, für die eine Teilnahme mehr als nur ein Erlebnis ist, die vorne laufen, entscheiden sich meist erst in der Endphase
für einen Start. Nicht so Stephan Immega (LG Harlingerland). Der vierfache Ossiloop-Sieger hat bereits seine Zusage gegeben.
“Mal gucken, was geht und wie die nächsten Wochen so laufen. Riesenziele habe ich mir jetzt nicht gesetzt”, ist sein Start-Motto,
obwohl er sich nach seiner gesundheitsbedingten Zwangspause in der Wettkampf-Szene zurückgemeldet hat. Der erste sportliche
Höhepunkt steht für ihn bereits zwei Wochen vor dem Ossiloop an. Bei den Landesmeisterschaften über die 10 Kilometer in
Wolfenbüttel. Im vergangenen Jahr hatte Immega zwar am Ossiloop teilgenommen, musste aber eben aus gesundheitlichen
Gründen mehrere Gänge zurückschalten und war einer unter vielen. Der Oldenburger Georg Diettrich, der für die LG Braunschweig
startet, trat in seine Sieger-Fußstapfen, hat aber noch nicht gemeldet. Ebenso wie die Titelverteidigerin bei den Frauen, Eva Brink-
mann (VfL Germania Leer). Während Brinkmann allerdings angekündigt hat, auch in diesem Jahr dabei zu sein, ließ Diettrich einen
Start offen. Bei den Frauen bereits gemeldet hat hingegen mit Sonja Hoogestraat eine Vereinskollegin von Immega, die 2008 Ossi-
loop-Gesamtsiegerin war.
Auf große Resonanz stößt auch in diesem Jahr wieder die Firmenwertung. Die Leeraner Hartmann-Reederei ist erneut stark ver-
treten. Neu hingegen dabei ist die Ubbo-Emmius-Klinik Aurich / Norden mit 52 Teilnehmern. “Im vergangenen Jahr sind Bedienstete
für sich und ihren Verein gelaufen. Da kam uns die Idee, beim nächsten Mal als Gruppe für die Klinik anzutreten”, sagt Andreas
Langensiepen, der die Teilnahme zusammen mit Marion Meyer und Martina Janssen ins Laufen gebracht hat. Seit Anfang Januar
trifft sich die Gruppe, zu der Läufer aus allen Abteilungen der Klinik gehören, Ärzte, Pflegepersonal, Verwaltungsmitarbeiter, immer
montags und läuft rund um oder auf dem Ellernfeld zwischen sieben und zehn Kilometer.
Auch immer mehr Läufer von außerhalb Ostfrieslands melden trotz des erheblichen Zeitaufwandes für die einzigartige Veranstalt-
ung. Zehn Läufer von Schwarz Weiß Oldenburg zum Beispiel wollen dabei sein und animieren über das Internet weitere Teilnehmer
aus ihrer Region zum Mitmachen. An- und Abreise soll organisiert per Bus erfolgen. Wieso das Interesse so früh schon so groß
ist? Wirtjes kann da nur mutmaßen: “Vielleicht liegt es daran, dass im vergangenen Jahr mal kurz über eine Teilnehmergrenze
nachgedacht worden ist. Und jetzt wollen viele rechtzeitig sicher gehen dabei zu sein.” Ein Teilnehmerlimit ist aber kein Thema
mehr. “Ganz sicher liegt es auch daran, dass erstmals in umgekehrter Richtung, also von Bensersiel nach Leer gelaufen wird. Das
hat sicher den ein oder anderen zusätzlich motiviert”, glaubt Wirtjes.
Am Dienstag, 27. April, wird die erste Etappe von Bensersiel nach Dunum gelaufen. Damit beginnt der Lauf so früh wie noch nie.
“Das liegt an den Feiertagen im Mai”, nennt Wirtjes den Grund. Würde die erste Etappe erst Anfang Mai sein, wären sowohl das
lange Himmelfahrts- als auch das Pfingstwochenende mit dem Ossilauf belegt gewesen. “Der frühe Termin ist jetzt vielleicht für die
Läufer mit Blick auf die Vorbereitung etwas unglücklich. Andererseits sind jetzt die Pfingsttage familienfreundlich frei”, hat Wirtjes
bei der Terminplanung das Für und Wider einbezogen. Und scheinbar alles richtig gemacht. Die Zahlen sprechen für sich. 
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