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Neuste (Presse)-Berichte vom 21.5.++++Website der Veranstaltung++++Übersicht Extra-Seiten++++Startseite ******************************************************************************************************************************************************* OSTFRIESEN ZEITUNG vom 4. Januar 2011 Beim Ossiloop steht Schalke 04 ganz oben Leichtathletik: FC-Mitglied Ralf Alberts gab als Erster seine Meldung für die 30. Auflage ab Von Georg Lilienthal Ostfriesland. Der erste Gewinner des Ossiloops 2011 heißt FC Schalke 04. Beim Wettlauf um die schnellste Anmeldung für die 30. Auflage des Etappenlaufs durch Ostfriesland hatte das FC-Mitglied Ralf Alberts die Nase vorn. Der 42-Jährige thront damit bis zum Auftakt des Sechs-Etappen-Laufs am 3. Mai in Leer ganz oben auf der Starterliste. Seit dem 15. Dezember gibt es die Mög- lichkeit, sich über die Internet-Seite des Ausrichters Fortuna Logabirum - www.ossiloop.fortuna-logabirum.de - anzumelden. Der Fußballfan zögerte nicht lange und war am ersten Tag der schnellste Mann an der Tastatur. Damit löste er den Leeraner Rolf Bauer ab, der sich in den vergangenen zwei Jahren Rang eins in der Anmeldeliste gesichert hatte. Für Organisator Edzard Wirtjes ist der laufende Schalke-Fan übrigens kein Unbekannter: “Er hat bei mir den Volkshochschulkurs zum Ossiloop mitgemacht." Nach Ralf Alberts haben sich bereits jede Menge Lauf-Enthusiasten in die Liste eingetragen. 130 Athleten umfasst das aktuelle Starterfeld bereits. Allein gestern Vormittag registrierte Edzard Wirtjes fünf Meldungen - und das genau vier Monate vor dem Startschuss zur 1. Etappe. Es deutet also alles darauf hin, dass sich auch in diesem Jahr die Ossilooper wieder in großen Scharen über den Ost- friesland-Wanderweg Richtung Bensersiel begeben werden. Der Organisator hält auch den Ossiloop-Zeitraum vom 3. bis zum 20. Mai für gut gewählt. “Himmelfahrt und Pfingsten sind später. Einen Ossiloop ganz ohne Feiertag zwischendrin hat es noch nie gegeben." Und damit wird es in diesem Jahr auch nur wenige potenzielle Starter geben, die aufgrund eines Kurzurlaubs auf den Lauf durch Ostfriesland verzichten müssen. Nach der Premiere der “Rückwärts-Variante" im Vorjahr gilt für die 30. Auflage wieder die traditionelle Lauf-Richtung. Der Start erfolgt im Leeraner Julianenpark. Zielort der sechsten und letzten Etappe wird wieder Bensersiel sein. Im vergangenen Jahr hatte Wirtjes den Etappen- plan auf den Kopf gestellt und mit dem Zieleinlauf und der großen Abschluss-Party in der Leeraner Fußgängerzone einen großen Erfolg gelandet. Danach wurden Stimmen laut, den Lauf künftig immer vom Meer nach Leer führen zu lassen. Gegen diese Variante sprach sich aber bei einer Online-Abstimmung die Mehrheit der Läufer aus. “So wechseln wir nun in jedem Jahr die Laufrichtung", sagt Wirtjes. Egal, wohin der Weg in Zukunft führen wird, der Organisator darf sich riesiger Läuferfelder und spannender Rennen sicher sein. Bei der 30. Auflage ist ein Resultat allerdings unumkehrbar. Der FC Schalke 04 findet sich in der Starterliste ganz oben - ein Tabellenplatz, von dem die Königsblauen in der Bundesliga nur träumen können.
OSTFRIESEN ZEITUNG vom 31. März 2011 Ossiloop wird wieder zum “Massenloop” Leichtathletik: Schon fast 1500 Anmeldungen / Im Mai werden mehr als 2000 Teilnehmer erwartet Von Sören Siemens Ostfriesland. Eine Geburtstagstorte mit 30 Kerzen ziert das Cover des Anmeldeformulares für den Ossiloop 2011. Zur großen sechsteiligen “Geburtstagsparty" vom 3. bis 20. Mai haben sich jetzt schon fast 1500 Gäste angekündigt. “Wir werden die 2000er- Marke vermutlich wieder knacken", freut sich Chef-Organisator Edzard Wirtjes von Fortuna Logabirum. Was 1982 mit 52 Teil- nehmern unter dem Namen Ossiloop begann, hat sich inzwischen zu einem “Massenloop" entwickelt. Die Teilnehmerzahlen stiegen auch schon unter der Federführung des Ossiloop-Vaters Klaus Beyer (SV Holtland) rapide an. Als Edzard Wirtjes und Fortuna Logabirum 2007 erstmals als Ausrichter auftraten, erreichten 1103 Gesamtläufer das Ziel in Bensersiel. Danach wurden es immer mehr und mehr. Vergangenes Jahr legten schon 1724 Läufer und Läuferinnen die sechs Teil-Abschnitte mit fast 70 Kilo- metern zurück - bei der ersten Etappe in Bensersiel hatten noch 2033 Sportler den Wunsch, immer dienstags und freitags dabei zu sein. “Vergangenes Jahr sind überdurchschnittlich viele Teilnehmer aufgrund von Verletzungen während des Ossiloops ausgestiegen", erklärt Wirtjes. Er vermutet, dass aufgrund des langen Winters für einige die Vorbereitungszeit zu kurz war. Deshalb würden die Voranmeldungen in diesem Jahr auch etwas unter den Werten von 2010 liegen. “Einige wollen erst fit werden und sich dann an- melden. Es läuft aber auf ähnliche Teilnehmer-Zahlen wie vergangenes Jahr hinaus." 2010 war eine Premiere für den Kultlauf - die Etappen führten erstmals von Bensersiel nach Leer. Die “Rück-wärts-Variante" gefiel vielen Startern. Besonders der Zieleinlauf in Leer mit zahlreichen Zuschauern machte Lust auf eine Wiederholung. Nach einer Inter- net-Abstimmung entschied sich die “Ossiloop-Familie" vor einigen Monaten, die Laufrichtung jedes Jahr zu wechseln. Bei der 30. Auflage führt der Kurs die vermutlich 2000 Teilnehmer wieder von Leer ans Meer. Als vor 29 Jahren 52 “Trendsetter" das Ziel in Bensersiel erreichten, war der “Massenloop" noch ein “Miniloop". Wie groß der Kultlauf geworden ist, zeigt auch ein Blick auf die Parkflächen. Im vergangenen Jahr waren für die verschiedenen Vereine und Laufgemeinschaften 27 Reisebusse pro Etappe unter- wegs - beim 30. Ossiloop könnten es noch mehr werden. Ossiloop Der 30. Ossiloop startet am Dienstag, 3. Mai, in Leer. Es folgen fünf weitere Etappen, die immer dienstags und freitags stattfinden. Am Freitag, 20. Mai, endet der Ossiloop mit dem Zieleinlauf in Bensersiel. Seit dem 15. Dezember kann man sich für den Lauf nach Bensersiel anmelden. Im Internet ist dies unter www.ossiloop.fortuna-logabirum.de möglich.
OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 16. April 2011 Ossiloopsieger zu sein hat höheren Stellenwert als Landesmeistertitel Vorjahresgewinner Inga Jürrens und Stephan Immega freuen sich auf Laufspektakel Aurich (sm). Gut zwei Wochen noch, dann ist ganz Ostfriesland wieder im Ossiloop-Fieber. Während sich die Teilnehmer dafür noch warmlaufen, arbeiten die Organisatoren bereits auf Hochtouren. Gestern übergab der Betriebsleiter vom Autohaus Tekken (Aurich-Schirum), Andy Strümpel, eine 3er BMW-Limousine an das Organisationsteam um Edzard Wirtjes. Für die Ossiloopsieger sowie die jeweils Zweit- und Drittplatzierten der Männer und Frauen sponsert das Autohaus, wie in den Vorjahren, für einen befriste- ten Zeitraum einen 1er BMW für die Männer und einen Mini Cooper für die Frauen. Die Sieger dürfen das jeweilige Fahrzeug acht Wochen, die Zweitplatzierten sechs und die drittplatzierten vier Wochen fahren. 1769 Teilnehmer (Stand gestern) haben für die 30. Auflage, die am Dienstag, 3. Mai, mit der ersten Etappe von Leer nach Holtland beginnt, bereits gemeldet. Nachdem im vergangenen Jahr erstmals anders herum, von Bensersiel nach Leer gelaufen wurde, führen die sechs Etappen diesmal wieder von Leer nach Bensersiel. “Der Zieleinlauf in Leer war schön, der in Bensersiel ist es aber auch”, ist es den Vorjahressiegern, Inga Jürrens (Emder LG) und Stephan Immega (LG Harlingerland) egal, in welche Richtung sie laufen. Sie haben zwar noch nicht gemeldet. “Es kann noch so viel dazwischen kommen. Verletzungen, Krankheiten”, sagen sie. “Wir melden kurzfristig.” Derzeit spricht jedoch nichts gegen ihren Start. Und beide freuen sich bereits riesig drauf. Über die Teilnahme am Ossiloop, da geht nichts drüber. Dabei sind beide absolute Leistungssportler und Spitzenläufer weit über Ostfrieslands Grenzen hinaus. Und der Ossiloop ist eigentlich eine Breitensportveranstaltung. Landesmeister zu sein hat aber längst nicht den Stellenwert eines Ossiloopsiegers. “Die Ossiloop-Teilnahme ist für mich vergleichbar einem Start bei olympischen Spielen”, sagt Immega. “Der emotionale Bezug ist groß. Die Menschen am Streckenrand. Das Teilnehmerfeld. Einfach gigantisch”, schwärmt Immega, der bereits viermal am Ossi- loop teilgenommen, also inzwischen 48 Etappen auf seinem Laufkonto hat. Während sich die meisten Teilnehmer gezielt auf das Laufereignis vorbereiten, gehören die Etappen für Jürrens und Immega zum Trainingsprogramm. Dass sie der Masse im Ziel meist weit voraus sind, darauf kommt es ihnen nicht an. Es ist der Spaß am Laufspektakel, der den Reiz eines Starts ausmacht. Und vielleicht wird es an der Spitze ja doch spannend. Der Sieger des Jahres 2009, der Oldenburger Georg Diettrich (LG Braunschweig) erwägt einen erneuten Start. Eng wird es auf jeden Fall auf der vierten Etappe von Holtrop nach Plaggenburg am Freitag, 13. Mai. Nicht an der Läuferspitze, aber auf den Straßen in Aurich. Die Große Mühlenwallstraße ist dann Baustelle. Und der gesamte, die Läufer begleitende Fahrzeug- tross muss durch dieses Nadelöhr. Damit die Läufer den Ostfrieslandwanderweg sicher über die Fockenbollwerkstraße queren können, wird eine Haupteinfallstraße in den frühen Abendstunden zeitweise gesperrt. “Deshalb haben wir in die Startgruppen Zeit- lücken von zweimal vier Minuten eingebaut”, hat Wirtjes in Absprache mit der Polizei Vorkehrungen für eine möglichst staufreie Verkehrsführung getroffen. Auf eines kann das Organisationsteam allerdings keinen Einfluss nehmen. Auf das Wetter. Da heißt es Daumen drücken, damit der Rekord aus dem vergangenen Jahr nicht übertroffen wird. Denn so kalt wie beim 29. Ossiloop war es zuvor noch nie.
OSTFRIESEN ZEITUNG vom 27. April 2011 Der Anruf von Nummer 2000 ist nicht fern Ossiloop: 1930 Läufer haben sich für die 30. Auflage des Ostfrieslandlaufs schon angemeldet Von Georg Lilienthal Leer. Osterurlaub machen andere. Für Edzard Wirtjes haben hingegen die arbeitsreichsten Tage des Jahres begonnen. Da gilt die 9.30-Uhr-Öffnungszeit nur für seine Kunden - der Ossiloop-Organisator begibt sich schon um 7 Uhr in sein Sportgeschäft. Mehr als 100 Anrufe von Läufern und Helfern erreichen ihn täglich. Schließlich wird auch die 30. Auflage des Ossiloops wieder ein Massen- ereignis. Der Startschuss zur ersten Etappe ertönt in sechs Tagen. Bis gestern Mittag hatten sich bereits mehr als 1930 Sportler für den Sechs-Etappen-Lauf von Leer nach Bensersiel angemeldet. Und der Anruf oder die Mail von Nummer 2000 ist nicht mehr in weiter Ferne. “Diese Marke werden wir übertreffen", prophezeit Wirtjes. Im Vorjahr absolvierte die Rekordschar von 2048 Läufern die Auftaktetappe. “Ich glaube nicht, dass es erneut für eine neue Best- marke reichen wird", sagt Wirtjes. Denn zwischen Anmeldungen und tatsächlicher Läuferzahl klafft am Ende immer eine beträcht- liche Lücke. In der Vergangenheit jagte ein Teilnehmerrekord den nächsten. Die Geschichte des Ossiloops begann 1982 mit 28 Athleten bei der ersten Etappe. Zwei Jahre später wurde erstmals die 100-Teilnehmer-Marke geknackt. 1998 waren es bereits mehr als 500 Starter, und 2002 machten sich schon mehr als 1000 Läufer auf die Strecke, ehe im Vorjahr die nächste Tausender-Grenze überschritten wurde. So wurde aus dem kleinen, idyllischen Landschaftslauf einiger Leichtathletik-Freunde ein Spektakel für ganz Ostfriesland. Diese Entwicklung wird derzeit auch in einem Buch zur 30. Auflage des Ossiloops festgehalten. Am 20. Mai soll es im Ziel der letzten Etappe in Bensersiel verkauft werden. Noch wird an den letzten Kapiteln gefeilt. Und mittendrin im Autorenstress steckt der Ossiloop-Organisator persönlich. “Die Arbeit haben wir ein bisschen unterschätzt", räumt Edzard Wirtjes ein. “Eigentlich sollte es nur eine 60-seitige Broschüre werden. Nun ist es zu einem 120-seitigen Buch angewachsen." Daran beteiligt sind nicht nur Wirtjes und der “Ossiloop-Vater" Klaus Beyer, der einst den Lauf ins Leben rief, sondern auch 29 Läufer aus den zurückliegenden 29 Ossi- loop-Jahren. Die “Restarbeiten" sind auch der wahre Grund für den frühen Start in den Tag von Edzard Wirtjes. “Ab 7 Uhr nehme ich mir immer zwei Stunden Zeit für das Buch." Dann ist die ruhige Phase am Schreibtisch vorüber und es bimmelt pausenlos das Telefon. Dieser Trubel wird sich in dieser Woche nicht mehr legen. Schließlich beginnt in sechs Tagen der 30. Ossiloop. Und bis dahin wird sich gewiss auch Nummer 2000 angemeldet haben.
OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 3. Mai 2011 Rund 2000 Ossilooper wollen ans Meer Start zur 30. Auflage am heutigen Dienstag um 18.55 Uhr im Julianenpark Loga / Georg Diettrich und Stephan Immega kämpfen um Gesamtsieg Ostfriesland (gaw). Der Mai ist Ossiloop-Monat. Nach Wochen der Vorbereitung geht es am Dienstag für etwa 2000 Läuferinnen und Läufer los. Der Startschuss zur ersten Etappe des 30. Ostfrieslandlaufs fällt um 18.55 Uhr im Julianenpark. Es geht von Loga nach Holtland. Der Jubiläums-Ossiloop führt die Teilnehmer wieder über die klassische Süd-Nord-Route in den Hafen von Benser- siel. Dort ist am 20. Mai Zieleinlauf. Erstmals seit Übernahme des Etappenlaufs durch Fortuna Logabirum im Jahr 2007 gibt es keinen Melderekord. “Es werden mit Tagesläufern zunächst etwa jeweils 2000 Läufer pro Etappe auf der Strecke sein”, berichtet Cheforganisator Edzard Wirtjes. Im vergangenen Jahr kamen 1724 Ossilooper in die Gesamtwertung. Mit Tagesläufern verzeichnete der Ossiloop am 27. April 2010 eine absolute Rekordmarke. 2041 Teilnehmer liefen in Dunum auf der erstmals umgekehrten Lauf- strecke durchs Ziel. Die begehrte 1000er-Marke wurde bisher auf 48 Etappen überboten. Sportlich wird der Ossiloop auch wieder seinen Reiz haben. Bei den Männern kommt es zum erhofften Duell der Sieger von 2009 und 2010. Georg Diettrich hat sich speziell auf den Ossiloop vorbereitet und fordert Stephan Immega heraus, der sich derzeit eben- falls in sehr guter Form präsentiert. Es könnte spannend bis zur letzten Etappe bleiben. Bei den Frauen hat Inga Jürrens ihre Meldung abgegeben. Die Vorjahressiegerin von der Emder LG dürfte schwer zu schlagen sein, sie befindet sich in blendender Form. Jürrens hat den Ossiloop sechsmal gewonnen, zweimal als Jugendliche. Auf fünf Gesamtsiege bringt es Immega. Er lag von 2005 bis 2008 viermal nacheinander vorne, außerdem noch einmal 2010, ist also Titelverteidiger. Der Ausgang des VR-Firmen- Cups ist ebenso offen wie der Bünting-Tee-Cup. “Erst nach der ersten Etappe wird es Hinweise auf eventuelle Sieger geben”, er- wartet Wirtjes spannende Läufe. Bei den Jugendlichen fehlt Vorjahressieger Martin Buss (Abitur). Ralph Hanken, der Vorjahres- zweite ist am Start. Bei der weiblichen Jugend ist die Siegerin des Vorjahres nicht mehr startberechtigt. Es wird eine neue Siegerin geben. Der Start heute erfolgte fünf Minuten vor sieben. Grund dafür ist ein Zug aus Oldenburg, der um 19.15 Uhr in Leer ankommt. “Vorher müssen alle Läufer über die Bahnlinie gelaufen sein”, muss Wirtjes aufs Tempo drücken. Der letzte Zug nach Oldenburg fährt 18.42 Uhr ab. “Kurz vorm Start werden wir die aktuelle Situation mit dem Leeraner Bahnhof abklären.” Richtung Bensersiel ist der Ziel- ein lauf der ersten Etappe erstmals auf dem Sportplatz Holtland. Zum Start der zweiten Etappe gibt es eine kleine Änderung, die Runde durch Holtland fällt weg, die gekürzten Meter kommen bei der dritten Etappe wieder dazu. Es betrifft den Abschnitt auf der Hauptstraße zwischen Aurich-Oldendorf und Holtrop, der wegfällt, dafür geht es ein Stück durch den Hammrich. Die Strecke ist dadurch etwa einen Kilometer länger. Eine Besonderheit sorgt in Holtland dafür, dass die Runde durchs Dorf trotzdem stattfindet. Ossiloop-Erfinder Klaus Beyer hat alle Läufer, die schon 1982, beim ersten Ossiloop dabei waren, eingeladen. Sie werden kurz vor dem offiziellen Start eine Ehrenrunde durch Holtland laufen. Beyer und Wirtjes werden auch dabei sein. “Wir wünschen uns, dass möglichst viele diese langsame lock- ere Runde mitlaufen”, sagt Wirtjes. Die Wettervorhersagen versprechen für die ersten beiden Etappen gute Laufbedingungen. Es soll trocken bleiben, dazu sonnig und mit 13 Grad angenehm kühl für Langstreckler. Trotzdem warnen Veranstalter und das Deutsche Rote Kreuz besonders vor einem zu hohen Tempo während der ersten Etappe. Fehleinschätzung und Übermotivation seien Ursachen für frühes Aufgeben. “Wer sich gerade auf der ersten Etappe zurückhält, profitiert auf den späteren Etappen davon”, weiß Wirtjes aus eigener Erfahrung. Wer als Tagesläufer an den Start zur ersten Etappe gehen will, kann sich im Julianenpark ab 17.30 Uhr anmelden.
OSTFRIESEN ZEITUNG vom 3. Mai 2011 2000 “Gäste” beim Duell der schnellen Lehrer Leichtathletik: Ossiloop startet heute im Julianenpark / Stephan Immega und Georg Diettrich sind die Topfavoriten Von Sören Siemens Leer. Ostfrieslands längstes Volksfest wird ab heute wieder gefeiert. Wenn um 18.55 Uhr im Leeraner Julianenpark der Start- schuss zum 30. Ossiloop ertönt, werden sich 2000 Menschen auf den sechsteiligen und 69 Kilometer langen Weg nach Benser- siel machen. Das dreiwöchige Großereignis ist ein Lauf für alle - und dieses Jahr auch ein Duell zweier schneller Lehrer. Neben Titelverteidiger Stephan Immega (Werdum) hat sich auch 2009-Gewinner Georg Diettrich (Oldenburg) angemeldet. “Wir erwarten ein spannendes Duell", freut sich Chef-Organisator Edzard Wirtjes von Fortuna Logabirum. Letztes Jahr wurde es das nicht. Denn Diettrich (LG Braunschweig) musste nach zwei Etappen aussteigen, weil er in seiner Funktion als Sportlehrer mit einer Basketball- Mannschaft zu einem Turnier nach Berlin reisen musste. “Georg Diettrich hat mir gesagt, dass er sich diesmal speziell auf den Ossiloop vorbereitet hat", sagt Wirtjes. Stephan Immega ist zwar noch mitten im Referendariat - aber seine Meldung macht ihn schon jetzt zum Vollblut-Lehrer. “Ich trete für die Wittmunder Alexander-von-Humboldt-Schule an, weil ich die Schule repräsentier- en möchte", sagt der fünffache Ossiloop-Sieger, der sonst für die LG Harlingerland auf Titel- und Rekordjagd geht. 2000 “Gäste" werden den beiden Rivalen auf der Strecke folgen. Erstmals seit dem Ausrichter-Wechsel vom SV Holtland zu Fortu- na Logabirum kann damit kein neuer Teilnehmerrekord vermeldet werden. Bis gestern Abend hatten sich etwas mehr als 2000 Lauf- begeisterte für alle sechs Etappen angemeldet. Beim letzten Mal waren es 2200. Diesmal wird wieder “vorwärts" gelaufen, nachdem zuletzt die Etappen von Bensersiel nach Leer geführt hatten. Ab diesem Jahr wird die Richtung jährlich geändert. Zur 30. Auflage steht die traditionelle Variante an. Allerdings gibt es eine kleine Änderung. “Der Zieleinlauf der ersten Etappe ist auf dem Weg nach Bensersiel erstmals auf dem Holtlander Sportplatz", so Wirtjes. Die Strecken- Änderung führt dazu, dass die Teilnehmer in Logabirum links neben der Bundesstraße laufen werden und über Siebenbergen sowie Meerhausen das Ziel erreichen. Bislang wurde entlang des Ostfriesland-Wanderweges (rechts der Bundesstraße) ins Ortszentrum gelaufen. Wer am Holtlander Sportplatz als Erster einläuft, wird heute um etwa 19.30 Uhr feststehen. Stephan Immega, der neben Inga Jürrens (Emder LG) als Titelverteidiger an den Start geht, ist gespannt auf das Duell mit seinem “Lehrer-Kollegen" Georg Diettrich. Eine Prognose wagt der 27-jährige Immega nicht. “Ich freue mich, dass ich wieder dabei sein kann und werde mein Bestes geben. Mal sehen, was dann am Ende herauskommt."
Ergebnisse 1. Etappe (3. Mai 2011) ==> Ergebnisse (bei der "Ostfriesen Zeitung") ==> Ergebnisse (bei "Mika-Timing") ==> Ergebnisse (auf der "Website der Veranstaltung")
ANZEIGER FÜR HARLINGERLAND vom 4. Mai 2011 Diettrich mit drei Sekunden Vorsprung Erste Etappe geht an den Braunschweiger / Stephan Immega im Schlussspurt abgehängt / Erwartetes Kopf-an-Kopf- Rennen in der Männerwertung hat sich bestätigt / Inga Jürrens bei den Frauen ohne Konkurrenz Leer/Holtland. Zum ersten Mal machte sich gestern die Läufertraube auf den Weg. 1810 Ossilooper haben die 10,65 Kilometer von Leer nach Holtland absolviert. Am schnellsten war dabei Georg Diettrich (LG Braunschweig) in 34:32 Minuten. Mit nur drei Se- kunden Rückstand kam Stephan Immega (LG Harlingerland) ins Ziel. Beste Frau war wie erwartet Inga Jürrens (Emder LG). Von Beginn an setzten sich die beiden Favoriten an die Spitze des Feldes. Doch auch zur Überraschung von Diettrich und Immega hielt ein Tagesläufer das Tempo mit. “Der hat am Anfang viel Druck gemacht”, berichtete der spätere Sieger. Erst ab Kilometer fünf habe er abreißen lassen müssen. “Die ersten fünf Kilometer waren noch stabil. Doch ab Kilometer sieben zog Stephan an. Da waren wir zwischenzeitlich bei einem Schnitt von drei Minuten für 1000 Meter. Das war schon das Limit”, sagte Georg Diettrich. Kurz vor dem letzten Kilometer gab es dann noch einmal eine ruhigere Phase, so dass der Endspurt die Entscheidung bringen musste. “Die letzten 800 Meter hab ich dann noch einmal Gas gegeben. Aber die drei Sekunden sind eher der psychologische Vorteil des ersten Sieges”, wollte Diettrich seinen Erfolg nicht überbewerten. Auch Immega sieht weiterhin seine Chance. “Ich bin zufrieden. Die Strecke war gut zu laufen. Zwar führt Georg jetzt mit ein paar Sekunden, aber ich kann noch nicht sagen, wer am Ende vorne sein wird.” Mit gehörigen Abstand trudelten dann die weiteren Läuferinnen und Läufer ins Ziel. Als erste Frau wurde Inga Jürrens von den einigen hundert Fans im Zielbereich bejubelt (39:47). “Es sieht wohl nicht so aus, als müsste ich an mein Limit gehen”, gab sie nach kurzer Verschnaufpause zu. Denn es vergingen 3:20 Minuten, bis mit Tomke Barfknecht (LG Harlingerland) die zweite Frau die Ziellinie überschritten hatte. Der Ossiloop erfreut sich auch in diesem Jahr wieder großer Beliebtheit. So gab es vor dem Startschuss gar ein Verkehrschaos in Leer, da viele Sportler und Zuschauer die Zufahrtswege überlasteten. Aber das sorgte nicht für Unmut. Denn rechtzeitig zum Ziel- einlauf in Holtland schafften es die Familienangehörige, Freunde und Bekannte dann doch noch, um ihre Läufer lautstark und mit zum Teil farbenfrohen Plakaten zu unterstützen.
OSTFRIESEN ZEITUNG vom 4. Mai 2011 Traumstart, Traumwetter und Traumduell Leichtathletik: Erfolgreicher erster Abschnitt beim 30. Ossiloop / Diettrich siegte knapp vor Immega Diesen Artikel finden Sie hier (PDF / ca. 600 KB) ==> Ergebnisse
OSTFRIESEN ZEITUNG vom 6. Mai 2011 Läufer von morgen starten heute Ossiloop: Etappe in Holtland beginnt mit dem traditionellen Bambini-Rennen Von Sören Siemens Holtland. In Holtland trifft heute alles aufeinander: Die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Ossiloops. Bevor sich die etwa 2000 Teilnehmer um 19 Uhr auf den 9,3 Kilometer langen Weg nach Gut Stikelkamp machen, stehen die Bambini-Läufer (18.30 Uhr) und jene Sportler im Fokus, die 1982 beim ersten Lauf von Leer nach Bensersiel dabei waren. Die Männer und Frauen der ersten Stunde werden um 18.45 Uhr eine Ehrenrunde durch Holtland zurücklegen. Mit dabei ist auch Klaus Beyer, nach dem auch die heutige Etappe benannt ist. Der Holtlander hat die Veranstaltung seinerzeit ins Leben gerufen und ist 1982 sogar selbst noch mitgelaufen. 1994 erweiterte er das Programm mit einem Bambini-Lauf vor der zweiten Etappe. “Das hat sich etabliert. Zu den besten Zeiten waren mehr als 200 Kinder dabei. Für dieses Jahr haben sich auch schon 150 Jungen und Mädchen angemeldet", sagt der “Ossi- loop-Vater. Heute kann sich der Nachwuchs noch bis 18.15 Uhr für das 800 Meter lange Rennen auf dem Sportplatz anmelden. Teilnehmen dürfen Kinder bis zwölf Jahre. Alle Teilnehmer erhalten nicht nur eine Menge Beifall. Sie dürfen sich auch auf eine Ur- kunde und ein Präsent freuen. Vielleicht dreht auch ein Spitzenläufer von morgen heute seine ersten Runden. “Gerd Wolzen war bei einem der ersten Bambini-Läufe dabei. Später wurde er sogar Ossiloop-Zweiter", erinnert sich Beyer. Nachdem der Nachwuchs im Blickpunkt stand, rücken die “Oldies" in den Fokus. Viele der 52 Teilnehmer aus dem Jahr 1982 haben ihr Kommen zugesagt und werden eine Runde durch das Dorf laufen. Die 2000 Teilnehmer werden das nach dem Ende der Ehrenrunden nicht mehr machen. “Wir haben eine kleine Streckenänderung. Die Runde durch Holtland fällt weg, die gekürzten Meter kommen auf der dritten Etappe wieder dazu", erklärt Organisator Edzard Wirtjes (Fortuna Logabirum). Damit ist die heutige Etappe vom Holtlander Sportplatz nach Gut Stikelkamp nur noch 9,3 Kilometer lang. Vom Zustand der Strecke hat sich Edzard Wirtjes im Vorfeld wieder einmal selbst ein Bild gemacht. Einige Löcher auf dem Ostfriesland-Wanderweg sind kurzfristig noch mit Erde aufgefüllt worden. Auch ansonsten sei die Strecke von der Gemeinde Hesel gut vorbereitet worden, so Wirtjes. Beim Startschuss am Dienstag waren exakt 1930 “Ossilooper" auf der Strecke. Diese Zahl gab Wirtjes gestern bekannt. Die zweite Etappe verspricht vor allem in der Männer-Wertung wieder Spannung. Am Dienstag hatte Georg Diettrich (LG Braunschweig) gegenüber Stephan Immega (Alexander-von-Humboldt-Schule) knapp die Nase vorne und war drei Sekunden früher im Ziel. Inga Jürrens (Emder LG) bei den Frauen und Imke Duin (SV Holtland) beim weiblichen Nachwuchs tragen das Gelbe Trikot des Ge- samtführenden, das sich bei der männlichen Jugend Justus Bornemann (TuS Weener) gesichert hat. Er lief zwölf Sekunden vor Johannes Wiltfang (Pewsumer Windhunde) über die Ziellinie. Nicht am Start ist bei der Jugend Vorjahressieger Martin Buss. Er verzichtet auf den Ossiloop, weil er sich auf seine Abiturprüfungen konzentriert.
Ergebnisse 2. Etappe (6. Mai 2011) ==> Ergebnisse (bei der "Ostfriesen Zeitung") ==> Ergebnisse (bei "Mika-Timing") ==> Ergebnisse (auf der "Website der Veranstaltung")
OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 7. Mai 2011 Ossiloop: Müde Beine kosten sechs Sekunden 2. Etappe Holtland nach Gut Stikelkamp: Stephan Immega verdrängt Georg Diettrich von der Spitze Holtland/Stikelkamperfehn (wrs). Nach der knappen Niederlage gegen Georg Diettrich zum Auftakt des Ossiloops drehte Stephan Immega auf dem zweiten Teilstück am Freitagabend den Spieß um. Er überquerte die Ziellinie beim Gut Stikelkampf als Erster und nahm seinem ärgsten Konkurrenten um den Gesamtsieg sechs Sekunden ab. Immega (Alexander-von-Humboldt- Schule) bewältige die mit 9,4 Kilometer kürzeste Etappe bei sommerlichen Temperaturen in 30:12 Minuten. Diettrich (LG Braun- schweig) benötigte 30:18 Minuten. Erschöpft und zugleich enttäuscht über den Rennverlauf suchte der Lehrer aus Oldenburg bei sich die Gründe für die Niederlage. Er sagte: “Meine Beine waren müde, das lag wohl an der stressigen Woche, die ich wegen der Abiturprüfungen hatte.” Immega lobte seinen Konkurrenten. “Es war wieder ein verdammt hartes Rennen. Georg ist sehr gut gelaufen. Aber so schnell habe ich diese Etappe noch nie absolviert”, war er mehr als zufrieden mit dem Ausgang. Immega bewältigte die Strecke mit einer Durchschnitts- zeit von 3:14 Minuten pro Kilometer. Im Vergleich zur schnellen ersten Etappe senkte er die Kilometerzeit noch einmal um eine Sekunde. Die Entscheidung fiel kurz vor dem Ziel. Immega: “Zum Schluss tat sich eine kleine Lücke auf. Da habe ich angezogen und es hat gereicht.” Lohn war Platz eins in der Gesamtwertung. Danach folgten Diettrich, Holger Grigat (Hartmann Group), Jan Waschkau (Team Enercon) und Hermann Fleßner (LG Harlingerland), der beim zweiten Teilstück als Fünfter ins Ziel kam. Bei den Frauen baute Inga Jürrens (Emder LG) ihre Führungsposition mit dem zweiten Etappensieg aus. Sie gewann in 36:13 Minuten. Mit deutlichem Abstand folgten Heike Piotrowski (37:52 Min., Alexander-von-Humbold-Schule) und Tomke Barfknecht (37:56 Min., LG Harlingerland). In der Gesamtwertung rangiert Jürrens vor Barfknecht und Insa Franzen (LG TV Bunde). Petra Romberg vom MTV Aurich liegt gegenwärtig auf Rang sechs. Sie benötigte für die zweite Etappe 39:59 Minuten. Sie sprach von einem “anstrengenden Lauf”, den sie auf den ersten beiden Kilometern zu schnell angegangen sei. Ihr Ziel: Platz sieben oder acht nach sechs Etappen. Bei der männlichen Jugend etablierte sich Jutus Bornemann (TuS Weener) auf Platz eins in der Gesamtwertung. Imke Duin ver- teidigte mit dem zweiten Platz in der Tageswertung ihre Spitzenposition bei der weiblichen Jugend. Die hohen Temperaturen machten dem Läuferfeld mächtig zu schaffen. Oft waren im Ziel die Vokabeln “Schwerstarbeit” oder “völlig abgekämpft” zu hören.
OSTFRIESEN ZEITUNG vom 7. Mai 2011 Jede Menge Applaus für erste Ossiloop-Generation Ostfriesland-Lauf: 26 Teilnehmer aus dem Jahr 1982 absolvierten gestern Abend eine Ehrenrunde durch Holtland Diesen Artikel finden Sie hier (PDF / ca. 420 KB) ==> Ergebnisse
OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 10. Mai 2011 Ossiloop: In Spetzerfehn spielt der Posaunenchor auf 3. Etappe von Bagband nach Holtrop: Auf die Teilnehmer warten zwölf Kilometer bei Temperaturen knapp unter 20 Grad Ostfriesland (gaw). Sonnenschein, Temperaturen knapp unter 20 Grad, dazu ein leichter Wind aus nördlichen Richtungen: auch die dritte Etappe des Ossiloops am Dienstag von Bagband nach Holtrop wird von frühlingshaften äußeren Bedingungen begleitet. Es ist die Mühlenetappe, die um 19 Uhr vor der Bagbander Kirche gestartet wird. Neben vielen modernen Windkraftanlagen liegen an der etwa zwölf Kilometer langen Strecke mehrere alte Windmühlen. Keinen Blick etwa für den Galerie-Holländer in Spetzerfehn werden die führenden Läufer übrig haben. Für Stephan Immega und Georg Diettrich geht es um Sekunden. Lag nach der 1. Etappe Georg Diettrich (LG Braunschweig) mit drei Sekunden Vorsprung vorne, machte Stephan Immega auf der 2. Etappe sechs Sekunden gut. Beim VR Firmen Cup übernahm die Seefahrtschule die Spitze von enova, beim Bünting Tee Cup liegt sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern die Emder LG vorne. Spannend geht es in der Altersklasse der männlichen Jugend zu. Die drei Erstplatzierten kamen in Sekundenabständen ins Ziel der 2. Etappe. Neben Justus Bornemann (TuS Weener) sind das Johannes Wiltfang und Gerd Jelto Severiens. In der weiblichen Jugend führt Imke Duin vom SV Holtland relativ komfortabel. Langweilig ist es bei den Frauen: Inga Jürrens führt mit großem Vorsprung. Die Mühlenetappe ist etwa einen Kilometer länger als früher, weil ein verkehrstechnisch schwieriges Stück herausgenommen und durch einen landschaftlich wesentlich schöneren Abschnitt durch den Hammrich ersetzt wurde. Kurz vor Aurich-Oldendorf geht es links in den Hooge Brinken, dann weiter auf dem Wiede Meedenweg, über Kuhfennenweg und Ecksweg zum Heerweg, wo die Ossilooper wieder auf die alte Strecke stoßen. Tagesläufer (ohne Chip und Zeitnahme) können sich bis 18.30 Uhr an der Kirche Bagband anmelden. In Holtrop wird ein Bambinilauf organisiert, der Start soll um 18.30 Uhr erfolgen. In Spetzerfehn hat der Ortsrat, wie in den vergangenen Jahren auch, eine Wasserstelle für die Ossilooper eingerichtet. In diesem Jahr ist auch der Posaunenchor Spetzerfehn dabei, der unter Leitung von Gerd Schmidt die Läufer musikalisch begrüßen wird. Für die mehr als 200 Zuschauer an der Strecke hat der Ortsrat auf dem Platz zwischen Sportheim und alter Kapelle wieder Grillwürste und Getränke organisiert. “Dieser Abschnitt des Ossiloops gehört zu den schönsten des ganzen Laufes”, sagt Ortsbürgermeister Hinrich Trauernicht und spricht von einem echten Kleinod: “Hier ist die Windmühle Steenblock zu sehen, bevor ein historischer Fehnkanal überquert wird und die alte Kapelle, als ältestes Schulgebäude in der Gemeinde Großefehn erhalten geblieben, zu er- blicken ist."
Ergebnisse 3. Etappe (10. Mai 2011) ==> Ergebnisse (bei der "Ostfriesen Zeitung") ==> Ergebnisse (bei "Mika-Timing") ==> Ergebnisse (auf der "Website der Veranstaltung")
OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 11. Mai 2011 Ossiloop: Inga Jürrens kämpft sich ins Ziel 3. Etappe von Bagband nach Holtrop: Zerrung in linker Wade - Diettrich zwei Sekunden vor Immega Bagband/Holtrop (gaw). Im Kampf um den Gesamtsieg bei den Frauen könnte es nach der 3. Ossiloop-Etappe von Bagband nach Holtrop noch einmal spannend werden. Die Führende Inga Jürrens kam wegen einer Zerrung in der linken Wade am Dienstagabend nur als Vierte ins Ziel. Bei den Männern lieferten sich Georg Diettrich und Stephan Immega über die etwa zwölf Kilometer erneut ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Diettrich überquerte die Ziellinie zwei Sekunden vor Immega, der jetzt eine Sekunde Vorsprung besitzt. Inga Jürrens hatte bereits beim Warmlaufen ein Stechen in der Wade gespürt. Zusammen mit ihrem Vater Harry, der neben ihr her lief, quälte sie sich über die zwölf nicht immer einfach zu laufenden Kilometer. Das Ziel erreichte sie nach 50:04 Min. Schnellste Frau war Heike Piotrowski von der Alexander-von-Humboldt-Schule in 49:14 Minuten. Jürrens büßte zwar nur 50 Sekunden ihres Vorsprungs von zuvor etwas mehr als fünf Minuten ein. Dennoch ist der Gesamtsieg in Gefahr, denn ein Start bei der vierten und längsten Etappe war gestern Abend ungewiss. “Wir müssen schauen, wie es die nächsten Tage wird”, sagte Harry Jürrens Ein Kopf-an-Kopf-Rennen, diesmal bis zur Ziellinie, lieferten sich Diettrich und Immega. Immega, der mit einer Sekunde Vorsprung an den Start zur vierten Etappe gehen wird, musste beißen. “Es war ein hartes Rennen”, stöhnte er und war froh, dass er bis ins Ziel an Diettrich dran geblieben war. Möglicherweise fällt auf der fast vierzehn Kilometer langen Königsetappe am Freitag eine Vor- entscheidung über den Gesamtsieg. Immega mochte sich nicht festlegen. “Ich weiß nicht, wie Georg trainiert hat. Alles ist mög- lich.” Hinter den beiden Führenden dürfte sich an den jetzigen Platzierungen nicht mehr viel ändern. Holger Grigat aus Holtrop setzte sich als Dritter gegen seinen ärgsten Widersacher Jan Waschkau durch. Es folgen Hermann Fleßner von der LG Harlinger- land, der Oldenburger Daniel Witte und Stefan de Jonge vom TuS Weene. De Jonge lief mit Fleßner und Witte lange Zeit ein be- herztes Rennen. “Bei Kilometer neun habe ich einen Einbruch gehabt, da musste ich abreißen lassen”, berichtete er über den Rennverlauf. Nicht zufrieden mit der neuen Streckenführung waren vor allem die Topläufer, darunter auch Jan Waschkau: “Es war sehr schwer, dort Tempo zu machen”. Um die Straße nach Ostgroßefehn bei Holtrop nicht halbseitig zu sperren, mussten die Ossilooper bei Aurich-Oldendorf den Wanderweg verlassen und durch den Hammrich zum Heerweg nach Holtrop laufen - über zum Teil schlecht gepflasterte, ausgefahrene landwirtschaftlich Wege. Das schmeckte nicht jedem. Landschaftlich gewann die Mühlenetappe da- durch aber noch einmal an Reiz. Groß war erneut die Unterstützung für die Ossilooper an der Strecke. Sowohl in Spetzerfehn als auch in Aurich-Oldendorf herrschte Volksfeststimmung. Einige Schaulustige hatte ihre Vuvuzelas von der Fußball-Weltmeister- schaft wieder herausgekramt und sorgten damit für ordentlich Spektakel.
OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 13. Mai 2011 30. Ossiloop: Laufspektakel wird unterbrochen 4. Etappe von Holtrop nach Plaggenburg: Zwei Pausen sind in Aurich geplant, damit der Autokehr fließen kann Holtrop/Plaggenburg (wrs). Den 1752 in der Gesamtwertung des Ossiloops geführten Läufern steht heute Abend die längste Etappe bevor. Auf dem 14 Kilometer langen Teilstück zwischen Holtrop und Plaggenburg liegen Vorentscheidungen in der Luft. In Aurich wird der Lauf zweimal unterbrochen, damit der Autoverkehr fließen kann. Fraglich ist, ob die Gesamtführende bei den Frauen, Inga Jürrens (Emder LG) auf der sogenannten Königsetappe ins Ziel kommt. Dazu meint Ossiloop-Organisator Edzard Wirtjes: “Sie musste auf der 3. Etappe wegen Wadenproblemen langsamer laufen. Sie wird es am Freitag versuchen, weiß aber nicht, ob und wie es geht.” Noch beträgt Jürrens Vorsprung auf Verfolgerin Tomke Barf- knecht (LG Harlingerland) mehr als vier Minuten. Somit kann Jürrens den kraftraubenden Lauf etwas langsamer angehen. Hochspannung herrscht in der Männerkonkurrenz. Die Nummer eins, Stephan Immega (Alexander-von-Humboldt-Schule), rangiert hauchdünne zwei Sekunden vor Verfolger Georg Diettrich LG Braunschweig). Droht ein Wimpernschlagfinale? Wohl kaum. Es ist schwer vorstellbar, dass beide Spitzenläufer heute Abend Hand in Hand über den Zielstrich laufen, sondern bis zum Schluss um jeden Meter kämpfen werden. Spannung verspricht auch der Dreikampf bei der männlichen Jugend. Dort liegen die ersten drei Johannes Wiltfang (Pewsumer Windhunde), Justus Bornemann (TuS Weener) und Gerd Jelto Severiens überschaubare 18 Se- kunden auseinander. Bei der weiblichen Jugend hat sich Imke Duin (SV Holtland) bereits ein Polster von rund einer Minute auf Saskia Bohlken (Schule Moormerland) herausgelaufen. Wie bereits im Vorjahr führte die Strecke in Aurich stadtauswärts nicht mehr an der Esenser Straße entlang. Sie wurde umgelegt und führte den Läuferwurm über den Hoheberger Weg und die Sandhorster Allee in Richtung Ziel. Die Idee für den neuen Strecken- verlauf hatte Stefan Schewiola (TuS Aurich Ost). Deshalb wird dieses Stück auch als die “Schewi- Meile” bezeichnet, flachste Wirtjes. Der Start erfolgt in Holtrop bereits um 18.50 Uhr. Zwischen der 3. und 4. sowie der 6. und 7. Startgruppe wird eine viermi- nütige Pause gemacht. Dieses Zeitfenster ist notwendig, damit in Aurich der Verkehr nicht zum Erliegen kommt. Beim ehemaligen Auricher Ostbahnhof, wo sich der Ostfrieslandwanderweg und die Fockenbollwerkstraße kreuzen, wird zweimal der Verkehr durch- gelassen. Wirtjes erklärt: “Die Polizei macht in der Lücke zwischen den Startgruppen, die Strecke dicht. Läufer, die dazwischen laufen, müssen dann warten.” Hintergrund für diese Maßnahme sind die zahlreichen Straßenbauarbeiten in der Auricher Innenstadt.
OSTFRIESEN ZEITUNG vom 13. Mai 2011 Ossilooper starten heute auf der Königsetappe Leichtathletik: Von Holtrop nach Plaggenburg sind 14 Kilometer zu bewältigen Ostfrieland (hk). Die Ossilooper gehen heute auf die Königsetappe. Sie führt von Holtrop nach Plaggenburg. Es ist mit 14 Kilo- metern das längte Teilstück auf dem Weg von Leer bis ans Meer. Weil es in Aurich eine Baustelle gibt, wird es beim Start zwei vierminütige Unterbrechungen geben. “Deshalb ist es besonders wichtig, dass sich alle Läufer genau in ihren Startgruppen ein- ordnen", sagt Organisationschef Edzard Wirtjes. Die Spitzenläufer gehen um 18.50 Uhr auf die Strecke. “Wegen einer Baustelle auf der Hauptstraße muss zweimal auf der Fockenbollwerkstraße in Aurich der Autoverkehr durchgelassen werden", sagt Edzard Wirtjes. Das heißt, dass dort die Polizei in der Lücke zwischen den Startgruppen die Strecke absperrt. Ossilooper, die dazwischen laufen, müssen dann warten. Wer sich dagegen entsprechend seiner Leistungsfähigkeit einordnet, wird ohne Polizei-Stopp bis nach Plaggenburg durchlaufen können. Die Unterbrechungen wird es zwischen den Startgruppen drei und vier sowie sechs und sieben geben. Im vergangenen Jahr hatten einige Läufer versucht, die Situation auszunutzen. Schnelle Läufer etwa hatten sich in eine langsamere Startgruppe eingereiht, um vorneweg frei laufen zu können. Solche “Tricks" werden jetzt ver- hindert, denn vor und hinter den Gruppen fahren Helfer auf dem Rad. So fährt etwa nach der Startgruppe drei ein Fahrrad mit genau zwölf Stundenkilometern. Das entspricht einem Lauftempo von fünf Minuten pro Kilometer. “Wer sich falsch aufstellt, also zu weit vorne, muss damit rechnen, angehalten zu werden", sagt Edzard Wirtjes. “Das Spitzenfahrrad von Gruppe vier wird das gleiche Tempo fahren, so dass der Abstand konstant bleibt." Solche Tempo-Kontrollen per Fahrrad sind auch bei den anderen Gruppen vor- gesehen. Nach Überquerung der Fockenbollwerkstraße ist dann alles wieder normal. Seit dem vergangenen Jahr gibt es auf dieser Etappe in Aurich eine kleine Änderung. Die knapp 2000 Teilnehmer laufen nicht mehr wie früher entlang der Esenser Straße, sondern stattdessen den Hoheberger Weg und die Sandhorster Allee. Den Vorschlag hatte Stefan Schewiola, Leiter des Lauftreffs TuS Aurich-Ost gemacht. Deshalb heißt dieser Abschnitt auch “Schewi-Meile". Sportlich ist es beim Ossiloop an der Spitze spannend wie wohl noch nie. Bei den Männern beträgt der Abstand zwischen Spitzen- reiter Stephan Immega und seinem Verfolger Georg Diettrich in der Gesamtzeit zwei Sekunden. Werden die Einzelzeiten addiert, ist es sogar nur eine Sekunde. Edzard Wirtjes liefert die Erklärung für die Differenz: “Sowohl bei den Einzel- als auch bei den Ge- samtzeiten fehlen hinter dem Komma die Zehntel-, Hundertstel- und Tausendstel-Sekunden, die bei Additionen der Einzelzeiten wirksam werden."
Ergebnisse 4. Etappe (13. Mai 2011) ==> Ergebnisse (bei der "Ostfriesen Zeitung") ==> Ergebnisse (bei "Mika-Timing") ==> Ergebnisse (auf der "Website der Veranstaltung")
OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 14. Mai 2011 Ossiloop: Am Ende fehlt Stephan Immega die Kraft 4. Etappe von Holtrop nach Plaggenburg: Diettrich übernimmt Platz eins in der Gesamtwertung Plaggenburg (wrs). Gespannt warteten am Freitagabend im Ziel in Plaggenburg die Zuschauer auf die Ankunft der Spitzenläufer beim Ossiloop. Gegen 19.35 Uhr tauchte das Führungsfahrrad auf. Kurz dahinter lief der Gesamtzweite Georg Diettrich (LG Braun- schweig) und überquerte die Ziellinie. Er benötigte 45:54 Minuten für die rund 14,4 Kilometer lange Distanz. Genau fünf Sekunden vergingen, ehe der Führende Stephan Immega (Alexander-von-Humboldt-Schule) folgte. Während Diettrich sich auf dem Sammel- platz ins Gras setzte und erst einmal tief durchatmete, besorgte sich Immega ein Erfrischungsgetränk. Er wusste, dass er die Poleposition an seinen härtesten Konkurrenten verloren hatte. Ziemlich schnell brachte er den Rennverlauf auf den Punkt. “Georg hat das Tempo gemacht und ich bin hinterher gelaufen. Beim Schlussspurt ab 300 Meter vor dem Ziel hatte ich einfach keine Kraft mehr und musste ihn ziehen lassen”, räumte Immega ein. Diettrich zollte seinem Widersacher Respekt: “Es war wieder ein un- glaublich schnelles Rennen. Ich hätte nie gedacht, dass wir beide auf diesem hohen Niveau laufen können.” Ein Niveau, das für die Konkurrenz unerreichbar ist. Während das Spitzenduo den Kilometer in 3:17 Minuten bewältigte, büßten die Verfolger pro 1000 Meter 24 Sekunden und mehr ein. Der Tagesdritte Holger Grigat (Hartmann Group) kam rund fünfeinhalb Minuten später als Diettrich ins Ziel. In der Frauenkonkurrenz ging die Gesamtführende Inga Jürrens (Emder LG) angeschlagen ins Rennen. Unklar war, ob sie das Ziel erreichen würde. Diese Ungewissheit löste sich um 19:50 Uhr auf. Zuerst begrüßte Ossiloop-Moderator Heino Krüger den Vater von Jürrens, kurz danach folgte Tochter Inga. In ihrem Gesicht waren die Strapazen des Laufes abzulesen. Sie gab sich aber kämpf- erisch. “Ich bin mit Schmerzen gelaufen und habe die Zähne zusammengebissen”, sagte sie. Dafür wurde Jürrens (1:00:04 Std.) mit Platz zwei in der Tageswertung hinter Heike Piotrowski (59:58 Min., Alexander-von-Humboldt-Schule) belohnt. Jürrens blieb auf Rang eins. Bei der männlichen Jugend verteidigte der Erste Johannes Wiltfang (53:13 Min.) seine Führungsposition. Auch bei der weiblichen Jugend blieb Imke Duin in der Gesamtwertung vorne, ihr Vorsprung schmolz aber zusammen. Viele Zuschauer, die den Start in Holtrop verfolgt hatten, kamen zu spät ins Ziel. Das Nadelöhr, die Baustelle an der Großen Mühlenwallstraße in Aurich sorgte für Staus. Davon betroffen war auch der Anhang des neuen Gesamtführenden Georg Diettrich. Seine Frau und die drei Kinder sahen ihren Vater erst, als dieser schon in Plaggenburg die ersten Interviews gab. ==> Ergebnisse
OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 17. Mai 2011 Ossilooper durchqueren das Harlingerland 5. Etappe führt über knapp zwölf Kilometer von Plaggenburg nach Dunum - Landfrauen warten mit ostfriesischem Tee Ostfriesland (gaw). Aurich liegt hinter den Ossiloopern, auf sie wartet am Dienstagabend die fünfte und landschaftlich reizvollste Etappe durch das Harlingerland. Los geht es um 19 Uhr auf dem Sportplatz von Eintracht Plaggenburg, Zielort ist das knapp zwölf Kilometer entfernte Dunum. Genau 1711 Ossilooper sind noch in der Gesamtwertung. Zwischen dem Führenden Georg Diettrich und dem Schlusslicht liegen vier Stunden und elf Minuten Zeitdifferenz. Sie wird sich auf den zwei letzten Etappen weiter ver- größern. An der Spitze des Feldes kämpfen Diettrich und sein ärgster Widersacher Stephan Immega verbissen um Sekunden und den Ge- samtsieg. “So ein intensives Duell auf so hohem Niveau gab es beim Ossiloop noch nie”, freut sich Cheforganisator Edzard Wirtjes, der das höchste Durchschnittstempo in der Geschichte des Etappenlaufs erwartet. Die schnellste Zeit umgerechnet auf einen Kilo- meter lief Diettrich 2009 in 3:14 Minuten, gefolgt von Enno Heidergott 1997 mit 3:15 Min. Die Vorteile liegen derzeit bei Diettrich, der Takt und Tempo auf den vier Etappen bestimmte, während Immega meist reagierte. Lediglich bei seinem Schlussspurt am Ende der 2. Etappe ins Ziel von Gut Stikelkamp war Immega der Agierende. Sonst ging es für ihn darum, an Diettrich dranzu- bleiben. Ob seine Kraft auf den letzten beiden knapp zwölf Kilometer langen Etappen reicht, bleibt abzuwarten. Unklar ist auch, ob Inga Jürrens von der Emder LG erneut als strahlende Ossiloop-Siegerin der Frauen am Freitagabend in den Hafen von Bensersiel laufen wird. Auf der vierten Etappe am Freitag lief sie wegen einer Zerrung in der linken Wade mit Schmerzen, kam als Zweite ins Ziel und verteidigte ihre Führung. Bei der weiblichen Jugend liegen Imke Duin (SV Holtland) und Saskia Bohlen (Schule Moormerland) nur 42 Sekunden auseinander. Auf der vierten Etappe meldete nun auch Janna Rabenstein (NIGE) mit der Tagesbestzeit Ansprüche an, ihr Abstand auf Platz zwei beträgt 1:47 Minuten. Drei Läufer kämpfen in der Wertungsklasse männ- liche Jugend um die Toplooper-Position. Das frisch übergestreifte Toploper-Shirt hat Johannes Wiltfang (Pewsumer Windhunde) beflügelt, erstmals gewann er die Tageswertung. Aber sein Vorsprung auf seine Verfolger ist gering: 33 Sekunden auf Justus Bornemann (TuS Weener) und 42 Sekunden auf Gerd Jelto Severiens (Weener Plastik AG). Alle drei belegen in der Gesamtwert- ung die Plätze 9, 12 und 13. Bei den Teamwertungen gab es kaum Veränderungen. Bei den Männern führt im Bünting Tee Cup der VfL Germania Leer weiter vor der Emder LG, bei den Frauen die Emder LG vor dem MTV Aurich. Im VR Firmen Cup liegt die See- fahrtschule mit größerem Vorsprung vor OBW, ENOVA verteidigt knapp Platz 3. Während vorne im Feld jede Sekunde zählt, werden die Hobbyläufer weiter hinten die landschaftlichen Reize des Harlingerlandes genießen können. Von jeher als schwierig zu laufende Cross-Etappe nicht bei jedem Ossilooper beliebt, bietet das Teilstück von Plaggenburg nach Dunum über Middels und Ogenbargen viel für das Auge. Und im Ziel, das hat Tradition, kredenzen die Land- frauen ostfriesischen Tee mit Kluntje und Sahne - wie es sich gehört aus Porzellantassen. Zeit zum Genießen nach anstrengenden Kilometern. Die Wetterprognose sieht ganz gut aus. Während des Ossiloops soll sich die Sonne zeigen, bei einer Temperatur um 14 Grad.
ANZEIGER FÜR HARLINGERLAND vom 17. Mai 2011 LG Harlingerland läuft auf heimischem Boden Vorletzte Etappe führt von Plaggenburg nach Dunum / Tomke Barfknecht bleibt im Klassement auf Rang zwei / Das Spitzenduo ist auf Rekordkurs / Der Zweikampf sorgt für das höchste bisherige Durchschnittstempo Plaggenburg. Der Ossiloop erreicht heute das Harlingerland. Auf der zwölf Kilometer langen fünften Etappe geht es von Plaggen- burg nach Dunum. Ab 19 Uhr nehmen die Läufer den Abschnitt entlang des Ostfriesland-Wanderwegs in Angriff. Doch nicht nur landschaftlich hat das vorletzte Teilstück der Laufserie einiges zu bieten. Auch sportlich wird es auf dem Weg nach Dunum etliche packende Duelle geben. Allem voran steht auch heute wieder der Zweikampf an der Spitze zwischen Stephan Immega und Georg Diettrich im Blickpunkt. Drei Sekunden hat der für die LG Braunschweig startende Oldenburger Diettrich auf den Lokalmatadoren Immega bisher herauslaufen können. Und das hohe Tempo zehrt an den körperlichen Reserven. “Im Moment sind All-you-can-eat-Wochen. Da wird alles reingehauen”, kommentiert Immega die Energiezufuhr. “Auch die Läufe sind All-you-can-eat. Auch da wird reingehauen”, beschreibt Diettrich die Belastung auf der Strecke. Das Duell der beiden Ausnahmeläufer sorgt für das höchste Durchschnittstempo, das bisher beim Ossiloop erreicht wurde. Da ist die Motivation für die Athleten nicht das Problem - eher die Regenerationsphasen zwischen den Etappen. Bei dem geringen Abstand müssen die Spitzenläufer auch heute wieder alles geben, um nicht den entscheidenden Rückstand zu riskieren. Doch nicht nur in der Männerklasse bleibt es spannend. Einen Dreikampf gibt es bei der weiblichen Jugend. Imke Duin (SV Holt- land) und Saskia Bohlen (Schule Moormerland) liegen hier nur 42 Sekunden auseinander. Auf der vierten Etappe meldete nun auch Janna Rabenstein (NIGE) mit der Tagesbestzeit Ansprüche an. Ihr Rückstand auf Rang zwei beträgt nur noch 1:47 Minuten. Ebenfalls drei Läufer kämpfen bei der männlichen Jugend um die Spitzenposition. Das frisch übergestreifte Toplooper-Shirt schien Johannes Wiltfang (Pewsumer Windhunde) zu beflügeln, erstmals gewann er die Tageswertung. Aber sein Vorsprung auf seine Verfolger ist gering: 33 Sekunden auf Justus Bornemann (TuS Weener) und 42 Sekunden auf Gerd Jelto Severiens (Weener Plastik AG). Beachtenswert ist auch, dass sie in der Gesamtwertung die Plätze neun, zwölf und 13 belegen. Auch hier wird die endgültige Entscheidung wohl erst auf der letzten Etappe nach Bensersiel fallen. Im Feld der Frauen ist die Führende, Inga Jürrens von der Emder LG, nach wie vor angeschlagen. Dennoch verteidigt sie weiter gute vier Minuten Vorsprung vor Tomke Barfknecht von der LG Harlingerland. Ob es Tomke Barfknecht gelingt, vor heimischem Publikum noch einmal zu attackieren, bleibt abzuwarten. Zu überzeugend waren die Auftritte von Spitzenreiterin Inga Jürrens auf den ersten Etappen. Bei den Teamwertungen gab es wenige Veränderungen. Bei den Männern führt beim Bünting-Tee-Cup der VfL Germania Leer weiter vor der Emder LG, bei den Frauen die Emder LG vor dem MTV Aurich. Im VR-Firmen-Cup liegt die Seefahrtschule mit größerem Vorsprung vor den OBW Emden. ENOVA verteidigt knapp Platz drei.
Ergebnisse 5. Etappe (17. Mai 2011) ==> Ergebnisse (bei der "Ostfriesen Zeitung") ==> Ergebnisse (bei "Mika-Timing") ==> Ergebnisse (auf der "Website der Veranstaltung")
OSTFRIESEN ZEITUNG vom 18. Mai 2011 Stephan Immega verkürzt den Rückstand 30. Ossiloop: Ostfriese liegt nach der 5. Etappe nur noch zwei Sekunden hinter Georg Diettrich Von Theo Gerken und Horst Kruse Dunum. Der Zweikampf um den Gesamtsieg beim 30. Ossiloop wird immer spannender und auch kurioser. Gestern Abend ver- kürzte Stephan Immega seinen Rückstand auf Spitzenreiter Georg Diettrich auf zwei Sekunden. Dabei war der Titelverteidiger auf der 5. Etappe, die über zwölf Kilometer von Plaggenburg nach Dunum führte, als Zweiter hinter Diettrich ins Ziel gelaufen, wurde aber als Tagessieger gewertet. Für beide wurde eine Zeit von 37:42 Minuten gestoppt. Des Rätsels Lösung: Georg Diettrich hatte beim Massenstart der fast 2000 Läufer etwas eher als Stephan Immega das elektronische Startsystem überschritten. Beim Ossi- loop wird nicht die Bruttozeit ab dem Startschuss, sondern die Nettozeit eines jeden Läufers gewertet. Da hat Immega gestern in der Gesamtwertung bei der Addition der Zehntel-, Hundertstel- und Tausendstel-Sekunden eine Sekunde gutgemacht. Georg Diettrich setzte sich nach dem Zieleinlauf sofort auf den Boden und schnaufte durch. “Wir haben beide Tempo gemacht. Stephan hat unterwegs dreimal versucht, mich abzuschütteln", erzählte der Spitzenreiter vom Zweikampf auf dem Ostfriesland- Wanderweg. Beide gingen ein sehr hohes Tempo. “Ich konnte Georg nicht abschütteln, werde es am Freitag aber noch einmal ver- suchen", versprach Stephan Immega. Die Kontrahenten wollen auch übermorgen auf der Schlussetappe von Dunum nach Benser- siel alles geben. “Wir sind nicht bei der Tour de France, wo auf der letzten Etappe gebummelt wird", betonte Georg Diettrich. “Ich bin nicht derjenige, der etwas zu verschenken hat." Bei den Frauen war der Zieleinlauf übersichtlicher. Titelverteidigerin Inga Jürrens hat ihre Probleme mit einer verhärteten Wade im Griff. Sie gewann gestern vor Tomke Barfknecht und baute ihren Vorsprung in der Gesamtwertung auf mehr als fünf Minuten aus. “Ich habe noch Schmerzen, werde aber auf jeden Fall am Freitag starten. Ich will den Ossiloop gewinnen", sagte Inga Jürrens. Ähnlich wie bei den Männern ist es auch bei der männlichen Jugend noch spannend. Gerd Jelto Severiens gewann die 5. Etappe und ist nun mit 36 Sekunden Rückstand Zweiter hinter Justus Bornemann. “Vielleicht kann ich Justus am Freitag noch überholen", sagte Gerd Jelto Severins, für den 42:42 Minuten gestoppt wurden. Bei der weiblichen Jugend gab es einen Führungswechsel. Saskia Bohlken verdrängte mit ihrem Etappensieg Janna Rabenstein auf Rang zwei. Doch es geht beim Ossiloop ja nicht nur um das Siegen. Die allermeisten Hobbyläufer genossen den Lauf durch das landschaftlich reizvolle Harlingerland und im Ziel einen besonderen Service: Die Landfrauen servierten den Ossiloopern in Dunum traditionell Tee mit Kluntje und Sahne.
ANZEIGER FÜR HARLINGERLAND vom 18. Mai 2011 Diettrich siegt, Immega gewinnt Harlingerländer überquert als Zweiter die Ziellinie und ist Etappensieger / Da Immega drei Sekunden später gestartet ist, wird Diettrich am Ende auf Rang zwei gewertet Dunum. Es sind die letzten Meter bis zur Ziellinie. Mit schmerzverzerrtem Gesicht versuchen Stefan Immega (LG Harlingerland) und Georg Diettrich (LG Braunschweig), die um den Gesamtsieg beim Ossiloop kämpfen, die letzten Kraftreserven aus ihren Körpern herauszuholen. Im Endspurt setzt sich Diettrich ab und überquert unter lautstarkem Beifall als Erster die Ziellinie. Nur ein paar Meter weiter muss sich der Braunschweiger erst einmal auf den Boden setzen, diese zwölf Kilometer haben beiden Läufern alles abverlangt. “Das war schon hammerhart, mehr ging einfach nicht”, sagt er einige Augenblicke später. Ob er da schon wusste, dass er gar nicht als Etappensieger gesehen wird, ist fraglich. Denn auf den offiziellen Ergebnislisten werden sowohl Immega als auch Diettrich mit einer Zeit von 37:42 Minuten gewertet. Da der Harlingerländer erst etwas über drei Sekunden nach Diettrich die Start- und nur knapp hinter dem Braunschweiger die Ziellinie überquerte, ist Immega offiziell der Etappensieger. “So komisch das klingt”, wie Cheforganisator Edzard Wirtjes erklärte. Unmittelbar nach dem Rennen waren sich die beiden Favo- riten darüber wohl nicht im Klaren. “Am Ende war Georg einfach stärker”, lobte Immega zunächst die Leistung seines Konkurrenten noch. Immer wieder startete er während der Etappe Angriffsversuche, die Diettrich aber zu Kontern wusste. Gegenseitig zwangen sich beide zu Höchstleistungen. “Wir waren bei einem 3:10er Schnitt. Das ist ein absolutes Niveau für eine Landesmeisterschaft. Und das über fünf, sechs Etappen”, sagte der Braunschweiger. Doch anstatt eines zunächst geglaubten Vier- oder Fünf-Sekunden- Polsters hat er vor der letzten Etappe am Freitag lediglich zwei Sekunden Vorsprung vor Stefan Immega. “Ich werde es auf jeden Fall am Freitag noch einmal versuchen. Sonst würde ich es mir am Ende selber vorwerfen, dass ich nicht alles versucht habe”, erklärte der Harlingerländer ehrgeizig. Bei den Frauen hat sich Inga Jürrens trotz anhaltender Wadenprobleme zurückgemeldet. Mit einer Zeit von 47:50 Minuten hat die Emderin wieder ein Ausrufezeichen gesetzt. “Ich wollte einfach wieder gewinnen”, sagte sie. ==> Ergebnisse
OSTFRIESEN ZEITUNG vom 19. Mai 2011 Korrektur: Georg Diettrich doch Gewinner der 5. Etappe 30. Ossiloop: Nach dem Zieleinlauf war der Zweitplatzierte Stephan Immega zum Tagessieger erklärt worden Ostfriesland (hk). Das war schon ein kurioses Ergebnis am Dienstag beim 30. Ossiloop. Georg Diettrich (LG Braunschweig) war bei der Auseinandersetzung mit Stephan Immega (Alexander von Humboldt-Schule Wittmund) auf der 5. Etappe über zwölf Kilo- meter von Plaggenburg nach Dunum als Erster über die Ziellinie gelaufen. Doch dann rieb Diettrich sich verwundert die Augen, weil er in der Ergebnisliste zeitgleich, aber auf Platz zwei hinter Stephan Immega stand. Am Mittwoch folgte die Korrektur durch die Organisatoren: Diettrich wurde zum Sieger erklärt. “Es kann nicht sein, dass der Gewinner der Verlierer ist", sagte Organisator Edzard Wirtjes. “Wir haben Dienstag zu spät darauf reagiert. Aber im Sinne des Sports folgt nun die Korrektur, die auch im Sinne von Stephan Immega ist." Hintergrund für dieses Er- gebnis ist die Nettozeitnahme. Die persönliche Zeitnahme der beiden Läufer beginnt beim Überlaufen der Startmatte und endet mit Überlaufen der Zielmatte. Stephan Immega war, unbeabsichtigt, etwa 1,5 Sekunden später als Georg Diettrich über die Startlinie gelaufen, hatte im Ziel aber nur 1,3 Sekunden Rückstand, was zu dieser Kuriosität führte. Die Rennleitung hat das Ergebnis nun korrigiert. “Georg Diettrich hat die fünfte Etappe gewonnen und sein Vorsprung im Ziel wird zu dem vorherigen Abstand dazu addiert", sagte Edzard Wirtjes. Vor der Schlussetappe morgen von Dunum nach Bensersiel hat Diettrich nun vier Sekunden Vor- sprung. Der Kampf um das Gelbe Trikot ist aber nicht nur bei den Männern spannend. Bei der weiblichen Jugend übernahm Saskia Bohlken von der HRS Moormerland (Gesamtzeit: 4:40:32) das Gelbe Trikot. Die 16-Jährige lief die zwölf Kilometer in 54:47 Minu- ten. Damit löste sie Imke Duin (4:42:21) vom SV Holtland, die 57:19 Minuten benötigte, als Gesamtführende ab. Auch bei der männlichen Jugend ist noch keine Entscheidung gefallen. Gerd Jelto Severiens gewann die 5. Etappe, ist jetzt Gesamt-Zweiter (3:34:37 Stunden) hinter Johannes Wiltfang (3:34:01/Pewsumer Windhunde), der Etappen-Zweiter wurde. Justus Bornemann vom TuS Weener verlor fast eine Minute auf den Tagessieger und fiel auf Rang drei zurück (3:35:25). ==> Ergebnisse OSTFRIESEN ZEITUNG vom 20. Mai 2011 Finale verspricht Dramatik auf dem Deich Leichtathletik: Diettrich und Immega streiten um Ossiloop-Sieg / Im Ziel gibt es das Buch zum Lauf Von Georg Lilienthal Ostfriesland. In 30 Jahren hat es so manch spannendes Ossiloop-Finale gegeben. “Aber so dramatisch wie diesmal war es noch nie", sagt Organisator Edzard Wirtjes. Seit der ersten Etappe jagen der Oldenburger Georg Diettrich und der Werdumer Stephan Immega quasi im Gleichschritt durch Ostfriesland. Nach 58 Kilometern und einer Gesamtzeit von mehr als drei Stunden tobt zwischen den beiden Lehrern ein erbitterter Kampf um jeden Meter. Vor der heutigen Schlussetappe über 11 Kilometer von Dunum nach Bensersiel (19 Uhr) führt Diettrich mit vier Sekunden vor Immega. Die Entscheidung über den Gesamtsieg fällt also erst auf den letzten Deich-Kilometern kurz vor dem Ziel. Eine Prognose fällt selbst dem Organisator schwer. “Georg Diettrich hat aber einen Vorteil. Er muss nicht vorneweg laufen, sondern immer nur an den Fersen von Stephan Immega bleiben." Der aktuelle Gesamt- zweite ist hingegen dazu verdammt, seinen Widersacher irgendwo auf der Strecke abzuhängen. Mehrere solcher Versuche blieben auf der fünften Etappe erfolglos. Den bislang spannendsten Kampf in der Gesamtwertung lieferten sich 2004 der Norder Holger Grigat und der Leeraner Gerd Wolzen. Grigat verlor auf der Schlussetappe 35 Sekunden, verteidigte aber Platz eins in der Gesamt- wertung mit letztlich 16 Sekunden Vorsprung. Doch Dramatik auf dem Deich kurz vor dem Ziel ist heute nicht nur bei den Männern zu erwarten. Auch bei der männlichen und der weiblichen Jugend bahnt sich eine Sekunden-Entscheidung an. Bei den Frauen dürfte allerdings der Emderin Inga Jürrens der Sieg kaum noch zu nehmen sein. Es sei denn, die lädierte Wade zwickt noch weitaus heftiger als bei den vergangenen Etappen. Letztlich darf sich im Ziel nach insgesamt 69 Kilometern jeder als Gewinner fühlen und die Abschlussparty am Hafen genießen. Dort wartet neben einigen tausend Fans, Getränkeständen und einer Musikgruppe auch das Ossiloop-Buch auf die Läufer. Edzard Wirtjes, Klaus Beyer, der den Lauf einst ins Leben gerufen hat, und viele Athleten haben sich daran beteiligt. Pünktlich zur Schluss- etappe ist das 134-seitige Werk fertig geworden. Edzard Wirtjes holt die 2000 Exemplare heute Morgen bei der Druckerei in Emden ab und verkauft sie am Abend im Ziel zum Sonderpreis von 10 Euro. Ab Sonnabend sind sie im Sportgeschäft von Wirtjes in Leer für 15 Euro erhältlich. “30 Jahre Ossiloop" lautet der Titel. Das Buch beschreibt die Entwicklung des Ossiloops, es berichtet von Siegern und Besiegten, von Kuriositäten und Superlativen. Nur eines fehlt: Das ist die Geschichte über die spannendste Entscheid- ung in 30 Jahren. Denn dieses Kapitel endet erst heute im Hafen von Bensersiel.
ANZEIGER FÜR HARLINGERLAND vom 20. Mai 2011 Aktive und Helfer setzten zum Endspurt an Schlussetappe führt von Dunum nach Bensersiel / Entscheidung wohl auf den letzten Metern / Die reizvolle Strecke zieht viele Tagesläufer an / Stephan Immega hat vier Sekunden Rückstand auf Georg Diettrich Dunum. Heute geht die 30. Auflage des Ossiloops zu Ende. Während Organisatoren und Helfer schon ein erstes Fazit ziehen können, bleibt es sportlich wohl bis zum letzten Meter spannend. Selbst bei den Frauen, wo Inga Jürrens von der Emder LG eigent- lich nicht mehr zu schlagen ist, könnten ihr die Wadenprobleme zu schaffen machen. Sie ist aber guter Dinge, dass sie Gesamt- siegerin wird. Wer die übrigen Kategorien als Sieger beenden wird, ist noch offen. Bei den Läufern der männlichen Jugend ist Gerd Jelto Severiens (Weener Plastik AG) guter Dinge, die 36 Sekunden Rückstand auf den momentan Führenden Johannes Wiltfang (Pewsumer Windhunde) noch wettmachen zu können. Severiens entschied bisher drei der fünf Etappen für sich. Saskia Bohlen (Schule Moormerland) übernahm erst in Dunum das Trikot der Führenden der weib- lichen Jugend. Ob sie es auch auf dem letzten Teilstück gegen Imke Duin (SV Holtland) verteidigen kann, wird sich ebenfalls heute Abend in Bensersiel zeigen. Im Mittelpunkt des Interesses steht aber nach wie vor der Zweikampf zwischen Georg Diettrich (LG Braunschweig) und Stephan Immega (Alexander v. Humboldt Schule Wittmund). Der Lokalmatador Immega hat nach der Ergebniskorrektur vier Sekunden Rück- stand auf den für Braunschweig startenden Oldenburger. Für die Schlussetappe muss sich Immega einiges einfallen lassen, will er den spurtstarken Diettrich auf den letzten Metern noch überflügeln. Kaum noch einzuholen sind die Spitzenreiter bei der Mann- schaftswertung. Hier führt die Emder LG vor dem MTV Aurich bei den Frauen und VFL Germania Leer vor der Emder LG bei den Männern. Bevor auch die letzte Entscheidung gefallen ist, gilt es für die Aktiven, die 11,2 Kilometer von Dunum nach Bensersiel zu absolvier- en. Die Strecke führt durch die Stadt Esens und auf dem Deich entlang zum Ziel nach Bensersiel. Gerade dieses landschaftlich reizvolle Teilstück wird wieder viele Tagesläufer an den Start ziehen. 1677 Aktive weist das Gesamtklassement momentan als potenzielle “Dörloper” aus. Sie erreichten auf allen fünf bisher gelaufenen Etappen das Ziel. Und auf den Zieleinlauf am Strand von Bensersiel wird von ihnen freiwillig wohl keiner verzichten wollen.
OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 20. Mai 2011 30. Ossiloop: Auf dem Deich zum Angriff blasen Der Zweite Stephan Immega hofft auf die entscheidende Lücke im letzten Rennen Wittmund/Oldenburg (wrs). “Zum Rasenmähen werde ich wohl nicht mehr kommen”, scherzte gestern Nachmittag der fünffache Ossiloopsieger Stephan Immega im Gespräch mit den Ostfriesischen Nachrichten. Für den Zweiten der Gesamtwertung beginnt der Tag mit Unterricht. Der Lehramtsreferendar wird am Vormittag die Fächer Sport und Mathematik in der Wittmunder Alexander- von-Humboldt-Schule unterrichten. Beide Fächer haben viel mit dem entscheidenden Rennen am Abend zu tun. Immega startet mit einem Rückstand von vier Sekunden auf den Führenden Georg Diettrich. Es geht um die richtige Taktik und die Fitness, um einen freien Kopf und die Tagesform. Immega bekennt: “Es wird für mich sehr schwer werden, um den Rückstand aufzuholen.” Schwer auch deshalb, weil Konkurrent Diettrich auf alle Vorstöße von Immega immer eine passende Antwort hat. Der Zweite lobt den Ersten: “Georg ist mit seinen 41 Jahren ein verdammt zäher Bursche und er kann jedes Tempo gehen.” Nur einmal, auf der 2. Etappe von Holtland zum Gut Stikelkamp, entwischte der Ostfriese Immega dem spurtstarken Oldenburger. Bisher liefen die beiden vorneweg ein einsames Rennen. Dabei wird kein Wort gewechselt. Es ist still. Nicht ganz. “Bei dem hohen Tempo ist reden kaum möglich. Aber ich achte darauf, wie die Atmung von Georg ist”, berichtet Immega. Geht er die Strecke im Kopf durch, sieht er eine kleine Chance zum Angriff. “Wenn es auf den Deich geht und es bläst ein starker Wind, vielleicht tut sich da eine Lücke auf”, spekuliert der Zweite auf eine günstige Gelegenheit in der Schlussphase des Laufes. Sollte es am Ende bei Rang zwei bleiben, ist der für ihn kein Grund zum Trübsal blasen. Er sagt: “Der zweite Platz ist auch eine Riesenleistung, wenn man bedenkt, auf welch hohem Niveau wir laufen.” Auch sein Widersacher lobt das hohe Niveau. “Dass es ein derart spannendes und hochklassiges Rennen wird, damit habe ich nicht gerechnet”, sagt Diettrich auf ON-Nachfrage. Ebenso überrascht ist er von der mentalen Stärke von Immega. Gleichwohl sieht er auch seine eigenen Stärken. “Ich muss mich nicht verstecken, habe vier der fünf Etappen gewonnen”, betont der Erste. Er hofft, dass es heute eine sportliche Lösung gibt und kein Sturz den Ausgang beeinträchtigt. Diettrich setzt auf einen freien Kopf und flotte Beine. Auf dem Essensplan stehen natürlich jede Menge Kohlenhydrate. Er wird Pasta essen. Ebenso Immega, der sich Nudeln mit Tomatensoße gönnt, sich ausruht und mit Lesen den Nachmittag überbrückt. Wer weiß, wenn’s zu langweilig wird, nimmt er vielleicht doch den Rasenmäher in die Hand.
Ergebnisse 6. und letzte Etappe (20. Mai 2011) ==> Ergebnisse (bei der "Ostfriesen Zeitung") ==> Ergebnisse (bei "Mika-Timing") ==> Ergebnisse (auf der "Website der Veranstaltung")
OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 21. Mai 2011 Ossiloop: Und der Sieger heißt - Stephan Immega 30. Ossiloop ist mit der 6. Etappe von Dunum nach Bensersiel beendet worden - Inga Jürrens gewinnt Frauenwertung Bensersiel (gaw/wrs). Der Ossiloop 2011 war der bislang spannendste in seiner 30-jährigen Geschichte. Erst Freitagabend im Ziel der Schlussetappe klärte sich, wer der Sieger sein würde. Es ist - Stephan Immega. Der Oldenburger Georg Diettrich ließ sich die vier Sekunden Vorsprung auf dem sechsten und letzten Teilstück von Dunum nach Bensersiel vom Wirdumer Immega noch nehmen. Nach 11,2 hartumkämpften Kilometern erreichte Immega in 36:03 Minuten das Ziel, Diettrich folgte in einem nicht er- warteten Abstand von 22 Sekunden. Die Pewsumerin Inga Jürrens von der Emder Laufgemeinschaft verteidigte ihre Führung mit einer Zeit von 43:42 Minuten. Obwohl sie Wadenprobleme seit Beginn der dritten Etappe hatte, war sie von ihren deutlich langsamer laufenden Konkurrentinnen nicht zu gefährden. Im Ziel strahlte Jürrens, froh darüber, dass die Wade gehalten hatte. “Ich hatte keine Zweifel, dass es reichen würde.” Enttäuscht über seine Niederlage war dagegen Diettrich. Dass er nur Zweiter der Gesamtwertung werden würde, war von den meisten Laufbeobachtern nicht erwartet worden: “Es hat bei mir überhaupt nichts gepasst heute”, schüttelte er den Kopf. Schon beim Warmlaufen habe er seine schlechte Verfassung gespürt. “Ab Kilometer acht war mein Rücken blockiert. Da ging nichts mehr für mich.” Groß war die Freude natürlich bei Immega, der nicht damit gerechnet hatte, den Ossiloop doch noch zu gewinnen. Er hatte sich eine Taktik überlegt und konsequent umgesetzt. Ab Kilometer sechs zog er immer wieder das Tempo an und merkte, dass Diettrich seine Probleme hatte mitzukommen. Schließlich setzte Immega alles auf eine Karte und preschte, ohne sich auch nur einmal umzudrehen, davon. Bensersiel flog ihm geradezu entgegen. Schließlich reckte er die Arme in den blauen Abendhimmel und überquerte die Ziellinie vor rund 3000 jubelnden Zuschauern mit 22 Sekunden Vorsprung. Die Wertung männliche Jugend gewann Johannes Wiltfang (Pewsumer Windhunde), schnellste weibliche Jugendliche war Saskia Bohlken (Schule Moormerland).
ANZEIGER FÜR HARLINGERLAND vom 21. Mai 2011 Immega feiert seinen Heimsieg Georg Diettrich kann auf der letzten Etappe nicht mehr folgen / Inga Jürrens siegte bei den Frauen / Erschöpfung und Freude lagen im Ziel in Bensersiel dicht beisammen Bensersiel. Erleichterung und unbändige Freude, dass es doch noch geklappt hat: Im Ziel der sechsten Etappe des Ossiloops in Bensersiel waren für Stephan Immega die Strapazen der vergangenen drei Wochen vergessen. Auf dem letzten Teilstück fing er den bis dahin führenden Georg Diettrich im Gesamtklassement noch ab. Nach recht verhaltenem Start zog Immega nach fünf Kilometern das Tempo an. Georg Diettrich, der mit einem blockierten Rücken zu kämpfen hatte, konnte nicht kontern. Doch noch war das Ziel nicht erreicht. Lokalmatador Immega witterte zwar seine Chance, doch an den Sieg glauben wollte er erst nach rund zehn Kilometern, als er von den Zuschauern hörte, dass er rund 70 Meter Vorsprung hat. “Ich habe mich nicht umgedreht. Ich habe einfach alles gegeben und gehofft”, beschrieb er die letzten 1,5 Kilometer. Im Ziel empfingen ihn und die rund 1800 anderen Läufer zahllose Zuschauer, die mit viel Applaus und unterstützt von Moderator Heino Krüger, auch den müdesten Läufer über die Ziellinie hievten. Und der Tenor bei den Aktiven war eindeutig: Es hat wahnsinnig Spaß gemacht, aber es war auch unglaublich hart. “Eigentlich muss man sich schon lange vorher an den Rhythmus gewöhnen. Dieses Laufen am Dienstag und Freitag macht zwar den Reiz aus, ist aber auch gefährlich”, erklärte Edzard Wirtjes die Proble- matik des Ossiloops. Einige Läufer waren auf diese Belastung nicht richtig vorbereitet. Auch wenn die Sanitäter zum Glück ruhige drei Wochen erleben durften, gab es doch einige Aktive, die sich muskuläre Verletzungen zugezogen haben. Im Großen und Ganzen sei der Ossiloop 2011 aber sehr schön über die Bühne gegangen, bestätigte Wirtjes den Eindruck, den Aktive und Zu- schauer ohnehin schon hatten. Froh im Ziel zu sein war auch Inga Jürrens. Seit der dritten Etappe quälte sie sich mit Wadenproblemen über die Strecke. Dennoch führte sie die Wertung der Frauen die ganze Zeit an. Auf dem sechsten Teilstück ging es dann wieder besser, sagte Jürrens in Bensersiel. Doch nicht nur die absolute Spitze durfte sich freuen, den Kampf gegen die Strecke und sich selbst gewonnen zu haben. Dieser Erfolg wurde belohnt. So durften sich diejenigen, die über die volle Distanz gegangen sind, als Trophäe das neue hellblaue Dörloper-Shirt überstreifen. Auch die Etappe von Dunum nach Bensersiel hatte wieder ihre Tücken. So macht Vielen gerade der Weg auf dem Deich zu schaffen. “Du bist schon müde und dann kommt dieses lange gerade Stück. Ich habe nur noch direkt vor mir auf den Boden ge- schaut, sonst hält man das nicht durch”, beschrieb Hajo Otten die letzten Kilometer. Neben den Einzelstartern waren auch in diesem Jahr wieder viele Firmen und Schulen mit von der Partie - so auch ein Laufkurs des Niedersächsisches Internatsgym- nasiums Esens. Tjark-Fokken Emken, Lehrer und Leiter des Kurses, war sichtlich gezeichnet, als er am Versorgungsstand ankam und mit Obst für Energienachschub sorgte. Aber er war auch sehr stolz auf das, was seine Schüler und Schülerinnen geleistet hatten: “Es hat viel Spaß gemacht. Dieser Kurs war besonders ehrgeizig. Auch im nächsten Jahr sind wir vom NIGE wieder mit einem Laufkurs dabei”. Für viele Aktive ging gestern ihr erstes “Abenteuer Ossiloop” zu Ende. Total erschöpft wurden noch im Zielbereich Verabredungen für das Rennen im kommenden Jahr getroffen. So hat der Virus Ossiloop auch bei seiner 30. Auflage wieder etliche neue Opfer infiziert.
OSTFRIESEN ZEITUNG vom 21. Mai 2011 Auf dem Deich sprintete Immega davon Ossiloop: Werdumer ließ Georg Diettrich um 22 Sekunden hinter sich und feierte den Gesamtsieg Von Georg Lilienthal und Horst Kruse Bensersiel. Was für ein Finale beim 30. Ossiloop: Quasi auf der Zielgeraden der Schlussetappe von Dunum nach Bensersiel sicherte sich Stephan Immega (Alexander-von-Humboldt-Schule) doch noch den Gesamtsieg. Der Werdumer hängte auf dem Deich zwischen Esens und Bensersiel den bis dahin in der Gesamtwertung knapp Führenden Georg Diettrich (LG Braunschweig) ab. Immega gewann das Rennen über 11,2 Kilometer in 36:03 Minuten. Er nahm Diettrich (36:25) noch 22 Sekunden ab und sicherte sich mit insgesamt 18 Sekunden Vorsprung seinen sechsten Gesamtsieg beim Ossiloop. Am Hafen von Bensersiel herrschte eine prächtige Stimmung. Angefeuert von 2000 Zuschauern lief Immega ins Ziel und riss die Arme hoch. “Ich habe immer auf meine Chance gewartet, heute ist sie gekommen und ich habe sie genutzt", jubelte er. “Aber ehr- lich gesagt, hatte ich damit nicht mehr gerechnet." Bei den Frauen sicherte sich Inga Jürrens (Emder LG) zum zweiten Mal in Folge den Gesamtsieg souverän vor Tomke Barfknecht (LG Harlingerland). “Ich bin überglücklich", sagte Jürrens, der seit der dritten Etappe eine hartnäckige Wadenverletzung zu schaffen machte. “Deshalb bin ich nun auch froh, dass es vorbei ist." Bei der weiblichen Jugend siegte die 16-jährige Saskia Bohlken (Schule Moormerland) vor Janna Rabenstein (NIGE Esens). Dra- matisch war es bei der männlichen Jugend. Gerd Jelto Severiens (Weener Plastik AG) gewann die Schlussetappe mit 35 Sekun- den Vorsprung gegenüber Johannes Wiltfang (Pewsumer Windhunde), der aber mit zwei Sekunden Vorsprung Platz eins vertei- digte. Ähnlich knapp war es vor dem Start in Dunum auch bei den Männern. Georg Diettrich ging mit vier Sekunden Vorsprung auf Stephan Immega ins Rennen. Sechs Kilometer lang lieferten sich die beiden ein Kopf-an-Kopf-Duell. “Dann habe ich gemerkt, dass Georg Probleme hatte mitzuhalten", erzählte Immega im Ziel. “Da habe ich das Tempo angezogen." Auf dem Deich von Esens nach Bensersiel vergrößerte sich der Vorsprung Meter um Meter. Eineinhalb Kilometer vor dem Ziel stand Immegas Onkel auf dem Deich. “Er hat mir zugerufen, dass ich 70 Meter Vorsprung habe", erzählte der strahlende Sieger hinterher. “Da wusste ich, dass ich es schaffe." Georg Diettrich musste sich somit mit Rang zwei begnügen. “Mehr war nicht drin. Das hat sich schon am Donner- stag abgezeichnet. Mein Rücken hat blockiert", erklärte Diettrich. “Ich habe mich noch behandeln lassen, aber es hat nicht viel geholfen. Doch das soll Stephans verdienten Sieg nicht schmälern", sagte Diettrich. “Es waren auf jeden Fall sechs tolle Etappen und ein Wahsinns-Ossiloop." ==> Ergebnisse
Große Ossiloop-Berichte auf LaufReport.de: - 1. und 2. Etappe - 3. und 4. Etappe - 5. und 6. Etappe ******************************************************************************************************************************************************* Neuste (Presse)-Berichte vom 21.5.+++Website der Veranstaltung+++Nach oben+++Übersicht Extra-Seiten+++Startseite
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